Manuela_Schwesig_SPD_Homoehe_Problem_grosse_Koalition_Arbeitsgruppe_FamilieBananen-Republik-Deutschland: Natürlich macht sich der politisch interessierte Bürger derzeit große Sorgen, völlig zu unrecht. Folgt man der Berichterstattung zu den Kolaitionsverhandlungen, dann ist das größte Problem der Deutschen derzeit ein mögliches Scheitern der Homoehe, daran könnte Deutschland zerbrechen. So jedenfalls muss man die neuerlichen Befindlichkeiten unserer Volksvertreter interpretieren. Warum sollten wir auch größere Sorgen haben, denn bei der Bankenrettung, dem Sozialabbau, Reallohnsenkungen, Steuererhöhungen und der Überwachung des Souveräns besteht ja bei den Parteien eine überwältigende Einigkeit.

Anlass zu dieser kleinen Betrachtung bot die letzte größere Schreierei innerhalb der Koalitionsarbeitsgruppe „Familie, Frauen und Gleichstellung“ bei den Kopulations Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Hier war es dann auch die Vertreterin der SPD, Manuela Schwesig (im Bild nach der entnervenden Sitzungsrunde, der Lippenstift hat durchgehalten), die die vermeintliche Notbremse mit den Worten zog: „Ich kann den SPD-Mitgliedern unter diesen Umständen nicht empfehlen, einer Koalitionsvereinbarung zuzustimmen“DIE WELT hat es belauscht. Einige Anwesende wollten gar das Platzen der großen Koalition schon aus ihrem Gleichgeschlechtlichkeitsgeschrei herausgehört haben. Das käme einem Schwangerschaftsabbruch gleich, hier allerdings noch innerhalb der gesetzlichen Fristen. Aber ganz so schnell wird ein so elementarer Akt natürlich nicht ausgelassen und so wiegelte die SPD inzwischen schon wieder ordentlich ab und behauptete, dass die Aussage so nicht gefallen sei. Fest steht aber, das die Union sich beim Thema Homoehe enorm schwer tut die Hosen endgültig runterzulassen, was die SPD wiederum als reine Prüderie geißelt.

Der Vorgang wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf die wirklich wichtigen Dinge in Deutschland, die es derzeit zu regeln gilt. Als moderner Mensch muss man sich heute ohnehin ernsthaft fragen, wie die Menschheit bis heute ohne Homoehe überleben konnte … oder vielleicht gerade deshalb? Immerhin die SPD-Vizevorsitzende scheint ihr koalitionäres Steckenpferd gefunden zu haben und wir können uns auf entsprechende Taten einrichten, wenn sie nach den Verhandlungen die „von den Laien“ aus dem Ministerium kanten wird, um deren Schreibtisch zu erben. Schätzen wir uns einfach glücklich, dass die Grünen jetzt nicht dabei sind, sonst hätte womöglich die Legalisierung der Pädophilie zu einem ähnlichen Eklat geführt, obgleich die Grünen heute unablässig beteuern mit diesem Thema schon lange abgeschlossen zu haben.

Angeblich soll es auch große Unruhe hinsichtlich des Vorstoßes von CSU und SPD zu bundesweiten Volksabstimmungen gegeben haben. Aber der Stellenwert dieses Thema kommt lange nicht an die Homoehe heran. Fachleute sind sich darüber einig, dass diese Forderung nur aus wahltaktischen Gründen überhaupt aufs Trapez kam. Die Volksvertreter sind sich generell darüber einig, den „vollvertrottelten Souverän”, so gut es geht, aus ihrem Klüngel herauszuhalten. Das Mandat haben sie schließlich in der Tasche und die ewigen Nörgeleien der geschundenen Menschen im Lande muss man sich im Regierungsviertel nun wirklich nicht mehr anhören.

deutschland_selbstbedienungsladen_bundestag_filz_korruption_bestechung_kluengelHier verweisen die großen Parteien auch regelmäßig auf ihre Erfolge, die es nicht hätte geben können wenn beispielsweise der Deutsche befragt worden wäre ob er den EU-Vertrag so akzeptieren möchte, alle Gewalt nach Brüssel verlagern, den Euro haben wollte und auch in Sachen Bankenrettung hätte der Schuss nach hinten losgehen können. So können sich CDU und SPD auch weiterhin bedenkenlos feiern. Merkel stellte schon mehrfach klar, dass indirekte Demokratie alternativlos sei, alles andere wäre eine Behinderung des bundestäglichen Selbstbedienungsladens für die Volksvertreter. Demzufolge sollte jedermann an dieser Stelle seinen Optimismus bremsen, da wird auch weiterhin nichts passieren, weil der Bürger immer noch als zu schlecht erzogen gilt und die Suppe seiner Vertreter versalzen könnte.

Befremdlich in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen angeblich eine kleine Clique (sie nennt sich SPD-Mitglieder), über den Koalitionsvertrag abstimmen dürfen soll. Das steht im krassen Widerspruch zu der generell ablehnenden Haltung in Sachen mehr Demokratie. Aber hier will die SPD vermutlich auch nur beweisen, dass der Klüngel wenigstens auf unterster Stammtischebene, rund um die rote Fahne, noch einwandfrei funktioniert.

Letztlich muss sich der Wähler in Deutschland aber keine ernsthaften Sorgen machen, denn die Politik wird ihm, wie schon in jeder Generation, auskömmlich das Fell über die Ohren ziehen. So nebensächliche Themen wie beispielsweise das weltweit kaputte Geldsystem und die absehbaren katastrophalen Folgen, sollte man aus Gründen der Ruhe und aufrecht zu erhaltenden Ordnung nicht wirklich ansprechen. So etwas macht man auch weiterhin eher im Geheimen. Hier reicht es wenn wir eines Tages alle gemeinsam am Abgrund stehen und besagte Politiker dann noch ein wenig nachschieben, damit wir auch alle gemeinsam sicher über die Klippe kommen. Genau dafür haben ja alle Bürger ihre feinsinnigen und äußerst aussagekräftigen Kreuzchen auf den Wahlzetteln gemacht, in die sie all ihre politische Vorstellungskraft steckten.

Bildnachweis: Wikimedia | Autor: Thomas Fries | CC-BY-SA 30

Homoehe derzeit größtes Problem Deutschlands, mehr Macht für den Souverän eher ungewollt
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