
Hochmoralisch: Die Menschenrepublik Deutschland
Bevor die deutschen Diemenschen also am Abend des 9. November 2022 recht betröpfelt auf ihre flackernden Kerzen blickten, hatten sie einen hervorragenden Vormittag bei bester Laune, an dem sie die Schaufensterscheiben russischer Geschäfte beschmierten oder einwarfen, russische Schulkinder mobbten, russische Dirigenten und Opernsängerinnen des Landes verwiesen, russischen Wodka in die Kanalisation kippten und den russischen Zupfkuchen in einen ukrainischen verwandelten, wenn sie vom deutschmenschlichen Zoll nicht gerade die Habseligkeiten russischer Transittouristen beschlagnahmen ließen. Der ukrainische Präsident war ja zum Glück auch noch jüdisches Leben in der Ukraine – und die Russen nur Untermenschen wie eh und je. Wo jüdisches Leben Präsident ist, handelt es sich glasklar um ein Land, in dem es niemals Unmenschen geben kann. Da konnte man schon einmal gewissensreich durchgreifen, um sich von den schrecklichen Ahnen zu distanzieren. Besser konnte so ein diemenschlicher Gedenkenmachtag in Deutschland gar nicht laufen. Die Diemenschen in Deutschland sind wahre Glückspilze, tiefengeläutert, wie sie seit der Reichspogromnacht 1938 tendenziell immer weiter ansteigend geworden sind.
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