Homoehe derzeit größtes Problem Deutschlands, mehr Macht für den Souverän eher ungewollt

Homoehe derzeit größtes Problem Deutschlands, mehr Macht für den Souverän eher ungewollt Manuela_Schwesig_SPD_Homoehe_Problem_grosse_Koalition_Arbeitsgruppe_Familie
Foto: Thomas Fries, Liz: cc-by-sa‑3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, Link

Bana­nen-Repub­lik-Deutsch­land: Natür­lich macht sich der poli­tisch inter­essierte Bürg­er derzeit große Sor­gen, völ­lig zu unrecht. Fol­gt man der Berichter­stat­tung zu den Kolaitionsver­hand­lun­gen, dann ist das größte Prob­lem der Deutschen derzeit ein möglich­es Scheit­ern der Homoe­he, daran kön­nte Deutsch­land zer­brechen. So jeden­falls muss man die neuer­lichen Befind­lichkeit­en unser­er Volksvertreter inter­pretieren. Warum soll­ten wir auch größere Sor­gen haben, denn bei der Banken­ret­tung, dem Sozial­ab­bau, Real­lohnsenkun­gen, Steuer­erhöhun­gen und der Überwachung des Sou­veräns beste­ht ja bei den Parteien eine über­wälti­gende Einigkeit.

Anlass zu dieser kleinen Betra­ch­tung bot die let­zte größere Schreierei inner­halb der Koali­tion­sar­beits­gruppe „Fam­i­lie, Frauen und Gle­ich­stel­lung“ bei den Kop­u­la­tions Koali­tionsver­hand­lun­gen zwis­chen Union und SPD. Hier war es dann auch die Vertreterin der SPD, Manuela Schwe­sig (im Bild nach der ent­ner­ven­den Sitzungsrunde, der Lip­pen­s­tift hat durchge­hal­ten), die die ver­meintliche Not­bremse mit den Worten zog: „Ich kann den SPD-Mit­gliedern unter diesen Umstän­den nicht empfehlen, ein­er Koali­tionsvere­in­barung zuzus­tim­men“DIE WELT hat es belauscht. Einige Anwe­sende woll­ten gar das Platzen der großen Koali­tion schon aus ihrem Gle­ichgeschlechtlichkeits­geschrei her­aus­ge­hört haben. Das käme einem Schwanger­schaftsab­bruch gle­ich, hier allerd­ings noch inner­halb der geset­zlichen Fris­ten. Aber ganz so schnell wird ein so ele­mentar­er Akt natür­lich nicht aus­ge­lassen und so wiegelte die SPD inzwis­chen schon wieder ordentlich ab und behauptete, dass die Aus­sage so nicht gefall­en sei. Fest ste­ht aber, das die Union sich beim The­ma Homoe­he enorm schw­er tut die Hosen endgültig run­terzu­lassen, was die SPD wiederum als reine Prüderie geißelt.

Der Vor­gang wirft ein beze­ich­nen­des Schlaglicht auf die wirk­lich wichti­gen Dinge in Deutsch­land, die es derzeit zu regeln gilt. Als mod­ern­er Men­sch muss man sich heute ohne­hin ern­sthaft fra­gen, wie die Men­schheit bis heute ohne Homoe­he über­leben kon­nte … oder vielle­icht ger­ade deshalb? Immer­hin die SPD-Vizevor­sitzende scheint ihr koali­tionäres Steck­enpferd gefun­den zu haben und wir kön­nen uns auf entsprechende Tat­en ein­richt­en, wenn sie nach den Ver­hand­lun­gen die „von den Laien“ aus dem Min­is­teri­um kan­ten wird, um deren Schreibtisch zu erben. Schätzen wir uns ein­fach glück­lich, dass die Grü­nen jet­zt nicht dabei sind, son­st hätte wom­öglich die Legal­isierung der Pädophilie zu einem ähn­lichen Eklat geführt, obgle­ich die Grü­nen heute unabläs­sig beteuern mit diesem The­ma schon lange abgeschlossen zu haben.

Ange­blich soll es auch große Unruhe hin­sichtlich des Vorstoßes von CSU und SPD zu bun­desweit­en Volksab­stim­mungen gegeben haben. Aber der Stel­len­wert dieses The­ma kommt lange nicht an die Homoe­he her­an. Fach­leute sind sich darüber einig, dass diese Forderung nur aus wahltak­tis­chen Grün­den über­haupt aufs Trapez kam. Die Volksvertreter sind sich generell darüber einig, den „vol­lvertrot­tel­ten Sou­verän”, so gut es geht, aus ihrem Klün­gel her­auszuhal­ten. Das Man­dat haben sie schließlich in der Tasche und die ewigen Nörgeleien der geschun­de­nen Men­schen im Lande muss man sich im Regierungsvier­tel nun wirk­lich nicht mehr anhören.

Homoehe derzeit größtes Problem Deutschlands, mehr Macht für den Souverän eher ungewollt deutschland_selbstbedienungsladen_bundestag_filz_korruption_bestechung_kluengelHier ver­weisen die großen Parteien auch regelmäßig auf ihre Erfolge, die es nicht hätte geben kön­nen wenn beispiel­sweise der Deutsche befragt wor­den wäre ob er den EU-Ver­trag so akzep­tieren möchte, alle Gewalt nach Brüs­sel ver­lagern, den Euro haben wollte und auch in Sachen Banken­ret­tung hätte der Schuss nach hin­ten los­ge­hen kön­nen. So kön­nen sich CDU und SPD auch weit­er­hin bedenken­los feiern. Merkel stellte schon mehrfach klar, dass indi­rek­te Demokratie alter­na­tiv­los sei, alles andere wäre eine Behin­derung des bun­destäglichen Selb­st­be­di­enungsladens für die Volksvertreter. Demzu­folge sollte jed­er­mann an dieser Stelle seinen Opti­mis­mus brem­sen, da wird auch weit­er­hin nichts passieren, weil der Bürg­er immer noch als zu schlecht erzo­gen gilt und die Suppe sein­er Vertreter ver­salzen kön­nte.

Befremdlich in diesem Zusam­men­hang ist allerd­ings, dass nach Abschluss der Koali­tionsver­hand­lun­gen ange­blich eine kleine Clique (sie nen­nt sich SPD-Mit­glieder), über den Koali­tionsver­trag abstim­men dür­fen soll. Das ste­ht im krassen Wider­spruch zu der generell ablehnen­den Hal­tung in Sachen mehr Demokratie. Aber hier will die SPD ver­mut­lich auch nur beweisen, dass der Klün­gel wenig­stens auf unter­ster Stammtis­chebene, rund um die rote Fahne, noch ein­wand­frei funk­tion­iert.

Let­ztlich muss sich der Wäh­ler in Deutsch­land aber keine ern­sthaften Sor­gen machen, denn die Poli­tik wird ihm, wie schon in jed­er Gen­er­a­tion, auskömm­lich das Fell über die Ohren ziehen. So neben­säch­liche The­men wie beispiel­sweise das weltweit kaputte Geldsys­tem und die abse­hbaren katas­trophalen Fol­gen, sollte man aus Grün­den der Ruhe und aufrecht zu erhal­tenden Ord­nung nicht wirk­lich ansprechen. So etwas macht man auch weit­er­hin eher im Geheimen. Hier reicht es wenn wir eines Tages alle gemein­sam am Abgrund ste­hen und besagte Poli­tik­er dann noch ein wenig nach­schieben, damit wir auch alle gemein­sam sich­er über die Klippe kom­men. Genau dafür haben ja alle Bürg­er ihre feinsin­ni­gen und äußerst aus­sagekräfti­gen Kreuzchen auf den Wahlzetteln gemacht, in die sie all ihre poli­tis­che Vorstel­lungskraft steck­ten.

Bild­nach­weis: Wiki­me­dia | Autor: Thomas Fries | CC-BY-SA 30

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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

4 Kommentare

  1. Weil es offen­bar sehr wichtige Dinge in unserem Land gibt, geht ein Mann zum Amt und erk­lärt ganz ruhig, dass er auswan­dern will — warum wird er gefragt.

    Na, sagt er: vor 70 Jahren wurde Homo­sex­u­altät noch mit dem Tode bestraft. Vor 60 Jahren wurde das straf­frei geduldet. Vor 50 Jahren wurde es toleriert. Dann fol­gte die rechtliche Gle­ich­stel­lung. Jet­zt wird es zum Pro­gramm­schw­er­punkt der Regierung.

    Und bevor es zur Pflicht wird, will ich doch lieber auswan­dern.

  2. Es gibt für mich eigentlich nur eine Frage: Gibt es (auss­er den mageren Diäten der Poli­tik­er oder das ergat­tern möglichst lukra­tiv­er Pöstchen) keine wichtigeren Prob­leme in diesem Land, als den Ver­such, Grundw­erte wie Ehe , Fam­i­lie oder die Ori­en­tierung am christlichen Glauben auszuhe­beln oder im Namen der polit­i­cal cor­rek­t­ness ganz in Frage zu stellen ?

    • Woraus leitest du ab das die Ehe, die Fam­i­lie oder der Glaube (an welchen Gott auch immer) aus­ge­he­belt wer­den soll. Wird irgend etwas davon ver­boten oder min­der­w­er­tig nur weil die gle­ichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist? Wie kleingeistig ist das denn?

      • Es geht nicht um erlauben oder nicht! Jed­er soll nach sein­er Fas­son glück­lich wer­den. Aber wir sind hier nun ein­mal ein christlich ori­en­tiertes Land und es ist wohl augen­schein­lich, das es Bestre­bun­gen gibt, das auszuhöhlen und zu unter­wan­dern !

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