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Bundeswehr wird an Blackwater verkauft

30. Aug

Verfasst von WiKa unter Deutschland

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Berlin (Groß-Maulsdorf): Das Gezerre ist groß und alles begann mit der Debatte um die Abschaffung der Wehrpflicht, setzte sich fort über den Skandal der bundespräsidialen Äußerung zur handelsrechtlichen Nutzung der Truppe, worüber der Bundesadler zu lahmen begann. Jüngst kommen neue privatwirtschaftliche Forderungen nach Sicherung der Handels- und Nachschubwege durch den DIHT Präsidenten, hier kann der Bundesadler nicht schwächeln, weil dieser Präsident keinen hat. Die Truppe selbst seit Jahren schon in einer Identitätskrise, auf blutigen Wegen in alle Winde zerstreut und zugleich auf hartem Selbstfindungskurs in aller Welt unterwegs. Aber jetzt kommt endlich Licht ins Dunkel und Erlösung naht. In diesem Zusammenhang macht auch die Abschaffung der Wehrpflicht Sinn, denn es ist völlig kontraproduktiv die neuen Aufgabenfelder der Bundeswehr halbherzig oder gar mit Widerwilligen zu besetzen. Der zukünftige Job kann nur mit Liebe und echtem Aufopferungswillen gelingen (Ausnahmen weiter unten im Text).

Im Rahmen der Globalisierung ist jetzt geplant die Bundeswehr an Blackwater zu verkaufen. Hier soll sie Kern eines neuen Profitcenters werden. Bei dieser Gesellschaft kann man heute schon gegen entsprechendes Salär alle möglichen Eroberungsfeldzüge, Verschleppungen, Folter, Mord und Totschlag nebst Präventivtötung in Auftrag geben. Wir reden also über zukunftsträchtige, inzwischen weltweit anerkannte Geschäftsfelder zur Rettung von Demokratie, Frieden und Freiheit, bei denen im Nebenerwerb auch schon mal die rechte Hand auf die wichtigsten Ressourcen in den besuchten Gebieten gelegt wird, damit diese nicht in feindliche Hände fallen. Wie viel die Kanzlerin indes für den Verkauf der Truppe erlösen wird bleibt derzeit geheime Kommandosache, aber es soll für eine weitere Schlacht im Rahmen der Bankenrettungskriege reichen.

Gegen diese Pläne bestehen allerdings Vorbehalte der deutschen Wirtschaft, die sich bei einem Outsourcing nach Übersee benachteiligt sieht und unangemessene Preise befürchtet, wenn sie selbst mal Bedarf anzumelden hat. Insoweit konkretisierte der DIHT Präsident seine Wünsche nach Sicherung der Handels- und Nachschubwege. Demnach könne der größere Teil der Bundeswehr weltweit als Botschafter der neuen deutschen Werte auftreten, wobei man die Sonderkommandos aus Afghanistan aber gerne in der Heimat sähe. Diese könnte man auf Betriebsräte, arbeitsunwillige Hartz-IV-ler und alle anderen Systemgegner ansetzen, was sich die Wirtschaft durchaus einiges kosten lassen würde. Er regte in diesem Zusammenhang eine Initiative der DAX 50 an, die die Truppe zur Verstärkung ihres Werkschutzes übernehmen sollten. Selbstverständlich setze dies die Genehmigung voraus, dass die Bundeswehr auch im Innern arbeiten dürfe, aber auch das sei dem Grunde nach ja schon geklärt.

Um internationalen Gepflogenheiten zu folgen, sollte die Bundeswehr in eine AG gewandelt werden. Dadurch wäre eine größere Bürgerbeteiligung und somit höhere Akzeptanz und Unterstützung zu erwarten. Und warum sollte die Hausfrau in Deutschland nur die Sanierung der Telekom bezahlen, wo sich doch hier ein erheblich besseres Renditeverhältnis abzeichnet. Je nach Erfolg der beauftragten neokolonialen Raubzüge würden durchaus hochwertige Güter ihren Weg in die Heimat finden, die für eine fette Dividende reichen sollten.

Im Rahmen einer vernünftigen Personalpolitik ließen sich die Profite sogar noch steigern, wenn man die ARGen dazu verpflichten könnte ihren Fundus für 1,00 Euro die Stunde pro Nase an die neue Bundeswehr AG abzugeben. Ein Einsatz dieser Klientel an vorderster Front käme schon nach einer 60 minütigen Grundausbildung in Frage, da die Ansprüche an der Stelle nicht all zu groß seien und Kugeln fangen hätten die meisten schon in ihrer Kindheit gelernt. Will sagen, diese Teile der Truppe könnten weiter auf verpflichtendem Wege beschafft werden. Die Verwendung von Kanonenfutter aus fernen Landen dagegen sei neben der Sprachbarriere doch auch zu weit hergeholt, wäre unwirtschaftlich  und würde gegen ethische Grundsätze der Truppe verstoßen. Da diese neu zu organisierende Truppe allerdings nicht religiös ausgereichtet sei, sondern nur an den Profit und noch höhere materielle Werte glaube, könne sie absolut auch für junge Muslime und andere Zuwanderer mit Migrationshintergrund attraktiv werden. Nach einer kurzen Intensivbehandlung der Anwärter mit Sarrazi-N® aus Beständen der Bundesbank würde dies sicherlich als integrative Maßnahme gewertet und von selbiger Stelle co-finanziert werden können, notfalls aus einem KfW-Programm (Krieg für Wiederaufbau).

Welcher Weg auch immer in dieser Sache jetzt eingeschlagen wird, es wird stets klarer, dass sich die Truppe den neuen Herausforderungen stellen muss. Sie kann sich nicht mehr wie über die letzten Jahrzehnte nur zwischen den Fronten im Grabenkrieg der Parteien völlig unprofitabel aufreiben. Die Reform und Neuausrichtung ist überfällig und bekommt, so scheint es jetzt, endlich den richtigen Fahrtwind. Denn auch für die Zukunft gilt, dass nirgends größeres Geschäft lauert als beim Tod. Kaum einer auf diesem Planeten kann dem entgehen, wir können es nur gewinnträchtig beschleunigen. Es ist mal wieder an der ZEIT, dass wir den brennenden FOCUS auf den SPIEGEL der Geschichte richten, um die WELT an unserem BILD der neuen Menschlichkeit genesen zu lassen … hüstel, ähm … wir Exportweltmeister bleiben, in allen Klassen.

Gesellschaft, Globalisierung, Krieg, Militär, Wehrpflicht

KPV Mannheim fordert Flugzeugträger

27. Aug

Verfasst von WiKa unter Allgemein

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Mannheim: Unter dem 26.8.2010 ereilte uns eine dringende Pressemitteilung der KPV Mannheim (Komatöse Party Vereinigung), die aufgrund technischer Probleme nur teilweise entschlüsselt werden konnte, wohl aber doch einiges an Brisanz birgt, weshalb auf die Schnelle keine Rückfrage mehr möglich war. Trotz mehrmaliger Hinweise an die KPV, dass wir als internationale Presseagentur nicht der richtige Ansprechpartner für Lokalattitüden seien, machen wir aufgrund des offensichtlich dort herrschenden Notstands eine Ausnahme, nicht zuletzt weil sich aus den Textfragmenten eine gewisse Dringlichkeit ergab. Ob es dort zu Aufständen oder anderweitigen Ausschreitungen gekommen ist, konnte bislang nicht eruiert werden. Wir erinnern an dieser Stelle daran, dass Mannheim als Vorzeigeprojekt und Alternative zum Frauenhaus (ugs. Frauenheim) errichtet wurde, als Präventionsmaßnahme zur Abwendung von häuslicher Gewalt gegen Männer (siehe Eintrag Wissensdatenbank).

Flugzeugträger beim Rheinschiffen<br>Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:USS_George_Washington_in_Norfolk_Naval_Station.jpgDemnach fordert diese Vereinigung einen modern ausgestatteten und den Bedürfnissen der Region angepassten Flugzeugträger für die Monopolregion „Rhein-Nektar“. Derzeit seien mehrere kleinere Buddelschiffe im Einsatz, diese könnten aber den Sicherheitsbedarf der Region bei weitem nicht abdecken, sofern sich die Amerikaner weiter wie geplant aus der Region zurückzögen, dann wäre das Konzept der wohlbehüteten Männer im Eimer. Offenbar wurde zum Zeitpunkt dieser Ankündigung bereits mit schweren Übergriffen gerechnet, oder diese sind möglicherweise schon im Gange. Bedenklich stimmt, dass aus Frauenheim (Sch…Wengern) gar nichts mehr zu vernehmen ist, was darauf schließen lassen könnte, dass diese sich gerade auf Kriegspfad befinden oder ein Generalangriff bereits stattfindet.

Zwar sei das der Alpenfestung vorgelagerte Friedrichshafen auf Lustschiffe eingerichtet, böte aber keine Kompensation für schwereres Gerät welches in Mannheim benötigt werde um die Dinge unter Kontrolle zu halten. Hierzu wird es notwendig sein, entweder bestehende Lustverkehrseinrichtungen der Region entsprechend auszubauen besser aber einen neuen Hafen zu planen, der den ständig steigenden Bedrohungen für einige Jahrzehnte standhalten kann. Parallel dazu könne der Rhein-Graben gegen NRW (wg. Frauenheim) massiv vertieft werden, somit könnte auch jeder Flugzeugträger Mannheim problemlos erreichen und schützen. Darüber hinaus böte ein Flugzeugträger ausreichend Lustverkehrskapazität, so dass auf Jahre keine Engpässe mehr zu befürchten seien. Auch könnten mit der so gewonnenen Flexibilität Butterfahrten direkt aus Mannheim starten, ohne Gefahr zu laufen bei der Querung feindlicher Gebiete schutzlos zu sein oder die „Moderne Kriegsführung” außer Acht lassen zu müssen. In jedem Falle erfordert dies eine sofortige und eingehende Beschäftigung mit dem Bedarf der Legion für eine Lustverkehrsinfrastruktur, mit den möglichen Standorten und mit der Frage der damit einhergehenden Lastenverteilung. Die immer länger werdenden Planungshorizonte für derartige Übergriffe sind dabei ein nicht zu vernachlässigendes Element.

In der Vergangenheit fand eine politische Diskussion zur Zukunft des Lustverkehrs im Rhein-Nektar-Raum weder lokal noch regional in der notwendigen Tiefe statt. Aufgrund dieser Prüderie ging leider wertvolle Zeit verloren. Die Entwicklung des Lustverkehrs wie auch die Ansprüche von Wirtschaften (Kneipen) und Bevölkerung an die Verfügbarkeit einer ficktionierenden Fluchhafenstruktur auf regionaler Ebene haben sich demgegenüber rasant weiterentwickelt. Die Hauptlust der Lustverkehrsinfrastruktur im Rhein-Nektar-Raum trägt seit Jahrzehnten bereits die Stadt Mannheim mit dem Petit Eroport im neuen Ostheim. Der legionelle Charakter dieses Fluchplatzes zeigt sich bereits in seiner Eigentümerstruktur, wo neben der Stadt Mannheim auch die Nacht-Bar-Städte Lud’willshaben und Heidelburg vertreten sind. Selbst das Land geht dabei in Württemberg-Baden, was kaum mehr hinnehmbar erscheint.

Sofern die Realisierung eines Flugzeugträgers an diesem Standort möglich ist, könnte damit die Bevölkerung im Mannheimer Norden deutlich entlastet werden und es würde erheblich weniger in die Hose gehen, als dies bislang der Fall ist. Eine liegerische Nutzung des „Cool-Man“ Airfields wäre damit überflüssig. Der Petit Eroport und weitere Lasterhaftigkeiten der Legion könnten in der Folge erschossen werden. Die Legion erhielte einen modernden Regionalfluchhafen und der Mannheimer Norden könnte zu einem überregionalen Fluchzentrum ausgebaut werden um auch der esoterischen Gefahrenabwehr Rechnung zu tragen. Nur so könnten feindliche Übernahmen aus Frauenheim erfolgreich abgewehrt werden. Die abziehende US-Army hat zugesagt in diesem Zusammenhang ihre Beziehungen zur Navy spielen lassen, damit es mit dem Flugzeugträger etwas schneller geht.

Entwicklung, Kultur, Regional, Wirtschaft

iBring – neuer Coup von Apple für iPhone, iPad und Co.

21. Aug

Verfasst von WiKa unter Gesellschaft

1 Kommentar

Netzwelt: Nachdem inzwischen auch Apples Datensammelwut, insbesondere bei der Lokalisierung seiner Produktnutzer an die Öffentlichkeit gelangte, muss man aus den beabsichtigten Zielen auch keinen Hehl mehr machen. Apple, bekannt für seine Bedienerfreundlichkeit bei der Benutzeroberfläche, setzt dabei auf die zunehmende Trägheit seiner Kundschaft und entwickelt daher diesen neuen Dienst, um einmal mehr seiner Vorreiterrolle im modernen Lifestyle gerecht zu werden. Offensichtlich ein Produkt auf das alle iGemeindeten seit langem sehnsüchtig warten.

Das Prinzip ist denkbar einfach und wird über nur zwei wesentliche Features verfügen, die dem Grunde nach auf einer freiwilligen Entscheidung des Nutzers beruhen. Variante A: „Ich beweg mich“ und Variante B: „Du bewegst Dich“. Die technischen Voraussetzungen dafür sind schon lange gegeben, jetzt folgt die Kommerzialisierung – vermutlich in Zusammenarbeit mit Facebook, einem Unternehmen also, welches bekannt ist für seine Kommunikationsfreudigkeit und die Offenherzigkeit im Umgang mit den Daten seiner Nutzer.

Zur Funktion: Der Nutzer der neuen Anwendung iBring bekommt auf seinen aktuellen Aufenthaltsort bezogen alle relevanten Informationen zu etwaigen Angeboten in seiner unmittelbaren Nähe. Insbesondere hinsichtlich der zu befriedigenden Bedürfnisse oder anderweitiger lokaler Events. Dies kann von der profanen Einnahme einer Mahlzeit, diverse kaufbare Dinge in Reichweite, Unterhaltungsangebote aller Art, nahezu alles sein. Mit nur einem Blick auf sein Display und einigen wenigen geschickten Wischbewegungen ist der Kunde schon im Zentrum seiner Wünsche. Hat er das für sich passende Angebot dingfest gemacht, wählt er nur noch, ob er sich selbst zum Ort des Angebotes bewegt und sich vorab per Klick und Bestätigung anmeldet um Wartezeiten zu vermeiden oder ob er sich das Angebot an seinen Standort liefern lässt. Letzteres stellt überhaupt kein Problem dar, zumal dem Auftragnehmer alle relevanten Positionsdaten gleich mit der Bestellung übermittelt werden. Die letzten Meter lassen sich dann bei der Lieferung ggf. durch gezielte Rufe überwinden.

Wie von Apple zu erwarten, ist nur das älteste Gewerbe der Welt von diesem neuen Dienst ausgeschlossen. Die Aversion Apples gegenüber nackten Tatsachen ist bis heute ungebrochen, ganz zum Leidwesen von Anbietern derselben. Der Verband der Sexsklaven und die Prostituiertenvereinigung haben bereits entsprechende Protestveranstaltungen angekündigt und sehen in dem Ausschluss eine nicht hinnehmbare Benachteiligung. Auch die iPadophilen fühlen sich ausgegrenzt, werden aber wohl aus anderen Gründen in diesem Zusammenhang keinerlei Streit vom Zaune brechen.

Um den Markt der Überalternden Apple-Freaks nicht zu verpassen hat Steve Jobs (wohl auch sein eigenes Alter bedenkend) noch ein Ass im Ärmel. Es wird wohl eine Senior Edition dieser Anwendung geben, „iBring-Senior“, die altersgerecht nur mit vier gut sichtbaren und bildschirmfüllenden Tasten in farblich feinsinniger Abstimmung ausgestattet sein wird: „Futter“, „Toilette“, „Schlafen“ und „letzte Hilfe“ (siehe Abbildungen). Die „Bring-Funktion“ ist dabei voreingestellt – in dem Wissen, dass die Alten eh nicht mehr kommen – sodass keinesfalls lebensbedrohliche Irrtümer entstehen können. Eine nahtlose Integration in das Netzwerk der jeweiligen Pflegeanstalt ist dabei völlig unproblematisch und gilt als guter Apple-Standard.

Der neu zu schaffende Service iBring wird als überproportional ausbaufähig und zukunftsorientiert eingeschätzt, so dass Apple daran denkt hieraus ein Franchise-System zu entwickeln, bei dem die eingetragenen und zahlenden Mitglieder eine bevorzugte Beauftragung zu erwarten hätten. Die Registrierung als Franchise-Nehmer wird mit der offiziellen Veröffentlichung von iBring erfolgen. Nachdem dieses Vorhaben jetzt vorzeitig im Netz durchgesickert ist werden sich auch Google und Microsoft diesen Hoax nicht entgehen lassen und relativ zügig Alternativprodukte dazu präsentieren, um keinen Cent Profit bei dem Gerangel um Marktanteile zu riskieren. Apples Riecher und Vorreiterrolle in diesen Dingen ist ja legendär.

Altervorsorge, Computer, Gesellschaft, Medien, Technik

Bußgeld-Katalog von Kirche gebilligt

13. Aug

Verfasst von WiKa unter Allgemein

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Utopia: Vorweg muss man wissen, dass die Buße eine alt eingefahrene Domäne der Kirche ist, die dieses Instrument schon seit gut zweitausend Jahren weidlich nutzte um ihren Schäfchen die Mittel für den „Highway to Hell“ zu entziehen. Einen Weg also, den der Mensch genetisch bedingt jederzeit zu beschreiten bereit zu sein scheint. Mit der Trennung von Staat und Kirche hat die weltliche Regentschaft dieses Mittel für sich entdeckt, konfisziert und weiter kultiviert. Seither soll es die Menschen abermals frommen und den Glauben an Recht und Ordnung schärfen. Und für jede gute Organisation in solchen Dingen braucht es natürlich auch einen Katalog, in dem der Sünder nachschauen kann, was ihm welche sündige Freude kosten wird. Dieses Werk nennt sich Bußgeldkatalog, kommt augenscheinlich nur noch für weltliche Laster in Betracht und die Preisauszeichnungsverordnung sieht vor, dass die Angabe der Preise in unseren Regionen inzwischen auch in Euro zu erfolgen hat.

Wie den meisten Deutschen bekannt sein sollte, wurde jüngst der Bußgeldkatalog einmal mehr „nach oben“ hin angepasst. Letzteres meint schlicht und ergreifend, mit einem himmlischen Bezug. Die Wenigsten haben dabei allerdings die tatsächlichen Ursachen wahrgenommen, die den neuerlichen Griff in des Sünders Tasche rechtfertigen sollten. Der Deal selbst ist auch eher geheim und geht auf eine diskrete Vereinbarung zwischen Staat und Kirche zurück. Seit längerem drohte die Kirche damit einen eigenen Bußgeldkatalog für die weltlichen Untaten herauszubringen, wie dies früher schon einmal der Fall war. Die allgemeine Mittelknappheit auch bei der Kirche verlangt schlicht nach mehr Sühne. Aus Gründen der Praktikabilität und um das Vertrauen der Bürger in die Institution der Buße nicht zu gefährden, hat man sich jetzt auf einheitliches Abkassieren in diesem Bereich besonnen. Dies insbesondere unter dem Aspekt der neuerlichen Enthüllungen, die dem Steuerzahler offenbarten in welchem Umfang Kirchenpersonal heute noch aus Steuermitteln bezahlt wird.

Ergänzend sei angemerkt, dass entsprechende Deals zwischen Staat und Kirche in Deutschland Tradition haben. Der letzte große Schlag ins Kontor der Schäfchen fand noch zu Zeiten des Dritten Reiches statt. Damals wurde die heute noch populäre Kirchensteuer eingeführt und der Staat erlangte damals im Gegenzug eine Befreiung von all seinen Sünden, sodass ein tausendjähriges Reich unbelastet hätte beginnen können, wären da nicht soviel ausländische Einflüsse dazwischengekommen. Gut, diesen Staat gibt es inzwischen nicht mehr, aber der Bürger knabbert in Form der Kirchensteuer natürlich immer noch an den Altlasten für das nicht realisierte Reich. Die Kirche spricht in diesem Fall gerne von Erbsünde und drückt bei jeder Wehklage den Finger ein wenig tiefer in die Wunde, auf dass die Sünder verstummen möchten.

Jetzt war es auch nicht opportun für die Erbsünden eine Preisanpassung vorzunehmen um mehr Buße zu erreichen, sondern man bezieht sich hier auf die moderneren Sünden, weil dass den Schäfchen besser zu vermitteln ist. Die Kirche will sich hier auch selbst umsatzsteigernd einbringen. Als weitere Beteiligung zur Stärkung der Bußfertigkeit wird alles was Sonntags nicht von alleine im Klingelbeutel ankommt, von den Messdienern während der Andacht vor der Kirche an Knöllchen geschrieben. Dies soll auch die Not lindern. Deshalb also die aktuelle Anpassung des besagten Kataloges. Anders als bei der Kirchensteuer wissen wir leider nicht genau wie diese Beute zwischen den beiden Bußpredigern geteilt wird. Nach Außen ließ man kaum etwas dringen, außer dem bekannten Statement, dass es weh tun müsse. Auf Nachfrage zu dem Deal werden sie mit Sicherheit eine abschlägige Antwort erhalten, dafür ist das Thema zu sensibel. Aber lieber Sünder denke dran, mit jeder Raserei kommst Du schneller ins Himmelreich.

Gebühren, Gesetz, Glauben, Kirche, Recht, Regierung
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