Asoziale Netzwerke: „Nur wer bezahlt ist sozial“

Asoziale Netzwerke: „Nur wer bezahlt ist sozial“Denkistan: „Soziale Netzwerke“ dienen zuvorderst der Geldvermehrung ihrer Aktionäre und werden trotz dieser Erkenntnis immer noch fälschlich so bezeichnet. Das sind tradierte Gründungsmythen, die aber faktisch längst überwunden sind. Ehrlichkeit, Wahrheit und Transparenz vertragen sich seit „Shareholder-Value“ nicht sonderlich mit den frisch erodierten, einstigen sozialen Grundsätzen solcher Netzwerke. Die damaligen Grundsätze sind inzwischen fast durchgängig durch „Geschäftsmodelle“ substituiert. Zur allgemeinen Folgeabschätzung kann man sich bestens dieser Faustformel bedienen: „je gieriger ein soziales Netzwerk ist, desto restriktiver geht es in Sachen Meinungsfreiheit zu“. Nicht selten ist das Gründungsideal bereits nach so einer Maßnahme bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Aufgrund ihrer Struktur sind sie inzwischen „asozial“ und dabei tut sich in mehrfacher Hinsicht Facebook immer wieder besonders gern hervor. Unliebsame Meinungen werden dort in Windeseile ausradiert, noch weit bevor ein „zahlender Kunde“ dadurch verunsichert werden könnte. Dabei geht es relativ wahllos zu und man kann bestimmte Themenkreise benennen, bei den die automatisierte Zensur, quasi wie „unsauber programmiert“, erbarmungslos aber garantiert zuschlägt. Da genügt ein Stichwort, völlig unabhängig vom Kontext.

Asoziale Netzwerke: „Nur wer bezahlt ist sozial“So ist das, wenn man sich die Nutzmenschheit maschinengerecht gestalten muss, um den Profit zu maximieren. Da ist kein Platz für individuelle Nachschauen. Eine Kommunikation mit dem System Facebook ist so gut wie ausgeschlossen. Kaum ein normaler Nutz-User wird jemals die „Bot-Hirn-Schranke“ von Facebook überwinden können. In Ausnahmefällen vielleicht mit einer teuren Klageschrift, die sich halt auch nicht jeder leisten kann. Klar erkennbare Muster liefern nicht einmal die „Gemeinschaftsregeln“ des Konzerns. Ein weicher Brei beliebig ausdeutbarer Floskeln weist dem „User“ dabei die Einbahnstraße.

Zensur zum Wohlgefallen der Profiteure

Geist und Seele etwaiger „intelligenter Macher“ oder Angestellter sind dort mit dem Börsengang vollends verflogen. In den Billiglohnparadiesen, irgendwo längs des Äquators, sitzen die anderen „Nutzmenschen“, die einen Rest von Humanität für einen Hungerlohn im Mega-Löschsystem vorgaukeln sollen. Verstehen tun die aufgrund ihrer etwas kargen Ausbildung auch nicht mehr. Klarere Anweisungen, wie diese, sind da erheblich hilfreicher: „Löschen, was immer den Profit mindern könnte“. Wer wollte dort geteilte Inhalte schon auf „Geist“ überprüfen? Dieses Personal ist quasi die „human-extension“ der bereits vollautomatisierten Lösch-Algorithmen.

Asoziale Netzwerke: „Sozial ist, wer bezahlt“Für Deutschland/EU gönnt man sich ein eigenes Zensursystem a la „IM Viktoria“, damit die politische Korrektheit garantiert an der linken Wand kleben bleibt. Das Wahrheitsministerium residiert irgendwo in Irland und darf offensichtlich eigenständig die politische Korrektheit, wenn auch etwas einseitig, pflegen. Hätte Honecker seinerzeit schon einen Deal mit Facebook gehabt, wäre die DDR nicht untergegangen. Man konfrontiert den „Nutz-User“ stumpf mit der Technik, das muss zur Beaufsichtigung der Herde ausreichen. Alles andere gefährdet, wie bereits erwähnt, den Profit.

Neues, heimliches Markenzeichen: #Shadowban

Wer lange genug dabei ist, hat noch das Gefühl der Zeiten ohne grobschlächtige Zensur im Kopf. Aus eigener Anschauung kennt man noch eine wöchentliche Reichweite von 120.000 erreichten Nutzern auf Facebook. Trotz zunehmender Popularität der Seite, hat Facebook diese Reichweite, seit dem Börsengang, auf rund 6.000-12.000 erreichte Nutzer pro Woche eindampfen können und durch „wertvollere Inhalte“ ersetzt. Dafür gibt es zweierlei Gründe. Einerseits scheint es den immer wieder von Facebook in Abrede gestellten #Sahdwoban wohl doch zu geben, wenn man „ungeeignete“ Meinungen verbreitet. Andererseits wird man seither bei fast jedem Klick angebettelt, entweder eine Anzeige gegen Entgelt zu schalten oder man muss sich anderweitigen Werbemüll reinpfeifen, der Darstellungspriorität hat. Meistens gleich beides! Dafür werden natürlich die technischen Kapazitäten vorrangig benötigt. Da bleibt für’s ordinäre soziale Netzwerkeln einfach kein Raum.

Asoziale Netzwerke: „Sozial ist, wer bezahlt“

Asoziale Netzwerke: „Sozial ist, wer bezahlt“Gegen Entgelt kann man also die „Reichweite seiner Meinung“ erhöhen … theoretisch! Vielleicht wird für das Geld aber auch nur ein wenig die Frequenz innerhalb der eigenen Blase erhöht. Kontrollieren kann der User hier rein gar nichts. Ihm wird, wenn er nicht gerade wegen seiner Meinung gesperrt ist, stets ein „heiler Zuckerberg“ vorgegaukelt. Weder echte Klicks, noch Likes noch sonst irgendwas, nichts hat hier Bestand, außer die Dollars, die den Besitzer wechseln. Facebook verkauft auch nur ein „gutes Gefühl“. Das wiederum verträgt sich ums Verrecken nicht wirklich mit freien Meinungen, weil die zu oft völlig konträr zum System sehen.

Anders gesagt: Das Gesagte und Geschriebene wird erheblich wertvoller, wenn man es mit reichlich Geld für Facebook (oder andere asoziale Netzwerke) unterlegt. Die Inhalte selbst spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle. Selbst teilweise zensierte Inhalte können oftmals bei Facebook noch beworben werden, weil die Zensur selten gegen das Geld wirkt, wenn gerade wieder wer angeschissen wurde. Dieselben Inhalte haben deshalb nicht für jeden Teiler zwingend eine Sperre zur Folge. Steht man, wegen bereits erlittener Sperren, unter besonderer Beobachtung, ist man schneller reif für die nächste Sperre, der Computertechnik sei dank. Das ist Facebooks Vorstellung von Erziehung und Sozialisation.

Und das „Social Scoring“ nicht vergessen

Sicher wird Facebook, ähnlich wie China, längst so eine Art „Social-Scoring“ im Backoffice mitlaufen lassen. Rechts mal eine geschönte Eckdatenversion von Wikipedia. So kann man die wenig rentierlichen Querulanten auf lange Sicht effektiver und schneller ausmerzen. Inwieweit mit auskömmlich viel Geld an dieser Stelle die „Gier-Duldungs-Hürde“ bei Facebook zu verschieben ist, hat bislang noch niemand hinreichend erforscht. Wahrscheinlicher ist allerdings, auch an der Stelle sattsam vom Konzern veralbert zu werden. Es ist sinnvoll, sich zeitig zu entscheiden, ob man eine eigene Meinung haben möchte und ggf. dafür „gedisst“ wird, oder ob man mit einer der vielen, konzernkompatiblen Meinungen lieber zu Kaninchenbildern mit seinen Mitmenschen um die Wette lächeln möchte. Und wenn SIE sich nicht entscheiden, entscheidet Facebook das für Sie.

Asoziale Netzwerke: „Nur wer bezahlt ist sozial“
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über WiKa 2293 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

13 Kommentare

  1. Hallo WiKa, seid ihr auch noch in den (a)sozialen Medien unterwegs oder habt ihr euch schon abgenabelt? By the way, uns „Uschi“ ist Kommissionspräsidentin. 🙂

  2. Hallo Heidi … das mit Flinten-Uschi hat mir heute echt den Rest gegeben. Bin mir nicht sicher, ob das geschoben wurde … schrecklich. Man kann auch sagen … „schlimmer geht immer“. Wenn sie allerdings Leistungen abliefert, wie bei der Bundeswehr, dann muss uns trösten, dass die EU noch unter ihrer Ägide in den Schrott gefahren werden kann.

    Zu den Sozialen Netzwerken, ja doch, aber gerade Facebook tut allerhand dafür, das zu ändern 🙂

  3. Maas macht mobil, bei Arbeit Sport und Spiel… Gleichzeitig zeigt er mit ausgestrecktem Zeigefinger in Richtung der bösen, bösen Schurkenstaaten, weil die Bürger (plötzlich zweierlei Maßstab) nicht ihre Meinung frei äußern dürfen. Sauber Schizo, was uns an politischer Akrobatik dargeboten wird. Respekt, dass bei den unglaublichen Verrenkungen kein Unglück mit bleibendem Schäden geschieht. Aber gelernt ist eben gelernt. Und das beansprucht die aktuelle Kaste als Alleinstellungsmerkmal für sich.
    Inklusive EINHEIZpropaganda a la DDR fürs Volk. Wer zensiert, hat Angst vor der Wahrheit.

    • Ja, die wurde dann „Ausserwählt“ – hatte aber mit Ihrer vielfältigen Erfahrung in dem Bereich zu tun…die hatte Ihr Bundesland ebenso erfolgreich in die Krise geführt, wie Flintenuschi die Bunte Wehr!
      Da hätte die eindeutig das aussagefähigere Alleinstellungsmerkmal!
      Und ganz wichtig…die hat richtige Titten, nicht so angeschmulte, wie der Spahn!
      Die BW hat jetzt Profil;)

  4. Ihr wisst doch wie das läuft, seit vielen Jahrzehnten
    – alles tuen was verlangt wird ohne fragen zu stellen
    – was beauftragt wird nie in frage stellen
    – je dümmer desto besser, dumm folgt hält Hand auf, denkt nicht nach über die Folgen
    – wenns gegen Völkerrecht verstößt egal intressiert nicht, von oben abgesegnet

    deswegen hat man auch immer solche Subjekte vor der Nase die diese Kritärien erfüllen, weil die perfekt für die Eliten sind. Es gibt gegen zb., Möllemann oder Michael Jackson der Weltturnee gegen das Impfen aufrufen wollte somit gegen die Eliten absichten verstoß.

    Seit froh unwichtig und klein zu sein, würden Berühmte sagen was wir schreiben, leben die nimmer lang….., das geht danach wieviel menschen man gleichzeitig beeinflussen kann bzw genug bekanntheit hat um das Weltbild der Lügen Eliten zu kippen in irgenteiner Form oder ihren Profit zu mindern…… 100000 ist da noch viel zu wenig, ab 5% der Bevölkerung nehmen die es erst ernst, daher die 5% Klausel

  5. Von der Leyen wurde zur letzten Bilderbergerkonferenz geladen,um auszutesten ob ihre Gefälligkeiten der angestrebten Weltregierung genehm und dienlich sind

  6. Weil es gerade um das Bezahlen geht:

    Da erhebt Mannheim Ordnungsstrafen wegen Schuleschwänzen am Freitag. Formal korrekt und Widerspruch ist juristisch chancenlos.

    Moralische Empörung in den sozialen Netzwerken brandet auf, aber das Einzige, was sie dort bewirken können, ist, dass solche Ordnungsstrafen mittels Spenden bezahlt werden.

    Das ist doch DIE GELEGENHEIT, freitägliches Schuleschwänzen generell mit solchen Ordnungsstrafen zu belegen – und schon ist die Finanzierung der Klimarettung gesichert! Da hätte man wenigstens die Gewissheit, dass Friday for Future tatsächlich etwas bewirkt.

    Und wer nicht die Schule schwänzt und nicht für die Ordnungsstrafen spendet, verhindert die Klimarettung: Aber leider, leider… wenn es ums eigene(!) Geld geht, sieht es um den Klimaschutz meist mau aus.

    • Ich glaube, dass die meisten der Klimarettungskids sich im Moment mit ihren Altvorderen im Auto, Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff auf dem Weg in den Urlaub oder aus dem Urlaub befinden. Frag doch mal die Hyperintelligenten, was sie über den Abbau seltener Erden in China und anderen Ländern wissen und wie die Arbeiter dort ihr Leben fristen. Die dummen Gesichter sind sehenswert. Aber, wie sagte mir einer, das ist ja nicht bei uns und hat auf uns keine Auswirkungen. Die können soviel künstliche Intelligenz schaffen, wie sie wollen, aber alle künstliche Intelligenz der Welt ist machtlos gegen die natürliche Dummheit. Das wurde von den Professoren bestätigt, die da gesagt haben, man müsste alle Studenten erst mal in einen Deutsch- und Mathekurs stecken bevor ihre Immatrikulation angenommen wird.

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