Kriegsfestspiele ante portas, für den totalen Frieden

Kriegsfestspiele ante portas, für den totalen Frieden warum gibt es krieg die macht der Medien machtmissbrauch gekaufte MeinungDer Som­mer ist endlich in den Stuben eingekehrt und all­ge­meine Über­hitzung fol­gt nun dem lan­gat­mi­gen Frost Frust. Nur der Kalte Krieg friert jet­zt schein­bar gän­zlich ein — wenn es einem da nicht warm ums Herz wird. Nur wer ist dieser Eine? Oder sind es gar Einige? Treten wir zuerst einen Schritt zurück und schauen uns das Schaus­piel aus dem Regi­es­tuhl etwas näher an — bekan­ntlich hat man dort doch auch die beste Über­sicht.

Heißgekocht wurde bere­its der Kon­flikt um die Ukraine, wen­ngle­ich die Hitze lang noch nicht reichte, das Festmahl zu bere­it­en, so waren ein paar auflodernde Flam­men dur­chaus spek­takulär. Wir erin­nern uns an die Abstürze der Verkehrs­maschi­nen MH370 und dessen Steigerung MH17. Die Dra­maturgie war gut, auch die Chore­o­gra­phie der Presse für Laien­schaus­piel­er schon ganz pass­abel — und den­noch gefiel das Schaus­piel dem Volke nicht. Nur gut, dass noch weit­ere Süp­pchen am Köcheln sind. Ger­ade der von den USA sorgsam aufgepäp­pelte Islamis­che Staat im Irak und in Syrien (ISIS) ist allzeit für ein paar Bilder gut. Doch auch hier will der medi­al hochgetriebene Blut­druck der Bevölkerung nicht hal­ten und dro­ht umzukip­pen, wir sehen bere­its wieder erste Nor­mal­w­erte.

Kriegsfestspiele ante portas, für den totalen Frieden wenn_krieg_die_antwort_ist_dann_war_die_frage_falschLet­ztlich geht es hier ums Ganze. All-in ist gefragt und so set­zen wir die let­zten Groschen jet­zt auf Griechen­land. Damit allen klar wird, wie groß der Ein­satz ist, gibt es noch ein paar Neben­schau­plätze auf denen munter insze­niert wird. Her­vorheben möchte ich an dieser Stelle die Flüchtlingspoli­tik. Endlich ein The­ma, dass man inzwis­chen gän­zlich ohne Volk­sempfänger live miter­leben kann. Wem das nicht reicht, der kann sich auch gerne an dem jüng­sten Bericht des Berlin­er Rech­nung­shofs erfreuen, dass ein Abschiebe­häftling den Steuerzahlern pro Tag und Kopf 1.821 € kostet. Da die Abschiebe­haft auch etwas dauern kann, sind das pro Monat immer­hin knapp 55.000 €. Wenn das kein ordentlich­es Auskom­men ist. Die Diskus­sion geht aber nicht in Rich­tung Ursache, also den Angriff­skriegen und Plün­der­touren der USA, son­dern wie gewün­scht in Rich­tung Spar­maß­nah­men, wie man von 55.000 € auf 50.000 € kommt, was immer­hin ein­er Kostensenkung von rund 10% entspricht. Es wäre aber fatal nur auf diese Geld­karte zu set­zen. Bess­er noch ist der Griechen­land-Jok­er. Hier wird geschickt der IS (Islamis­ch­er Staat) mit der Flüchtlingspoli­tik und der Geld­forderung ver­bun­den. Man dro­ht ein­fach, die EU-Tore zu öff­nen und gar­niert dies mit dem Hin­weis, dass dann auch Mit­glieder des Islamis­chen Staates darunter sein kön­nten — der Rest ist dann wohltem­periertes und zubest pro­gram­miertes Kopfki­no.

Wohlan, die Lun­ten sind fein gelegt. Jet­zt braucht man nur noch die wohldosierte Menge Sprengstoff. Das alte Schwarzpul­ver ist bere­its ziem­lich über­lagert und auch die Investi­tion­s­müdigkeit der NATO ist Legion. Gut, dass die USA nicht müde wer­den, die Mit­gliedsstaat­en daran zu erin­nern, dass doch min­destens 2% des nationalen BIP in Rüs­tung zu investieren sind. Aus­gerech­net Deutsch­land ist mir 1,2% nicht unbe­d­ingt der Musterkn­abe unter den Baller­män­nern. Wenn man es genau nimmt, erfüllen eigentlich nur Est­land, Nor­we­gen, Polen, Großbri­tan­nien und die USA selb­st diese unzweifel­haften Vor­gaben. Aber nein, es gibt noch einen der sog­ar noch seinen Etat steigert: Griechen­land. Von 2,2% in 2014 auf 2,4% in 2015. Das ist eine reife Leis­tung des Troi­ka-Spar­dik­tats, die wis­sen genau wo investiert wer­den muss. Aber egal, denn es dient unzweifel­haft ein­er guten Sache und damit heiligt der Zweck in gewohn­ter Manier die Mit­tel — wie immer!

Kriegsfestspiele ante portas, für den totalen Frieden Weisser Phosphor auf Gaza von Israel 2009 KriegsverbrechenDas Schaus­piel ist in vollem Gange, wen­ngle­ich die Schaus­piel­er schon etwas in die Tage gekom­men sind und die Zuschauer erste Erschöp­fungser­schei­n­un­gen zeigen. Nun gilt es allerd­ings durchzuhal­ten bis zum Finale. Es bleibt jedoch die Anfangs­frage nach dem EINEN. Immer noch scheint der Regi­es­tuhl unpassend beset­zt zu sein — oder sitzen wir wom­öglich selb­st darauf? Angesichts der Ereignisse wären wir dann bess­er doch berat­en, uns wieder als­bald auf die Zuschauer­ränge zurück­zuziehen. Vielle­icht lässt sich von dort gar auf die edlen Logen­plätze blick­en und so eine der promi­nen­ten Per­so­n­en erken­nen, die dank Pro­grammheft auch das Ende der Ver­anstal­tung bere­its zu ken­nen glauben! Warten wir noch etwas ab, bis die Dor­fkapelle die Fan­fare ertö­nen lässt und das Schaus­piel seinen Gang geht. Zu lange haben wir auf die heißen Tage gewartet! Aber stopp, jet­zt nach­dem das Ther­mome­ter endlich kein Hal­ten mehr zu ken­nen scheint, wird es uns ern­stlich zu heiß und wir sehnen uns nach Abküh­lung? Die ganze Vor­bere­itung soll umson­st gewe­sen sein? Das ganze Proben, die schö­nen Klei­der das hüb­sch-blutige Büh­nen­bild? Das darf doch nicht wahr sein für soviel Ein­tritts­geld … daher Augen zu, durch und BOOM!

So, genug der Worte — nun las­set die Spiele begin­nen!

Kriegs­fest­spiele ante por­tas, für den total­en Frieden
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StaatsZeuge
Über StaatsZeuge 15 Artikel
Als StaatsZeuge habe ich das Schwert zur Feder gemacht und bezeuge fortan den Untergang des Staates. Gleichwohl verstehe ich mich auch als ErZeuger eines neuen Staates, sobald das Volk fähig ist, sich von seinen Fesseln zu befreien. Dabei bin ich keine gespaltene, sondern eine multiple Persönlichkeit. Team- und Patchwork ist das Wesen meiner UN-Taten.

2 Kommentare

  1. solange es schlachthäuser gibt, wird es auch schlacht­felder geben.

    wenn die macht der liebe die liebe zur macht über­steigt,
    erst dann wird die welt wis­sen was frieden ist.
    jim­my hen­drix

    jed­er krieg begin­nt mit ein­er lüge.

    poli­tik­er sind mar­i­onet­ten und wir das pub­likum.

    Bedrohlich ist das Volk für die Herrschen­den, wenn es ohne Furcht ist. (Tac­i­tus)

    viele dieser reden­sarten mehr gibt’s noch aber was hilft’s , erst eine schreckschus­sa­t­acke, also ein ordentlich­es bankcræshchen, dann wer­den die schlafend­en wach wenn die renten und erspar­nisse pfutsch sind.
    http://www.youtube.com/watch?v=z4b0yTwP24I

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