Griechenland droht EU mit Krieg

Alexis Tsipras bei der Runde der Tintendealer ink dealer in Deutschland neue strategien fuer Griechenland finanzkriseGyros-Lagarde-Draghicum: Die aktuelle griechische Regierung, um den SYRIZA-Ministerpräsidenten Tsipras, gilt als äußerst lernfähig, nicht weniger geschickt und stellt somit eine erheblich größere Bedrohung für das verfilzte EU-Establishment dar als bislang von dort aus zugegeben wurde. Man wähnt sich in Brüssel immer noch in gewohnter Sicherheit, weil man fälschlich davon ausgeht, dass kleine hellenische bellende Hunde nicht beißen. Das könnte sich jetzt aber dramatisch ändern, wenn Griechenland die neusten Lektionen monetärer Kriegsführung gut gelernt haben sollte. Diese eher unfreiwillige Nachhilfestunde wurde Griechenland jüngst erst mit der wahllosen Geldvergabe seitens IWF und EU an die Ukraine verabreicht.

Bereits auf der letzten Tagung der Tintenhändler (Deal ink.) und sozialen Krötenschlucker, in einer tiefroten Gegend Deutschlands, an der auch Alexis Tsipras teilnahm, wurde klar, dass die neue Generation der Schlipsverweigerer sich nicht so ohne weiteres vom EU-Establishment am Nasenring durchs Kolosseum zerren lassen wird. Der Widerstand war absehbar und beträchtlich. Die neuste Steilvorlage für die Griechen ist nunmehr die treuwidrige, zum Fenster hinausgeworfenen 40 Milliarden Dollar Geldspritze für die Ukraine. Unter der Federführung der spitzmäuligen Christine Lagarde, oberste VerUNtreuerin des IWF, der selber auch 17 Milliarden Dollar in den ukrainischen Feuerring schmeißt, will man den Krieg in der Ukraine zu einem für die West-Banken günstigen Ende verhelfen. Ein zentraler Punkt der Minsker Vereinbarung ist deshalb auch die Wiederherstellung des Bankwesens in der Ost-Ukraine, das ist noch viel wichtiger als das Überleben der Russen dort, wie hier am Rande notiert wird: Internationaler Währungsfonds sagt Ukraine 40 Milliarden Dollar an Hilfen zu[Der Standard].

Christine Lagarde IWF Kapitalismus Weltbank Imperialismus Ausbeutung luegenbank Untreue Kriegsfinanzierung Ukraine GriechenlandDamit diese schäbige Nummer in und mit der Ukraine nicht zu sehr auffällt, brauchte es unbedingt ein paar Tage Waffenruhe (die haben wir jetzt gerade mit der Vereinbarung von Minsk). Wenigstens aber die Aussicht auf so eine Art Waffenruhe, damit der IWF eine kleine Chance hat sich korrekt herauszureden. Zu offensichtlich ist der glasklare Verstoß gegen die eigenen Statuten des IWF, um dieses Geld dennoch erfolgreich in Kriegsprojekte investieren zu können. Dazu lässt sich hier noch mehr in Erfahrung bringen: Erneut fließen 40 Milliarden in die Ukraine[Telepolis]. Es ist absehbar, dass die gewährten Mittel überwiegend und unwiederbringlich zu Kriegszwecken verheizt werden. Dies scheint der unausgesprochene Sinn der Entscheider zu sein. Womöglich ist die Ukraine diesbezüglich auch nur ein aktueller Testballon, bei dem die Banken unter der Federführung des IWF in einem Feldversuch testen, wie gut sich das Kriegsgeschäft derzeit rentiert. Wichtig hierbei ist ausschließlich, dass der weltweite Steuerzahler für etwaige Renditeausfälle der Kriegsinvestoren bei diesem Experiment aufkommt, genau das scheint nach aktuellem Kenntnisstand schon gewährleistet zu sein.

Natürlich ist die aus diesem Vorgang zu ziehende Lehre für Griechenland mehr als eindeutig! Es muss wenigstens mit Krieg drohen, wenn nicht am Ende gar einen veranstalten, um zu „weggeworfenem“ Geld von IWF und EU zu kommen. Verbranntes Geld in rauhen Mengen, welches man den Griechen derzeit noch hartnäckig verweigert, vermutlich weil es kein hartes Folgegeschäft bringt, wie in der Ukraine. Ein Bürgerkrieg ist da auch wenig sinnvoll, selbst ein Krieg gegen Russland wäre relativ sinnlos, obgleich dies aus Sicht der NATO womöglich ein charmanter Einstieg wäre. Stattdessen müsste man allen Ernstes gegen Brüssel marschieren. Sicher wird Alexis Tsipras diesen Umstand den Granden der EU völlig krawatten- wie schamlos und vollmundig gesteckt haben! Weiter ist hier zu bedenken, dass man ja die ganzen Verträge rund um den Kauf deutscher Rüstungsgüter, im Zuge der von der Troika verordneten Sparmaßnahmen, nie ernsthaft angetastet hat. Derlei Praxis kann doch nicht bedeutungslos gewesen sein und man wusste scheinbar um die Wichtigkeit, die dieses noble Militärgerat in Griechenhand einmal bekommen sollte. Wenn schon Krieg in Europa, dann bitte auch mit deutschen Waffen.

Darüber hinaus muss man bei der korrekten Auslegung des europäischen Gedankens ebenfalls zu bedenken geben, dass die Griechen, eher noch als die Ukrainer, ein Anrecht auf diese verlorenen Milliarden-Zuschüsse hätten. Schließlich sind sie nahezu seit Anbeginn vollwertiges Mitglied der „Neo-Armutsvereinigung für Alle“ namens EU. Die Ukraine ist nicht einmal ein aussichtsreicher Aspirant für irgendwas Europäisches! Da macht man die ganze Nummer rein aus Hobby, nur um Russland ordentlich zu ärgern und weiter auf den Pelz rücken zu können … und natürlich um das neuzeitliche EURO(pa)Kriegsgeschäft auf Rentabilität zu testen.

Nach unserer Kenntnis wird Tsipras auch noch eine deutliche Verstärkung der Sanktionen gegen Russland seitens der EU einfordern, an denen sich Griechenland nicht beteiligen wird. Aus gutem Grund, denn das könnte ein wenig Wirtschaftswachstum in Richtung Griechenland verlagern, während sich die anderen EU-Staaten gemäß Weisung aus den USA freundschaftlich korrekt daran halten müssen. Zur Zeit partizipieren nur die USA von diesem Wirtschafts-Dschihad, die selten größere Umsätze mit Russland erwirtschafteten als im vergangenen Jahr.

Ja und Nein Europa der MenschenAlles riecht schon recht deutlich nach einer neuen Rezeptur für verbrannte Fleischschnipsel: „Gyros-Lagarde-Draghicum”, die Europa bislang noch nicht zu verkosten bekam. Die wichtigste Erfahrung aus dem aufgezeigten „Griechenland Ukraine Geld Mysterium“ ist allerdings die innewohnende UN-Logik des gesamten Vorgangs, der bitte auch nicht zu laut werden möchte. Wer heute noch nach Sinn, Verstand oder gar Vernunft in diesen Dingen der „höheren Politik“ fragt, der ist schon ein potentieller Systemfeind und wenn er noch lauter kritisiert, alsbald auch noch ein Demokratiegegner. Denn was echte (indirekte) Demokratie so alles zu bewirken vermag, das sehen wir doch gerade in der Ukraine, wo wir vollends gefordert sind mit viel Geld einen Krieg am Leben zu halten, der ohne IWF und EU-Steuerknete längst am Ende wäre. Womöglich wird in den Geschichtsbüchern künftiger Generationen das Wort „Demokratie“ einmal zum Inbegriff für „Elend & Krieg & Mord & Totschlag” … mit Kapitalismus oder Imperialismus werden diese Eigenschaften gottlob niemals in Verbindung gebracht werden.

Bildnachweis: Alexis Tsipras | Blömke/Kosinsky/Tschöpe | CC-BY-SA 3.0
Bildnachweis: Christine Lagarde | World Economic Forum | CC-BY-SA 2.0

Griechenland droht EU mit Krieg
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4 Kommentare zu Griechenland droht EU mit Krieg

  1. Wer hat eigentlich diese Tür geklaut… die aus Dachau… mit dem berühmt-berüchtigten Spruch: „Arbeit macht frei“

    Diese Tür war nun nicht aus Edelmetall, nur einfacher Wald- und Wiesenstahl und ziemlich heruntergekommen. Für simple Schrottsammler eigentlich viel zu unhandlich. Die klauen lieber Gullideckel – genauso schwer wie die Tür, aber sehr viel handlicher.

    „Cui prodest scelus, is fecit“ – also wem nutzt es? Den Griechen! Wir würden es gewiss sehen in einer nächsten Ausgaben der Parteizeitung der griechischen Regierungspartei, diese Tür als Fotomontage mit deutschen Politikern! Um das zu verhindern, soll Schäuble mal eben die 115 Milliarden Euro locker machen, die die Macher dieser Tür dem armen Griechenland noch schulden! Dieser Zwangskredit sollte von Deutschland nach dem Krieg um 15:00 Uhr zurückgezahlt werden.

    (Welcher Krieg?)

  2. Kriegsrüstungen stellen reinen Verbrauch dar, d. h. sie drücken nicht auf den Sachkapitalzins, wie dies die Investitionen zu tun pflegen, die infolge der Vermehrung der Sachkapitalien zu einer gesteigerten Konkurrenz und zu einer Senkung der Rendite führen, wodurch Geldstreik und absteigende Konjunktur ausgelöst werden. Kriegsrüstungen vermindern den Zins nicht.

    Es besteht also ein grundlegender Unterschied, ob man friedensmäßig investiert oder kriegsmäßig verbraucht, ob man Fabriken und Wohnhäuser herstellt oder Panzer und Granaten, denn die letzteren tasten den Zins nicht an! Wenn der einfache Mann auf der Straße es bedauert, dass für Kriegsrüstungen Unsummen ausgegeben werden, für die nach seiner Meinung nützlichere Dinge beschafft werden könnten, etwa Wohnhäuser, so befindet er sich mit dieser an und für sich gesunden Ansicht in einem Irrtum – er hat das Wesen der Zinswirtschaft nicht erfasst, die eines dauernden Mangelzustandes bedarf, um überhaupt zu funktionieren. In der Zinswirtschaft ist es eben – so widersinnig es auch erscheinen mag – wohl möglich, in unbegrenztem Maße Kanonen, Panzer und Bombenflugzeuge herzustellen, nicht aber Wohnhäuser, Fabriken und andere Sachgüter.

    Auf eine vereinfachte Formel gebracht: Es ist das eherne Gesetz der Zinswirtschaft, dass sie ständig ein Meer von Gütern auf den Markt wirft, für die kein Absatz da sein kann, weil der Mensch, der sie schuf, um die Hälfte seines Lohnes betrogen wird und daher nur die Hälfte dieser Güter kaufen kann. Die andere Hälfte des Sozialproduktes sucht nur neue Kapitalanlagen, die sich rentieren. Mangelt es an solchen Anlagemöglichkeiten, dann tritt das Geldstreikmonopol in seine Rechte und sperrt die Arbeitenden aus. Hier gibt es keinen anderen Ausweg als die Zerstörung, als den Krieg, wenn man von dem Notbehelf der dosierten Inflation absieht.

    Jeder Krieg vernichtet riesige Mengen von Sachgütern mit dem Ergebnis, dass auf Jahre hinaus rentable Anlagemöglichkeiten in Fülle vorhanden sind. Je mehr Sachgüter vernichtet werden, umso besser rentieren sich die übrigen. Außerdem führt die mit jedem Krieg betriebene Geldvermehrung regelmäßig zu einer Inflation. Sie bedeutet Geldentwertung und zugleich auch eine gewaltige Schuldenerleichterung, bei der der Staat als größter Schuldner am meisten profitiert.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/imperialismus.html

  3. Liebe Griechen
    Geht einfach raus aus der Eurozone. Das ist nicht verkehrt.
    Guck mal.
    Deutschland ist ein total heruntergewirtschaftetes Land.
    Es gibt total verarmte Menschen allerorten. Die trauen sich nur nicht mehr auf die Straße das auch zu sagen.
    Die Menschen bringen sich gegenseitig aus lauter Not und Elend um. Fast im wöchentlichen Rhytmus kann man in den Nachrichten lesen, daß sich mal wieder eine Familie umgebracht hat.
    Das Land hat eine komplett kaputte Infrastruktur. Straßen und die dazugehörigen Brücken sind total kaputt. Das kann man selbst nachlesen im Indörnet. Es funktioniert eigentlich nur noch etwas, wo Geld und Politik zusammenkommen. Also bei so großen Firmen. Kleine Firmen werden mit Gesetzen zugeschissen, so das es kaum noch möglich ist eine private Firma zu führen oder man Arbeitet halt 16 Stunden täglich.
    Das können die Deutschen!
    Es gibt mehr Elend zu berichten. Wie z. B.in den Großstädten sich das Elend in bestimmten Bezirken ballt und die Menschen dort komplett im Suff ihr Leben verbringen, sich gegenseitig beklauen und so weiter.
    Guckt euch Deutschland persönlich an.

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  1. Weltpolitik und Gartenzwerge » Griechenland droht EU mit Krieg
  2. News 15.02. 2015 |

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