Deutschland: Der souveräne Depp

Ihnen gefällt das nicht und mir auch nicht? Was machen wir denn da? Ganz einfach: Wir lassen uns ein wenig anlügen. Schon gefällt es uns besser. Was uns gefällt, ist nämlich wichtig. Ebenfalls wichtig ist, daß andere Leute wissen, was uns gefällt. Deshalb gibt es die sogenannten Likes bei Facebook. Wir „liken“, „likten“, haben und hatten „geliked“. Die Anderen können sehen, was uns gefällt. Gut für uns.

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Deutschland: Der souveräne Depp
Der „Anzeigenhauptmeister“ – Screenshot „Bild“

Der berüchtigte „Anzeigenhauptmeister“ hat wieder eine aufs Maul bekommen: Gefällt uns. Warum? Weil uns gefällt, daß andere Leute über uns wissen, daß wir keine Denunzianten mögen. Das ist gut für unser Image. Wir mögen es, selber darüber zu bestimmen, wie wir wahrgenommen werden. Sie mögen es nicht, daß der „Anzeigenhauptmeister“ schon wieder eine aufs Maul bekomen hat ? – Oh je.  Dann muß ich noch einmal von vorne anfangen. Dann hätte ich nämlich gar nicht „wir“ schreiben dürfen. Das ist jetzt ärgerlich. Geht es nicht einfacher? – Doch. Geben Sie bitte einfach zu, daß Ihnen gefällt, wenn der „Anzeigenhauptmeister“ eine aufs Maul bekommt. Dankeschön.

Moment: So etwas wie den „Anzeigenhauptmeister“ gab es schon einmal. Das war der berüchtigte „Drachenlord„. Können Sie sich an den noch erinnern? Der hatte es geschafft, sich mit seinem Schwachsinn derartig unbeliebt zu machen in den sozialen Medien, daß aus der ganzen Bundesrepublik sogenannte „Hater“ in den kleinen Ort Altschauerberg bei Emskirchen im Landkreis Neustadt a.d. Aisch angereist sind, um ihm eine aufs Maul zu hauen. Inzwischen musste er seinen Wohnort verlassen und die „Drachenburg“, ein heruntergekommener Kleinbauernhof, den der „Drachenlord“ geerbt hatte, wurde bereits abgerissen, damit die Dorfbewohner statt einer Pilgerstätte ihre Ruhe haben. Der „Drachenlord“ heißt mit bürgerlichem Namen Rainer Winkler, ist Legastheniker und hat die Sonderschule besucht.

Der „Anzeigenhauptmeister“ verdient zwar mit seinen Anzeigen kein Geld, aber mit seiner Negativpopularität. Auch der „Drachenlord“ brachte es zu seinen besten Zeiten bei YouTube auf Monatseinnahmen zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Das ist nicht schlecht für einen, der von Gerichtspsychiatern als hart an der Grenze zur Debilität eingestuft wurde. Haben wir uns schon einmal gefragt, was es tatsächlich über uns aussagt, daß wir uns von Figuren wie dem „Anzeigenhauptmeister“ und dem „Drachenlord“ so auf die Palme bringen lassen, daß die von unserer Verachtung leben können? Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Wir müssten uns fragen, wer hier eigentlich blöd ist. Der „Anzeigenhauptmeister“ und der „Drachenlord“ – oder am Ende wir selber? Gut ist, daß wir uns das tatsächlich nicht fragen müssen, weil wir damit rechnen dürfen, daß uns die Antwort nicht gefällt. Was uns gefällt, ist schon wichtig. Wir sind der Souverän in der Demokratie.

Die Unfähigkeit

Ich gebe zu, daß ich bis hierhin „wir“ geschrieben hatte, damit Sie nicht glauben, ich würde mich von Ihnen distanzieren. Schließlich bin ich scharf auf Ihr Wohlwollen. Sie würden ja wohl keinen Artikel lesen, wenn er von jemandem verfasst worden wäre, der gleich am Anfang erklärt, daß ihm Ihre Freude über die Maulschellen für den „Anzeigenhauptmeister“ nicht gefällt. Es ist wohl so: Leute wie der „Anzeigenhauptmeister“ und der „Drachenlord“ haben offensichtlich einen Dachschaden. In einer zivilisierten Gesellschaft könnte man die geistig Derangierten auch vor der Wut schützen, die sie sich zuziehen, anstatt seinen inneren Reichsparteitag abzufeiern, wenn ihnen jemand aufs Maul haut.

Und das ist jetzt die Frage: Gefällt es uns tatsächlich, wenn wir uns etwas vormachen, oder gefällt es mir nicht und Ihnen schon? Entscheiden Sie das bitte selber. Gefällt Ihnen, wenn die Co-Parteichefin der AfD, die kluge Alice Weidel, ihre Empörung angesichts der himmelschreienden Unfähigkeit der Ampelkoalition rhetorisch geschickt ausstellt? – Mir nicht. Die Frau ist so klug, daß sie es besser wissen muß. Das ist keine Unfähigkeit, sondern kriminelle Absicht. Die Ampelkoalition scheitert nicht an dem, was sie will resp. realiter zu wollen hat. Und wenn sie nicht an ihren eigenen Plänen scheitert, dann ist sie eben auch nicht unfähig. Folglich stellt sich die Frage, weshalb Alice Weidel behauptet, daß sie es sei und weshalb sie damit rechnen darf, dafür Zustimmung zu erhalten.

Es ist wohl so: Die „Alternative für Deutschland“ hatte sich vor ungefähr zehn Jahren darauf festgelegt, Partei zu sein. Seither befindet sie sich im „Rahmen Parteiendemokratur“.  Diesen Rahmen hat sie als unabänderliche Gegebenheit zu akzeptieren. In der Folge wird es, unabhängig von den Erkenntnissen zur Parteiendemokratur als solcher, schier unmöglich, ein System als demokratische Fata Morgana zu outen, von dessen Fortbestand der Fortbestand der eigenen Partei abhängt. Da stecken inzwischen zehn Jahre voller Arbeit drin.

Das heißt, daß in der AfD niemand wollen kann, die Parteiendemokratur als solche in Frage gestellt zu sehen. Die Parteiendemokratur hat von der „Alternative für Deutschland“ ein „Gefällt mir“ zu bekommen, weil schon „Partei“ essentiell ist. Ob es die Parteien sind, die als Einfallstore zur Schleifung der Demokratie zu identifizieren wären, ist eine Frage, bei deren wahrheitsgetreuer Antwort die ernüchternde Feststellung zu treffen sein könnte, daß dem so ist. Das wiederum müsste Konsequenzen haben, die auch in der AfD niemand würde ziehen wollen. Für die Frau Weidel heißt das, daß sie die Ampelkoalition als unfähig bezeichnen muß, um die AfD als Lösung des Problems darzustellen. Im Rahmen der Parteiendemokratur ist das auch nicht falsch.

Der Nachteil ist, daß sich dadurch jedes Räsonieren über den Rahmen als solchen von selbst verbietet, auch dann, wenn genau das die Debatte wäre, die zu führen wäre, um den demokratischen Verfall zutreffend zu erfassen. Erschwerend kommt hinzu, daß auch Sie die Erkenntnis, nicht der Souverän in der Parteiendemokratur zu sein, schwerlich mit einem „gefällt mir“ kommentieren könnten. Das heißt, daß sich sowohl Parteien als auch der Souverän etwas vormachen, weil ihnen die Konsequenzen nicht gefallen können, die sie eigentlich zu ziehen hätten, wenn wahr ist, daß an der Wahrheit kein Weg vorbeiführt. Und das ist wahr. Die Dinge sind wie sie sind – und nicht so, wie man sie gern hätte.

Weder Ihre noch meine Lebenserfahrung geben die Behauptung her, daß die AfD die einzige Partei ist, in der es keine Karrieristen gibt, welche „Partei“ als Vehikel zur Beförderung ihrer je persönlichen Absichten und Interessen begreifen. Zwar ist sie wahrscheinlich weniger stark durchsetzt von solchen Zeitgenossen, als andere Parteien, aber frei davon ist sie keinesfalls. Das heißt, daß das Wohl und Wehe Deutschlands in der Parteiendemokratur auch mit der AfD stark von der Frage abhängt, welche Charaktere es innerhalb der Partei nach oben spült. Wenn ich mir anschaue, wieviele in der AfD bedingungslos dem Motto folgen: „Netanyahu befiehl, wir folgen!“, dann wird die Alternative sehr schnell zur relativen Alternative, deren Wert nur noch von der Frage abhängt, zu welchen anderen Parteien sie die bessere Alternative in bestimmten Detailfragen wäre.  Eine „Alternative für Deutschland“ ist das dann allerdings nicht mehr, sondern nur noch eine Alternative zu anderen Parteien im Rahmen der Parteiendemokratur.

Der Wahlbürger

Der WahlbürgerEin bitterböses Bonmot von Harald Schmidt geht sinngemäß so: „Der Wert der Demokratie offenbart sich sehr schnell bei einem fünfminütigen Gespräch mit dem Durchschnittswähler.“ Aus gutem Grund braucht der einen Angelschein und einen Führerschein, aber keinen Wählerschein. Bräuchte er Letzteren, dann wüsste er womöglich, was mit „Gewaltenteilung“ gemeint ist, warum im Grundgesetz eine vorgeschrieben ist,  und daß die Parteien nach dem Grundgesetz dazu vorgesehen sind, an der politischen Willensbildung mitzuwirken, nicht aber, sie im Verbund mit ihren medialen „Hofberichterstattern“ zu betreiben. Warum aber „funktioniert“ die Parteiendemokratie in der Deutschen Republik auch so? – Weil sie mißverstanden wird als eine weitere Folge von „Wünsch Dir was!“ auf der Ebene einer Regierungsform.

In seiner grenzenlosen Wunschfreiheit hält es der als Souverän vorgesehene Wahlbürger für sein Recht, sich auszusuchen, in welchem Umfange er Souverän sein möchte und ob er sich überhaupt für die Politik seiner Stellvertreter zu interessieren hat. Das ist ein wohlgelittener Irrtum, den weder Parteien noch Medien jemals thematisieren werden. Tatsache ist aber, daß sich der Wahlbürger keinesfalls aussuchen kann, ob er der Souverän sein will oder nicht. Nach dem Grundgesetz hat er der Souverän zu sein, ob er will oder nicht. Das heißt auch, daß er wissen müsste, was „Sache ist“, anstatt sich mit Narrativen abspeisen zu lassen.

Der deutsche Wahlbürger wird nicht nur Länge mal Breite von seinen „Volksvertretern“ ausgenommen und angelogen, sondern er ist im Durchschnitt auch zu bequem, das abzustellen. Er müsste einfach zu viel seiner Freizeit in den eigenen Kenntnisstand investieren. Folglich wählt er auch keine Partei, die ihm „gut“ vorkommt, sondern diejenige, die er für das geringste Übel hält. Darauf angesprochen, wird er antworten, das sei eben so in der Demokratie und daß man leider, leider nichts dagegen machen könne. Das ist für sich genommen schon ärgerlich, wenn es auch insofern entschuldbar ist, als daß der Tag eben nur 24 Stunden hat und bei den Meisten angefüllt ist mit acht Stunden Arbeit, dem Hin- und Rückweg zur Arbeit, der Familie, Einkäufen, Freizeit und Schlafenszeit.

Die Wenigsten dürften die Zeit haben, die sie bräuchten, um herauszufinden, was wirklich „Sache ist“. Da kommt natürlich die Gewißheit wie gerufen, daß man schon deshalb Demokrat sei, weil man schließlich wählen geht. Und so wird die Demokratie dann auch zu einer „Wünsch-Dir-was“-Veranstaltung, in der die meisten Wünsche unerfüllt bleiben, was wiederum zu dem führt, was einer inhärenten Systemlogik  zufolge dann als „Politikverdrossenheit“ bezeichnet wird. Verdrossenheit allerdings würde voraussetzen, daß man sich erst einmal ausführlich mit dem beschäftigt hätte, was dann zum Verdruß wird. Realiter ist „Politikverdrossenheit“ zu übersetzen mit „unerfüllte Wünsche an das System“. System ist aber nicht dasselbe wie Politik.

Ein Grundsatzprogramm mit dem Titel: „Für ein neues Miteinander!“ (CSU, 2023), ist kein politisches Programm, sondern systemgeborener Parteienschwachsinn. Warum nicht gleich: „Für ein neues Volk !“ – ? Die PDS-Nachfolger schafften es vor einigen Jahren sogar, zwei Wahlplakate nebeneinander aufzustellen, von denen auf dem ersten zu lesen war: „Reichtum für alle!“, – und auf dem zweiten: „Reichtum besteuern!“. Den Vogel abgeschossen haben die Grünen im Bundestagswahlkampf 2021 mit ihren Slogans. Der „beste“: „Keine Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete!“. Kein halbes Jahr später plärrten sie nach deutschen Waffen für die Ukraine. Spätestens dann hätte sich der deutsche Wahlbürger einmal fragen können, wofür er von seinen angeblichen Volksvertretern gehalten wird und was es mit seiner Demokratie samt ihren „Westwerten“ tatsächlich auf sich hat.

Ein Wählerschein würde wenigstens dazu führen, daß die Desinteressierten der Wahlurne fernbleiben – und daß die Interessierten sich nicht länger mehr von ausgesprochen dämlichen Wahlslogans implizit als Deppen titulieren lassen müssten, nur, weil Parteien systembedingt auf Dummenfang gehen müssen. Warum gibt es ihn also nicht schon längst? – Weil der Wählerschein gleichzusetzen wäre mit einer Einschränkung der Parteien- und Medienfreiheit, dem „Souverän“ eine Meinung zu machen, die er dann zu allem Üerfluß noch für seine eigene halten soll. Deswegen gibt es im Lande von Angel -, Jagd –  & Führerschein keinen Wählerschein. Nicht auszudenken, der ach-so-souveräne Wähler wüsste, worum es geht, ehe er an die Wahlurne tritt.

Katastrophale Konsequenzen

Der „anständige Deutsche“ weiß schließlich auch so, wer er zu sein hat: Ein „Gerade-wir-als“-Deutscher. Das ist nützlich zu Zeiten, in denen Haltung vor Vernunft kommt. Es kommt deshalb mit einem „Bonus“, welcher der günstigen Eigenwahrnehmung nur dienlich sein kann. Der „Gerade-wir-als“-Deutsche, dessen relevante Geschichte auf die Zeit von 1933-1945 eingedampft worden ist, kann sich leicht als geschichtsbewußt gerieren, selbst dann, wenn er in anderen Zusammenhängen der größte Ignorant ist. Zwölf Jahre zu überblicken, ist schließlich kein Hexenwerk. Das schafft sogar der Durchschnittsgrüne noch einigermaßen. Das ist der Bonus des „Gerade-wir-als“-Deutschen: Seine kurze Geschichte und sein daraus resultierendes, moralingeschwängertes Expertentum für lau.

Ich simuliere hier einmal ein Fünfminutengespräch mit dem Durchschnittswähler, wie es von Harald Schmidt erwähnt worden ist.

 

Deutschland: Der souveräne Depp
Louis de Funes, Spekulativinterviewer – Screenshot Facebook
  • „Wie nennt man den Staat Israel noch, Herr Durchschnittswähler?“
  • „Das ist der jüdische Staat.“
  • „Und was für ein Staat ist das?“
  • „Wie jetzt, was für ein Staat?“
  • „Ein guter oder ein schlechter? Oder mittelmäßig?“
  • „Ja, ein guter natürlich!“
  • „Warum?“
  • „Na, wegen den Juden. Israel ist ein jüdischer Staat. Die Juden sind die besten.“
  • „War aber nicht immer so, oder?“
  • „Ja, aber das war falsch. Wegen Auschwitz.“
  • „Aber Auschwitz war doch kein Konzentrationslager von jüdischen Verbrechern, sondern eines von nazideutschen Verbrechern, oder nicht?“
  • „Ja … äh … schon. Was wollen Sie jetzt von mir?“
  • „Ich will wissen, ob Juden zu den Besten werden, nur, weil die Nazideutschen Verbrecher gewesen sind.“
  • „Ja, klar. Weil es sonst Antisemitismus wäre.“
  • „Haben also nazideutsche Verbrecher Juden zu den besten gemacht?“
  • „Hä? Worauf wollen Sie denn hinaus?“
  • „Ich will von Ihnen wissen, ob man einen Nazideutschen und sein Konzentrationslager braucht, um aus einem Juden den Besten zu machen. Gab es vor den Nazis keine Juden mit einem fragwürdigen Charakter, so, wie man ihn überall sonst auch finden kann?“
  • „Woher soll ich das wissen? Keine Ahnung! Stellen Sie mir keine so merkwürdigen Fragen. Sie sind wohl Antisemit?“
  • „Nein, bin ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich halte Juden für ganz normale Menschen. Für einen Antisemiten halte ich jemanden, der Juden in eine bestimmte Heiligenrolle zwängen will, weil ihm das wegen der Schuld seiner deutschen Vorfahren dabei hilft, sein eigenes Image zu polieren.“
  • „Hä? Wie meinen?“
  • „Worum geht es Ihnen? Um die Juden oder um Ihr Selbstbild als Deutscher? Würden Sie mir nachsprechen: Auch Juden können hinterhältige, abgefeimte und verlogene Verbrecher sein, weil sie ganz normale Menschen sind?“
  • „Im Leben nicht! Was fällt Ihnen überhaupt ein, mir mit einer solchen Zumutung zu kommen?“
  • „Sehen Sie? Der Antisemit sind Sie und nicht ich. Sie wollen nicht zugeben, daß Juden normale Menschen sind, die sich innerhalb der gesamten Bandbreite charakterlicher Defizite des Menschen frei für ihr Handeln entscheiden dürfen wie jeder andere auch. Und daß sie ebenso die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen haben. So, wie im Nahostkrieg allerweil, wo sie massenhaft unschuldige Zivilisten, Frauen, Kinder, Alte, Kranke, Journalisten, Reporter, Ärzte und Christen ermorden.“
  • „Ja, also .. das …äh … ich habe jetzt keine Zeit mehr für eine solche Debatte. Ich muß zum Tierarzt, meinen Schäferhund einschläfern lassen.“

 

Wie sehen Sie denn aus?

Das ist allerweil die Frage an die alternativen Parteikonservativen, wie sie da peinlichst und höchst parteidemokratisch in der Gegend „With Israel“ herum“standen“: Wie sehen Sie denn aus? Schämen Sie sich denn gar nicht? Sie stellen sich an die Seite von Völkermördern und Kriegsverbrechern, weil Sie aus Gründen Ihrer Eigenwahrnehmung nicht wahrhaben wollen, daß die Nachfahren der Opfer von Völkermord und Kriegsverbrechen, ein Teil der zweiten und dritten Generation seit dem Holocaust, selbst zu Massenmördern geworden ist? Sie wollen nicht unterscheiden zwischen dem Staat Israel und dem Judentum? Sie wollen nicht unterscheiden zwischen Zionisten und Juden? Sie wollen die Geschichte des Zionismus‘ als solchem gar nicht erwähnt wissen? Sie wollen nicht zwischen linken und rechten Zionisten, antizionistischen, zionistischen und säkularen Juden unterscheiden?

Zwischen orthodoxen Juden und den Reformjuden? Weil Ihnen zur Politur Ihres eigenen Images eine pauschale Entität namens „die Juden“ resp. „der jüdische Staat“ der Einfachheit halber am nützlichsten erscheint? Wollen Sie wirklich – ausgerechnet Sie als deutsche Parteidemokraten – die regierungskritischen Juden, die es zu Tausenden gibt – etliche davon von erheblicher Prominenz -, als „Antisemiten“ diffamieren? Wollen Sie wirklich von den zahlreichen palästinensischen Attentaten, der Intifada 1 und 2 usw. reden und so tun, als ob es das alles völlig grundlos gegeben habe? Wollen Sie Geschichtsklitterung betreiben zur Politur Ihres eigenen Images in der vermeintlichen „Rechtschaffenheit“ und der ach-so-alternativen „Honorigkeit“?  Wollen Sie jemandem weismachen, der Nahostkonflikt sei am 7. Oktober 2023 ausgebrochen – und Sie, Herr Braun, MdB, womöglich noch, der Ukrainekrieg habe am 24. Februar 2022 begonnen?

Deutschland: Der souveräne Depp
„Oh Mann. Gibt’s ja nicht!“ – Screenshot Facebook

Wozu wollten Sie, verdammt nochmal, die Alternative sein? Die Alternative zu Gideon Levy, zu Albert Einstein, zu Miko Peled, zu Daniel Barenboim, zu Ilan Pappé, zu Max Blumenthal, zu Aaron Maté, zu Norman Finkelstein, zu Jeffrey Sachs? Was wollten Sie einmal sein? Die deutschen Hilfsfaschisten an der Seite jener faschistischen Zionistenbrut, die das Leben des ermordeten israelischen Premiers Jitzhak Rabin auf dem Gewissen hat? Die Alternative zu allen denjenigen Juden, die sich couragiert gegen die Barbarei ihrer zionistischen Anführer stellen? Dazu wollen Sie die Alternative sein? – Pfui Teufel! Und besonders ehrenwert wollen Sie sich dabei auch noch vorkommen?

Ja, ist es denn überhaupt noch zu fassen!? Warum wollen Sie nicht der üblen „Antifa“, außer ihr das Feld zu überlassen, noch ein Spendenmilliönchen hinterherwerfen? Sie wollen an der Seite eines israelischen Premiers stehen, der von Israel aus dazu auffordert, daß freie Rederecht für Studenten an amerikanischen Universitäten zu beenden, wenn die sich gegen die gegenwärtige Politik der Regierung Netanyahu stellen? Und das, obwohl Sie sich total darüber aufregen, wenn diese woke Cancel-Culture-Brut ihrerseits das Rederecht für Konservative abschaffen will? Sie hätten Prinzipien, wollen Sie mir weismachen? Halten Sie mich eigentlich für totalverblödet? Wissen Sie, was Sie sind, Sie, die „WithIsraelStander“ unter den deutschen „Alternativen“? Sie sind die personifizierte Geistespleite des deutschen Konservatismus´! Der Reinfall des Jahrhunderts. Das sind Sie!

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Über Max Erdinger 8 Artikel
Max Erdinger schrieb seit 2016 als freier Autor und Kolumnist täglich für "Journalistenwatch" und "Ansage". Er begreift sich als einen konservativen Freigeist, der sich nicht auf bestimmte "Narrative" festlegen läßt. Wichtig ist nicht, wer etwas sagt, sondern was jemand sagt.

14 Kommentare

  1. Ich habe das Wort „Parteien-Demokratie“ gelesen. Aus PARTei lese ich Part, womit Teilung gemeint ist (Spaltung). Zum Wort Demokratie: „Heute kennt man das Wort Demokratie, dieses „Kratie“ wird von Kratos abgeleitet – und zwar mit der vorgenannten Bedeutung (Stärke / Kraft / Macht / Herrschaft). Mit „Demo / Demos“ sind die Staatssklaven gemeint, ebenfalls aus dem Altgriechischen abgeleitet. Wie dem auch sei, wir Menschen sind auf Illusionen aller Art zwingend angewiesen. Merke: Die Götter sind unter uns und durch die ganzen Wörter unsterblich.“ ->

    https://www.mythologie-antike.com/t72-kratos-gott-der-macht-ein-richtig-krasser-typ

  2. Deutschland mitvergeigt – Sie taumeln und wanken, die Geisteskranken, kleindeutschen Bürger lieben ihre Würger. Nicht genug kriegen sie mediale Lügen. Darsteller sie sind von Greis bis Kind im Trauerspiel bleibt nicht mehr viel, was sie verlieren. Lassen regieren sich von Vollidioten, statt auf die Pfoten denen zu hauen, die sie beklauen. Gehen auf die Straßen, weil sie die hassen, die Lügen aufdecken und sie aufwecken aus ihrem Schlafe die deutschen Schafe. Statt selber zu denken, lassen sich lenken von Ideologen, die haben verbogen und voll verdreht, wo es nur geht, was war einst Vernunft, hat keine Zukunft. Die ist dann anstatt, dass man nicht mehr hat Hof, Garten und Haus, die hat dann der Klaus Schwab und Kumpane, noch Schlimm’res ich ahne. Stoppt keiner den Wahn, herrscht bald der Imam, wo man dereinst fand das deutsche Land und Freiheit und Recht, wird mir nur schlecht, seh‘ ich die Bücker und ihre Beglücker. Die jetzt erst geboren, sind schon verloren, werden entrechtet, wie Sklaven geknechtet. Hat, wer dazu schweigt, Deutschland mitvergeigt.

  3. Der gute Niclas Mathei weiß schon, warum er nicht in Kreuzberg oder Neukölln unterwegs ist. Und vor allem nicht nach Einbruch der Dunkelheit.

  4. Werter Max, sehr gut geschrieben; könnte von mir sein (Spaß). Bis auf einmal, wo sie statt BRD , Deutschland geschrieben haben- ist verziehen.
    Zu erwähnen wäre, das diese Parteiendemokratur/ – diktatur schon 1918 entstand, im Kriegszustand des Deutschen Reich- im Kriegsrecht.
    ‚Man‘ hat den ‚leeren‘ Raum, nach der Kapitulation, mit Parteien gefüllt. Nur so ließ sich eine Verwaltung des Deutschen Reich, und somit der deutschen Staaten, bewerkstelligen.
    Genau DAS hat ‚man‘ nach dem 2. WK mit der BRD auch gemacht. Nur diesmal hat ‚man‘ Deutschland besetzt, ein GG und die BRD installiert; auch eine Verwaltung- der Wirtschaftsgebiete (GG).
    Wobei ich wieder bei der Parteiendiktatur (GG) angekommen bin.
    In irgendeinem Kommentar habe ich schon mal erwähnt bzw. gefragt, WAS die Alternative für Deutschland bedeuten könnte.
    Alternativ bedeutet zwischen zwei Möglichkeiten die Wahl lassen.
    „Alternative“ habe ich jetzt definiert.
    Was bedeutet „für“?
    Es kann ‚pro‘, oder auch ‚gegen‘ bedeuten.
    Da die AfD in der BRD angemeldet (Verein) ist, unterwirft sie sich dem System – der Parteiendiktatur. Dieses System behauptet aber ein ‚Staat‘ ( Staatssimulation (LOL), siehe Prof. Carlo Schmid 1948) zu sein.
    Auch sagen die Inhalte, der AfD, aus, das sie zu Israel stehen; und auch zur NATOD.
    Also habe ich mich für zu einer ‚Alternative gegen Deutschland‘ entschieden.
    Meine Aversion bezieht sich nicht nur gegen die AfD. ICH bin gegen JEDE Partei- in einer Regierung. Aber #Max hat diese Partei nun mal erwähnt. Gruß Karl

  5. Es scheint immer mehr so als benötige es ein gewisses Maß an Debilität um es in diesem Land zu etwas zu bringen. Gepaart natürlich mit einer gehörigen Portion Skrupellosogkeit.
    Das absolut Unfähige und Negative ist wohl gerade in. Und es wirft ein bezeichnendes Licht auf die, Welche es dulden und den Schwachsinn begeistert konsumieren und den debilen Spinnern noch zu tollen Einnahmen verhelfen. Das betrifft nicht nur s.g. „Influencer“ sondern in hohem Maße auch unsere glorreichen Führer. Legitimiert durch Scheinwahlen und schweigend geduldet von der Masse füllen sie sich und ihren Clans feste die Taschen und beglücken uns fast täglich mit ihren grenzwertigen Einlassungen.
    Auch hier stellt sich die Frage, ob das Volk nicht gezielt verblödet wurde/wird um das Alles zu ermöglichen. …..
    Bei vielen Größen der Geschichte lagen Genie und Wahnsinn dicht beisammen. Nero, Napoleon, Hitler, Mao….. Man hat es nun aber endlich geschafft das auf eine breitere Basis zu stellen und es auch dem gemeinen Volk zugänglich zu machen….

  6. Wenn sogar Trump Israel uneingeschränkt unterstützt, warum sollte sich dann ein deutscher eine Platte machen, die 68er Blumenkinder wurden am Anfang auch mit Wasserwerfer/Knüppel niedergeschlagen, weil sie gegen den Vietnamkrieg protestiert hatten, erst als die Mehrheit der Amerikaner gegen den Krieg waren wurde der Krieg eingestellt, deshalb wird Netanjahu auch einlenken müssen, wir haben als vergleichsweise kleine volkswirtschaft gegenüber Amerika schlichtweg nichts zu melden, denn im Kapitalismus zählt nur die absolute Macht des kapitals, was ja bekanntlich die rechten/AfDler zu 300% unterstützen

    • Natürlich oder sehr wahrscheinlich gibt es in der AfD auch „Rechte“. Genauso wie es in absolut allen anderen Parteien auch Linke und sogar sichtbar und Steuergeld gefördert auch extrem Linke gibt.
      Was ist schlimmer als rechts oder links? Dumm und verlogen zu sein!
      Und genau dass ist unsere Regierung.
      Und was ist noch schlimmer? Die Wähler die es ermöglichen!

  7. Das beste Agument gegen Demokratie ist ein 5-minütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler…
    Sagte mal der erfolgreiche Kriegstreiber Churchill, Harald Schmid wiederholte es nur, weil es leider stimmt.

  8. Zum lustigen Affenbild ist nur zu ergänzen:

    Die Mehrheit der Affen bezweifelt,
    dass der Mensch von ihnen abstammt.

    Woher man das weis?

    • Keine Affenherde würde die Dümmsten und Verlogensten sich als Führer erwählen.
    • Wenn die ein GG machen in dem Gewaltenteilung genannt wird,
      würde sowas auch gefordert. Das ist aber im GG nicht der Fall!
    • Wenn die ein GG machen in dem als Souverän das Volk genannt wird,
      dann wird dem Souverän auch das Werkzeug dazu gegeben,
      z.B. durch das Erwähnen von Abwahlen. Oder ist das Wahl- Gesetz schon GG-widrig?
    • Wenn im Art 5.1 das Wort „ungehindert“ steht, dann darf es vom BVerfG nicht
      straflos ignoriert werden.

    …… Sonst kann man gleich das Bürgerüberwachungsamt als Verfassungsschutz deklarieren.

  9. Wenn keiner mehr seine wohlfühl-/komfortzone verlässt hat die sogenannte “ Faulheit “ über die geltungs-/statussucht gesiegt und das profitsystem/Kapitalismus fällt automatisch in sich zusammen, dann gibt es keine sklaven/soldaten/auftragsmörder/kriege mehr

  10. Warum wollen Jugendliche unbedingt einen Eintrag im Führungszeugnis, damit sie objektiv keine Aussicht auf einen Job haben und deshalb ewig Bürgergeld kassieren können und obendrein mindern sie damit auch noch die Wählerstimmen für eine Partei

  11. Die „wahren Demokraten“ zeigen ihr hässliche Fratze „Anders sei die Situation bei der AfD, sagt Engel auf Anfrage von t-online: „Abgeordnete der AfD haben wir natürlich nicht angefragt und würden ihre Unterstützung auch nicht akzeptieren.“ Hier der ganze Artikel https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100400206/angriff-auf-spd-mann-ecke-ueber-100-politiker-setzen-zeichen-gegen-gewalt.html Stellt euch einen Eimer neben den Computer, falls es euch bei soviel Heuchelei schlecht wird.

  12. Ist der deutsche fussball eher links- oder rechtslastig, eher rechtslastig, ok und warum schaffen es dann die rechten AfD-schwulen nicht, ihre Leidensgenossen im aktiven fussball zu einem outing zu bewegen, weil das nicht vorgesehen ist und auch einem Stockholm- und Oslo-Syndrom total widersprechen würde, wieder ein Beweis dafür das die deutschen ein durch und durch verlogenes Pack sind

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