Beschließen Putin und Kim „nukleare Teilhabe“?

Beschließen Putin und Kim „nukleare Teilhabe“?Bloddy-Rostock: Im Kontext der Berichterstattung sind sich die Medien überwiegend einig. Wenn sich zwei Schurken treffen, kann dabei nichts gescheites herauskommen. Wenn sich allerdings 29 Schurken und Schwerverbrecher treffen, wie bei NATO-Gipfeln üblich, dann wird es produktiv und konstruktiv. Infolgedessen muss man über etwaige Wertigkeiten gar nicht so sehr nachdenken. Den hiesigen Mainstream in Kürze zusammengefasst, könnte man sagen: „das Treffen von Putin und Kim war belanglos“. Selbst wenn das Gegenteil davon der Fall gewesen wäre, hätte der Mainstream es nicht berichtet. Schließlich geht das nicht mit den hier zu pflegenden Feindbildern zusammen.

Deshalb sind bestimmte Formulierungen immer wieder nett zu lesen. Bei einem der größten Promoter und wohl auch Verpflichtetem der „Atlantikbrücke“ kann man dann sowas lesen: „Russlands Präsident Wladimir Putin ist berüchtigt dafür, seine Gesprächspartner warten zu lassen“. Oh Gott was für ein schlimmer Finger, möchte man meinen. Merkel muss für denselben Zweck eigens Regierungsmaschinen sabotieren. Oder sowas: „Am Mittwoch hatte Kim mit seinem gepanzerten Sonderzug die Grenze zwischen Nordkorea und Russland überquert“. Sollte man das als Hinweis darauf ansehen, das demokratische Führer|innen, wie die Merkel, sich ohne gepanzerte Limos ihren Wählern nähern? Wohl kaum! Es geht lediglich darum, „feindbildgerecht“ einen despektierlichen Ton zu wahren.

Ein weiteres nettes Beispiel dieser eleganten Sprachregelung: Putin weiß, wie er sein Geld zusammenhalten kann, und er hat nichts davon übrig für Kim“. Dazu hätte man ebenso die Schwarze Null (Schäuble), als auch die Rote Null (Scholz) in der BRD befragen können. Daraus sollte man vermutlich rückschließen, dass der gutwillige Westen so viel Entwicklungshilfe nach Nordkorea schickt, dass es dem Volk dort sehr gut geht. Aber auch dem ist nicht so, der Westen ist durchgehend bemüht Nordkorea wirtschaftlich nachhaltig zu schaden, solange es nicht zu Kreuze kriecht. Warum soll denn Putin da freundlicher sein? Nur weil er nach hiesiger Lesart auch ein Schurke ist? Die Beispiele kann man hier gesammelt nachlesen: Kim Jong Un und Wladimir Putin • Danke für nichts [Der LÜGEL]. Wobei der Titel selbst nicht minder wertend ist.

Nukleare Teilhabe ist zauberhaft

Das Konzept der großen „Leihbombe“ ist ja nicht neu. Vielleicht haben die beiden was vergleichbares bei ihrem Treffen erarbeitet. Das spart nordkoreanische Ressourcen und sichert den Russen entsprechenden Einfluss. Wer sich zum Thema „nukleare Teilhabe“ noch belesen muss, kann das an dieser Stelle tun. Wenn also die Russen den Nordkoreanern einen Satz A-Bomben leihen, wie die USA es mit Deutschland, Holland und Italien machen, damit diese Länder „garantierte, nukleare Erstschlagziele“ Russlands bleiben, dann kann Russland dasselbe Konzept doch auch mit Nordkorea verwirklichen, oder? Opferanoden kann man nie genug haben. Eine Umgehung des Atomwaffensperrvertrages kann das ja wohl nicht sein, weil das sonst so nicht stattfinden würde.

Beschließen Putin und Kim „nukleare Teilhabe“?Mit etwas guten Willen kann sich China an dieser Lösung beteiligen, um den USA mal zu zeigen wie nukleare Teilhabe auch „multilateral“ funktionieren kann. Letztlich braucht die Welt doch nur eines: „Angst“ … um die Menschenmassen in Schach zu halten. Der Pöbel soll sich darüber im Klaren sein, dass die Elite bereit ist auch ohne die Massen von Mitessern den Planeten weiter ausbeuten zu wollen. Langfristig ist geplant die Massen vermehrt durch Roboter zu ersetzen, weil die besser programmierbar sind und im Ernstfall auch ohne Schaden einfach abgeschaltet werden können.

Nun, ganz soweit sind die Bots halt noch nicht. Aber eines Tages wird das ausgelutschte Humankapital völlig wertlos sein. Und genau bis zu diesem Zeitpunkt brauchen wir noch die weltweite „atomare Bedrohung“. Das wissen neben den NATO-Hanseln auch Putin und Kim nebst der Chinesen und alle anderen Pappnasen die über vergleichbares Mordwerkzeug heutzutage noch so gebieten. Und deshalb reicht zur Aufrechterhaltung einer „vernünftigen Bedrohungslage“ auch die ökonomisch sinnvollere nukleare Teilhabe. Soviel Intelligenz sollte man doch den Führern dieser Welt bei ihrer Lobbyarbeit zutrauen.

Beschließen Putin und Kim „nukleare Teilhabe“?
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Über WiKa 2268 Artikel
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9 Kommentare

  1. Dass die nichtrechtspopulistischen Medien Deutschlands jede Nachricht in ein propagandistisches Statement packen müssen, ist eigentlich keiner Erwähnung mehr wert.
    Allein der Durchgängige Begriff „Nordkoreas Machthaber Kim“ (diese Funktionsbeschreibung traut sich sonst nicht mal die höchst tendenziöse Wikipedia Deutschland) ist schon Deklaration eines Feindbildes.
    Es ist halt kalter Krieg, da braucht es die Feindbilder, damit der wirkliche Feind im eigenen Land übersehen wird.

    • Frau fragt sich, wer die größere Diktatur ist, Nordkorea oder Deutschland. Dazu wäre ein Test sehr gut geeignet. Ich schlage vor, weil ich mich selbst nicht traue, frau stelle sich auf einen öffentlichen Platz, wie zum Beispiel den Alexanderplatz in Berlin und rufe unentwegt „Merkel muss weg“.
      Ich schätze mal so nach einer halben Stunde gibt es von der Antifa eins in die Fresse und der Arbeitgeber schmeißt einen zwei Wochen später raus. Beim Arbeitsamt kann frau sich dann überlegen, was sie falsch gemacht hat.
      Was in Nordkorea passiert, weiß ich nicht, aber ich könnte mir vorstellen so gut wie gar nichts. Da wird frau weggeführt, weil in keiner Weise ernst genommen und das war’s dann oder aber frau wird über Jahre eingekehrkert als adäquate Bestrafung. Keiner weiß es und niemand möchte das testen.

      • Man kann die Diktaturen nicht vergleichen. Die Methoden der Unterdrückung sind in der „Wertegemeinschaft“ ausgefeilter als in Korea, aber Unterdrückung Andersdenkender bleibt es. Wer nicht in die Herrscherkaste aufsteigen kann, muss sich, dort wie hier, damit abfinden.

    • Wir brauchen keine Berichterstattung, nur Meinungslenkung.

      Meint unser Herrschaftssystem.
      Die eigentliche Nachricht ist:

      Kim hat es sich mit China wohl verscherzt, oder wird dort nicht mehr gebraucht.
      Nun sucht er sich neue Stützen zu seinem Machterhalt, die er aber nicht findet.

      Durch dieses tiefe Tal muß die Bevölkerung Nordkoreas nun gehen.
      Warum?
      IMHO weil es Glauben mit Wissen ersetzt, bzw. ersetzt hat.

      • „Kim hat es sich mit China wohl verscherzt…“
        Weil? Hab ich noch nichts gehört. „Beste Freunde“ Chinas waren die Kims nie, aber das sich sonst etwas groß geändert wäre mir neu.

        • Es ist mein persönlicher Eindruck seitdem er – wie China – auch behauptet eine Atommacht zu sein und nicht mehr so sehr Handpuppe von Chima. Er ist zwar eine sehr kleine „Atommmacht“, viel zu klein um irgendwas Entscheidendes zu beeinflußen, aber seit seinem Anspruch scheint mir das Verhältnis China-Nordkores kühler. Wie gesagt; nur mein persönlicher Eindruck.

          Im Übrigen ist es eine Schande, wie man sein Land / seine Bevölkerung durch idiotische Ziele so arm halten kann. Es sollte eine Warnung an die Menscheit sein, was passiert, wenn geistig erkranken, zuviel Macht gegeben wird. Merkel ist nicht das einzige abschreckende Beispiel für krankhafte Machtgier.

          • „Im Übrigen ist es eine Schande, wie man sein Land / seine Bevölkerung durch idiotische Ziele so arm halten kann.“
            Das schaffen aber viele andere sogar ganz ohne ständige „Sanktionen“ der Wertegemeinschaft, wie Blicke nach Afrika, Ozeanien oder Mittelasien verdeutlichen (Äthiopien, Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Madagaskar …).
            Macht’s nicht besser, relativiert es aber schon etwas.

  2. Ach? Versucht doch nur Mal an der gängigen Geschicht(slüge) im freien Deutschland zu rütteln… Da gibt’s Knast drauf! Die haben sogar soviel Angst vor der Wahrheit, daß die sich eigene Gesetze geschaffen haben! Nicht Mal das Konstrukt „BRiD“ besteht einen Lügentest…dazu haben sie sich die OMERTA auferlegt!

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