Nannygate, Vaginal-Drama erschüttert indisch-amerikanische Diplomatie

Nannygate, Vaginal-Drama erschüttert indisch-amerikanische Diplomatie Devyani Khobragade indische Konsulin in den USA Skandal Leibesvisitation durch Neworker PolizeiLand of the Free: Tat­säch­lich, in Indi­en ist die Eiszeit aus­ge­brochen, wenn auch keine kli­ma­tis­che, so wenig­stens aber eine diplo­ma­tis­che gegenüber den USA. Gegen­stand der aus indis­ch­er Sicht eher uner­freulichen Erre­gung ist die Kon­sulin des Lan­des Dr. Devyani Kho­bra­gade. Sie wurde in New York ver­haftet und danach seit­ens der Polizei ein­er „Spezial­be­hand­lung“ unter­zo­gen. Nicht allerd­ings, wie zu erwarten gewe­sen wäre, gemäß des ihr zuste­hen­den diplo­ma­tis­chen Sta­tus, son­dern mehr nach dem Muster ein­er bere­its verurteil­ten Krim­inellen. Aus diesem Vor­gang gibt es   viel mehr zu ler­nen als der Boule­vard uns weis­machen möchte.

Kurz zur Vorgeschichte. Der Kon­sulin wurde vorge­wor­fen bei den Visa-Angaben ein­er aus Indi­en stam­menden Bedi­en­steten falsche Angaben gemacht zu haben. Darüber hin­aus soll sie ihrer so importierten Angestell­ten, ent­ge­gen dem in Ameri­ka gel­tenden Regelun­gen, nur einen Stun­den­lohn von 4 Dol­lar die Stunde bezahlt haben. Allein Let­zteres ist in den USA eine Straftat, die mit bis zu zehn Jahren Gefäng­nis hon­ori­ert wer­den kann. Aus diesem Anlass wurde sie ver­haftet, just als sie ihre Tochter zur Schule brachte, wom­it das Dra­ma dann seinen Lauf nahm.

Wenig zim­per­lich wur­den ihr zunächst ganz ordinäre Hand­schellen angelegt. Auf diese Art und Weise, recht gut gesichert, wurde sie aufs näch­ste Revi­er expe­diert. Jet­zt musste man sie natür­lich noch unter Ver­schluss nehmen, um den erhobe­nen Vor­wür­fen auch in aller Ruhe nachge­hen zu kön­nen. Da man aber ger­ade kein standes­gemäßes Etab­lisse­ment für die Diplo­matin zur Ver­fü­gung hat­te, musste sie in ein­er Gemein­schaft­szelle mit eini­gen Dro­genkrim­inellen unterge­bracht wer­den. Da natür­lich größte Gefahr bestand, dass die Diplo­matin dort Dro­gen infil­tri­eren kön­nte, musste sie bis in die Tiefe inspiziert wer­den.

Nach amerikanis­chem Selb­stver­ständ­nis bein­hal­tet diese Form der Son­der­be­hand­lung eine inten­sive Anal- und Vagi­nalschau, denn man kann ja nie wis­sen was auf diese niederträchtige Art und Weise alles eingeschleppt wer­den kön­nte. Ger­ade Diplo­mat­en sind ja dafür bekan­nt, recht ver­schwiegen die Dinge zu trans­portieren. Natür­lich hätte die Diplo­matin täglich auf ihre Ver­haf­tung vor­bere­it­et sein müssen, dass weiß natür­lich auch die Polizei und Krim­inelle benutzen die angegebe­nen Lokalitäten gerne auch als Dauerver­steck für Dinge die sie lieber nicht ent­deckt wis­sen möcht­en … kann man doch in jedem anständi­gen Kri­mi schon ler­nen.

Sehen Sie sich das Bild der wun­der­schö­nen Diplo­matin noch ein­mal genau an. Völ­lig geschlecht­sun­ab­hängig, wer möchte dieser Schön­heit nicht ein­mal in die Karosse sehen, sie ganz ohne Hüllen genießen, natür­lich nur rein dien­stlich und ganz fernab ander­er Ambi­tio­nen, Gott bewahre. Davor ist ja schließlich auch noch das Gesetz welch­es die Schön­heit schützt und nie­mand kön­nte auch nur irgen­det­was unanständi­ges denken. Die amerikanis­chen Polizist/inn/en sind doch auch nur Auto­mat­en, ganz ohne Emo­tio­nen, wie es sich vor dem Gesetz gehört. Was bedeutet heute schon noch Intim­ität, Ehre und Würde? Sind das nicht Relik­te aus längst ver­gan­genen Zeit­en, wir doch alle heutzu­tage nur funk­tion­ieren müssen? Woher hät­ten die Amerikan­er auch wis­sen sollen, dass die Inder dies­bezüglich noch so rück­ständig sind und sich die ganze Geschichte jet­zt zu einem Skan­dal ausweit­en sollte?

Inzwis­chen ist die Diplo­mat­en auf Kau­tion frei gekom­men und nach Indi­en zurück­be­ordert wor­den. Die Amerikan­er reden da lieber von Flucht, damit das eigene Selb­stver­ständ­nis vom Polizeis­taat keinen Schaden lei­det. Nun, den Skan­dal kann sich jed­er selb­st aus­malen. Darüber hin­aus legt dieser Vor­gang aber einige Finessen an den Tag, die noch viel inter­es­san­ter sind als die ver­meintlich skan­dalöse Behand­lung der Diplo­matin neb­st anschließen­dem Eklat. Die Inder sind Übri­gens derzeit ger­ade damit beschäftigt, den Schutz der amerikanis­chen Vertre­tun­gen in Indi­en zu reduzieren und auch weit­ere Priv­i­legien dieser Bar­baren in ihrem Land art­gerecht zu reduzieren. Wer sich jet­zt mehr in die Details ver­tiefen möchte, der es mit dieser Mel­dung: “Nan­ny­gate” führte zu Stre­it zwis­chen Indi­en und USA [derStandard.at]gut berat­en, für den ver­tieften Blick geht es hier weit­er.

Ist ein Sonderstatus von Diplomaten noch zeitgemäß

Uns allen ist ja bekan­nt wie viel Wert ger­ade Ameri­ka auf die Gle­ich­heit der Men­schen legt, ins­beson­dere vor dem Gesetz. In diesem Fall hat man es auch ganz deut­lich demon­stri­ert und in die Tat umge­set­zt. Warum sollte man auf den diplo­ma­tis­chen Sta­tus — von wem auch immer — Rück­sicht nehmen, sind sie doch alle­samt eben­so krim­inelle Men­schen wie „du” und „ich“? Wichtig ist doch nur, dass dieser Sta­tus bei den amerikanis­chen Vertretern im Aus­land beachtet wird. Alle Men­schen auf diesem Plan­eten, mit Aus­nahme der selb­ster­nan­nten Welt­polizis­ten, sind offen­bar „Kaf­fer”. Soll­ten wir das nicht schon gel­ernt haben?

Fern­er scheint hier noch eine alte amerikanis­che Tra­di­tion durchzubrechen. Der über Jahrhun­derte erlernte Umgang mit Indi­an­ern. Woher hätte auch die New York­er Polizei wis­sen sollen, dass Indi­an­er und Inder zwei völ­lig ver­schiedene Dinge sind. Der alte Reflex gebi­etet es mit Indi­an­ern kurzen Prozess zu machen. Eine nuanciert­ere Herange­hensweise hätte einen erfol­gre­ichen Schulbe­such voraus­ge­set­zt, da ist es mit der alleini­gen Erler­nung des Polizei­jobs wohl nicht mehr getan. Die meis­ten der beteiligten Polizis­ten dürften ver­mut­lich nicht ein­mal wis­sen wo Indi­en auf der Land­karte zu suchen ist.

Generell wäre die Gle­ich­heit der Men­schen ja sehr zu begrüßen, wie auch die Abschaf­fung diplo­ma­tis­ch­er Son­der­rechte. Dies set­zt natür­lich voraus, dass auch die Amerikan­er die Men­schen aus anderen Nationen/Völkern als eben­so gle­ich­berechtigt behan­del­ten. Hier scheint es dem­nach erhe­bliche Defizite zu geben und das Kon­strukt der Gle­ich­heit muss bis dahin, wenig­stens unter Ein­beziehung der Amerikan­er, wohl vor­erst als nach­haltig gescheit­ert betra­chtet wer­den.

Was man noch daraus lernen kann

Wollte man diesen Vor­gang als Test­bal­lons ver­ste­hen, wenn auch unbe­ab­sichtigt, so hat Indi­en mit sein­er total­en Entrüs­tung über diesen Vor­gang bewiesen, dass der soziale Zusam­men­halt dort, unab­hängig vom Diplo­maten­sta­tus, offen­bar noch einen erhe­blich höheren Stel­len­wert hat als in Ameri­ka. Dass Indi­en eine der­ar­tige, an sich men­sche­nun­würdi­ge Behand­lung auch als das betra­chtet was sie nach alt­back­en­em Ver­ständ­nis auch ist: Ein Angriff auf die Per­sön­lichkeit und die Men­schen­würde. Selb­st der ver­meintlich uramerikanis­che Grund­satz, dass ein Men­sch so lange als unbescholten zu gel­ten hat, bis er recht­skräftig verurteilt ist, muss sich schon vor ger­aumer Zeit dort ver­ab­schiedet haben. Dieses Detail möge sich jed­er Ameri­ka-Besuch­er verge­gen­wär­ti­gen, bevor eine Reise dor­thin antritt.

Ameri­ka hinge­gen hat mit dieser Posse ein­drucksvoll unter Beweis gestellt wie sehr die Men­schen dort schon in der „Law and Order” Gesellschaft angekom­men sind. Nichts wird mehr hin­ter­fragt. Nur Gesetz und Befehl haben dort einen Wert. Alles weit­ere ist nur noch der Scheinanstrich und das Trug­bild ein­er ein­st­mals großen Ver­fas­sung, die zunehmend das Papi­er nicht mehr wert ist auf dem sie geschrieben ste­ht.

Der neue, nicht fassbare Rassismus

Wenn uns heute das Schlag­wort Ras­sis­mus begeg­net, denken wir automa­tisch an irgendwelche genetis­chen Merk­male. Bei genauer Betra­ch­tung sind diese natür­lich in Ameri­ka dur­chaus über­wun­den, wenig­stens der The­o­rie nach. Aber gle­ich sind die Men­schen deshalb trotz­dem nicht. Der neue Ras­sis­mus macht sich an ganz anderen Din­gen fest, die kaum zu greifen sind, aber auch diese Fak­toren spal­ten die Men­schheit.

Spielte früher die Haut­farbe noch eine Rolle, ist dies heute völ­lig egal, mit­spie­len kann jed­er der „inte­ger“ ist. Einziges Kri­teri­um ist „Macht“, die vorzugsweise heute nur noch über Geld und damit gekaufte Beziehun­gen aus­geübt wird. Das Kon­strukt ist intel­li­gent genug aufge­set­zt, als dass es kein nach außen hin wahrnehm­bares Gesicht zeigt. Ver­mut­lich funk­tion­iert es ger­ade deshalb so gut, weil nie­mand mehr für die nun entste­hen­den Missstände ver­ant­wortlich ist oder direkt ange­gan­gen wer­den kann. Der Appa­rat kann sich allzeit hin­ter Geset­zen, Verord­nun­gen und Regelun­gen ver­steck­en, die zunehmend auf recht selt­same Art und Weise entste­hen.

Densel­ben Trend kön­nen wir übri­gens auch hier in Europa sehr gut beobacht­en, sofern wir geneigt wären unsere Wahrnehmung dahinge­hend zu schär­fen. Einen Trend, hin zu ein­er gesicht­slosen Herrschaft. Hier sei nur an die vielfälti­gen Insti­tu­tio­nen des „Neuen Europa“ erin­nert. Ein Europa welch­es durch Kom­mis­sio­nen und Kom­mis­sare regiert wird, wohinge­gen das Europa­parla­ment eine reine Ablenkungsver­anstal­tung ist und auch die nationalen Par­la­mente ver­mehrt in Demokratie-Museen ver­wan­delt wer­den.

Die hier aufgezeigten Zusam­men­hänge, mit dem ein­gangs erwäh­n­ten amerikanisch-indis­chen Vagi­nal-Dra­ma, mögen vie­len Men­schen nicht ein­leucht­en. Nur ein schön­er klein­er Reißer für die Boule­vard­presse, nicht wahr. Wer wei­t­er­denkt ist ein Ver­schwörungs­the­o­retik­er! Genau davon lebt die neue Herrschaft. Von der Unfähigkeit der bre­it­en Masse, an diesen kleinen pikan­ten Sig­nalen die großen Verän­derun­gen noch kor­rekt able­sen zu kön­nen. Willkom­men in der „Schö­nen neuen Welt“. Und jet­zt schnell wieder die Glotze angeschal­tet, den Kopf fix zugemacht und mit etwas Glück kön­nten ja noch richtig schöne Nack­t­bilder von dieser adret­ten Diplo­matin dort fol­gen. Dann wären wir endlich alle dabei und nicht nur die New York­er Polizei … und unsere Kleinkari­ertheit haben wir damit auch gle­ich noch gerettet, puhh … nochmal gut­ge­gan­gen.

Nan­ny­gate, Vagi­nal-Dra­ma erschüt­tert indisch-amerikanis­che Diplo­matie
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

12 Kommentare

  1. Alltägliche, amerikanis­che Prax­is trifft auf Diplo­matin, macht es natür­lich nicht bess­er, aber mehr nervt mich in diesem Fall die Heuchelei indis­ch­er Poli­tik­er und Presse.

  2. Auch hier in Deutsch­land gibt viel zu viele Arbeit­ge­ber die ihren Angestell­ten viel zu geringe Löhne zahlen.
    Da kön­nte man doch mal nach­schauen, vagi­nal und anal meine ich, wo der fehlende Zaster abge­blieben ist.

  3. Auch unser all­ge­mein bekan­nte Lie­der­ma­ch­er und Sänger Udo Jür­gens ist doch unlängst auch mal im Ami Polizeik­nast gelandet, weil sein Pass nicht mehr die erforder­liche Laufzeit hat­te. Erst am Mon­tag darauf mit Öff­nung des Kon­sulats wurde er aus der Gemein­schaft­szelle unter den anderen Knack­is wieder befre­it.
    Ob man ihm auch eine rek­tale Son­der­be­hand­lung hat angedei­hen lassen, ist nicht an die Öffentlichkeit gedrun­gen.
    Er meinte nur, dass Ami­land für ihn zunächst ein­mal ein no go area ist.

  4. Na also… — der beste Weg ein­er übergestell­ten Recht­sor­d­nung mal intim hin­ter die fis­chi­gen Kiemen­lap­pen zu schauen… — Der Fisch stinkt… usw.

    Was wäre passiert wenn ein­er amerikanis­chen Botschaf­terin nachgewiesen wor­den wäre, dass sie (oder jemand aus ihrer Fam­i­lie) in Indi­en Klam­ot­ten gekauft hat, die durch “unter­bezahlte Kinder­ar­beit” pro­duziert wor­den ist…?

    Da US- Ambas­sadoren weltweit ihren Supern­im­bus Gerechtigkeit und soziales Agieren proklamieren, müsste sie sich die Hand­schellen selb­st anle­gen, sich ins stink­end­ste Guan(tanam)o- Ver­ließ stürzen, und sich selb­st in den fet­ten Arsch und ins “Fis­chmaul” schauen… — und “live” alles an qpress “twit­tern”.… ; )

    Ein sehr aufwendi­ges Ver­fahren von glob­aler Gle­ich­berech­ti­gung und so ist es praktischer/ effizien­ter wenn man sich aus diesem “gerecht­en Humankreis­lauf” aus nimmt und so tut als wäre man eine priv­i­legierte Rasse… — mit beson­deren und “glob­al ausweit­baren” Men­schen­recht­en… — Darf man so denken…?

    Ich finde diese kün­stliche Aufre­gung um so ein kon­sular­isches Flittchen ein­fach lächer­lich; da krieg ich Fal­ten am… — Ne, die hab ich schon. ; ) — Aber natür­lich ist mir das Schick­sal dieser Per­son nicht egal; aber genau solche Fälle braucht die Welt wohl, um zu erken­nen, wie viele Men­schen weltweit der behördlichen Willkür aus­ge­set­zt sind und kein “Weis­skopf­seeadler” danach kräht…

    Schö­nen Rest- Son­ntag (noch) in Frei­heit…

  5. Die Anhänger des Staats­gedankens, des Gegen­warts- wie des Zukun­ftsstaates, erleben zurzeit herbe Ent­täuschun­gen. Eine natür­liche Folge davon ist, dass vie­len, die sich nie Gedanken über den Inhalt des Staats­be­griffes gemacht hat­ten, der Staat nun zu ein­er Frage gewor­den ist. Und auf der Suche nach ein­er Antwort begin­nen sie den Staat in seinen einzel­nen Funk­tio­nen zu zer­legen und zu unter­suchen. Das Ergeb­nis solch­er Arbeit wirkt dann immer recht ernüchternd, indem der Staat sich dann als eine ein­fache Organ­i­sa­tion zur Sicherung gesellschaftlich­er Gewaltzustände ent­pup­pt, genetisch her­vorge­gan­gen aus Schwächege­fühlen der herrschen­den Gesellschaft. Nichts Großes find­et man im Staats­gedanken, nichts, was moralis­che Kräfte ruft, dafür aber vieles, was solche Kräfte abstößt und zer­stört. Und nach solchem Ein­blick hat man gewöhn­lich genug und lässt den oft lange, liebevoll gepflegten Staats­gedanken fall­en, um dann vor der neuen Frage zu ste­hen: Ist Akratie möglich?

    In der vor­liegen­den Schrift wird diese Frage bejaht. Die Anar­chis­ten hat­ten sie ja schon immer bejaht. Da sie aber für die anar­chis­che Gesellschaft­sor­d­nung, wie sie sich die Anar­chis­ten vorzustellen pfle­gen, mit ein­er großen Mehrheit weit­blick­ender Men­schen rech­nen müssen, indem hier sehr hoch auf altru­is­tis­chen Grund­mauern gebaut wird, kon­nte die Anar­chie keinen Glauben bei all denen find­en, die nüchter­nen Sinnes die Men­schen in ihren Haupt­trieben beobacht­en.

    Die Natür­liche Wirtschaft­sor­d­nung, wie ich sie als Voraus­set­zung für den Abbau des Staates fordere, stellt für ihren Bestand keine neuen Forderun­gen an den Men­schen. Sie ist vol­lkom­men unab­hängig von der kul­turellen Entwick­lung der Völk­er. Sie nimmt die Men­schen so, wie sie durch den lan­gen kap­i­tal­is­tis­chen Ausle­sevor­gang gezüchtet wur­den, ver­trackt, geschän­det, herun­tergewirtschaftet. Freilich, nach dem Satz, dass Men­sch und Umwelt sich wech­sel­seit­ig bee­in­flussen, wird der Men­sch durch die von ihm zu schaf­fende Natür­liche Wirtschaft­sor­d­nung sel­ber wieder in hohem Grade umgestal­tet wer­den; aber zum Bestand der akratis­chen Ord­nung ist es nicht nötig, dass solche Umgestal­tung des gestal­tenden Men­schen vorherge­he.

    So stark der Ein­fluss des Kap­i­tal­is­mus auf die Auslese gewe­sen ist (er ist so stark gewe­sen, dass man mit gutem Grund von ein­er heuti­gen kap­i­tal­is­tis­chen Rasse sprechen kann), so stark wird auch wieder die Natür­liche Wirtschaft­sor­d­nung die Auslese aus der Bahn der papier­nen Vor­rechte in die der ange­bore­nen, vererbungs­fähi­gen Vorzüge abdrän­gen. Es ist darum nicht aus­geschlossen, dass im Laufe der Jahrhun­derte der Men­sch wieder die Eigen­schaften annehmen wird, die zum Aus­bau eines Gemein­we­sens nötig sind, wie es sich viele unter den heuti­gen Anhängern des Staats­gedankens als Ide­al nebel­haft vorstellen. Jedoch wir haben nicht die Auf­gabe, den kün­fti­gen Geschlechtern Geset­ze vorzuschreiben. Für uns kommt es darauf an, wirtschaftliche Zustände und ein Gemein­we­sen zu schaf­fen, die auf die heuti­gen Men­schen zugeschnit­ten sind, die das Ich, das Fun­da­ment des Gemein­we­sens, wieder zu sein­er wahren Natur kom­men lassen. Was dieser Men­sch dann später tun wird, das ist seine Sache.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/12/der-abbau-des-staates.html

  6. zunächst ein­mal möchte ich fest­stellen das jenes bild das ver­wen­det wurde mas­siv nach­bear­beit­et wurde. ver­frem­dung ist kein­er wahrheit sach­di­en­lich.
    und die implizierten argu­mente “schöne men­schen sind schuldig . weil sie unschuldig sind”. KINDERKRAM. https://www.google.es/search?q=Devyani+Khobragade&client=opera&hs=wWz&channel=suggest&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=LYLYUqbTO8rY7AaplYDgDA&ved=0CAkQ_AUoAQ&biw=1356&bih=665

    sach­lich logisch geht anders und wenn daran wer inter­essiert ist dann nur raus damit.

    • Also Daniel … dann mal raus damit! Ich meine mit sach­lich logisch … was hier bei qpress nur bed­ingt das Maß der Dinge ist … dazu bitte an die BILD wen­den. Hier wird überze­ich­net (auch das Foto von der Tante), um den Gedankenkreis­lauf in Schwung zu hal­ten. Und manch­mal ist eine offen­sichtliche Ver­frem­dung der Wahrheit dien­lich­er als die unzäh­li­gen kleinen und unsicht­baren Manip­u­la­tio­nen, die nie­mand bemerkt und deshalb wider­spruch­s­los geschluckt wer­den … 😉 … wir wis­sen doch wie man richtig und unauf­fäl­lig manip­uliert … oder?

  7. Ich bin entrüstet…!!! — Ok, das ist rel­a­tiv sim­ple zu dem zu sehen, was hier mit der Ironie, Sarkas­mus und ein­er zu BILDen­den Mei­n­ung geschieht…

    WiKa’s Artikel hat denn welchen “sachdienlichen“Bezug…? — Ich ver­ste­he das mal in mein­er klein­bürg­er­lichen Annahme, dass einzelne Geschehnisse im poli­tis­chen Durcheinan­der den­noch ein­er gewis­sen Sorgfalt in direk­ter Ver­fol­gung und der “wirk­lichen Infor­ma­tion” gese­hen wer­den soll­ten…

    Wenn Dir das BILD zu denken gibt und Dir immer­hin aufge­fall­en ist, dass das evtl. nicht das ORIGINAL sein kann, hätte Dich nun welche Infor­ma­tion dazu bewe­gen kön­nen SACHLICH & LOGISCH auf den Artikel einzuge­hen…?

    Wie gesagt, die meis­ten hier sind, wohlge­merkt, “klein­bürg­er­liche BILDleser”, die sich­er auf die hochgeistige Diskus­sion warten die die Intellek­tuellen dann auch zu führen in der Lage sein soll­ten…

    Ich bin (unter anderem) Spezial­ist für Phys­iog­nomie und Kom­mu­nika­tion mit Kartof­feln… — und wenn ich mir deinen Link anschaue (vile BILDer) dieser sehr attrak­tiv­en Dame, fällt mir ein charak­ter­is­tis­ches Merk­mal “zwis­chen” ihren Augen auf, das ein recht klare Bedeu­tung hat. Kannst Du das erken­nen…?!

    Mein (Fehl-) Urteil zu dieser Dame würde nun laut­en:

    Für poli­tisch rep­re­sen­ta­tive Zwecke sicher­lich sehr geeignet, da sie optisch ein “reizvolles BILD” abgibt. Und dann müsste ich darüber spekulieren was nun ihre (außen­poli­tis­che) Auf­gabe sein kön­nte, in der sie so mas­siv “pen­etri­ert” und ange­gan­gen wor­den ist. In einem Rechtsstaat… — wohlge­merkt… — wo sie sich in unrecht­mäßiger Art einen “unmen­schlichen Vorteil” gegön­nt hat…

    Was war nun DEINE FRAGE… — BILDlich gedacht…? Nur raus damit…

  8. Der West­en führt seit etwa einem Jahr einen Medi­enkrieg gegen Indi­en, bei dem es um die massen­hafte Verge­wal­ti­gung indis­ch­er Frauen geht. Unter­stützt von west­lichen NGO organ­isierte sich eine gegen die indis­che Regierung gerichteten Protest­be­we­gung.
    Wie wir alle Wis­sen ist das inten­sive Bemühen des West­ens um Men­schen­rechte meist mit einem Regime-Change ver­bun­den.
    Dies hat die indis­che Regierung begrif­f­en und schlägt nun pro­pa­gan­dis­tisch zurück. Die schöne “unschuldige” Diplo­mat­en-Gat­tin wird unsit­tlich von US-Biest begafft und betatscht.
    Kein­er Seite geht es um Frauen, geschweige denn um Men­schen­rechte, es geht um Volksver­het­zung, auf der einen wie der anderen Seite.
    Hier ein guter Artikel zu den Verge­wal­ti­gun­gen in Indi­en, die sta­tis­tisch gese­hen geringer aus­fall­en als in Deutsch­land. Wobei zu bedenken ist, dass die Dunkelz­if­fer in allen Län­dern extrem hoch ist.
    http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/volksverdummung/5108-in-deutschland-werden-mehr-frauen-vergewaltigt-als-in-indien.html

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