600 Mrd. Dollar für Mord und Totschlag, USA bestehen auf rechtsfreie Räume

Big Wonderland: Eigentlich ist es ja reine Formsache, sämtliche politische Instanzen (Club der Millionäre, gilt für Senat und Kongress) waren sich in den USA in dieser Sache mal wieder einig. Auch für das kommende Jahr 2015 soll der drittgrößte Brocken des US-amerikanischen Haushalts in Mord und Totschlag investiert werden. Um es etwas unverfänglicher zu deklarieren, nennt man solche Positionen natürlich „Verteidigungsetat“, das ist weltweit geübte Praxis und insoweit stehen die USA damit gar nicht so alleine da, nur in der Dimension dieses Budgets sind sie einmalig und führend. Die gesamte Restwelt zusammengenommen schafft diesen Betrag für denselben Zweck nicht. Dass man auch mit Verteidigungswaffen angreifen kann, muss in diesem Zusammenhang nicht jedermann extra auf die Nase gebunden werden, im Zweifel gilt so etwas als militärisches Geheimnis.

Zappa, Frank Politik militärischer KomplexGenerell gilt es den friedliebenden Charakter der USA besonders herauszuarbeiten und mit 600 Mrd. Dollar kann man schon allerhand in Szene setzen, beispielsweise so eine Art Friedensfestspiele oder Weltfriedenstour veranstalten. Nicht einmal Hollywood dürfte über ein vergleichbares Budget verfügen, obgleich von dort aus seit Ewigkeiten Krieg gegen jedweden gesunden Menschenverstand geführt wird.

Frank Zappa wusste schon sein Verslein dazu aufzusagen, sprich darüber zu referieren in welchem Kontext die Politik zum militärisch-industriellen Komplex zu sehen ist. Als Mann des Unterhaltungsgeschäfts hat ihm das keine Probleme bereitet. Auch der hiesigen Presse ist der enorme Geldbetrag einmal wieder eine Randnotiz wert: Knapp 600 Milliarden Dollar für US-Verteidigung[Der Standard] und wer den vertieften Blick in diese Position benötigt, kann sich hier noch ein wenig schlauer machen: Military budget of the United States[Wikipedia EN], aus dem Artikel stammt auch die Grafik des Folgeabsatzes.

Neben der Dimension dieses monströsen Rüstungsetats stechen dort andere Merkmale sehr ins Auge. So sei auf die Zusammensetzung angespielt, die sich im Verlauf der Jahrzehnte beträchtlich gewandelt hat. Ganz im Sinne der Investoren, gibt es hier eine Verlagerung auf die Kriegsdividende (Zinszahlungen). Dieser Umstand deutet scharf darauf hin das wohl schon länger Krieg auf Pump geführt wird. Rund ein Drittel des Etats geht inzwischen für Zinszahlungen drauf, denn nur so rentiert sich Krieg auch in Friedenszeiten für Banken und Anleger. Die rechts beigefügte Grafik spiegelt den inflationsbereinigten Aufteilungsverlauf des Etats über die letzten Jahrzehnte. Ebenso bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Ausgaben für das eigentliche Militär, trotz der enormen Steigerungen über die Zeit relativ konstant geblieben sind. Ein Indiz dafür dass es genügend Interessengruppen gibt die an dieser Position partizipieren möchten, was die These Zappas nur weiter untermauert.

Darüber hinaus gibt es noch unzählige Schattenetats von denen am Rande immer mal wieder die Rede ist, die so geheim sind, dass die Vermutung nahe liegt, dass auch sie überwiegend dem Thema Mord und Totschlag gewidmet sind. Sonst müsste man ja kein derartiges Gewese darum machen. Gerade die schwarzen Etats bieten noch mehr Spielraum für rechtsfreie Räume, wenn man die inzwischen offenbarte Folter schon nicht aus den regulären Geldern bestritten haben will.

Manch bösartige Botschaft wird uns aber Ganz unvermittelt und sehr direkt in Form der Haushaltsgesetze mit untergejubelt. So auch bei dem letzten, hier erwähnten Haushaltsgesetz 2015. Darin ist unter anderem festgeschrieben, dass es auch in nächster Zukunft keine Schließung von Guantanamo geben wird. Wollte man dem aktuellen Präsidenten, Barack Obama, in dieser Sache Glauben schenken, was natürlich niemand mehr ernsthaft in Erwägung zieht, war es ihm seit seinem Amtsantritt eine Herzensangelegenheit diese Bude zu schließen.

Camp_x-ray_detaineesWir können daraus ableiten, wie wichtig den USA ihre rechtsfreien Räume sind, wie viel Geld sie bereit sind dafür in die Hand zu nehmen um Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in anderen Teilen dieser Welt zu suspendieren. Vermutlich ist dies ihrer Erkenntnis geschuldet, dass es noch erheblich teurer kommen könnte,  würde man beispielsweise die Gefangenen von Guantanamo[Wikipedia] auf amerikanischen Boden verlegen (Im Bild ein Idyll von dort, was nach Auskunft des Militärs die dort freiwillig Meditierenden in Kontemplationsausrüstung zeigt). Natürlich lässt es sich unter solchen Bedingungen auch viel besser mit Menschenleben spielen/experimentieren, was ansonsten ein bitteres Nachspiel haben könnte. Dann müsste man den Gefangenen auch amerikanisches Recht zubilligen und genau das möchte man unter größten Anstrengungen vermeiden.

Freuen wir uns gemeinsam mit unseren amerikanischen Freunden über das Gelingen dieses Geniestreichs, halten in hündischer Treue auch weiterhin das Maul gegenüber dem US-Herrchen. Winken dazu freudig erregt den derzeit noch 130 Gefangenen von Guantanamo aus Deutschland zu, in dem unverbrüchlichen Wissen, dass diese Menschen gerade das teuerste UNrecht der Welt genießen, zu allem Überfluss auch noch im teuersten rechtsfreien Raum der uns bekannt ist.

600 Mrd. Dollar für Mord und Totschlag, USA bestehen auf rechtsfreie Räume
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5 Kommentare zu 600 Mrd. Dollar für Mord und Totschlag, USA bestehen auf rechtsfreie Räume

  1. Ob dieser Militärisch-Industrielle Komplex überhaupt noch zu kontrolieren ist. Er macht inzwischen was er will? Oder gab es doch schon immer wieder ein paar “Abwehrschlachten”, die dazu führten, dass Syrien noch keine “schützende” Flugverbotszone erhielt, es keine false flag Aktion durch Versenken des schrottreifen, ältesten Flugzeugträgers der USA vor Iran gab, es keine Kriegserklärung gegen Russland gab, weil die Menschen den Abschuss der Fliegers in der Ukraine nicht als Tat Russlands erkennen wollten …?

    Spannende Zeiten …

  2. Man sollte diesen Leuten einfach den Geldhan abdrehen.
    Aufgrund der Finanziellen Situation (weltweite Finanzblasen) ist zu hoffen, dass sich das vorherrschnde System bald selbst zerstört hat.
    Solange die Finanzmafia am Ruder ist und die Europäischen Vassallenstaaten ihre Höhrigkeit den angloamerikanischen System weiterhin fröhnen wird das Volk ausgebeutet und versklavt und das Weltweit. Die Diktatur der Finanzoligarchen führt zu Krieg, Vereledung und unbeschreiblichem Leid auf dier Welt.
    Herrschft ist der Feind jeglicher Demokratie und Freiheit.

  3. “Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.”

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,22)

    Seit er “aus dem Paradies vertrieben” wurde – d. h. die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft (Paradies) und Privatkapitalismus (Erbsünde) verloren hat – will also der Mensch den “großen Investor” spielen. Darum wurde die Natürliche Wirtschaftsordnung (freie, d. h. monopolfreie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft), in der allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich werden,…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

    …bis heute nicht verwirklicht. Alle, die sich für “sozial” halten, sind Staatskapitalisten und alle, die sich “liberal” glauben, sind Privatkapitalisten. Darin erschöpft sich das ganze Denken (falls man es so nennen darf) der politischen Seifenoper des 21. Jahrhunderts.

    Der denkende Mensch muss begreifen, dass in einer “repräsentativen Demokratie” einer noch immer religiös verblendeten Gesellschaft die “hohe Politik” keinen eigenen Willen hat, sondern gänzlich unbewusst lediglich auf Symptome reagiert. Während in der (halbwegs) freien Wirtschaft Beschäftigte sich durchaus schon vor dem Jüngsten Tag aus der religiösen Verblendung befreien können, sind Politiker dazu nicht fähig, weil die “Mutter aller Zivilisationsprobleme” ihre Existenzgrundlage bildet. Politiker wären nicht in der “Position”, in der sie sich befinden, könnten sie auch nur ansatzweise in die richtige Richtung denken!

    Noch dümmer als die Politiker sind nur noch die Priester, die schon lange nicht mehr wissen, was sie tun, nämlich nichts anderes als das Ausblenden der Erbsünde aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes. Bevor das Wissen zur Verfügung stand, wie die Erbsünde zu überwinden ist, war das auch notwendig, denn anderenfalls hätte sich die halbwegs zivilisierte Menschheit gar nicht erst auf die Geldbenutzung eingelassen oder sie spätestens mit dem Untergang des Römischen Reiches wieder aufgegeben. Für die Zinsgeldbenutzung ist ein ausreichendes Maß an kollektivem Wahnsinn erforderlich, welches nach dem Untergang der Antike von der “heiligen katholischen Kirche” (stellvertretend für alles, was sich heute “christlich” nennt) zur Verfügung gestellt wurde:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/eigennutz-und-gemeinnutz.html

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  3. News 13.12. 2014 |

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