Zentrum für politische Schönheit & die Merkel-Poller

Ist das Kunst oder kann das weg?

Zentrum für politische Schönheit & die Merkel-Poller
Foto K. Weisser – eig. Werk, CC BY-SA 2.0 de, Link

Bad Ballerburg: Im Rahmen einer ganz tollen Kunstaktion besorgt es das “Zentrum für politische Schönheit” dem Bernd Höcke gerade mal so richtig nach Strich und Faden. Man könnte meinen, der Verein wollte den Höcke so richtig in den Senkel stellen … so ist es auch. Ein Nümmerchen mit Methoden, die sonst nur in gesetzwidriger Weise der Verfassungsschutz anwendet. Wir kennen das mit den Straftaten der V-Leute, ohne die man bestimmte anvisierte Ziele politischer Arbeit von Staatswegen nicht auf die Reihe brächte.

Das Zentrum für politische Schönheit möchte diese Methoden nun kunstvoll kultivieren und erwartet neben Lob auch noch reichlich Spendengelder dafür, nach dem Motto: “Kauf dem Höcke einen Betonklotz“. So wertvoll man diese Erziehungsarbeit des Vereins an Bernd Höcke auch einschätzen mag, bleiben damit womöglich allerhand Rechtsnormen auf der Strecke. Derzeit sind noch ganz andere Mahnmale en vogue. Aber wenn man von der “richtigen Seite” ist, sollte auch das generell kein Problem darstellen. Wenn man allerdings Unrecht oder vermutetes Unrecht oder eine unanständige Meinung mit solchen kunstvollen Mitteln bekämpfen will, wie weit haben wir es dann in dieser Bananenrepublik gebracht? Soweit wie der zu Schmähende?

Die Details zu dem Höcke-Beton-Höcker-Projekt kann man sich bei dem Verein auch direkt ansehen: Bau das Holocaust Mahnmal direkt vor Höckes Haus[Zentrum für politische Schönheit]. Stellen sie sich vor, der Faschismus steht wieder mal vor der Tür, gähn. Nein, keine Sorge ausnahmsweise mal nicht der mit Höcke(rn), heute eher der mit einem Anti davor. Immerhin darf der nahezu alles, wie einstmals der ohne das “Anti” davor. Aber lassen wir das, da brauchen wir nur den beiden Seiten zuschauen, um festzustellen wie das wirklich funktioniert.

Zu Adolfs Zeiten gab es reichlich Claqueure, besonders die Medien, die dem faschistischen Fortschritt richtig in die Schuhe halfen. Die wollen heute davon natürlich nichts wissen und sollen damals vollständig unter Druck gestanden haben. Tatsächlich? Heute ist es dasselbe. Die Presse steht immer noch unter Druck, diesmal nicht unter dem von Adolf, Göring und Konsorten, sondern unter dem des Aktionärs-Geldes. Und infolgedessen sind die Lobreden auf die bislang durchgezogenen Aktionen dieses Vereins für politische Schönheit ellenlang. Scrollt man auf der verlinkten Seite bis nach unten, kommt die Position Presse. Ein wunderschönes Stelldichein des pressefreiheitlichen “Who’s Who“.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Irgendwie muss sich doch noch erheblich mehr mit diesen wunderschönen Beton-Stelen anstellen lassen, als die ausgerechnet nur dem Höcke vor die Hütte zu stellen. Ist dem Verein hier die Kreativität ausgegangen? Angesichts der bösen Zeit in der wir “gut und gerne in Deutschland sterben“, wegen der zunehmenden Terrorgefahr, könnte man die massenhaft vorhandenen Betonklötzchen doch wenigstens zu Weihnachten einmal völkerverständigend positionieren. Machen wir daraus einfach Merkel- oder CDU-Gedenk-Stelen. Ein bisschen Multifunktionalität zu Multikulti sollte doch wohl drin sein. Die könnten wir wunderbar vor allen Weihnachtsmärkten auffahren.

Zentrum für politische Schönheit & die Merkel-Poller
Foto: Erkaha – Eig. Werk, CC-BY-SA 4.0

Das ist doch erheblich sinnvoller und vor allem ein nachvollziehbares und allen Bürgern verständliches Kunstprojekt. Ganz ohne die rechtlichen Fallstricke, die sich aus einem privaten Verfassungsschutz ergeben, für den sich der Verein “kunstvoll” hält. Dazu auch noch sehr viel kostenschonender. Können wir doch alle rechnen! Da dürfen wir uns diese massenhaften Billig-Merkel-Poller sparen und richtig Qualität auffahren, wenn auch nur leihweise aus Berlin Mitte.

Abgesehen davon könnte man somit auf jedem Weihnachtsmarkt konfessionsübergreifend dem Horror gedenken. Damit ist das An- und Gedenken viel breiter als auch viel universeller aufgestellt, ein Ansinnen für das diese Poller doch stehen. Ob dem Zentrum für politische Schönheit das nicht spektakulär genug war? Sie hätten dabei jeden Leih-Poller mit einem Höcke-Portrait versehen können. Das erst wäre eine Gaudi geworden. Schade, eine solche Verwendung wäre in jedem Fall kreativer gewesen, als ausgerechnet den Bernd Höcke, in der tiefsten Provinz, mit diesen Betonklötzen aufzuwerten. Ja, so macht man erst richtig einen Wallfahrtsort für die AfD.

Aber eines zeigt diese Aktion ganz besonders, die Spaltung der Gesellschaft geht in Riesenschritten voran und sie funktioniert. Und um jetzt den richtigen Mainstream-Tonfall zu treffen, muss man für das erlaubte Verständnis anfügen, dass daran natürlich nur Höcke nebst AfD Schuld sein können, gelle.

Zentrum für politische Schönheit & die Merkel-Poller
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

7 Kommentare

  1. Gut sichtbar für jeden Stein-Garten-Besucher sollte der Höcke auf seinem Grundstück ein großes Werbeplakat errichten, mit der Aufschrift:
    Teuschland verrecke
    Teuschland verrecke
    Teuschland verrecke

  2. Die Namensgebung ist immer so eine Sache, die sich von Vornherein auf etwas festlegt, was im Grunde aber überhaupt nicht der Aufgabe entspricht. Ein gutes Beispiel sind die Weisshelme in Syrien, die nichts zu tun haben mit den Blauhelmen der Uno, aber schon irgendwie in diese Richtung tendieren sollten. Da habe diese böse Buben aber vor laufenden Kameras einem syrischen Kind den Kopf abgeschnitten und sich erwischen lassen, wie sie ein Mitleidsfoto mit einem anderen Kind in Syrien fingiert hatten. Da leidet ein wenig die Glaubwürdigkeit und Schönheit.
    Betonsperren vor Höckes Haus aufzustellen, war vielleicht auch ein wenig verfrüht. Dabei hat sich die AfD in ihrem Programm als einzigste Partei für ein gutes Verhältnis zu Russland ausgesprochen und das ist eine klare Wehrkraftzersetzung, wo doch die Mutti ohne Kinder mit der Mutti mit sieben Kindern gerade an Russlands Grenze massiv aufmarschieren lässt. Der Höcke muss demzufolge ein Nazi sein und was Schönheit ist, legt selbstverständlich auch die Mutti selbst fest. Zusammengestellte Busse zur Verteidigung Al Quaidas sind zum Beispiel schön, Windkrafträder in unberührter Landschaft sind schön, Frauen ab 60 ohne Kinder sind schön, grüne Abgeordnete sind schön, usw.. Da könnte ja jeder kommen und behaupten, etwas wäre so schön blöd wie unsere Grünen.

  3. Was taugt eine Demokratie, wenn sie diverse eigene Propagandatruppen enterhält, um andere extrem zu diskreditieren?
    Und sogar die alternativen Medien versuchen sich im rhetorischen Geplänkel statt zu sagen, daß das eine sträfliche Verunglimpfung ist und am Ende ein Unrechtssystem stärkt.
    Nicht nur ich habe große Achtung vor Björn Höcke. Und seine Partei steht für Zusammenarbeit mit Russland.
    Offensichtlich stört das die ANTIFAS- also jeder der mit seinem Gewissen und mit seinem klaren verstand für Russland und gegen die verbrecherischen Amikriege ist- ist bei denen und den derzeitigen Entscheidungsträgern ein Nazi.
    So bin ich auch einer- als Frau- und das mit erhobenen Kopf!

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  1. Dr. Philipp Ruch – „Zentrum für politische Schönheit“ – agiert wie DER letzte Chef Nazi | fakeminr

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