Jesus Euro-Cent vs. Mammon Renditeziel

Jesus Euro-Cent Eurozeichen Zinseszins WucherLiebe Kinder, heute ist es mal wieder soweit. Jet­zt lernt ihr wie die schöne Welt des Geldes funk­tion­iert. Euren Alten brauchen wir mit so etwas gar nicht mehr zu kom­men, weil die doch alle noch an den Wei­h­nachts­mann glauben und dass das mit dem Geld ewig so weit­erge­ht. Fan­gen wir zunächst mit dem Ren­diteziel an. Das Ren­diteziel ist im Regelfall die Marke, die der Mam­mon seinen Getreuen steckt, um in sein­er Gun­st bleiben zu dür­fen. Seine Propheten, die Man­ag­er sind dabei befleißigt die Lat­te alljährlich aus Eigen­nutz noch ein wenig höher zu hän­gen und drangsalieren dafür ihr Fußvolk. Dro­hen die Dep­u­tate für den Mam­mon die gesteck­ten Ziele nicht zu erre­ichen, so zahlt die Belegschaft mit Knochen­mark aus kör­pereigen­em Fun­dus drauf. Reicht auch das nicht aus, dann wer­den die säu­mi­gen Untergebe­nen in 10.000er Bün­deln auf die Straße geset­zt und die Vor­gabe wird halt über die einges­parten Lohnkosten umge­set­zt. Dieser Vor­gang nen­nt sich auch „Vere­len­dung” „Vere­delung” des Humankap­i­tals und entspricht zutief­st religiösen Überzeu­gun­gen, die dem Men­schen dienen sollen sich zu bessern und nach stets höheren Werten zu streben.

Übri­gens: Das Wei­h­nachts­fest des Mam­mon fällt nicht mit dem des Erlösers zusam­men. Für Mam­mon ist jede Bilanz­pressekon­ferenz ein Wei­h­nachts­fest, jeden­falls wenn dabei die Über­erfül­lung der Ren­diteziele bekan­nt­gegeben wird … dann gibt es Über­fluss ohne Ende.

So liebe Kinder … und jet­zt richtig aufgepasst, ihr lernt hier jet­zt was fürs Leben, den eigentlichen Grund warum es über­haupt ein Ren­diteziel gibt und warum wir es ger­ade in dieser doch recht anges­pan­nten Zeit so drin­gend benöti­gen. Wenn ihr das Nach­fol­gende begrif­f­en habt, dann ist die Leere von der Wirtschaft für euch auch weit­er­hin ein Kinder­spiel:

Die Weihnachtsgeschichte

Vor rund 2010 Jahren, wurde der Jesus von Nazareth geboren, ein eher beschei­den­er Junge, denkt man an heutige Ren­diteziele. Aber gut, hier nimmt eben diese Geschichte ihren Anfang. Dieser son­der­bare Junge erhielt zu sein­er Geburt einen einzi­gen €-Cent geschenkt (für den Cas­par, Mel­chior und Balthasar nicht lange zu sparen braucht­en), der sogle­ich von Maria bei der Jerusale­mer Staats­bank (die dem Mam­mon gehört) zu einem Zins von 4% pro Jahr angelegt wurde (Sie wusste noch nicht, dass ihr Sprössling später ein­mal über ein Zinsver­bot sin­nieren sollte). Dieser Junge bekam es nun im zarten Alter von Mitte Dreißig mit dem Kreuz zu tun und ver­starb elend daran. Das ist nicht weit­er schlimm, weil ER die nach­fol­gende Zeit im Ely­si­um nutzte, um an sein­er Wiederge­burt zu feilen, die er für 2012 plant (uns auch als Wel­tun­ter­gang ver­traut). Er hat inzwis­chen selb­st anhand der fol­gen­den, recht sim­plen Zins­eszins­formel (0,01*1,04^2012) das Guthaben errech­net, welch­es er im Jahre 2012 sein Eigen nen­nen darf. Um die Wirtschaft­skrise auf der Erde nicht weit­er anzuheizen, will er ab diesem Zeit­punkt die Zins­frei­heit dieses Betrages verkün­den, zumal er sowieso keinen Bock auf die hier fäl­lige Abgel­tungss­teuer hat.

Da der Mam­mon diesen Betrag dem Jesus schuldet, ist der nun ein wenig in Ver­legen­heit und muss fürcht­en, dass dieser ihm 2012 die Insol­venz anmeldet, wenn er nicht berip­peln kann. Jet­zt hat der Mam­mon seinen treusten Acker(s)mann aus der BRDi­gung in die Spur geschickt, um das Prob­lem zu fix­en. Der hat nun einen so lächer­lichen Betrag als Spende bei unser­er Köni­gin Merkel einge­wor­ben, dass er diesen noch mit Aktionär­sasche vere­deln muss. Darüber hin­aus muss er den Betrag auch noch so anle­gen, dass Jesus irgend­wann seine Knete wiederkriegen kann. Um nicht unver­schämt zu wirken, hat er nun sein Ren­diteziel auf 25% pro Jahr begren­zt. Aber machen wir zunächst mal die Milch­mäd­chen­rech­nung, um das nötige Zahlenge­fühl zu bekom­men. Ihr wisst ja alle schon, was Nullen sind, sofern ihr schulisch gese­hen nicht gar welche seid.

Guthaben auf Jesus seinem Spar­buch
(0,01*1,04^2012) per 31.12.2012
= 186.671.780.195.903.741.573.201.482.440.228,93 €
Spende der Köni­gin
plus von Aktionären gepumptes Geld
= 1.000.000.000.000,00 €
Daraus wer­den bei 25% Ren­dite ohne Ent­nahme
in 209,18 Jahren (1.000.000.000.000*1,25^209,18)
= 186.911.714.427.779.778.988.196.512.409.012,76 €
Voila – und es bleibt noch ein Ver­rech­nungsrest
von immer­hin 0,0012837 % der Summe zur Höhe von
= 239.934.231.876.037.414.995.029.968.783,83 €
den Jesus nun unter seinen 6.000.000.000
Schäfchen gerecht verteilt, pro Nase also
= 39.989.038.646.006.235.832,50 €

Zur Verdeut­lichung, was der unaussprech­liche Betrag auf Jesus seinem Kon­to in Masse bedeutet: Teilt man den Betrag durch 20.000 Euro (angenommen­er Preis für ein Kilo Gold), dann bekommt man dafür 9.333.589.009.795.200.000.000.000 Ton­nen Gold, was bei ein­er Dichte von 19,3 ein Vol­u­men von 483.605.648.175.917 Kubikkilo­me­tern dieses edlen Stoffes aus­macht. Bei einem Radius der Erd­kugel von 6366 km (Umfang 40.000 km) hat diese mal ger­ade einen Rau­min­halt von 1.080.759.292.184 Kubikkilo­me­tern, mit anderen Worten, wir reden über rund 447 Erd­vol­u­men aus purem Gold.

Um aber die Milch­mäd­chen­rech­nung nicht aus den Augen zu ver­lieren, nehmen wir dieselbe Summe bei ein­er Dichte 1 und machen Milch­plan­eten zur Größe der Erde daraus, wo der Liter fik­tiv 1 Euro kostet, dann ergeben sich 172.722.808 Erd­vol­u­men aus fein­ster Vollmilch, was aber nicht der Grund ist, dass wir in der Milch­straße leben, die würde bei dieser Menge Milch das grobe Kotzen kriegen.

Sollte einem von euch jet­zt ger­ade in den Sinn gekom­men sein, dass das doch alles gar nicht funk­tion­ieren kann, dann seid ihr just dem gesun­den Men­schen­ver­stand erlegen. Ver­sucht es mal eurem Math­e­matik­lehrer zu erk­lären. Und die Moral von der Geschichte: Solche Wahrheit­en sind nor­maler­weise für euch eine Num­mer zu groß und vielle­icht set­zt ihr euch doch bess­er ganz schnell wieder vor die Glotze und seht euch dort die heile Welt an. Die ist nicht ganz so groß und passt ger­ade noch in euren Schädel, von den Mach­ern gut voraus­berech­net. Aber nun weit­er im Text.

Die Zukunft

Jet­zt, liebe Kinder wisst ihr, warum der Acker(s)mann eine Ren­dite von 25% braucht (und das ist angesichts der Ver­hält­nisse ja noch beschei­den), um dem Jesus in 209,18 Jahren den an sich bere­its 2012 fäl­lig wer­den­den Betrag zurück­zahlen zu kön­nen … immer­hin ist er damit um gut 1.800 Jahre schneller (das nen­nt man Fortschritt) als der beschei­dene Jesus, der sage und schreibe 2012 Jahre brauchte, um diesen Klecker­be­trag aus seinem popeli­gen €-Cent zu gener­ieren.

Ach ja, liebe Kinder, da ist ja noch was — dieser mar­ginale Abrech­nungsüber­schuss, den Jesus dann an seine Lieben verteilen will! Zu den Lieben gehörst natür­lich auch Du. Und wenn Ihr alle­samt bis dahin über­lebt, dann braucht Ihr auch kein Hartz IV mehr zu beantra­gen. Und so 39 Tril­lio­nen € sind ja schnell mal ver­zockt, also geht acht­sam, aber nicht geizig mit diesem göt­tlichen Erbe um.

Und wenn Ihr, aus welchem Grunde auch immer, diesem Acker(s)mann mit seinen Ren­ditezie­len nicht über den Weg traut, dann geht doch hin und bietet ihm an, dass er Euch bere­its heute mit läp­pis­chen 0,1% eures zu erwartenden Erbes abfind­en möge, aber Achtung, das sind dann nur noch 39.989.038.643.260.900 € (39 Bil­liar­den), und dann kön­nte es vielle­icht eng wer­den.

Und wenn sich die bei­den (der Jesus und der Mam­mon) nicht einig wer­den, dann gibts die Apoka­lypse und die wollen wir doch alle nicht. Jet­zt drückt mal dem Acker(s)mann die Dau­men, dass er diesen blö­den Job erfol­gre­ich zuende bringt. Wom­öglich müssen wir son­st alle in der Hölle schmoren. Und wenn Ihr kün­ftig einkaufen geht, dann seid bitte nicht allzu klein­lich, bei Euren rosi­gen Aus­sicht­en kommt es schließlich nicht auf die ein oder anderen „Peanuts” an, kapiert?

Und für die näch­ste Stunde schreibt Euch bitte mal fol­gende Fra­gen auf:

  1. Wer muss in diesem Zusam­men­hang was tun, damit der Acker(s)mann seine Prozente bekommt?
    Auf gut Deutsch … wer muss dafür schuften?
  2. Wie hoch war in dieser Geschichte der Anteil echt­en Geldes der nicht nur
    in der blanken The­o­rie auf Jesus seinem Spar­buch virtuell gewach­sen ist?
  3. Wenn wir Jesus nach bestem Wis­sen und Gewis­sen um sein Erspartes brin­gen wollen und ihm dafür alles auf diesem Plan­eten ver­füg­bare Gold (rund 200.000 Ton­nen) zu Füßen leg­en, um welchen Fak­tor müssen wir dann sein Guthaben abw­erten, damit wir schuld­be­freiend zahlen kön­nen und nicht in der Hölle lan­den?

Alternative Erlösungswege

Sehr groß ist die Auswahl alter­na­tiv­er Lösungswege nicht, will man das jet­zige Sys­tem nicht gefährden und dage­gen wehren sich zurecht all die Weni­gen die richtig was haben. Aber sehen wir mal näher hin, was sich unter diesen beschränk­ten Möglichkeit­en für ein Hand­lungsspek­trum ent­fal­tet:

  • Hyper­in­fla­tion: Das ist eine feine Sache, da malt man täglich nur eine zusät­zlich Null auf die Geld­scheine. Jet­zt kann sich jed­er aus­rech­nen wieviel Tage es dauert bis wir dem Jesus sein Geld zusam­men­hab­en und dann reichen wir ihm einen Lap­pen mit genü­gend Nullen und alles ist gut. Die Neben­wirkun­gen besprechen wir hier bess­er mal nicht, weil dann alle Men­schen sauer wer­den, schließlich sind dann all ihre Spar­büch­er, Lebensver­sicherun­gen und Renten aus­nahm­s­los im Eimer.
  • Währun­sgre­form: Da spart man sich eigentlich nur das Malen der Nullen auf die Scheine, indem man neue druckt, die die vie­len zu mal­en­den Nullen ein­fach eli­m­inieren. Das Ergeb­nis ist aber das­selbe wie zuvor, aber viel ner­ven­scho­nen­der und kann auch mal über Nacht passieren.
  • Weltkrieg: Das ist an sich immer die bevorzugte Lösung, weil dies viel mehr Vorteile hat. Erstens wird alles kaputtgeschla­gen, was für einen tatkräfti­gen und wirtschafts­fördern­den Wieder­auf­bau unab­d­ing­bare Voraus­set­zung ist. Zusät­zlich kann eine gehörige Por­tion überzäh­liges Humankap­i­tal gle­ich mit entwertet wer­den, was wohl der noch bedeu­ten­dere Vorteil ist, weil dieses son­st zu Ren­itenz neigt. Das schön­ste hier­an allerd­ings ist, dass nicht das Sys­tem Schuld war, son­dern der kriegslüsterne Men­sch, der immer wieder gegen seinen Nach­barn kämpfen muss, weil man ihm gesagt hat, es müsse so sein. So kann wenig­stens das Sys­tem völ­lig schuld­los über­leben, noch die Kriege finanzieren und daran einen guten Gewinn erzie­len und her­nach das Spiel-Casi­no für die kom­menden drei Gen­er­a­tio­nen wieder eröff­nen. So ist allen geholfen und alle sind wieder über viele lange Jahre glück­lich und zufrieden. Wir kön­nen erneut einen Sozial­staat auf­bauen, den wir dann in regelmäßi­gen Abstän­den zugun­sten der Hoch­fi­nanz auch wieder abwrack­en, schließlich will auch Bad Bank finanziert sein.

Die Königsklasse ist natür­lich wenn man alle drei Lösungswege fein säu­ber­lich kom­biniert, dass erst bringt richtig Spaß und das Kanonen­fut­ter kann den Führern der Welt zujubeln bevor es ans gewollte und straf­freie Mor­den für die Erret­tung der Welt geht. Also liebe Kinder, wenn dem­nächst wieder das Kriegs­geschrei los­bricht, dann het­zt fleißig mit, schließlich ist es für einen guten Zweck und das Kap­i­tal wird euch schon erk­lären, warum es gut ist für sel­biges zu ster­ben. Die nen­nen das dann Demokratie und Frei­heit und Men­schen­recht und Mei­n­ungs­frei­heit und ach was gibt es für schöne Namen dafür. Ist das nicht fein per­vers? Ihr müsst also immer nur das glauben, was euch die GEZahlt Sender da präsen­tieren, dann seid ihr echte Wel­tenbürg­er und voll cool, mit dem voll­ständi­gen Durch­blick. Und man wird euch „Nichts“ als die Wahrheit erzählen. So und jet­zt geht noch ein biss­chen trainieren, damit ihr dem bald erkan­nten Feind dann gut was auf die Mütze geben kön­nt – „DIE“ trainieren auch schon. Und den Jesus kön­nt ihr ruhig mal eine Weile vergessen, dieweil han­delt wie beschrieben und betet, dass der Mam­mon euch ein schönes Leben machen möchte, gelle. So ret­tet ihr das Sys­tem und seid ganz tolle Hechte. Bes­timmt ste­ht euer Name auch mal auf einem grandiosen Kriegerdenkmal, denn so dankt es das Sys­tem seinen Kindern.

Ja, liebe Kinder, ihr soll­tet auch nicht wirk­lich über andere Wege und Sys­teme nach­denken, die Allen auf diesem Plan­eten ein auskömm­lich­es Leben böten. Das ist Frev­el und Sünde! Dafür werdet ihr schließlich nicht bezahlt, das ist Sache unser­er Führer, Poli­tik­er und der Hoch­fi­nanz, die erwiesen­er­maßen stets bess­er wussten was für euch gut ist. Die Rechts-Schaf­fend­en machen sich dieweil die Erde unter­tan, wie es in der Bibel schon geschrieben ste­ht und euch dazu. Damit seid ihr, wie immer, gute Knechte Staats­di­ener. Ihr würdet mit eige­nen, ander­weit­i­gen Gedanken, so ehrbare Begriffe wie Konkur­ren­zkampf, Elite, Leis­tung, Sta­bil­ität und Sicher­heit entwürdi­gen und völ­lig in den Schmutz ziehen. Sowas bekommt dann schnell den „Hauch des Bösen“, dann kön­ntet ihr in Winde­seile zu Rev­o­lu­tionären oder gar Ter­ror­is­ten wer­den und das geht schon mal gar nicht, weil das jede frei­heitliche Grun­dord­nung unter­gräbt, die dazu da ist das Sys­tem zu schützen. Unsere weisen Führer haben selb­stver­ständlich schon erkan­nt, dass es fast 6 Mil­liar­den Ter­ror­is­ten auf diesem Plan­eten gibt und tre­f­fen ger­ade entsprechende Vorkehrun­gen, damit die nicht gefährlich wer­den kön­nen. Aber Du bist gut. Und weil das nun mal so ist, habt ihr gefäl­ligst diese Grundw­erte zu vertei­di­gen. Schließlich kön­nt ihr später ein­mal bei jed­er Wahl wieder ein bedeu­tungslos­es Kreuz machen, denn SIE tun ohne­hin nur ihr Bestes, um uns alle vor gefährlicheren Erken­nt­nis­sen zu beschützen, egal welchem Frak­tion­szwang sie dabei ger­ade in der Lob­by erliegen. Und weil die alle so schlau sind, müsst ihr „dran glauben“ … dass die alles richtig machen.

Fazit

Wenn ihr das jet­zt wirk­lich nachgerech­net und begrif­f­en habt, dann kön­nt ihr für eure Fol­ge­gen­er­a­tio­nen schon mal einen Cent zurück­le­gen. Dann wer­den es eure Nach­fahren sein, die damit das Uni­ver­sum kaufen. Sollte euch in eueren Vorstel­lun­gen immer noch was quälen, dass das so vielle­icht allein aus physikalis­chen Grün­den nicht funk­tion­ieren kann, trotz der kor­rek­ten Math­e­matik, dann habt ihr jet­zt ein Prob­lem. Dann müsst ihr näm­lich bessere Ideen entwick­eln als eure Alten, die dafür zu doof sind und ein­fach nur am Sys­tem kleben und darüber hin­aus das Maul nicht aufkriegen, aber für euch nur das Beste wollen. Diejeni­gen die schuld­haft und vorsät­zlich auf eine der drei ange­sproch­enen Erlö­sungswege set­zen, würde man nach men­schlichem Ermessen Ver­brech­er nen­nen. Da unser men­schlich­es Ermessen von heute aber genau­so kor­rumpiert ist wie das Sys­tem selb­st, nen­nen wir jene Men­schen lieber Ehren­män­ner, Experten, Fach­leute oder gar Wohltäter. Vielle­icht habt ihr ja bis zur näch­sten Stunde schon ein paar gute Ideen gesam­melt, wie man mit dem abzuse­hen­den Desaster noch anders umge­hen kann. Unsere Poli­tik­er sind da lei­der wie eure Eltern. Wenn es Prob­leme gibt, dann leg­en wir halt ein­fach einen Schein oben drauf, ist genau verkehrt und ver­schlim­mert die Sache nur, aber woher sollen die das auch wis­sen?

Ja liebe Kinder, so ist das wirk­liche Leben und alle die der Mam­mon liebt und die ihn lieben, wer­den euch mit 1.001er wis­senschaftlich wohl fundierten Exper­tise bele­gen, dass es mit ein biss­chen Infla­tion schon ewig so weit­erge­hen kann und sich alles gerecht aus­gle­icht. Nicht umson­st gibt es die „Wirtschaftswaisen“. Stimmt also alles, denn allein die Zins­d­if­ferenz (Han­del-ss-panne) zu welch­er der Mam­mon sein Geld beschafft (0,00% bis 4,00%) und es euch ver­lei­ht (4,00% bis 18,00%) ist weit größer als die hier the­o­retisch berech­neten 4%. Es geht also noch flot­ter und noch bess­er als es hier beschrieben ist. Jet­zt dürft ihr nochmals über­legen wer sich die Zins­d­if­ferenz ein­steckt. Also muss dieses Sys­tem doch „Goldrichtig“ sein, gelle.

Eso­ter­isch­er und Reli­gion­sh­in­weis: Wenn Du diesen Artikel oder Artikel­hin­weis als Link an 10 Dein­er Fre­unde inner­halb der näch­sten Stunde versend­est, dann wird Dich in den kom­menden 5 Tagen zwar kein tausend­fach­es Glück oder unheim­lich­er Reich­tum befall­en … es beste­ht aber eine gelinde Chance, dass einem von Deinen Kumpels ein Licht aufge­ht.

Jesus Euro-Cent vs. Mam­mon Ren­diteziel
225 Stim­men, 4.84 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (96% Ergeb­nis)
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

56 Kommentare

  1. hoi.

    schön­er artikel über ein rechen­beispiel, mit dem ich immer meine nach­hil­feschüler zum staunen bringe. (natür­lich ohne den ack­er­mann-schrumps, die zahl der erd-gold­kugeln reicht schon aus). im übri­gen steckt ein klein­er rechen­fehler drin. nach ihrer rech­nung han­delt es sich nicht um 447 erd­massen aus gold son­dern um 447 erd­vol­u­men aus gold. immer­hin haben sie ja vorher bei­de volu­mi­na aus­gerech­net und diese dann divi­diert. die erde hat aber nur eine durch­schnit­tliche dichte von rund 5 g/cm³ oder eben 5 t/km³. ergo brauchen wir schon knappe 4 erd­kugeln (vom vol­u­men her) um die masse aufzubrin­gen, die eine gold­kugel (bei gle­ich­er größe) hergibt. es han­delt sich in ihrem beispiel also um 447 erd­vol­u­men aus gold und rund 1700 erd­massen aus gold. …man muss ja das aus­maß unseres zins­eszinssys­tems nicht kün­stlich herun­ter­spie­len 😉
    a pro pos untertrei­bung … ich rechne das gerne mit 5% zin­sen, die man ja dur­chaus zwis­chen­zeitlich (lei­der nicht für 2012 jahre, son­dern eher für 0,5 — bis zur pleite eben) mal bei der kauph­t­ing-bank kassieren kon­nte. das ver-mil­liar­den­facht ihre zahlen dann durch die bank nochmal. äußerst erstaunlich, was das eine prozent da aus­machen kann. oder wie schon dr. house über das gewisse eine % zu sagen pflegte: “wenn ihre dna um einen prozent vom normw­ert abwe­ichen würde wären sie ein del­phin!”

    ahoi und lg,
    der prinz

    • Vie­len Dank für die über­aus kor­rek­ten Hin­weis … habe das mal auf Erd­vol­u­men statt Erd­massen im Artikel geän­dert, damit unsere Kinder beim Nachrech­nen keinen Schaden lei­den 🙂

    • ymmd. Mein Lieber, wenn du meinst dass ein Kubikkilo­me­ter “Erde” nur 5 Ton­nen wiegen, dann bist du für kom­plexere Gedankengänge aber nicht son­der­lich geeignet (das gilt auch für WiKa). Hof­fentlich war das mit der Nach­hil­fe gel­o­gen.

      • Na dann gib doch bitte mal Nach­hil­fe … dass ein km3 Erde bei ein­er Dichte von 5,515 dann 5,515*1000^3 Ton­nen also 5,515 Mrd. Ton­nen wiegt ist doch nix neues (auch wenn der Vorkom­men­ta­tor dort einen falschen wert angegeben hat, die Dichte war doch zutr­e­f­fend). Aus welchen Zahlen in dem obi­gen Rechen­werk willst Du denn die 5 Ton­nen pro km3 abgeleit­et haben? Die waren doch auch gar nicht Gegen­stand der Betra­ch­tung, son­dern das Vol­u­men in Gold bei ein­er Dichte von 19,3. Ich kann nicht drauf kom­men wo der Bock sein sollte … nicht dass Du hier Dichte und Ton­nen ver­buch­selt hast. Sollte wahrhaftig ein Fehler in den Berech­nung sein, so würde der mich echt inter­essieren, denn nichts ist schön­er als dazuzuler­nen. 🙂

  2. “Euren Alten brauchen wir mit so etwas gar nicht mehr zu kom­men, weil die doch alle noch an den Wei­h­nachts­mann glauben und dass das mit dem Geld ewig so weit­erge­ht.”

    Es gibt schon Alte und auch Junge,
    die dem Geld zweifel­nd gegenüber­ste­hen
    und neue Wege gesucht haben, siehe »> ###home.pages.at/goedhe/GOD_Deutsch/Zusammenarbeit/IQOAsD.html (Link entschärft, weil Fehler­mel­dung … WiKa 2014-01-28)

  3. Ein her­vor­ra­gen­der Text — beißend komisch, auf den Punkt. Ich habe bis vor einem Jahr VWL studiert und mit der Zeit immer mehr erkan­nt, dass es sich bei den Wirtschaftswis­senschaften um Werkzeuge des Sys­tems han­delt; hier dient nicht die Wis­senschaft dem Men­schen, son­dern ander­sherum. Zunehmend wird klar­er, was für ein per­vers­es Sys­tem das ist.
    Doch die wichtig­ste Frage für mich bleibt: Was tun?

    • Vie­len Dank für die Blu­men, da hat das Schreiben dann schon gle­ich dop­pelt Spaß gemacht. Zunächst gilt: ver­ste­hen und anderen Men­schen dies Wis­sen ver­mit­teln, damit fängt es an. Alter­na­tiv­en gibt es reich­lich. Im Kern geht es mein­er Mei­n­ung nach darum Geld wieder auss­chließlich an Arbeit zu kop­peln und eine Selb­stver­mehrung in den Hän­den Weniger effek­tiv zu ver­hin­dern. Es würde danach auch weit­er­hin Arme und Reiche geben, aber der allfäl­lige Zusam­men­bruch alle drei Gen­er­a­tio­nen kön­nte den Men­schen erspart bleiben und bei etwas umsichtiger Hand­habung eine ins­ge­samt gerechtere Verteilung und damit mehr Zufrieden­heit unter den Men­schen. Übri­gens, dann hat sich das VWL Studi­um aus­gezahlt, weil es mit ein­er zutr­e­f­fend­en, wenn auch nicht sys­temkon­for­men Erken­nt­nis endete … *g*

  4. Lei­der totaler Blödsinn. Denn 4% REAL! Zins bekommt nicht mal Jesus. Tat­säch­lich liegt der Realzins bei nahe 0% .Und die 4% schaf­fen sich auch nicht aus dem nichts, son­dern kom­men von Kred­it­nehmern, die am Ende immer Güter oder Dien­stleis­tun­gen schaf­fen müssen um die Zin­sen zu bezahlen. Das Geld­men­genwach­s­tum ist damit begren­zt. Die Zen­tral­bank kann zwar beliebig viel Geld Druck­en ist aber zumin­d­est in der Euro-Zone der Preis­niveausta­bil­ität verpflichtet, so dass neg­a­tive Effek­te aus­bleiben.

    Hungern und Frieren muss in Deutsch­land nie­mand. Armut ist rel­a­tiv, so entste­ht neid. Dieses “Sys­tem” abzuschaf­fen ist aus his­torisch­er Sicht an Dekadenz nicht zu über­bi­eten.

  5. Rech­nen wir mal etwas real­is­tis­ch­er mit einem Realzins von 0,5%. Dann hat Jesus heute 0,01*1,005^2012 = 225,8 € . Für ein Abend­mal reicht das alle­mal.

    • Sie haben in ihren Kom­mentaren ja schon den gesamten Artikel bestätigt. Set­zen sie doch ein­fach mal die 0,5% für die Banken, die sich entsprechend refi­nanzieren. Nur lei­der ver­lei­hen sie das Geld für 4–20% (Soll­ten sie Quellen wis­sen, wo der Ver­brauch­er zu 0–1% Kred­ite bekommt, dann wäre ein solch­er Tipp hier heiß begehrt). Sie haben auch in ihrer ersten Antwort schon zurecht beschrieben wer dafür arbeit­en muss. Und so wird in entsprechen­dem Umfang Geld ohne ende geschaf­fen und von unten nach oben verteilt.

      Die Sache mit den Geld­men­gen kön­nen sie ja an allen möglichen stellen im Inter­net nach­le­sen. Ich über­lege jet­zt wo mehr Blödsinn drin steckt. In dem Artikel, der bewusst polar­isiert und gut überze­ich­net oder in Ihren Kom­mentaren, die ver­suchen dieses nach­weis­liche Prob­lem zu rel­a­tivieren. Aber den­noch ganz her­zlichen Dank für Ihre Aus­führun­gen, denn nicht wenige Men­schen denken exakt wie Sie darüber. Um so wichtiger scheint es zu sein etwas daran zu rüt­teln.

  6. Auf der einen Seite erzählen Sie uns mit ihrer Überze­ich­nung das Wach­s­tum muss Begren­zt sein (was auch richtig ist), auf der anderen Seite jedoch leg­en sie ihrer Rech­nung zu Grunde, dass es gren­zen­los­es Wach­s­tum gibt. Sie ignori­eren, dass bei einem Überange­bot an Kap­i­tal nie­mand mehr bere­it sein wird für sel­biges zu bezahlen.

    Sie Philoso­phieren über das Sys­tem obwohl sie bloß die sozialen Unter­schiede stören. Dabei war der Wohl­stand in allen Schicht­en nie größer. Einziger Makel ist, dass die Welt­bevölkerung stärk­er wächst als Wirtschaft und Wohl­stand.

    “1 Wer muss in diesem Zusam­men­hang was tun, damit der Acker(s)mann seine Prozente bekommt?
    Auf gut Deutsch … wer muss dafür schuften?
    2 Wie hoch war in dieser Geschichte der Anteil echt­en Geldes der nicht nur
    in der blanken The­o­rie auf Jesus seinem Spar­buch virtuell gewach­sen ist?”
    Hier wieder­sprechen sie sich doch selb­st. Wächst das Geld nun von alleine oder Arbeit­et am Ende doch jemand dafür? Wie hoch nun Arbeit und Kap­i­tal “verzinst” wer­den regelt nun mal der Markt. Nie­mand wird zum Arbeit­en gezwun­gen und nie­mand wird gezwun­gen einen Kred­it zu nehmen.

    • Jet­zt lassen sie uns doch den Kreis schließen. Die Lösung ergibt sich aus den drei im Artikel skizzierten Wegen, die eben dieses unbe­gren­zte Wach­s­tum ver­hin­dern, daran führt eben lei­der kein Weg vor­bei.

      Ja, tat­säch­lich ist der Wohl­stand über die Schicht­en nach dem Krieg her­vor­ra­gend verteilt wor­den, weil es Arbeit ohne ende für alle gab. Und was machen wir jet­zt wo die Arbeit weniger wird? Da machen wir die Arbeit­skraft bil­liger. Sprich der Men­sch kann sich das Geld nicht mehr leis­ten. Aber das Geld wird für den Men­schen nicht bil­liger. Was machen wir also, wenn es sich in den Giftschränken der Banken den­noch wie skizziert ver­mehrt? Der Zins ken­nt keine Gnade. Wir ret­ten die Banken im Wege ein­er sozialen Auf­gabe. Hätte der Bürg­er genü­gend Kred­ite genom­men, dann wäre es ja auch nicht aufge­fall­en, wie über viele Jahrzehnte in Ameri­ka. (Um Ihr Argu­ment aufzu­greifen: Der Bürg­er wollte für das Überange­bot nicht mehr zahlen bzw. es abnehmen, er wurde jet­zt dazu verpflichtet dem Kap­i­tal den­noch den Trib­ut zu zollen, obgle­ich er nicht mal mehr den Nutzen daraus ziehen kann — siehe Banken­ret­tung als Gemein­schaft­sauf­gabe)

      Sie sehen, wir haben da gar keine unter­schiedliche Auf­fas­sung, allen­falls in den Details. Und jet­zt kom­men wir genau an den Punkt wo der Wohl­stand für die bre­ite Masse endet und sich nur noch für die Hoch­fi­nanz fort­set­zt, deren Papiere wir als Bürg­er über die Banken­ret­tun­gen sich­ern, damit diese keinen Schaden lei­den. Sparen müssen wir eben an Hartz IV, Bil­dung, Mil­itär, über­all — weil diese Aus­gaben ver­w­er­flich­er sind als edle Banken zu ret­ten, was allerd­ings genau der falsche Weg.

      Denn mit der Ret­tung der Banken haben wir das Prob­lem ein wenig hin­aus­geschoben, aber nicht aufge­hoben, son­dern schlim­mer gemacht. Weil wir damit weit­eres reines Geldwach­s­tum gefördert haben (expo­nen­tiell, wie skizziert) und nicht reale Arbeit beschafft haben, die nötig gewe­sen wäre. Und so forciert es die Umverteilung von unten nach oben, auch hierzu find­en sie genü­gend Quellen, dass seit der let­zten Krise die wohlhaben­den 10% in Deutsch­land gewon­nen haben und 90% haben ver­loren. Ich hoffe, dass es mir gelun­gen ist Ihnen darzustellen, dass sich ihre Auf­fas­sung nicht mit der über­zo­ge­nen Darstel­lung des Beitrages beißt. Selb­stver­ständlich liegen sie richtig damit, dass es in der Prax­is eben viel vinkuliert­er zuge­ht und nicht so krass direkt wie im Artikel beschrieben, aber am Ergeb­nis wird es wenig ändern, was wiederum sys­tem­be­d­ingt ist. Ja es ist schwierig es gän­zlich zu durch­blick­en, aber deshalb wird ja auch zur Ver­wirrung ein ganz­er Wis­senschaft­szweig vorgeschoben. Und soll­ten wir unsere Mei­n­ung hier nicht übere­in brin­gen, dann müssten wir die teil­weise bere­its sicht­baren Fak­ten sprechen lassen und die nahe Zukun­ft. Und nichts würde mich mehr erfreuen als wenn ich hier blanken Unsinn geschrieben hätte und Sie Recht behiel­ten, denn ich bin wahrlich nicht scharf auf solche Vorkomm­nisse. *g*

  7. “wir haben da gar keine unter­schiedliche Auf­fas­sung”
    Hier haben sie wahrschein­lich Recht.

    Ich ver­ste­he wohl nicht worauf sie hin­aus­wollen. Die “Erlö­sungswege” sind schlecht für die unteren 90% (zu denen ich freilich auch gehöre) und zu ver­hin­dern. Wenn man denn Krieg als unwahrschein­liche Vari­ante außen­vor lässt, muss man sich den­noch fra­gen um welchen Preis?
    Eine Antwort scheinen Sie mir auch nicht zu haben.

    Über die frei­heiltiche Demokratie möchte ich nicht ver­han­del. Zur sel­bi­gen gehört für mich nicht nur das recht auf Pri­vateigen­tum im all­ge­meinen son­der im speziellen auch auf pri­vat­en besitzt von Pro­duk­tion­s­mit­teln (Kap­i­tal­is­mus), denn sel­biger ist ohne zweifel Triebfed­er für Inno­va­tio­nen, die unser leben alles in allem doch angenehm machen.
    Man sollte sich immer darüber im klaren sein, dass die Medi­en das Gesellschaftliche Bild stark verz­er­ren. Unsere Wirtschaft beste­ht wed­er nur aus Großun­ternehmen noch nur aus Schwarzen Schafen.
    Bei ein­er kon­ser­v­a­tiv­en Wach­s­tumsstrate­gie wie in Europa seit jeher prak­tiziert, scheinen sich mir die Prob­leme jeden­falls von alleine zu lösen.

    • Jet­zt haben sie den Nagel auf den Kopf getrof­fen *g*, ich pflichte Ihnen völ­lig bei, dass kein­er der skizzierten Lösungswege für uns akzept­abel ist, nur lei­der inter­essiert dies die Hoch­fi­nanz nicht, die kämen auch mit ein­er Dik­tatur oder Schein­demokratie zurecht, denn sie kön­nen sich wie jet­zt auch alles kaufen was sie benöti­gen, bis hin zu den Geset­zen für die 90%, wie man an unser­er gut durch­dacht­en Lob­by-Indus­trie in Verbindung mit unser­er jet­zi­gen Regierung doch wun­der­bar erken­nen kann. Und sie gehen über Leichen, da es nicht ihre eige­nen sind.

      Erset­zen sie bitte noch Kap­i­tal­is­mus durch die Schaf­fen­skraft und die Leis­tungswilligkeit des Einzel­nen, dann sind sie dicht dran. Denn hier wer­den sich die Unter­schiede zwis­chen den Men­schen nicht weg­bügeln lassen. Es wird also immer arm und reich geben, nur müssen wir diesem Sys­tem einen Zahn ziehen, woge­gen es sich vehe­ment wehrt, den Zins und Zins­eszins. Geld sollte auss­chließlich an die Arbeit­skraft gekop­pelt sein, sich nicht von alleine ver­mehren kön­nen, dann würde es keine Super­re­ichen mehr geben son­dern nur noch rel­a­tiv Reiche.

      Und das wichtig­ste, die Geld­schöp­fung müsste eben nach diesen Reg­u­lar­ien allein beim Staat liegen und eben nicht wie jet­zt in Pri­vathän­den, siehe FED oder auch eben in Europa, für 0–1% Einkaufen und für 4–20% weit­er­verkaufen dür­fen. Die Banken machen hier keinen Nutzen son­dern besor­gen nur die beklagte Umverteilung. Und wenn schon ein Zins beste­hen bliebe, dann sollte nur noch die Gemein­schaft als Ver­lei­her auftreten dür­fen und die Zin­sen kön­nen als Ertrag wieder der Gemein­schaft zugute kom­men, denn auch der Sozial­staat und die Renten wollen bezahlt wer­den. Sich­er gäbe es noch reich­lich weit­ere Ideen und Ansätze. Alles andere kön­nte annäh­ernd so bleiben, aber damit kön­nten wir uns den zyk­lis­chen Zusam­men­bruch alle 3 Gen­er­a­tio­nen ers­paren und damit genau die skizzierten Hor­rorszenar­ien, die sich kein Men­sch wün­scht und den­noch wer­den wir in solche Engen getrieben, für noch mehr Prof­it und die Wieder­aufer­ste­hung des kaput­ten Sys­tems. Denken sie nur mal, dass der WK II auch nur den Zusam­men­bruch über­schat­tet hat. Nach­dem alles in Schutt und Asche gelegt war kon­nte man wun­der­bar das Rad von neuem anlaufen lassen, Schuld war der böse und kriegslüsterne Men­sch und nicht das Sys­tem … ste­ht so in den Geschichts­büch­ern. Auch wenn es Leute gibt die von Reli­gion nichts hal­ten, so finde ich es auf alle Fälle bemerkenswert, dass sowohl der Koran als auch die Bibel über ein Zinsver­bot referieren, hier scheint ein Quan­tum Weisheit dahin­terzusteck­en, welch­es zwar an den Stellen nicht näher aus­ge­führt ist, aber ich würde es mit den beschriebe­nen Erken­nt­nis­sen in Zusam­men­hang brin­gen wollen.

      Nur muss man sich let­ztlich solchen Dinge auch stellen wollen und sich nicht von den unzäh­li­gen Blend­granat­en irri­tieren lassen, die uns immer wieder das beste­hende Sys­tem als das „Non plus Ultra“ verkaufen wollen. Ich kön­nte mir vorstellen, dass wir jet­zt über­wiegende Einigkeit haben *g*.

    • Gel­ernt hab ich von dem Text auch nix… Was aber wahrschein­lich weniger am Text als vielmehr daran liegt dass ich ziem­lich besof­fen bin. Da ist es schon schw­er dem lan­gen roten Faden zu fol­gen. Ist ja aux­cgh kein ganz ein­fach­es The­ma. Ein­fach mor­gen noch mal pro­bieren.

  8. @Slobo & @Adomarc
    es gibt halt immer noch Leute die Denkanstöße nicht ver­ste­hen… tsts — und noch schlim­mer keinen Humor haben, den ohne den wäre die Welt in der wir leben nicht ertrag­bar
    Vg Cook­ie

  9. Ich hätte laut gelacht über die sarkastis­che For­mulierung dieses Textes wenn es nicht so punk­t­ge­nau die Lage dieser Erdeinzivil­i­sa­tion beschreiben würde. Allerd­ings bin ich der Überzeu­gung das es am Ende in den let­zten aller Kriege führen wird denn die momen­tane Sit­u­a­tion des Sys­tems ist die Vor­bere­itung. Wenn man genug an Infor­ma­tion aus Analy­sen, Prophezeiun­gen, Offen­barun­gen und den Geschehnis­sen des let­zten Jahrhun­derts zusam­men trägt und sich ein Gesamt­bild von allem macht dann erken­nt man das es in allen gefun­de­nen Infor­ma­tio­nen auf einen Punkt zusam­men läuft.

  10. Klein­er Rechen­fehler bei Nr 3:
    5g / qcm => 5kg / qdm => 5tonnen /qm
    und 5 Mil­lar­den Ton­nen pro Kubikkilo­me­ter!

    Zudem: der Kilo­preis vom Gold ist bere­its wesentlich gestiegen und bis Jesus sich sein Geld in Gold (ich rate allerd­ings zu Sil­ber) auszahlen lassen wird, ist er so hoch, dass er grad mal ein Grämm­chen bekommt und damit wird klar: das Sys­tem funk­tion­iert immer nur ein paar Jährchen, dann wird es neu ges­tartet.
    Hal­lelu­ja

  11. Hal­lo,

    in ihrer Rech­nung scheint ein Fehler zu sein. Der Ack­er­mann will nur 25% Ren­dite auf das EIGENKAPITAL der Deutschen Bank. Ich bezwei­fle das die Deutsche Bank ihre angenommene Bil­lion als Eigenkap­i­tal besitzt.

    Beispiel:
    500 Mil­lar­den Kun­den­gelder
    10 Mil­lar­den Eigenkap­i­tal

    2,5 Mil­lar­den braucht er um auf 25% zu kom­men, das macht aber nur 5% der gesamten Anlage­summe aus.

    Gruß
    Michael

    • Der Hin­weis ist zutr­e­f­fend, darum ging es aber nicht im eigentlichen, aber es lag so nahe den Ack­er­mann mit den leg­endären 25% (wen­ngle­ich auch nur Eigenkap­i­tal­ren­dite) hier beim Schopfe zu pack­en und zum Muster zu machen.

      „Spende der Köni­gin plus von Aktionären gepumptes Geld“ … dies zur Herkun­ft der Bil­lion oben im Text.

      Es ging mehr um den Ver­gle­ich und die Darstel­lung was Zins­eszins bedeutet und wie er wirkt. Dem Grunde nach also noch erschreck­ender, dass man die 25% nicht nur aufs Eigenkap­i­tal benötigt, wollte man ein das Rad zurück­drehen.

  12. Guten Tag zusam­men. Dank der Diplo­mar­beit => dem Video “Wie funk­tion­iert Geld” (Max von Bock => http://www.maxvonbock.de) sind die von Ihnen dargestell­ten Zusam­men­hänge seit Jahren ein­er bre­it­en Öffentlichkeit bekan­nt.
    Genau seit dem Jahr 2005.
    Die deutsche Stadt­planer­in Margrit Kennedy (aus Chem­nitz) hat bere­its 1987 ein Buch veröf­fentlicht, welch­es die mögliche Lösung skizziert: Margrit Kennedy/ Geld ohne Zin­sen und Infla­tion. Ein Tauschmit­tel, das jedem dient, ISBN 978–3‑442–12341‑4

    Im Prinzip geht es da um fol­gen­des: Geld ist ein “abstrak­tes” Tauschmit­tel ist welch­es anstelle von Waren getauscht wird.
    Also anstelle wie in der Steinzeit Waren mit Waren zu tauschen
    tauscht man heute Waren gegen Geld.
    Doch keine Ware behält ihren Wert oder wird gar wertvoller, je älter sie wird — ausgenom­men (Rot)Wein in den ersten Jahrzehn­ten.
    Ware verdirbt inner­halb kurz­er Zeit und ver­liert somit — über lang oder kurz — voll­ständig an Wert.
    Diese Eigen­schaft hat unser heutiges Geld nicht. Im Gegen­teil — es scheint als könne es immer mehr wert wer­den.
    Das ist ein Und­ing und darf eben nicht sein. Man kann Geld­w­erte in der Zukun­ft neg­a­tiv verzin­sen. Inner­halb eines Jahres muss das Geld wieder in Ware getauscht sein oder es wird mit 1% (einem Prozent) abgezinst.

    Zweit­ens: Kred­ite wer­den nur noch von Staats­banken gewährt. Und zwar zins­los. Die Geld­schöp­fung (Zen­tral­bank) wird von den Bürg­ern gewährt. Das muß in der heuti­gen Zeit weltweit glob­al­isiert und gle­ich­w­er­tig / gle­ich­berechtigt erfol­gen. Ein Afghane kann einen gle­ich hohen Kred­it aufnehmen wie ein Bürg­er aus New York, da keine Sicher­heit­en hin­ter­legt wer­den müssen.
    Kred­ite kön­nen nur für selb­st genutzte Gegen­stände, Waren und Dien­stleis­tun­gen aufgenom­men wer­den.

    Und schon funk­tion­iert es wieder das Spiel mit dem Geld… Denn durch meine Verbesserungsvorschläge kann kein Gläu­biger (Bank/Zentralbank) mehr vom Kred­itwe­sen prof­i­tieren son­dern nur noch der Kred­it­nehmer.

    Die Bürg­er dieser Erde haften/ bür­gen für alle Kred­ite — darum sagt man ja “Bürg­er” => die Wahrheit steckt schon lange im Namen. Nicht erst seit der Finanzkrise, mit Banken­ret­tung HRE usw. oder Ret­tung ganz­er Staat­en wie Grichen­land, Por­tu­gal, Irland, Spanien ist der Bürg­er let­z­tendlich der­jenige, der alles bezahlen soll — wie der Name schon sagt — seit Jahrhun­derten war nie etwas anderes beab­sichtigt.

    Meinetwe­gen kön­nen wir heute begin­nen.
    Die neue Währung lautet ukw

    wir-kaufen-Deutschland.de

  13. Abso­lut genial! Die beste Erk­lärung auch für Nicht-Wirtschaftswis­senschaftler, die ich in let­zter Zeit gele­sen habe. Weit­er so 🙂

  14. So ein­fach ist das. Genial ver­fasst — und zum Nach­denken ani­mierend.
    Aber wie enste­ht eigentlich Geld? Sim­ple Frage. Wer ken­nt die Antwort auf diese ein­fache Frage nicht? Wis­senstip:

    Wis­sen ist Macht 🙂

    • Wirk­lich nette Betra­ch­tung. Ist ein wenig so als wollte ich anhand eines Liter Wassers beweisen, dass Wass­er generell unge­fährlich ist. Wenn allerd­ings die Ozeane über meinem Haus zusam­men­brechen, dann lehrt uns die Erfahrung etwas anderes.

      Der Fehler in der ver­link­ten Betra­ch­tung dürfte fol­gen­der sein: Wenn die Arbeit­skraft aller Men­schen nicht mehr aus­re­icht um den Zins­di­enst zu erar­beit­en (sprich die Umverteilung vom der Arbeit zum Geld­sack), dann kippt das Sys­tem. Erfahrungs­gemäß so alle drei Gen­er­a­tio­nen. Bis dahin funk­tion­iert es schon, wie man sieht, nur eben nicht nach­haltig, ziem­lich ungerecht und schon gar nicht ewig *g*

      • Net­ter Ver­such, dein Kom­men­tar. Aber in der ver­link­ten Seite ist kein Fehler. Der Fehler liegt hier auf dieser Seite.

        Weil du so fest an den Jesus-Pfen­ning glaub­st, meinst du man bräuchte immer mehr Arbeit­skraft um den Zins­di­enst zu leis­ten. Dein Ergeb­nis fol­gt aus ein­er falschen Annahme.
        Wenn der Geld­sack nie­man­den mehr find­et, dem er sein Geld gewinnbrin­gend ver­lei­hen kann, dann kann er schlicht und ein­fach mit Kap­i­ta­lan­lage nichts mehr ver­di­enen.
        In der Prax­is ist es lei­der so, dass die Geld­säcke dann anfan­gen die Regierun­gen zu überre­den die Staatss­chulden immer weit­er nach oben zu treiben. Das Prob­lem sind die Regierun­gen mit ihren Staatss­chulden und nicht der Zins.

        • Du bist auf dem richti­gen Weg. Denn nichts anderes ist die kollek­tive Ver­schul­dung, da wo sich ein pri­vater keine Kred­ite mehr leis­ten kann oder will. Dann springt die Regierung ein mit den Ret­tungspaketen, damit die rel­e­van­ten Geld­säcke nicht umfall­en. Und das Prob­lem bleibt der Zins, gegen den jet­zt die Volk­swirtschaften nicht mehr anar­beit­en kön­nen.

          Hät­ten die Geld­säcke wenig­stens den Regierun­gen das Geld zins­los geliehen, dann hät­ten wir die Schulden­berge ja auch nicht. Nur soviel soziales Denken gibt es bei den Geld­säck­en nicht. Im Gegen­teil: Wack­elt eine Nation (PIIGS), dann lan­gen sie erst richtig hin und stran­gulieren durch erhöhte Zin­sen diese Natio­nen in Winde­seile. Du siehst, das Prob­lem ist immer noch der Zins, bess­er Zins­eszins. Was soll ich noch sagen? Jet­zt zu sagen, dass die Regierun­gen schuld sind ist doch zu kurz gegrif­f­en, denn die sind ja nicht die Ursache. Aber genau so denken es sich auch die Geld­säcke … lassen wir die Regierun­gen und Men­schen sel­ber schuld sein, dann kön­nen wir wenig­stens dass Kasi­no wieder für 3 Gen­er­a­tio­nen eröff­nen und kein­er ken­nt den eigentlichen Grund warum es immer crasht.

          • Nein, die Ret­tungspakete sind doch nur ein verzweifel­ter Ver­such das fehler­hafte Eurokon­strukt am Leben zu hal­ten. Das ist ein ganz anderes The­ma.

            Die Staatsver­schul­dun­gen waren immer schon das Prob­lem. Weil da Leute (Poli­tik­er) Geld aus­geben, dass ihnen nicht gehört und die Kred­ite aufnehmen, für die sie keine Ver­ant­wor­tung übernehmen müssen.

            Wenn eine Nation sich schon über­schuldet hat, müssen natür­lich die Zin­sen steigen (wegen dem Risiko). Diese Nation soll ja eben keine Kred­ite mehr aufnehmen. Die sollen Wertschöp­fung betreiben und keinen riesi­gen Bürokrate­nap­per­art mit Staatss­chulden auf­bauen. Die Bürokrat­en betreiben näm­lich keine Wertschöp­fung.
            Den Regierun­gen die Schuld zu geben ist nicht zu kurz gegrif­f­en, son­dern da trifft die Kri­tik genau den richti­gen.

            Die Poli­tik­er ver­suchen doch ger­ade den Ratin­ga­gen­turen die Schuld zu geben, damit sie sich sel­ber aus der Schußlin­ie brin­gen. Die Ratin­ga­gen­turen sind aber nur der Über­bringer der schlecht­en Botschaft. Die Ursache sind die Regierun­gen.

            Diese Zins­eszin­skri­tik ist ein­fältig. Die Kri­tik funk­tion­iert auch nur, wenn man andere Real­itäten aus­blendet. Real­itäten wie Infal­tion, Fehlin­vesti­tio­nen, Pleit­en.

  15. Lieber Hack­er­mann … fan­gen wir hin­ten an: Infla­tion soll einen Teil des sich selb­st ver­mehren­den Geldes in den Schranken hal­ten, tut sie aber am Ende nicht. Pleit­en und Fehlin­vesti­tio­nen sind deshalb so fol­gen­re­ich weil meist die Zin­sen nicht mehr für die Kred­ite erbracht wer­den kön­nen die dem zugrunde liegen, son­st wären viele Pleit­en und Fehlin­vesti­tio­nen ver­schmerzbar gewe­sen, der Zins besorgt den Rest.

    Siehe HRE, warum geht die Regierung hin und ret­tet so ein Pleite-Insti­tut? Weil es ange­blich sys­tem­rel­e­vant ist. Warum ist die HRE pleite? Weil die Zin­sen nicht mehr reinkom­men und die Schuld­ner pleite sind. Warum sind die Pleite? Weil die meist schon über ihre Ver­hält­nisse gelebt haben und die Zin­sen nicht mehr zahlen kön­nen. Warum kann Griechen­land beispiel­sweise die Zin­sen nicht mehr zahlen? Weil die Volk­swirtschaft dort nicht das Leis­tungsver­mö­gen hat wie beispiel­sweise die deutsche Volk­swirtschaft, aber die Preise diesel­ben sind. Hier ver­sucht man Pony und Ack­er­gaul in einem Ges­pann zu vere­inen (über den Euro). Die PIIGS jet­zt mit steigen­den Zin­sen zu Einsparun­gen und Pro­duk­tiv­ität drän­gen zu wollen ist der Glaube daran, der Esel könne unter Ein­satz der Peitsche und Verk­nap­pung des Fut­ters mehr leis­ten. Was macht der Esel wenn er sein Leben bedro­ht sieht? Er wird wild und unberechen­bar? Was machen wir dann? Wir erschießen ihn.

    Läge die Geld­schöp­fung und das Zin­srecht allein beim Staat, dann wäre dies auch kein Prob­lem, liegt sie aber nicht. Die Zen­tral­banken dienen als Feigen­blatt für die Geld­säcke, die sich dort ein wenig „fresh mon­ey“ für 0–2 Prozent abholen und dem lleinen mann oder gar den Stat­ten dann für 3–20% verkaufen. Die Zins­d­if­ferenz lan­det eben nicht bei den öffentlichen Banken, son­dern bei den Geld­ver­mehrung­sein­rich­tun­gen der Geld­säcke, den pri­vat­en Banken und verbleibt dort. Die nutzen sicher­lich die Zin­sein­nah­men dann als Eigenkap­i­tal um es erneut zu den zuvor beschriebe­nen Zinssätzen für sich arbeit­en zu lassen. Wo aber liegt hier im übri­gen der Wertzuwachs den die Banken pro­duzieren? Feld arbeit­et? Der ist gle­ich NULL, denn nur wenn ein Kred­it­nehmer vorhan­den ist und über seine Arbeit die Zin­srech­nung bezahlen kann, dann wird dessen Arbeit­sleis­tung auf diese Weise von den Geld­säck­en abgeschöpft … für „noth­ing“ im übri­gen, für erfun­denes Geld. Bitte dazu ein­mal die Ver­hält­nisse nach KWG der Banken zu den Zen­tral­banken analysieren. Eigenkap­i­tal X bedeutet fast zins­los Kred­it von der der Noten­bank zum Fak­tor Y (bin mir nicht sich­er, dürfte in etwa bei Fak­tor 18 liegen). Der Kred­it­nehmer zahlt also Zin­sen für „erfun­denes Geld“, arbeit­et hart dafür. Dies ist im übri­gen eines der Kern­prob­leme dieses Sys­tems, die Geld­schöp­fung an sich. Und so set­zt sich der Reigen fort.

    Ja und am Ende hat der Staat das­selbe Prob­lem wie der kleine Mann der keine Kred­ite mehr bekommt, weil sein Rat­ing im Arsch ist. Aber selb­st wenn die Staat­en sich geweigert hät­ten Geld von den Geld­säck­en für einen Zins zu lei­hen, dann wären wir heute auch nicht viel bess­er aufgestellt, dann wären ein­fach nur die Banken pleite, denn die Ret­tung der PIIGS ist nichts anderes als die pure Ret­tung der Banken. Hier träfe es schon wieder den kleinen Mann, denn mit der Pleite der Geld­säcke wären dann die Renten im Eimer, die Lebensver­sicherun­gen und welche papier­nen Luftschlöss­er haben die Banken Otto-Nor­mal-Verb-Rauch­er alle verkauft? Siehe Derivate aller Art, gebün­delte Schrot­thy­potheken etc. und andern Zer­ti­fikatescheiß ohne Sub­stanz. Warum machen die Banken das? Um die Arbeit­skraft der Men­schen in Form von Zins und Kaufkraft abzuschöpfen und das Geld zu mehren, dafür sind sie da und von ihren Eign­ern ein­gerichtet wor­den. Warum ret­tet in diesem Fall wieder die Regierung die Banken? Weil die Regierung weiß, dass wenn die Banken zusam­men­brechen und das Volk wieder mal enteignet wird … sel­biges auch böse wer­den kön­nte und auch der Riegierung aufs Dach steigt.

    Übri­gens, wenn kein­er mehr Geld lei­hen will, was machen die Geld­säcke dann? Richtig sie „hed­gen“, in Öl, in Lebens­mit­tel und Rohstoffe, machen die dann kün­stlich knapp und schöpfen dann über die gestiege­nen Preise das Geld wieder ab, oder sie lei­hen es ein­fach für einen üppi­gen Zins eben an jene Hedger aus. Hier heißt es dann ggf. nicht Zins, kommt aber am Ende auf das­selbe raus. Nochmal wenn dieses Zins­eszins-Ponzi-Sys­tem nicht gek­nackt wird, dann ist am Ende der Geschichte die absolute Mehrheit der Men­schen voll­ständig ver­sklavt. Damit es denen dann noch richtig gut gehen kann, brauchen wir jet­zt noch den ulti­ma­tiv­en Überwachungsstaat und die Wel­tregierung und eine einzige Weltwährung, damit das Geld nicht soviel Arbeit hat. Nen­nt sich dann Glob­al­isierung und der Men­sch wird per Bar­code noch vere­in­heitlicht damit man ihn im Ham­ster­rad noch iden­ti­fizieren kann, die Frei­heit­en des Men­schen müssen immer weit­er aus­ge­set­zt wer­den, um ihn vor sich selb­st zu schützen, ver­ständlich nicht war. Und genau diese Entwick­lung sehen wir ring­sherum, allerd­ings erzählt man uns nicht von diesen Men­schen, son­dern immer nur von Ter­ror­is­ten und ter­ror­is­tis­ch­er Bedro­hung, weil alles andere gegen die bish­erige Frei­heit­sor­d­nung nicht durch­set­zbar wäre. Aber mit genü­gend Angst und guten Grün­den kann man diese Präven­tio­nen schon mal umset­zen … halt ein X für ein U aus­geben, da machen die Medi­en gerne mit, sie wis­sen ja schließlich wer sie bezahlt.

    So bin jet­zt vielle­icht etwas über Ziel hin­aus … nur kann mir heute kein­er mehr plau­si­bel machen, dass dieses Sys­tem der Mehrheit der Men­schen dienen soll, tut es defin­i­tiv nicht und dies hängt unweiger­lich mit Zins, Zins­eszins, erfun­den­em Geld und dem expo­nen­tiellen Wach­s­tum des Geldes zusam­men, alle Sta­tis­tiken sprechen da dieselbe Sprache und weisen dies nach wenn man sie kor­rekt liest. Das Schuldgeldsys­tem hat aus­ge­di­ent, wenn die Mehrheit der Men­schen auf diesem Plan­eten halb­wegs friedlich mit ein­er ansatzweise gerecht­en Verteilung über­leben will (arm und reich wird es immer geben) … dass wiederum inter­essiert allerd­ings die Geld­säcke nicht, die sind so emo­tion­al und gefüh­lvoll wie ein Stein. Ich weiß das The­ma ist kom­plex und den ulti­ma­tiv­en Durch­blick zu bekom­men ist auch nicht ein­fach, aber Fehler weg zu reden find ich nicht gut.

    • Wun­der­schön geschrieben…

      Im prinzip endet ja alles bei M2 und M3, Bar­mit­tel, Sichtein­la­gen, und Co.

      Ich habe hier nur eine Frage hier wird von 0–2% Zin­sen für die Geldbeschaf­fung gesprochen, da habe ich gele­sen im Falle der EZB, das 2% Sicher­heit­sleis­tung gefordert sind bzw. bei Geldgeschöp­fungs­geschäften bis 2.000.000 eben eine Bear­beitungs­ge­bühr und son­st gar nichts — Diese Prax­is wird offen­bar dank mod­ern­er elek­tro­n­ish­er Bankman­age­ment Soft­ware so mas­siv angewen­det, das die 2% Sicher­heit­sleis­tung wohl eher als aus­nahme gel­ten.
      Aber wenn ich das richtig ver­ste­he, zahlt die Bank als der EZB das geschöpfte Geld irgend­wann wieder zurück und das verzinst zum Leitzinssatz?
      Und im Grund­satz kann man in der EU für schlappe 6 mio. EUR eine Bank grün­den, kann diese Bank dann auch in dem Rah­men Geld­schöp­fung betreiben?
      Ich habe auch noch so meine Prob­leme mir genau vorzustellen wann wo welch­es Geld wie lange und unter wessen Kon­trolle ver­füg­bar ist… Wann zahlt die Bank an die EZB zurück? Woher holt die Bank das Geld wom­it sie die Staat­san­lei­hen bezahlt/kauft die sie dann als Sicher­heit­sleis­tung bei der EZB hin­ter­legen? Warum sinkt der Amerikanis­che Staat­san­leiehen­zins wenn die Zahlung­sun­fähigkeit des Lan­des befürchtet wird und warum steigt er wenn das bei den Griechen befürchtet wird?
      Ist unser Geldsys­tem vielle­icht ein­fach zu flach gestrickt und es bräuchte ein­fach mehrere niveaus von geldsys­te­men? Regionale, Nationale, Glob­ale?

      • Puh … das ist aber eine Rei­he von Fra­gen. Ich ver­such es mal ein­fach zu hal­ten ohne in die ganz argen Details zu gehen. Wenn sich eine Geschäfts­bank sagen wir mal 1 Mrd. von der Zen­tral­bank abholt zu eben besagten 0–2% (nehmen wir mal an über 10 Jahre) und dieses Geld im Rah­men von Überziehungskred­iten und teuren Kon­sumentenkred­iten weit­er­ver­bim­melt, dann hat sie aus der geliehenen Mil­liarde (erfun­denes Geld) in den zehn Jahren gut 2 eigene Mil­liar­den durch Zins geschöpft. Diese nen­nt sie nun ihr Eigen und kann nach dem beschriebe­nen Ponzi-Sys­tem fröh­lich so weit­er­ma­chen und sich selb­stver­ständlich immer auch mal wieder frisches Geld dazu holen … bis sie eines Tages gerettet wer­den muss, weil kein­er mehr Kred­ite dort aufnehmen kann oder will. Hier springt jet­zt Gott sei Dank der Staat mit Ret­tungspaketen ein, damit die Geld­berge eben weit­er verzinst wer­den kön­nen, jet­zt muss der Bürg­er halt über die Steuern die Zin­sen begle­ichen, weil die Banken nicht ein­brechen dür­fen.

        Selb­stver­ständlich zahlt die Geschäfts­bank irgend­wann den Ini­tial­be­trag an die Zen­tral­bank zurück, der kann dann dort im Rah­men der Geld­men­gen­poli­tik wieder einge­stampft wer­den. Was die Zen­tral­bank son­st noch an Gebühren erhebt ver­mag ich nicht zu sagen, ist im Ver­hält­nis zu den inzwis­chen in den Geschäfts­banken wuch­ern­den Geld­men­gen auch uner­he­blich. Wichtig ist eben nur die Tar­nung und der offizielle Anstrich dieses Ponzi-Sys­tems über die ver­meintlich staatlichen Zen­tral­banken.

        Die geil­ste Num­mer und schön­stes Husaren­stück ist natür­lich, dass die Geschäfts­banken sich gegenüber dem Staat inzwis­chen als Sozial­hil­fead­el II mit der Ret­tung­spri­or­ität 1 verkaufen kon­nten, dass darf man wahrlich als Meis­ter­leis­tung beze­ich­nen … oder auch als Mis­chung aus Dro­hung und guter Lob­b­yarbeit. Und Ameri­ka hat ger­ade gezeigt AAA ist wichtiger als Men­schen­leben. Sprich die pünk­tliche Bezahlung von Verbindlichkeit­en hat Vor­rang vor Food­stamps.

    • Sor­ry Wika,

      dass ich erst jet­zt antworte, aber als ich das gese­hen habe was du mir da alles geschrieben hast wusste ich gar nicht wo ich anfan­gen soll. So viel und alles durcheinan­der.

      Mal was Grund­sät­zlich­es: Die Zin­sen sind zum großen Teil auch die Kosten unseres Geldsys­tems an sich. Ob dir das nun passt oder nicht, aber die bösen Banker müssen auch Leben und sie erfüllen auch eine Auf­gabe in unserem Sys­tem. Das Prob­lem der let­zten Zeit war eher die Dereg­ulierung. Dadurch haben die Banker eben nicht mehr ihre eigentliche Auf­gabe erfüllt. Deren eigentliche Auf­gabe ist es die Kred­itwürdigkeit zu prüfen und dementsprechend Kred­ite zu vergeben.

      Wika:
      „Läge die Geld­schöp­fung und das Zin­srecht allein beim Staat, dann wäre dies auch kein Prob­lem, liegt sie aber nicht. „
      Nein, die Geld­schöp­fung sollte unter ein­er demokratis­chen Kon­trolle der Bürg­er liegen, aber defin­i­tiv nicht beim Staat resp. Regierung. Wenn die Regierung die Kon­trolle über die Geld­schöp­fung hat, führt das immer zu ein­er hohen Infla­tion, weil die Poli­tik­er ihre Wahlver­sprechen mit gedruck­tem Geld bezahlen. Das ist doch der his­torische Grund warum man die Zen­tral­bank von der Regierung getren­nt hat.

      Wika:
      „Die Zen­tral­banken dienen als Feigen­blatt für die Geld­säcke, die sich dort ein wenig „fresh mon­ey“ für 0–2 Prozent abholen und dem lleinen mann oder gar den Stat­ten dann für 3–20% verkaufen. „
      Deinem geschriebe­nen nach zu Urteilen, hast du das ganze Sys­tem nicht wirk­lich ver­standen.
      Die Haup­tauf­gabe der Zen­tral­bank ist die Geld­sta­bil­ität. Wenn du mehr demokratis­che Kon­trolle und Trans­parenz bezüglich der Zen­tral­bank forder­st, dann bin ich ganz dein­er Mei­n­ung. Im großen und ganzen habe ich aber hier in Europa den Ein­druck als ob unsere Zen­tral­bank sauber arbeit­et.
      Der Zins der Geschäfts­banken soll sich durch den Konkur­ren­zkampf der Banken auf ein möglichst niedriges Niveau ein­pen­deln. Dazu nötig sind aber viele kleine Banken und keine monopol- oder kartel­lar­tige Großbanken. Die Staat­en müssten eigentlich ein­greifen bevor eine Bank zu groß wird. Eine Bank darf eben auch nicht so groß wer­den, dass man sie nicht mehr Pleite gehen lassen kann.

      Wika:
      „Die Zins­d­if­ferenz lan­det eben nicht bei den öffentlichen Banken, son­dern bei den Geld­ver­mehrung­sein­rich­tun­gen der Geld­säcke, den pri­vat­en Banken und verbleibt dort.“
      Die Zins­d­if­ferenz zwis­chen Geschäfts­banken und Zen­tral­banken ist auch nicht gle­ich der Gewinn irgendwelch­er Geld­säcke. In den Zin­sen der Geschäfts­bank sind eben auch Infla­tion, Gehäl­ter der ganzen Bankangestell­ten und auch Risikoauf­schlag im Falle eines Kred­i­taus­falls. Um so höher sich jemand ver­schuldet hat um so höher ist auch das Risiko dass der Kred­it­nehmer pleite geht. In der ganzen Pri­vatwirtschaft funk­tion­iert das alles wun­der­bar. Richtig Prob­leme gibt es nur bei den Staatss­chulden.

      Wika:
      „Wo aber liegt hier im übri­gen der Wertzuwachs den die Banken pro­duzieren?“
      Siehe oben. Die Banken haben eine Auf­gabe in unserem Sys­tem. Wenn du dich darüber beschw­erst, dass sie diese Auf­gabe nicht mehr nachkom­men und stattdessen spekulieren, bin ich ganz auf dein­er Seite. Die Banken dür­fen eben nicht spekulieren. Sie sollen Kred­ite nach stren­gen Richtlin­ien vergeben.

      Wika:
      „Der Kred­it­nehmer zahlt also Zin­sen für „erfun­denes Geld“, arbeit­et hart dafür.“
      Nein. Der Kred­it­nehmer zahlt Zin­sen für den Erhalt des Geldsys­tems und dafür, dass er kon­sum­iert bevor er selb­st Werte in ver­gle­ich­bar­er Höhe geschaf­fen hat.

      Wika:
      „Der Kred­it­nehmer zahlt also Zin­sen für „erfun­denes Geld“, arbeit­et hart dafür. Dies ist im übri­gen eines der Kern­prob­leme dieses Sys­tems, die Geld­schöp­fung an sich. Und so set­zt sich der Reigen fort.“
      Das die Geld­schöp­fung aus dem Nichts wäre, ist reine Polemik von dir. Kein Men­sch nimmt doch einen Kred­it auf wenn er sich dafür nicht bere­its pro­duziertes oder in Kürze pro­duziertes kaufen kön­nte. Das ist ger­ade ein wirk­lich pos­i­tiv­er Aspekt des Kred­it­geldsys­tems. Näm­lich dass sich die Geld­menge automa­tisch an die pro­duzierte Menge von Waren und Dien­stleis­tun­gen anpasst.

      Wika:
      „So bin jet­zt vielle­icht etwas über Ziel hin­aus … nur kann mir heute kein­er mehr plau­si­bel machen, dass dieses Sys­tem der Mehrheit der Men­schen dienen soll, tut es defin­i­tiv nicht und dies hängt unweiger­lich mit Zins, Zins­eszins, erfun­den­em Geld und dem expo­nen­tiellen Wach­s­tum des Geldes zusam­men, alle Sta­tis­tiken sprechen da dieselbe Sprache und weisen dies nach wenn man sie kor­rekt liest.“
      Das ganze Geldsys­tem hat sich ja über Jahrhun­derte entwick­elt. Prob­leme gab es schon immer. Und es gab auch schon immer Betrügereien. Auch heute gibt es noch viele Prob­leme die zu lösen sind. Aber so leid es mir tut, deine ganz­er Bericht beschreibt keines dieser Prob­leme richtig. Du find­est damit zwar eine Menge Fans im Inter­net, die mit dir zusam­men die Sau raus lassen und über irgendwelche Geld­säcke schimpfen. Aber zur Aufk­lärung trägt das lei­der über­haupt nicht bei.

  16. Per­fekt, ich habe das alles auch schon bei Prof. Bernd Senf gele­sen.
    Allerd­ings ist diese Vari­ante lustiger für die Kids, bin mal ges­pan­nt wie sie es aufnehmen.

    Übri­gens stimmt alles was sie schreiben, auch die Kom­mentare, sehr gut.
    Für die, die ein Prob­lem mit dem Ver­ste­hen haben, hier nochmal im Film ver­ständlich erk­lärt, anhand ein­er Geschichte:

    »>youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0 (Video ist ver­schwun­den, Link entschärtft … WiKa 20140221)

    Und für die, die es von Prof. Bernd Senf nochmal sehen wollen:

    Fragt sich nur noch wann wir den neolib­eralen Mist endlich das Klo runter spülen kön­nen.

    Gruß.

  17. sehr schön geschrieben und den betrug be-schrieben.

    lei­der bleibt man meis­tens mit diesem wis­sen unter seines­gle­ichen. es macht mich jedes­mal wahnsin­nig, wenn man mit men­schen anfängt darüber zu disku­tieren (wenn sie sich mal wieder über das welt­geschehen aufre­gen, aber nicht zum kern vor­drin­gen). solche unter­hal­tun­gen kön­nen schnell zu grund­satzdiskus­sio­nen wer­den: über die fair­ness unseres (weltweit­en) sys­tems, wach­s­tum, ressourcen und deren endlichkeit.
    in ein­er endlichen welt kann es nicht unendlich­es wach­s­tum geben. da fan­gen schon die ersten an unruhig auf ihren stühlen hin und her zu rutschen “oh mein gott, was kommt jet­zt für ne debat­te”.
    wenn man dann anfängt die abzocke und den betrug zu beschreiben, dann gehts erst richtig los. die masse der men­schen WILL es ein­fach nicht ver­ste­hen, stram­pelt wie ein wildge­wor­denes kind mit allen vieren um sich, weil es die bit­tere medi­zin nicht schluck­en will. ver­ständlich: es wirft ihr kom­plettes ver­ständ­nis und welt­bild über den haufen, bzw. sie kön­nen sich nicht vorstellen, dass sowas über­haupt möglich ist. schnell kommt dann der ein­wand, das wäre doch alles “hum­bug und ver­schwörungs-gelaber, totaler unsinn, dann geh doch in ein anderes land!, so ein quatsch, die banken *erfind­en* doch nicht ein­fach neues geld”.
    es ist wie gegen wind­mühlen kämpfen und frus­tri­ert auf dauer.

  18. beein­druck­endes Rechenbeispiel…aber auch ohne alle Rechnerei…wie kann man, bei einem Blick auf das was heutzu­tage um einen herum geschieht, wenn man auch nur einen Teil der Per­ver­sitäten und Ungerechtigkeit­en dieses Sys­tems erken­nt, wahrn­immt, wie kann man das alles als gerecht vertei­di­gen? Oder unter­stellen, dass es dieses Sys­tem gut mit uns meint? Diese ganzen Tat­sachen sind von jedem geistig nor­mal­be­gabten zu ver­ste­hen! Wenn man es ver­ste­hen will!
    Wie sehr muß man sich selb­st in die Tasche lügen?
    Der ganz ein­fache Fakt, dass ich mir einen Teil, meines über Steuern dem Staat über­wiese­nen Geldes, danach bei irgen­dein­er Pri­vat­bank zu, in meinem Fall 7.8% Zin­sen, wieder lei­hen muß, diese es aber von eben­jen­em Staat zu 0–2% bekommt!!!! Wer sind DIE? Wozu brauch ich DIE? Wozu brauchen WIR die? Wieso sind die dem Staat wichtiger als ich, der Bürg­er, Steuerzahler und Wäh­ler? ICH, WIR ALLE WERDEN BESTOHLEN! FAKT!

  19. Dabei ließe sich das mon­etäre Prob­lem doch recht ein­fach lösen: Jesus ist doch (an einem Fre­itag glaub’ ich) gestor­ben. Da im Him­mel dieser Mam­mon völ­lig wert­los ist, musste das Guthaben vererbt wer­den. Soll heißen: es wird eine Erb­schaftss­teuer fäl­lig.

    Diese wird übri­gens auch fäl­lig, wenn der oder die Erben noch gar nicht über die Erb­schaft ver­fü­gen kön­nen. Das Finan­zamt kann den zu zahlen­den Betrag auch stun­den, allerd­ings wird dann ein Zins fäl­lig, der um min­destens 1% über dem fest­gelegten Leitzins liegt.

    Mit diesen Angaben kann obiger Rechen­weg wieder­holt wer­den, woraus der Schluss fol­gt, dass die Erben Jesu dem Finan­zamt wesentlich mehr Geld schulden, als sie durch diese Erb­schaft je erlan­gen kön­nten. Wahrschein­lich muss deshalb heutzu­tage die Kirchen­s­teuer gle­ich an das zuständi­ge Finan­zamt abge­führt wer­den.

    • Hal­lo Char­ly … wir bleiben natür­lich rechtlich sauber. Da es sich um seine Wiederge­burt han­delt, ergibt sich dieser Kon­flikt nicht. Wir haben ja immer noch eine Per­so­n­en­gle­ich­heit. Es wird also gar nix vererbt und ergo fällt keine Erb­schaftss­teuer an.

      Allen­falls die sich aus dem Ver­rech­nungsrest ergebende Schenkung an die 6 Mil­liar­den Schäfchen kön­nte hier in Betra­cht gezo­gen wer­den. Die Schenkungss­teuer auf den Betrag würde im Moment auch schon alle Staat­en sanieren … nur wird sich ver­mut­lich die Jerusale­mer Staats­bank hier zur Wehr set­zen. Am Ende ver­mut­lich mit dem Argu­ment, dass sie Jesus eh nicht anerken­nen und deshalb bewusst das Alte Tes­ta­ment als Grund­lage behal­ten haben. Es riecht nach Krieg … 🙂

  20. Die Geschichte stimmt so nicht. Das wurde aber bere­its sehr sach­lich und aus­führlich aufgezeigt (Ign­roieren von rel­e­van­ten Ein­flussgrößen, Annah­men die nicht zutr­e­f­fend sind, …). Ich bedau­re sehr, dass die sehr berechtigte Kri­tik an vielem Mis­stän­den in unser­er Welt im Zusam­men­häng mit Geld durch solche Halb­wahrheit­en in ein schlecht­es Licht gestellt wird. Schein­bar sind viele glück­lich, dass sie eine Zins­eszin­srech­nung auch Jahre nach dem ver­has­ssten Mathe­un­ter­richt noch kapieren. Dann sind die Leute so froh, dass sie denken, mehr gibts es nicht dazu zu ver­ste­hen. Leute bitte: eine kom­plizierte Welt lässt sich nicht schlüs­sig in ein paar Zeilen oder ein­er 60minütigen Video-Les­son (auch wenn der Film sehr gut ist) aus­führlich erk­lären. Es mag schw­er sein, sich von liebge­won­nen Vorstel­lun­gen zu tren­nen, ger­ade wo doch offen­sichtlich ist, dass Vieles schiefläuft in der “Finanzwelt”, aber dann bitte richtig kri­tisieren. Diese Zins­es-Zins-Sys­tem-Jos­es-Jesus-Pfen­nig-Geschichte ist albern weil sie unter sehr engen und vor Allem auf real­itäts­fer­nen Annah­men basiert.

    @ Wika: Du Schreib­st: “Zunächst gilt: ver­ste­hen und anderen Men­schen dies Wis­sen ver­mit­teln, damit fängt es an.”
    Guter Tipp. Den möchte ich gle­ich wieder­holen und weise aus­drück­lich auf den Unter­schied zwis­chen Ver­ste­hen und Nach­plap­pern.

    Gruß

    Udo

    • Hal­lo Udo
      Ich mis­che mich mal dazwis­chen. Kön­ntest Du bitte nur für mich ein­mal erk­lären, was Du damit meinst “weise aus­drück­lich auf den Unter­schied zwis­chen Ver­ste­hen und Nach­plap­pern. ”

    • Hal­lo Udo …

      Albern … ja, das sagte schon Gauck als es um Kap­i­tal­is­muskri­tik ging, schließlich habe er selb­st noch nie in einem besseren Sys­tem als diesem gelebt. Das schließt natür­lich nicht aus dass es ein besseres und gerechteres Sys­tem geben kann.

      Nach­plap­pern … das macht ver­mut­lich jed­er sobald er sich des Alpha­bets oder jemals bere­its for­muliert­er Gedanken bedi­ent.

      Ver­ste­hen … kann ich sehr wohl, dass die Materie ein wenig kom­plex­er ist, aber es sollte dur­chaus erlaubt sein die Haup­tur­sache des Übels ein­mal plaka­tiv her­auszuar­beit­en, wie es im Artikel passiert ist. Ich denke Du wirst dieses Grundü­bel nicht in Abrede stellen kön­nen, habe jeden­falls Dein­er Kri­tik keinen einzi­gen Hin­weis darauf ent­nehmen, warum diese Betra­ch­tung albern sein soll, zumal wir genau die beschriebe­nen Effek­te ger­ade ein­mal wieder in der End­phase beobacht­en dür­fen. 🙂

      Gruß WiKa

  21. Huhu…

    Diese Kri­tik am Zins­eszins hat­te ich let­ztens auch in einem Buch gele­sen (“Eine Bil­lion Dol­lar” A. Eschen­bach). Allerd­ings machte er fol­gen­den Ein­wand.

    Beispiel:
    Wenn ich mir, für meine meine junge Fam­i­lie, ein Eigen­heim leis­ten möchte. Aber nicht über die nöti­gen Finanzen ver­füge, macht es ja keinen Sinn bis zum 70gsten Leben­s­jahr zu sparen um mir dann ein solch­es leis­ten zu kön­nen. Dann wird man es nicht mehr brauchen. Also lei­he ich mir das Geld. Aber warum sollte jemand Geld ver­lei­hen, wenn er davon nix hat? Der Zins ist doch irgend­wie der “Lohn” das dieser “jemand” (wer auch immer das sein mag) bere­it ist Geld zu ver­lei­hen. Und was nu?

    mfg Hen­drik

    • Es ist möglich , sich ein Häuschen zu leis­ten auch ohne Zins und Zins­eszins, der Buchti­tel : “Die Humane Mark­twirtschaft”, das Wirtschafts-und Finanzsys­tem zum Wohle aller Men­schen. Fließen­des Geld und Werte­spe­ich­er. Gesichertes Grun­deinkom­men. Kein Zins und Zins­eszins, keine Lohn­s­teuer, von Peter Haisenko/Hubert von Braun. Die Humane Mark­twirtschaft wird das leis­ten, ein Leben frei von Lohnsteuer,Inflation, und damit eine plan­bare Zukun­ft. — Der Islam, so soll es im Koran auch ste­hen, ver­bi­etet Zins und Zins­eszins. Ich weiß nicht wie das über eine Islamis­che Bank abläuft, jeden­falls gibt es eine in Duis­burg für unsere mus­lim­is­che Bevölkerung, eben­falls hat die RF für seine Mus­lim­is­che Bevölkerung, ca. 20 Mil­lio­nen, Islamis­chen Banken ein­gerichtet. Es gibt sich­er mus­lim­is­che Län­der, wie Sau­di-Ara­bi­en , das sich eher am westl. Wirtschaftssys­tem ori­en­tiert.

  22. Jo, Du kannst Dir Geld lei­hen mit Zin­sen und Tilgung, Deinem Finanzrah­men entsprechend.
    20 Jahre immer die Rate in gle­ich­er Höhe und irgend­wann hast dann fer­tig abgezahlt, weil der Zin­san­teil sich entsprechend ver­ringert und die Tilgung sich erhöht.
    Dann klappt das auch mit dem Nach­barn.

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