Weltweite Verbanklichung der Staaten macht Fortschritte

Armut ist keine  eine grosse Schande-01

Gamers Planet: Sie haben korrekt gelesen. Es ist das krasse Gegenteil von einer „Verstaatlichung der Banken“. Die Regierungen der Staaten kommen aus den Krisensitzungen kaum noch heraus, alles droht zu kollabieren, weil die Politiker rein gar nichts mehr im Griff haben. Man muss zu ihrer Entlassung auch sagen (wir haben das „t“ bewusst durch ein „s“ ersetzt), dass sie die Materie rein gar nicht begriffen haben. Sie sind nur noch die Affen der Lobbyisten. Daraus folgt, dass fachkompetentere Institutionen nunmehr das Zepter übernehmen, die dem Grunde nach schon längst regieren, nur eben nicht so offen wie es in einer Demokratie üblich sein sollte.

Seit dem Sieg des Kapitalismus, über den ungerechten und unmenschlichen Sozialismus, haben sich die Dinge völlig positiv im Sinne eines ungehemmten und völlig freien Kapitalismus entwickelt. Nun gilt es nur noch den finalen Sieg über die Mehrheit der nichtsnutzigen Menschen zu erringen, damit der Wohlstand für die hart arbeitenden Geldberge auch sozial verträglich auf deren Rücken abgesichert werden kann. Aktuell scheint dieser Sieg aber dennoch in großer Gefahr zu schweben.

Warum besteht Handlungsbedarf

Es sind Tendenzen von Neid und Missgunst unter den Menschen feststellbar, die den rapide zunehmenden Wohlstand der Wenigen in Gefahr bringen und die Politiker immer noch nicht entschlossen genug für die Niederschlagung solcher Tendenzen sorgen. Diese Aussage stammt von einem Mitinhaber der weltweit größten Privatbank, der amerikanischen „Federal Reserve“, kurz FED, der aus verständlichen Gründen hier nicht namentlich erwähnt werden möchte.

Was hat die Regierung bisher geleistet

Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit der Regierung für mehr Kapitalismus, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Rechts haben wir einen dieser verzweifelten Versuche abgebildet. Als Lösung wird in den Kreisen der eigentlichen Regenten nunmehr die rigorose „Verbanklichung der Staaten“, als einzig plausible Lösung eingefordert. Wie also muss man eine solche Feststellung korrekt deuten und was haben wir zu erwarten? Da scheint Sprengstoff in der Luft zu liegen.

Komplett neues Staatsgefüge

Nach den Einsichten der großen Weltenlenker im Hintergrund dürfte folgende Entwicklung forciert werden: Die Parlamente der Nationen werden noch eine Weile zum Schein aufrecht erhalten, damit das Volk nicht zu schnell mürrisch wird und ihnen noch eine Weile die Muppet-Show erhalten bleibt.

Die Demokratie wird ausgebaut! Doch tatsächlich! Und zwar gänzlich. Im Rahmen der ohnehin anstehenden Wahlgesetzreform, in Deutschland gibt es seit Jahren kein grundgesetzkonformes Wahlgesetz, wird die Stimmgewichtung völlig neu geregelt werden. Hier ist ein echter Fortschritt zu erkennen.

Alle Wahlen werden hernach direkt an den dafür bereits vorbereiteten Bankautomaten abgehalten und jeder kann nach wie vor wählen. Der Clou liegt in der Stimmbewertung, die wird jetzt rein nach Geldvermögen zugeordnet. Leute die lang Kohle haben, die fahren dabei etwas besser. Diejenigen, die nichts auf dem Konto haben, deren Stimme geht dann gen NULL.

Damit wird dann im Sinne des Kapitalismus natürlich alles viel demokratischer. Damit kann dann das 1% mit den ihnen eigenen Vermögenswerten rund 90 Prozent der Stimmgewalt beanspruchen. Die Nation geht also einer völlig einträchtigen Demokratie entgegen. Großartige Debatten erübrigen sich.

Weitere Vorzüge, Rück- und Ausblick

Künftig kann dann praktisch über alles am Bankautomaten abgestimmt werden. Ob wir beispielsweise wieder in den Krieg ziehen wollen, ob die Hartz IV Bezüge zu kürzen sind. Wie viele Milliarden der Staat für die nächste Runde der Bankenrettung in den Ring werfen soll. Nahezu alles kann online gemacht werden, gemäß der oben erwähnten Stimmgewichtung.

Faktisch war es ja bisher schon so. Nur mussten die Abgeordneten immer noch sehr aufwändig indoktriniert oder gar bestochen werden. Diese ganzen Aufwendungen kann man sich künftig sparen und direkt in Kriege investieren, statt noch Abgeordnete zu füttern und einen steinzeitlichen Demokratieapparat zu unterhalten. Wenn sie mal in die neuen AGB’s der Banken sehen, dann sollten sie sich nicht erschrecken. Gehen sie davon aus, auch wenn sie keine Kohle haben und immer gegen die Vorschläge von Lobbyisten stimmen, dann könnte ihnen das Konto gekündigt werden und damit kommen sie nie wieder an ein Terminal zum Abstimmen.

In diesem Sinne erwarten wir in Bälde die Rede unserer Kanzlerdarstellerin im Bundestag. Dies zur offiziellen Machtübergabe an ein von den Banken bestimmtes Gremium. Italien und Griechenland haben im Probelauf schon bewiesen, dass man Banker am Volks vorbei zu Regierungschefs machen kann. Dies muss jetzt auch in Deutschland gelingen. Alle bisherigen Handlungen von Regierung und Opposition deuten auf entsprechende Ereignisse hin. Nur die Linken wurden offenbar nicht informiert und faseln immer noch etwas von der „Verstaatlichung der Banken“ und sorgen damit für heftige Lachattacken in den Vorstandsetagen der Banken, die längst wissen dass sie den Staat im Sack haben. Gysi und Wagenknecht können dann künftig als wortgewaltige Artisten in einer der Anstalt des öffentlichen Rechts auftreten.

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Weltweite Verbanklichung der Staaten macht Fortschritte
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Kommentare

Weltweite Verbanklichung der Staaten macht Fortschritte — 6 Kommentare

  1. Da wir von unserer derzeitigen Regierung keine Hilfe erwarten können, weil die sogar das Ansinnen der FED unterstützt, so mache ich auf eine neu gegründete Partei aufmerksam:

    http://www.deutsche-nationalversammlung de

    Denen habe ich gerade vor wenigen Tagen folgendes vorgeschlagen:

    1.) Die Notenbanken sollen künftig nicht nur theoretisch, sondern tatsächlich von den Staatsorganen geleitet werden.

    2.) Der Staat soll der privaten Zinsnahme den Rechtsschutz entziehen.

    3.) Das Recht zum Betreiben von Geschäftsbanken sollen nur die anerkannten Körperschaften von Staat, Wirtschaft und Kultur haben

  2. Pingback: Weltweite Verbanklichung der Staaten macht Fortschritte | Heinrichplatz TV

  3. Der Kreditzins, den Unternehmer für Investitionskredite an die Geschäftsbanken zahlen, besteht aus der Bankmarge und dem Guthabenzins, den die Geschäftsbanken an die Sparer zahlen. Die Bankmarge minus Risikoprämie (Kreditausfall-Versicherung) minus Personal- und Sachkosten ist der Gewinn der Geschäftsbanken vor Steuern, und der Guthabenzins der Sparer ist die Liquiditätsverzichtsprämie (Urzins) plus Knappheitsaufschlag plus Inflationsaufschlag. Der Realzins (Sparer-Gewinn) ist der Guthabenzins minus Inflation.

    Die Liquiditätsverzichtsprämie ist zeitabhängig und erreicht bei langfristigen, ca. 10-jährigen Geldanlagen den vollen Urzins von etwa 4,5%, während der Knappheitsaufschlag durch das Verhältnis von Kreditangebot und Kreditnachfrage in der Volkswirtschaft bestimmt wird. Ist nach einem Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) die Kreditnachfrage zur Finanzierung neuer Sachkapitalien (Häuser, Fabriken, Schiffe, etc.) deutlich größer als das Kreditangebot, steigt der Realzins für die Sparer um eine “Belohnung für Konsumverzicht”, weil in dieser Situation die Schaffung neuen Sachkapitals für die Volkswirtschaft wichtiger ist als der vorgezogene Konsum; und wenn kurz vor dem nächsten Krieg die Geldvermögen – und damit auch die (fast) spiegelbildliche Gesamtverschuldung – durch die fortlaufende Verzinsung soweit gewachsen sind, dass das Kreditangebot die Kreditnachfrage übersteigt, weil die Rentabilitätshürde des Urzinses der weiteren Vermehrung rentabler Sachkapitalien eine Grenze zieht, wird der Knappheitsaufschlag negativ und der Realzins für die Sparer vermindert sich um eine “Bestrafung für Investitionsverzicht”. Dies führt zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Anlagedauer, weil der Realzins nun unter den vollen Urzins fällt, den die Sparer mindestens fordern, um ihre Ersparnisse langfristig zu verleihen. Aus mittel- bis kurzfristig den Geschäftsbanken überlassenen Ersparnissen können diese aber umso weniger Investitionskredite vergeben, für deren verzinste Zurückzahlung die Unternehmer etwa zehn Jahre benötigen. Die Geschäftsbanken haben mit immer größer werdenden Kreditausfall- sowie Fristentransformationsrisiken zu kämpfen und verlagern ihre Geschäftstätigkeit von der Investition auf die Spekulation (ironischerweise als “investment banking” bezeichnet), um an Preisschwankungen zu profitieren, die wiederum umso größer und hektischer werden, je mehr die “Bestrafung für Investitionsverzicht” den Geldkreislauf ins Stocken bringt. Am Ende gerät die Volkswirtschaft in eine Liquiditätsfalle, d. h. der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – bricht soweit zusammen, dass die nächste umfassende Sachkapitalzerstörung unvermeidlich wird, damit es nach dem Krieg wieder eine “Belohnung für Konsumverzicht” geben kann:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

  4. Pingback: http://qpress.de/2012/12/23/weltweite-verbanklichung-der-staaten-macht-fortschritte/ | Matthiass Space

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