Die PARTEI gewinnt Prozess gegen Satire-Parlament

Die PARTEI gewinnt Prozess gegen Satire-ParlamentWolkenkuckucksheim: Der Bundestag gehört bekanntermaßen zu den teuersten Unterhaltungsveranstaltungen der Bananenrepublik Deutschland. Darüberhinaus hat er sich im Verlauf der Jahrzehnte zum exquisiten Selbstbedienungsladen für Parlament-Arier fortentwickelt. Im Rahmen vergangener Demokratie-Schauen hat auch die Partei regelmäßig ihren Beitrag zur Bespaßung der Wahl-Schafe geleistet. Ausgerechnet für die gelungensten Veranstaltungen in dieser Rubrik weigerte sich der Bundestag im Nachgang die Zeche zu zahlen.

Das war selbst für den Vorstand von „Die PARTEI“ zu viel des Guten. Ausgerechnet das teuerste Kabarett Deutschlands, das europäische Spaß-Parlament schlechthin, wollte jetzt keinen Spaß mehr verstehen? In seiner permanenten Geldnot forderte demzufolge der Bundestag eine Rückzahlung von 70.000 Euro. Flankierend, zum ultimativen Schutz der Demokratie vor weiteren Missbrauch durch die „kleinen Leuten„, erhob der Bundestag sogleich noch ein beeindruckendes Bußgeld zur vorgeblichen Läuterung besagter Partei, von weiteren 380.000 Euro. Es kam wie es kommen musste, man setzte die Posse dann gemeinsam vor dem Verwaltungsgericht fort.

Offensichtlich hat man dort die Gaudi auf den ersten Sitz richtig begriffen und die PARTEI gegen den übergriffigen Bundestag in Schutz genommen. Dennoch attestierten die Richter dem Bundestag einige Pluspunkte für den seltsamen Humor bei dem Versuch der Beseitigung demokratischer Parteien. Selbst der Unterhaltungsfaktor einer solchen Gerichtsposse ist im finalen Stadium einer Demokratie nicht zu unterschätzen. Sowas gehört offenbar zum Demokratiespiel dazu. Hier eine etwas sachlicher Ausfertigung zu dem Vorgang: „Die Partei“ gewinnt Prozess gegen Bundestag[RP-Online]. Ob dem bierernst dahergekommenen Bundestag dabei das Lachen vergangen ist, ist nicht explizit überliefert.

Jetzt gerichtlich bestätigt: Die PARTEI hat immer recht

Die PARTEI gewinnt Prozess gegen Satire-ParlamentIm Kern hat das Gericht eindeutig bestätigt, dass der Handel mit Geldscheinen selbstverständlich auch einen regulären Umsatz darstellt. Damit entspricht das Geschäftsgebaren den Bezuschussungsrichtlinien von Parteien durch den Bundestag. Auch im Falle von die PARTEI ist somit der Umsatz durch Steuermittel anständig zu vergolden. Diese Form des Handels ist um nichts unanständiger als der Goldhandel oder das Verlagswesen anderer Parteien. Dennoch müssen wir bedauerlicherweise feststellen: Beim Geld hört der Spaß auf.

Ebenso ungewiss ist, ob in einem der nächsten Wahlkämpfe diese gelungene Show-Schein-Einlage seitens die PARTEI und ihrer durch diesen Prozess Schein-heilig gewordenen Führung, wiederholt werden könnte. Wir rechnen eher mit einer völligen Neukreation, solange bis das Parteien-Finanzierungsgesetz endgültig solcher Satireelemente beraubt ist. Der reine Geld- An- und Verkauf ist nachweislich mehr Sache der Banken. Vermutlich hat die PARTEI deshalb als weiteren Rettungsanker bei dem Unterfangen die schönen PARTEI-Postkarten obendrauf gegeben.

Die PARTEI gewinnt Prozess gegen Satire-ParlamentInsoweit ist es verwunderlich, dass nicht seitens der Banken auf die PARTEI eingedroschen wurde. Wer allerdings das Lobbygeschäft im Bundestag besser kennt, der weiß sehr wohl, dass die bundesdeutschen Banken durch den Bundestag bestens repräsentiert werden … besser noch als jeder einzelne Bürger dieser Bananenrepublik. Vielleicht hat sich der Bundestag in dieser Angelegenheit auch nur in vorauseilendem Gehorsam für die Bankenlobby zum Klops gemacht. Wer kann das schon wissen? Warten wir einfach auf die nächsten spaßbewährten Elemente aus dem bundesdeutschen Edel-Kabarett unter der Reichskristallkugel.

Die PARTEI gewinnt Prozess gegen Satire-Parlament
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über WiKa 2179 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

5 Kommentare

  1. Die Parteien, welche mehr als 0,5% Stimmen erhielten (dier PARTEI erhielt ca 1%), erhalten außerdem je Direkt- UND Listenstimme je 1 € (bis max 4 Mio Stimmen, darüber nur 0,83 €/Stimme)

    Dazu (bis 3300€je Person) noch 45 % Zuschuß zu Spenden und Beiträgen! Wohlgemerkt, anders wie Renten, inflationsgesichert!

    Wenn jemand der PARTEI also 100 € spendet, wäre es fair, 122,5 € zurückzuzahlen.
    Fifty Fithy ist fair.

    Die PARTEI erhielt 245639 Direkt- und 454349 Listenstimmem,
    also knapp 0,7 Mio unserer Steuern allein von den Stimmen.

  2. Man sollte „Der Partei“ gar kein Geld geben. Nur so ist gewährleistet, dass der Spaß erhalten bleibt. Zitat:“Denn bei Geld hört der Spaß auf!“ Fehlt da jetzt ein Adverbial?
    Auf wen oder was soll der Spaß dann hören? Dieser Satz ist doch derart was von Konfuzius…

    • Hallo Charly … schon „berüchtigt“ … so ist das wenn man jeden Moment was frischen im Kopp hat, dann bleibt manchmal die korrekte Syntax auf der Strecke … DANKE… 🙂

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