Selbstbedienungsladen Bundestag: Der Diäten-Weihnachtsmann beglückt bereits zur Jahresmitte

deutschland selbstbedienungsladen bundestag filz_korruption_bestechung_kluengelBad Baller­burg: Das ist jet­zt so ein feier­lich­er Moment, den wir gemein­sam mit unseren Bun­destagsab­ge­ord­neten als echt­es Novum feiern soll­ten. Zum 1 Juli 2016 gibt es erst­mals in der Geschichte des Bun­destages eine ganz neuar­tige, vol­lau­toma­tisierte Diäten­er­höhung. Darüber müssen die begün­stigten Vertreter des Volkes (ugs. Frak­tion­sstim­mvieh), im Bun­destag wed­er darüber debat­tieren, noch darüber abstim­men. Das erspart ihnen aller­hand Pein­lichkeit. Die knapp zwei Mil­lio­nen Euro pro Jahr, die dieser neue Automa­tismus den Ver†rätern dieses Jahr kre­den­zt, kön­nen sich die Herrschaften mehr oder min­der stillschweigend, am geschun­de­nen Wut­bürg­er vor­bei, in ihre Taschen schieben. Der Selb­st­be­di­enungsladen Bun­destag hat seine Pforten damit für die MdBs noch weit­er geöffnet.

Diese neue Leise­treterei soll die Ner­ven der Bürge® scho­nen (das ist der­jenige, der lediglich die Zeche zu zahlen hat). Dessen Ner­ven liegen weniger wegen der Erhöhung um die 254 Euro pro Nase/Monat blank. Nein, das Diäten-Ungemach wurde ja bish­er immer nur durch die Ein­mütigkeit der Abge­ord­neten verur­sacht. In der Regel frak­tion­süber­greifend, sel­ten unter 90 Prozent Zus­tim­mung, dem Steuerzahler ein­mütig in die Tasche fassend. wir_sind_gerade_in_der_lobby_bundestag_diaeten_abgeordnete_volksvertreter_berlin_automatisierung-qpressDieser Ärg­er soll durch den Automa­tismus bei den Diäten­er­höhun­gen ab 2016 grund­sät­zlich umgan­gen wer­den und so schreck­liche Bilder wie rechts gezeigt, sollen sich nicht mehr wieder­holen, man möchte die Abge­ord­neten nicht mehr unnötig aus der Lob­by reißen.

Für gewöhn­lich wäre der Arbeit­ge­ber gefordert über das Gehalt dieser Leute zu befind­en. Das ist in diesem Fall aber nicht gewollt, weil genau diese Leute ja auch den Arbeit­ge­ber vertreten. Es ist fast so, als würde sich der Buch­hal­ter in einem Unternehmen selb­st die Gehalt­ser­höhung bewil­li­gen und sogle­ich aus­führen. Damit alles auch noch während sein­er Abwe­sen­heit funk­tion­iert, ergänzend gle­ich noch für die näch­sten Jahre die EDV entsprechend pro­gram­mieren.

Was muss uns wichtig sein?

Ursäch­lich geht es nur darum die Diskus­sion um  das peku­niäre Elend zu ver­mei­den und somit keine Öffentlichkeit entste­hen zu lassen. Die Abge­ord­neten wis­sen seit Jahren, dass sie als auss­chließlich­es und “partei­is­ches Frak­tion­sstim­mvieh”, keinen Pfif­fer­ling die sich selb­st zuge­bil­ligte Diäten längst nicht mehr wert sind. Insoweit ist der jet­zige Automa­tismus nur fol­gerichtig, zur Ver­mei­dung von Ärg­er, was hier ansatzweise beschrieben wird: Erst­mals ohne Abstim­mungDiäten-Erhöhung: Bun­destagsab­ge­ord­nete bekom­men bald 250 Euro mehr[Locus].

Der Gle­ich­heits­gedanke bleibt bei alle­dem ein wenig auf der Strecke. Der war im Bun­destag allerd­ings auch noch nie son­der­lich aus­geprägt. Wenn jet­zt der Hartz IV Empfänger zum Aus­gle­ich der Leben­shal­tungskosten 2,8 % mehr bekommt, dann bezieht sich das auf 404,00 € Regel­satz pro Monat. Das macht in Summe dann sage und schreibe 11,31 € pro Monat. Die wiederum ist sel­ten ohne großen Wider­stand im Par­la­ment durchzubrin­gen. Wenn die Volksvertreter sich “nur” 2,8 % automa­tisiert gön­nen, dann macht das, bezo­gen auf deren aktuellen Armutssatz von 9.082,00 € sogle­ich 254,30 € pro Monat. Das liegt ganz ein­fach daran, dass die Hartz IV Empfänger nichts leis­ten. Die Bun­destagsab­ge­ord­neten hinge­gen leis­ten 22,48 mal soviel NICHTS,  das will gerecht ver­golten wer­den.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Das ist natür­lich nur wieder die halbe Wahrheit. Gle­ichzeit­ig soll diese Diäten­er­höhung so etwas wie eine Macht- und Mach­barkeits­demon­stra­tion sein. Wir erin­nern uns an die rührende Geschichte: Vom Teller­wäsch­er zum Mil­lionär? Also ein Beleg dafür, dass man auch als ungel­ernte Kraft hierzu­lande noch Bun­destagsvizepräsi­dentin wer­den kann. Die Sto­ry soll verdeut­lichen, dass man auch mit kon­se­quentem Nicht­stun in Deutsch­land noch reich wer­den kann. Dies, sofern man nur der richti­gen Partei ange­hört und den richti­gen Leuten frag- und kla­g­los fol­gt. Wohlver­hal­ten gegenüber der Frak­tion ist das Zauber­wort. Also immer schön brav sein. Sich­er darf man hierin auch eine aus­geprägte PR-Aktion des Kap­i­tal­is­mus sehen, der nach wie vor das unabän­der­liche Fun­da­ment unser­er Gesellschaft bildet. Selb­st Wen­de­hals Joachim Gauck hat noch kein besseres Sys­tem erlebt und ver­mut­lich deshalb das Gesetz hierzu wider­spruch­s­los unter­schrieben, obgle­ich es genü­gend besatzungsstatuts- ähh … grundge­setz- ver­fas­sungsrechtliche Bedenken dazu gab.

Deutscher Bundestag Das Volk wir muessen leider draussen bleiben duerfen aber alle vier Jahre einmal bellen qpressDer Dia­log mit dem Volk ist nach wie vor in höch­stem Maße uner­wün­scht, es muss ana­log zum Hund vor der Met­zgerei aushar­ren, während es ihm drin­nen so richtig besorgt wird. Wäre es anders, kön­nte ein schlecht­es Gewis­sen der Bun­destagsab­ge­ord­neten die Folge sein und somit ihre Leis­tungslosigkeit Leis­tungs­fähigkeit weit­er enorm beein­trächti­gen. Genau in der Art, mit der öffentlichen Diskus­sion, wollte es sog­ar der Bund der Steuerzahler ein­fordern, der sich regelmäßig Sor­gen um den Steuer­groschen macht: Automa­tis­che Diäten­er­höhung, nein Danke![Bund der Steuerzahler]. Got­t­lob haben die nur einen Holz­nagel als Vor­stand, der für die Abge­ord­neten lange nicht so gefährlich ist wie ein echter Stahl- oder Sargnagel. Wäre das Volk (der Arbeit­ge­ber) dazu befragt wor­den, müssten die Bezüge der Abge­ord­neten ver­mut­lich wegen nachgewiesen­er Schlechtleis­tung eher  drama­tisch gesenkt, als automa­tisch gesteigert wer­den.

Selb­st­be­di­enungsladen Bun­destag: Der Diäten-Wei­h­nachts­mann beglückt bere­its zur Jahresmitte
9 Stim­men, 4.89 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (97% Ergeb­nis)
Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

3 Kommentare

  1. http://www.gemeinde-neuhaus.de
    http://www.nestag.at
    Deutsch­land braucht / sucht einen Friedensver­trag zum
    WK I. (Buch mit Infor­ma­tio­nen auch als kosten­lose PDF)

    Fast alle Prob­leme im Land lassen sich auf den fehlen­den
    Friedensver­trag zurück­führen. Dann wären wir nicht mehr
    beset­zt, son­dern wir wären sou­verän und wieder frei !

    Die BRD sieht sich als alleinige hand­lungs­fähige
    Präsen­z­form des “Deutschen Reich­es”.
    Solange wir dies u.a. durch Wahlen bestäti­gen,
    wird es so sein.
    Wir kön­nen uns, wie das Buch beschreibt,
    selb­st organ­isieren und damit der BRD den Rück­en
    zukehren.
    Dann sind wir, der Sou­verän, die hand­lungs­fähige
    Präsen­z­form. Wichtig ist es die reak­tivierten Gemein­den
    aus dem Ver­trag zu nehmen und geschäfts­fähig zu wer­den.
    Das heißt, daß über fün­fzig Prozent der Bun­desstaat­sange­höri­gen
    die staatliche Gemeinde bestätigt (gewählt) haben.

    Gemein­dereak­tivierung (aus dem Ver­trag nehmen)
    Boden­recht durch Reak­tivierung …..
    https://www.youtube.com/watch?v=UeniO41W_Bo

    Gemeinde und Städtereak­tivierung bei BewusstTV
    https://www.youtube.com/watch?v=u9T97IZyYBU

    Sou­veränität-Friedensver­trag — Gemeinde Reak­tivierung
    Wake News Radio/TV
    https://www.youtube.com/watch?v=LJy08w-JPdo

  2. Der eine fährt Mist, der andre spazieren -
    Das kann doch zu nichts Gutem führen.
    Na ja, Wil­helm Busch kan­nte das bun­des­deutsche Volk noch nicht.

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