Obama im Knast, mehr Profit für US-Gefängnisindustrie

Obama im Knast, mehr Profit für US-Gefängnisindustrie Barack Hussein Obama Mug shot Knast Bild inmate Insasse Prison Knast industrie haeftlingLand of the free prisons: Die Amerikaner waren zwar noch nie besonders kreativ, aber mit roher Gewalt ist man bislang immer noch ans ersehnte Ziel gekommen. Diese leicht abnorme Lebensphilosophie, sich auf Kosten anderer durchzuschlagen und zu bereichern, hat dort nicht nur eine lange Tradition, nein, sie wird bis heute tüchtig kultiviert. Die Privatisierung des Strafvollzugs in den USA ist für niemanden mehr eine überraschende Neuigkeit. Daraus ergibt sich, dass auch die Knast-Industrie Profite einfahren muss, sonst sollte man besser die Finger davon lassen.

Um aber ausgerechnet aus der Kriminalität noch ein legales Geschäft machen zu können, bedarf es womöglich doch viel mehr krimineller Energie, als wir uns das bislang vorzustellen wagten. Schließlich geht es um die Nachhaltigkeit der Umsätze und damit auch um die Höhe der Gewinne. Der wirtschaftliche Leitsatz dazu lautet deshalb auch wie folgt: „vermehrte Profite kann es in diesem Geschäft nur bei steigender Kriminalität geben“, denn alles andere, also eine Reduzierung der Kriminalität, müsste ja auch zu einer Reduzierung der hier in Rede stehenden „Bestrafungskapazitäten” führen … da drohte also horrender Verlust. Wir erkennen sofort, auch hier ist alles auf Zuwachs programmiert.

Um nun die Wichtigkeit dieses modern(d)en amerikanischen Industriezweiges zu unterstreichen, rückte eigens der amtierende Präsident, Barack Hussein Obama, ins Gefängnis ein. Ob er tatsächlich auch erkennungsdienstlich behandelt wurde, ist nicht nachvollziehbar überliefert, sicher aber der Wunschtraum vieler Menschen, die in ihm einen mit Drohnen mordenden Friedensnobelpreisverbrecher sehen. In jedem Fall führt er mit seiner Knast-Aktion einen gigantischen Werbefeldzug dieser Industrie an, auch wenn es hier anders begründet wird. Da geht es nicht mehr nur um Gewinne. In diesem speziellen Fall geht es offenbar um das Ansehen des gesamten Industriezweiges und den Umgang mit drohendem Kapazitätsmangel. Etwas geschönter und tendenziös wird an dieser Stelle darüber berichtet: Barack Obama als erster amtierender US-Präsident in Bundesgefängnis[Der Standard]. Auch dem parallel veröffentlichten Redeschwall des Präsidenten, siehe Video, sollte man weniger Beachtung schenken, denn formal steht es Obama nicht zu über die Profite dieser Industrie öffentlich zu sinnieren, er muss sich also bei seinen Schwafeleien mit Allgemeinplätzen zur Jugendkriminalität auf seiner Knast-Promo-Tour begnügen.

Bevor wir allerdings zum eigentlichen Kern des Übels kommen, noch kurz ein schneller Seitenblick auf die bisherige amerikanische Erfolgsstory zum Thema Gefängnisbetrieb und Inhaftierungs- oder auch Gefangenenrate[Wikipedia] pro 100.000 Einwohner der Bevölkerung. Mit über 600 Inhaftierten, bezogen auf die zuvor genannte Einheit, sind die USA „Weltmeister” in dieser Klasse.

Aber allem Anschein nach haben die Amerikaner diesen Titel nicht ehrlich erworben, vermutlich haben sie ihre Vormachtstellung bei der „Verknastung“ ihrer Bevölkerung mit unlauteren Mitteln erlangt … aber dem Profit ist dies nicht abträglich. Inzwischen wird sogar an manchen Stellen offen von Betrug gesprochen, wenn es um die Überfüllung der Privat-Gefängnisse geht. Die folgende und teils selbsterklärende Grafik (Inhaftierungsrate pro 100.000 Einwohner); zum weltweiten Knast-Kataster, ist Beleg für die erwähnte Erfolgsstory.

Obama im Knast, mehr Profit für US-Gefängnisindustrie Knast-KatasterAn dieser Stelle wiederum lässt sich ein ehemaliger Drogenfahnder (Stephen Anderson) darüber aus, wie man die Quote bei der Füllung der Gefängnisse heutzutage gewährleistet: Ex NYPD Cop Admits ‘We Planted Evidence, Framed Innocent People’ All For Arrest Quotas[HuffPost]. Wir erkennen, die USA sind bis heute unangefochten das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Man muss nur genug mittellose Hänger haben, die man auch unter den ulkigsten Vorwänden noch in den Knast verlagern kann, schon brummt das Geschäft wieder. Abgesehen davon macht man sich auch noch die Klientel nutzbar, die sonst offenbar zu gar nichts taugte. Ganz schön clever diese US-Geschäftsleute. Kurz zusammengefasst soll das in New York wie folgt funktionieren:

Gängige Praxis in New York ist es demnach, unschuldigen Menschen Drogen oder Drogenpflanzen unterzuschieben. Es ist der schnelle und einfache Weg eine offizielle Verhaftung zu bewirken, mit den danach anstehenden Folgen. Logischerweise arbeitet man in diesen Fällen auch sehr gut mit der Staatsanwaltschaft zusammen, die hat schließlich die weitere, offizielle Vorbereitung für die Verknastung der Betroffenen zu treffen (Anklage und Beweisführung). Meistens hat der Staatsanwalt auch noch ein eigenes Interesse echte Erfolge vorzuweisen. Das ist gut für seine Statistik und sein Fortkommen. Und da wo beispielsweise Drogen im Spiel sind, da findet sich auch sehr schnell ein Richter, der bei diesem seltsamen Spiel problemlos final „einlocht“ und schon ist die Sache rund. Noch eine kleine Zahl dazu. Die New Yorker Polizei verhaftete im Jahre 2013 rund 50.000 Menschen wegen „Low-Level-Marihuana-Vergehen“. Um jetzt aber objektiv zu bleiben, muss man dazu sagen, dass 86 Prozent davon Afroamerikaner oder Latinos waren, offenbar soll das dann den Wahrheitsgehalt für die Anschuldigungen noch ein wenig unterstreichen.

Reden wir am Ende vielleicht doch besser von einer unbeantworteten Frage, statt von einem Fazit. Es ist die alte Frage nach dem Ursprung, Henne oder Ei? Würde womöglich die Kriminalität in den USA sinken, wenn das Gefängnis-Angebot sich reduzierte? Wie entwickelte sich die Kriminalität, wenn es keine privat geführten Konzern-Gefängnisse wären, die ums Verrecken Profite machen müssen? Sind eigentlich schon alle Stimulanzien bekannt, die in diesem Geschäftszweig zur Anwendung kommen, um die Profite anzuheizen? Sehen wir womöglich nur mal wieder die Spitze des US-Knast-Eisbergs? Eine Frage die sich in den USA garantiert nicht stellt, ist die Rückkehr zu Gefängnisbetrieben in staatlicher Hand. Andererseits wird das hier vorgestellte Geschäftsmodell garantiert dafür sorgen, dass die USA den erwähnten Weltmeistertitel in Sachen „Inhaftierungsrate“ bis zum „Jüngsten Tag“ behalten können.

Obama im Knast, mehr Profit für US-Gefängnisindustrie
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Über WiKa 2178 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

6 Kommentare

  1. Kapitalismus sei Dank:

    Die USA ist inzwischen das perverseste, mörderischste, Völker vernichtende und unmoralischste Imperium, das dieser Planet erlebt hat. (Hugo Chávez, ehem. Präsident von Venezuela)

  2. … vielleicht sollten die Völker der Welt mal darüber nachdenken, ob sie die komplette Politiker und Finanzhai-Kaste in den Knast steckt und sie es mal mit „Arbeit“ oder, vielleicht einfacher zu realisieren, mit „Nichts-tun“ beschäftigt – da können sie wenigstens keinen Schaden mehr anrichten [ ;-)] und den von ihnen erstunkenen und erstohlenen Reichtum verteilt man gleichwohl auf den Rest der Menschheit?
    –> einfacher Lösungsvorschlag für ein marodes, verbrecherisches System, das Geld aus dem Nichts schafft und das Volk/ die Völker um ihren Lohn der Mühen (Arbeit) betrügt!

    vG Ralf

  3. Gegenüber dem Land des alles möglichen, sind wir „alten Europa“ doch richtig rückständig. Dort in Untersee gibt es keine Krise, sagt das Fernsehen. Also warum nicht einfach alles so machen wie im Disneyland? Je mehr Verurteilte, desto mehr Profit für die Gefängnisindustrie, schon sind die Krisenprobleme gelöst und es wächst das Vertrauen in den rechts-Staat. Einer der letzten noch auszuverkaufenden Bereiche in IS-Amerika ist die Brandbekämpfung. Je mehr Brandstiftung, desto mehr Profit für die Feuerwehrindustrie. Privatisierung ist wunderbar.

    • Gegenüber dem Land des alles möglichen, sind wir im “alten Europa” doch richtig rückständig. Dort in Untersee gibt es keine Krise, sagt das Fernsehen. Also warum nicht einfach alles so machen wie im Disneyland? Je mehr Verurteilte, desto mehr Profit für die Gefängnisindustrie, schon sind die Krisenprobleme gelöst und es wächst das Vertrauen in den rechts-Staat. Einer der letzten noch auszuverkaufenden Bereiche in IS-Amerika ist die Brandbekämpfung. Je mehr Brandstiftung, desto mehr Profit für die Feuerwehrindustrie. Privatisierung ist wunderbar.

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