Todes-Rekord auf 2.475 Meter, Live-Scharfschützen-Wettbewerb im Kriegsgebiet

Todes-Rekord auf 2.475 Meter, Live-Scharfschützen-Wettbewerb im Kriegsgebiet Scharfschuetezn friedenstaubenschiessen wettbewerb militaer armee tod krieg mord verbrechen gegen die menschlichkeit Absurdistan: Eine der grundlegendsten menschlichen Eigenschaften scheint die „Perversion“ zu sein. Nur so kann es sich verhalten, wenn wir ungerührt über neue „Totschieß-Rekorde“ berichten, bei denen der normal emphatisch veranlagte Mensch wenigstens mit einem Kopfschütteln, wenn nicht gar mit einer heftigen Abneigung oder Ekel reagieren sollte. Nein, das passiert uns nicht, wenn die Medien jetzt voller Stolz vermelden, dass es einem Scharfschützen im Live-Betrieb gelungen ist einem „Islamisten“ auf 2.475 Metern Distanz das Licht auszublasen. Das reicht heute für einen umfassenden Rekord-Jubel.

Sicher, wir müssen das alles sehr genau trennen … nämlich die erwähnte sportliche Meisterleistung von der Tatsache, dass dabei auch noch jemand konkret erschossen, besser gesagt hingerichtet wurde. Die enorme Distanz von 2.475 Metern ist besonders hilfreich um Bewunderung zu erzeugen. Hätte man jetzt gerne vermutet, dass diese Nummer eher eine Insiderinformation für „Berufsmörder“ ist … weit gefehlt, auch die normale Presse greift derlei Rekorde mit Begierde auf, wie hier nachzulesen ist: Kanadische Scharfschützen erschießen IS-Kämpfer [Der Standard], natürlich alles voll korrekt in eine echte Kampfhandlung verpackt (womit die Kanadier an sich gar nichts zu tun hatten), aber die Gelegenheit lockte, wie ein spontanes Jagdglück eben, wenn man als Jäger mal einen 36-Ender niederstrecken kann.

Dessen nicht genug, solche Rekorde sind unbedingt aufzeichnungswürdig. Das Guinness Buch der Rekorde Morde wäre dafür zuständig. Da es das aber für diesen Fachbereich nicht gibt, muss Wikipedia diese Kuriositäten korrekt archivieren. Sie ist die unabhängige und neutrale Faktensammlung unseres Planeten. Genau dort ist ein würdiges Plätzchen für die personifizierten Rekorde, wie man hier emotionslos anhand des vorherigen Weltrekordhalters auf 2.730 Meter – Rob Furlong [Wikipedia] – nachlesen kann. Als er 2002 in Afghanistan einen kapitalen Taliban erlegte, dauerte es allerdings noch Tage die genaue Distanz zu ermitteln. Er benötigte 3 Schuss für seinen Erfolg, Gott sei Dank lief ihm der Taliban zwischendurch nicht weg. Ein echt mutiger Hirsch, was doch auch Erwähnung verdient, oder? Ferner hat der Weltmeister von damals wohl auch keinen sauberen Kopfschuss hinbekommen, was die Gesamtnote damals zusätzlich trübte.

Gut, dafür haben wir ja jetzt einen neuen Weltmeister und Rekordinhaber auf die oben erwähnte Distanz. Großes Glück für Kanada, denn auch der neue Meisterschütze kommt aus dem Land der unendlichen Weite. Aus Pietätsgründen werden aber aktuell noch keine Namen genannt, erst wenn die alle wieder zuhause sind kann auch Wikipedia informiert werden. Ähnlich verhält es sich mit den Details. Wie gerne hätten wir doch gewusst, wie viel Schuss der Meister benötigte, ob einer langte und ob er auch einen echten Kopfschuss auf die Distanz noch hin bekam. Mit etwas Glück bekommen wir vielleicht in ein paar Jahren das Video dazu, mit dem berstenden Schädel. Bilder, die von der embedded Presse nicht gezeigt werden sollte, aber änlässlich eines solchen Rekordes könnte man ja auch mal eine Ausmnahme machen.

Bedauerlich ist natürlich auch, dass man noch zum Taliban-Hunting oder IS-Shooting in den Nahen Osten reisen muss. Wäre es nicht schön wir könnten diese Rekorde auch in heimischen Gefilden holen, hier in Europa oder auch in den USA? So muss man immer einen Teil der Ehre an diese Kaffer abgeben, nicht die Niedergestreckten, sondern an die, die in der Region überleben. Solch wunderbare Rekorde sind in der Erinnerung stets mit der Region verknüpft, in der sie zu erzielen waren.

Es braucht schon eine gesunde Einstellung zum Töten

Insgesamt haben wir natürlich schon eine ziemlich gesunde Einstellung zu diesem Thema, gelle! Immer schön sportlich nehmen, wenigstens solange es niemanden von der eigen Truppe trifft, das wäre ja dann glatter Mord. Sicher sind wir weniger belustigt und beklatschen die blutigen Rekorde gar nicht mehr, wenn in Europa andersartige aber vergleichbare Rekorde aufgestellt werden. Beispielsweise mal eben ein dutzend Menschen in zwei Minuten niedermähen? So wie neulich in Paris? Ebenfalls sehr rekordverdächtig und natürlich nicht weniger pervers. Dort hat man hernach allerdings aus ganz anderen Gründen einen medialen Aufriss gemacht.

Todes-Rekord auf 2.475 Meter, Live-Scharfschützen-Wettbewerb im Kriegsgebiet scharfschuetzen bei der Arbeit berufsmoerder mord totschlag krieg menschenrecht wahnsinn massenmordWarum können wir uns eigentlich an so etwas dann nicht erfreuen? Reicht unsere Perversität da nicht mehr aus? Doch die reicht immer noch. Nur ist das alles Konkurrenz und hier bei uns schätzen wir diesen Sportsgeist doch nicht so sehr. Zumindest wenn eigene Leute betroffen getroffen sind. Die eingangs erwähnten Rekorde macht man vorzugsweise in fremden Landen und genau genommen nur zur Freude des Fachpublikums (wegen der Motivation unter den Berufsmördern).

Vielleicht war diese Rekordmeldung dann doch ein Fehler? Zu offensichtlich, dass die Friedenstaube allzeit im Visier ist? Nein, sicher nicht, denn auch diese Aufpeitsch-Meldungen gehören zum planmäßigen Konzept der Spaltung hierzulande dazu. Dem sind wir künftig vermehrt ausgesetzt, damit ja keine Einigkeit unter den Leuten aufkommt. Das Schlimmste was der Herrschaft hierzulande widerfahren könnte. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass man mit ein wenig Talent und guter Technik einem Menschen auf rund 2,5 km Distanz noch anständig in waidmänischer Tradition das Lebenslicht ausblasen kann. Im Gegensatz zum Drohnenmorden hat dies noch richtig Jagdcharakter und echten Charme.

Todes-Rekord auf 2.475 Meter, Live-Scharfschützen-Wettbewerb im Kriegsgebiet
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

2 Kommentare

  1. das ist längst nicht das gipfel moralischer verwahrlosung.
    der nächste us propagandafilm rollt auf deutsche kinos zu.

    “american sniper”ist ein weiteres kapitel heldenverehrung nach us amerikanischer art.
    er handelt von einem massenmörder mit gefühlen.

    der gipfel der perversion dieses machwerk,wird nicht mit dem leni riefenstahl ausgezeichnet.

    er soll chancen auf den oscar haben…
    obwohl oscar,nobel,karls,grimmepreis etc etc..

    alles längst von der us-propaganda vergewaltigte auszeichnungen für besondere leistungen.

  2. Was heist hier “moralische Verwahrlosung”? Es ist nun mal die Eigenart des Menschen, Alles zu verbessern und zu humanisieren! Früher ging man mit Spießen auf Bären los und riskierte sein Leben. Heute kann man gefahrlos aus 200 m den Bären “human” Töten. Warum das also nicht auch auf die “menschliche ” Spezies ausweiten ? Früher ging es Mann gegen Mann in blutige Gemetzel. Heute wird aus der Entfernung selektiv getötet. Und so getötet, das der Getroffene es erst im Moment des Todes merkt. Davon träumen unsere “Nutztiere” nur. Welch Sieg des Humanismus! Wenn nun Einige doch noch den Nervenkitzel suchen und sich bis auf 2475 m an ihr Opfer heranwagen, dann sollte man das doch eher sportlich nehmen. Und was die Idee mit einer eventuellen Liveübertragung einer solchen “Jagd” angeht: RTL dürfte begeistert sein über so ein neues Sendeformat, das unter Garantie astronomische Einschaltquoten beschehren dürfte !

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