Türkei setzt auf preisgünstigen Tod aus China, NATO zu Tode erschrocken

Türkei setzt auf preisgünstigen Tod aus China, NATO zu Tode erschrocken China 60th AnniversaryAnne Karre: Na, da ist doch mal wieder ein ordentlicher Poker im Gange, ein Riesenkracher auf Welttournee. Wenn es um den preisgünstigen Tod geht, dann versteht die Welt keinen Spaß mehr und schon gar nicht wenn ihn die Türkei macht, aber das Spiel ist noch lange nicht ausgereizt. Natürlich hört beim Tod auch die Freundschaft auf, wer sollte das nicht verstehen. Qualitätstotmacher aus den USA und Europa sind bei den letzten türkischen Betrachtungen völlig ins Hintertreffen geraten, China soll das Rennen machen, aber die Messe ist garantiert noch nicht gelesen. Wenn also die westlichen Anbieter bei den „pro Tod“ Stückkosten noch einmal nachbessern, dann besteht wieder Hoffnung, dass man sich am Bosporus doch noch für westliches Mordwerkzeug entscheidet.

Alle Welt will gut gerüstet sein, so auch die Türkei. Sie machte Vorgaben, wonach ein Luftabwehrpaket nicht teurer als 4 Milliarden Dollar werden sollte. Diese Vorgabe schien aber die wenigsten Bieter zu interessieren, war man sich viel zu sicher, mit dem Tod aus Kreisen der Alliierten ohnehin in der Pole-Position zu sein. Irgendwie ging aber die Rechnung nicht auf, denn die Chinesen kamen mit 3,44 Milliarden Dollar für ihr fernöstliches Feuerwerk mit dem günstigsten Angebot um die Ecke.

Jetzt schreit die „Nord Atlantische Terror Organisation“ (kurz NATO), Mord und Totschlag und fühlt sich zutiefst provoziert. Von Verrat soll gar die Rede sein. Dutzende aufgescheuchte Emissäre sind unterwegs, den Türken nun das Fürchten zu lehren, wegen dieses perfiden Bündnis-Frevels. Die Kollegen wollen auch gar nichts von den etlichen Vorzügen hören, die das chinesische Sonderangebot für die Türkei zu bieten hätte.

Es geht um das Flugabwehrsystem HQ-9, radargesteuerte Mittel- und Langstreckenböller zur Bekämpfung von Flugzeugen, Raketen und Drohnen, also um Boden-Luft Raketen. Aber mal ehrlich, sieht das chinesische Feuerwerk nicht viel schöner aus als die unifarbenen und tristen Todbringer der Alliierten? Die sind doch viel farbenfoher, lebhafter und in hoffnungsvollem Blau gehalten. Auf Bild gut zu sehen, die rollenden chinesischen Riesenböller gegen alles was fliegt, oder so ähnlich.

Zwar versprachen die Türken die Mörderteile technisch gut in die NATO-Struktur zu implementieren, aber da wiederum haben die Kollegen fürchterlich Muffensausen. Könnten doch die Chinesen so durch die Hintertür Details über westliches Mordsgerät erfahren, das sind aber ausnahmslos Geheimnisse. Und so erzählt man den Türken inzwischen eins vom Pferd, wegen der möglichen Öffnung irgendwelcher Sicherheitsschleusen und schon sind wir wieder beim Verrat.

Ein ungenannter Militärattaché bezeichnete gar offiziell die chinesische Technik innerhalb des NATO-Verbunds als bedrohlichen Virus und bescheinigte der Türkei noch immer nicht mitbekommen zu haben, dass doch China der Feind sei, dies mindestens noch 20 Jahre lang. Freundschaft kann es da nur beim Einkauf von Konsumgütern und der Ausbeutung von Arbeitskraft geben, da wo es sich besser rechnet, nicht jedoch beim Thema explosiver Sicherheit und extravaganter Feuerwerkskörper, derlei gäbe es doch nur unter Freunden, zu noblen Vorzugspreisen.

Man arbeitet also hart daran, dass die Türkei diesen Deal eben nicht mit China realisiert. Selbst Obama soll schon mehrfach bei Erdogan vorgesprochen haben, dass doch amerikanische Unternehmen, wenngleich doppelt so teuer, doch die freundlichere Wahl wäre. Und wenn Obama keine Zeit hat, dann drischt das Außenministerium weiter auf Ankara ein. Man darf allerdings davon ausgehen, dass die Chinesen mit Sicherheit ebenso überrascht waren über den Ausgang der besagten Ausschreibung. Da muss doch noch mehr im Busch sein.

Und tatsächlich, der Außenminister Ahmet Davutoglu lässt dann auch die Katze aus dem Sack. Es geht eigentlich nur um einen besseren Preis. Wenn die amerikanischen und europäischen Firmen zu besseren Konditionen anbieten, könnte sich die Türkei doch noch erweichen lassen und auch für die „Freunde” entscheiden. Also letztlich nichts aufregendes, sondern nur der übliche orientalische Basar. Vielleicht hat Erdogan ja auch nur ein Auge auf Angela Merkel geworfen? Denn wenn ein anderes Land dort in der Region, welches offiziell keine Chemiewaffen und auch keine Atombomben besitzt, U-Boote zu besonderen Konditionen von Deutschland abfischen kann, dann sollten doch auch für die Türkei vielleicht noch ein paar gesponserte Riesenböller aus westlicher Produktion drin sein. Immerhin verbindet doch der gemeinsame Flaschengeist namens NATO und da muss man ärmere Länder schon mal ein wenig stützen, auch mit wundersamen Waffen die man so braucht im Kampf gegen alles.

Was lernen wir daraus? Was für uns die polnischen Feuerwerkskörper sind, vor denen das deutsche Materialprüfungsinstitut und der TÜV unablässig warnen, das sind für die Amerikaner die chinesischen Feuerwerkskörper, die rein gar nicht nach ihrem Geschmack sind und ihnen jegliche Silvesterfreude verderben könnten.

Türkei setzt auf preisgünstigen Tod aus China, NATO zu Tode erschrocken
18 Stimmen, 4.89 durchschnittliche Bewertung (97% Ergebnis)
Über WiKa 1644 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

5 Kommentare

  1. Ja,ja. Sparzwänge überall. Und wieder vermasseln die Chinesen mit ihren Dumpingpreisen den West-Firmen das Geschäft. Da müssen dringends Sanktionen, Subventionen, Interventionen her ! Besser wäre es freilich gar keine Waffen zu verkaufen und an einen solchen Staat schon gar nicht. Aber die vielen Arbeitsplätze die da dran hängen. Vor allem die Vermögensverwalter der Rüstungsgroßaktionäre und der Lobbyisten und Politiker könnten davon betroffen sein !

  2. was soll die aufregung? es dürfte nur noch eine frage der zeit sein, bis auch die usa, angesichts ihrer düsteren finanzlage, billigbomben aus china kauft. zumindest für die diversen auslandskampfgruppen islamischer art.

  3. Das Prolem mit den NATO-Waffen ist das die Zielsteuerung (Freund-Feind-Kennung) fest eingestellt ist.
    Beispielsweise ist es nicht möglich eine Rakete auf ein NATO-Ziel zu richten und zu feuern.
    Die Software verbietet das Freund zu Freund geschossen werden darf.
    Das gleiche Problem hattten die Türken bereits mit den Kampfjets damals bei dem Israel Zwischenfall. Freunde abschhiessen geht nicht.
    Darum wurde die Elektronik in den Jets ausgetauscht.

    Abgesehen davon bin ich sicher, das Sultan Ergodan an seinem Kalifat arbeitet und verdeckt sehr gute Geschäfte mit Israel macht.

    So die “üblichen äuschungsmanöver” und das Volk sitzt vor dem TV und bekommt nichts mehr mit.

  4. Ich finde das Geschäft mit dem Waffenhandel sehr erschreckend.
    Noch schlimmer ist es, das Weltweit immer wieder Sachen passieren die gegen jegliche Moral und auch Menschenrechte gehen. Und wir alle schauen zu.
    Wird Zeit das sich in der Hinsicht vieles Radikal ändert. Doch leider sind viele Länder dazu noch nicht bereit.
    Grüße, Mia

  5. habe selten auf einer seite so gute kommentrare gelesen. frei von jeglicher verblendung. ensthaft. vom titel einmal abgesehen, müsste die autorin doch wissen, das es sich bei der hq-9 um ein passives system handelt. egal, ist nicht eure schuld.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*