Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West Hefekranz_Hefezopf_Putschgebaeck_Backzutaten_Backmischung_Ukraine_Krim_Wolfgang_Blaschka_by_marlena_pixelio.de_Das Putschge­bäck „Ukrainis­ch­er Hefe­zopf“ ist eine tra­di­tionelle Mehlspeise aus der Wehrma­cht­sküche, deren Rezep­tur nach dem über­stürzten Abzug ihrer Erfind­er über Jahrzehnte als ver­loren galt. Nun wurde sie wieder aus­ge­graben aus dem Boden­satz geplün­dert­er Kornkam­mern, und siehe da: Der schw­er im Magen liegende Kuchen­teig ging auf wie dun­nemal, als ukrainis­che Nation­al­is­ten in SS-Divi­sio­nen dien­ten und KZs bewacht­en. Deren geistige Erben gibt es immer noch zahlre­ich.

Man musste nur die notwendi­gen Zutat­en einkaufen, abwä­gen und im recht­en Ver­hält­nis mit den aktuellen lan­destyp­is­chen Gegeben­heit­en zusam­men­mis­chen. Die hohe Kun­st bestand darin, die Kon­di­toren diskret im Hin­ter­grund zu hal­ten, um den Back­prozess als Werk aufge­brachter Massen erscheinen zu lassen, die darin aufgin­gen, ohne es zu merken. Son­st hätte es nicht den Geschmack der Welt­presse getrof­fen. Die musste ja die Rezen­sio­nen über die sen­sa­tionelle Köstlichkeit ver­bre­it­en ohne das Rezept zu ken­nen. Allein der volk­ser­hebende Geschmack von friedlich­er Rev­o­lu­tion sollte noch her­auss­chmeck­en.

Zum Gelingen des Backwerks nehme man folgende Zutaten:

  • ein gerüt­telt Maß an Empörung über autoritären Regierungsstil und lan­desübliche Kor­rup­tion (Treib­mit­tel)
  • ein paar Schef­fel Geldes in harten Währun­gen (bevorzugte Emul­ga­toren: Euro und US-Dol­lar)
  • reich­lich west­fre­undlich­es Oppo­si­tions­führungs-Per­son­al (wahlweise bru­tal, reich oder berühmt)
  • jede Menge wider­stand­staugliche bis aggres­sive Nation­al­is­ten, darunter auch Nazis, Anti­semiten, Russen­has­s­er
  • dazu die Bezahlung für deren Aus­rüs­tung und Bewaffnung (plus Tages­gage von 100 bis 300 Euro)
  • einen clev­eren Zeit­plan unter Nutzung beste­hen­der Zeit­fen­ster (wie Olymp­is­che Spiele beispiel­sweise)
  • rei­hen­weise Droh- und Ver­lock­ungs­ge­bär­den (gemixt aus NATO, EU, Deutsch­land, GB, Frankre­ich, USA)
  • por­tion­sweise passende Polit-Promis divers­er west­lich­er Prove­nienz und Promi­nenz für Durch­hal­teparolen
  • einen Schwarm Pres­se­leute, die das, was sie sehen, nicht bericht­en, kaum begreifen oder falsch einord­nen
  • einen Zuck­er­guss aus Demokratie, Frei­heit und vagen Ver­sprechun­gen all­ge­meinen Woh­lerge­hens
  • jede Menge blau-gelbe Europa-Fäh­nchen und gelb-blaue Ukraine-Winkele­mente (far­blich abges­timmt)
  • ein paar Ess(ig)löffel bräun­lich-his­torisch­er Querver­weise (als Kon­servierungsstoff und Lebens­mit­tel­farbe)
  • sowie einen kräfti­gen Schluck Ziel­wass­er zur Abschmeck­ung und zur Anfeuerung des Jagdglücks

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West Julija_Wolodymyriwna_Tymoschenko_Yulia_Timoschenko_Ukraine_Oppositionsfuehrerin_Amtsmissbrauch_Steuerhinterziehung_Veruntreuung_Vitali_Klitschko_Maidan_Kiew_Kiev_KrimDass aus der Orange Rev­o­lu­tion ein brauner Putsch wurde, war dur­chaus kalkuliert, sollte aber nicht den Genuss trüben. Ein paar eis­erne Ingre­dien­zien müssen eventuell aus­ge­spuckt wer­den, der nation­al­is­tis­che Grundgeschmack ist aber notwendi­ge Voraus­set­zung für den Verzehr. Not­falls müssen allzu trock­ene faschis­tis­che Ele­mente eben genüsslich zerkaut wer­den, um sie europakom­pat­i­bel weich zu bekom­men. Entschei­dend ist der antirus­sis­che Haut­gout. Das Back­w­erk darf auch nicht zu lock­er ger­at­en, damit sich eventuell konkur­ri­erende Bären die Zähne daran aus­beißen. Es sollte anti­despo­tisch schmeck­en, aber doch irgend­wie auch nicht grund­sät­zlich anti­oli­garchisch. Ein gekon­nter Mix aus gehoben­er europäis­ch­er Küche, aus boden­ständig klitschkotziger Wehrma­chts­bäck­erei und frit­tenölgeschwängert­er NAhTOd‑Kantine ergab let­ztlich jenen Hauch von Haute Cusine, die den Ukrainis­chen Hefe­zopf auch inter­na­tion­al zum Ren­ner machen kön­nte. Wo immer Tem­per­atur und Druck im Back­ofen steigen, kann nun gezielt nachgelegt und fall­weise janukowis­cht wer­den. Wenn nicht ger­ade einem Gegen-Küchen­papst der über­raschende Put-in gelingt, der den Kon­di­toren ihre Kreation ver­salzt.

Wie also geht man behut­sam vor ohne schlafende Bären zu weck­en? Der Hefe­zopf war die sym­bol­trächtige Vor­gabe. Die lag qua­si auf der Straße beziehungsweise im Gefäng­nis, war den Starköchen auf dem Sil­bertablett sozusagen tim­o­schenkt und hat­te es am Kreuz, was Mitleid mit der mil­liar­den­schw­eren Mar­tyrerin der Wes­t­anbindung evozierte. Vor allem aber sah sie mit ihrem blonden Haarkranz so ukrainisch aus, wie sie die blut- und boden­triefend­sten Reich­skun­stken­ner nicht BDM-mäßiger in Öl hät­ten malen kön­nen. Der Frau musste geholfen wer­den, das kon­nte fast jed­er mit­füh­lende Men­sch nachempfind­en.

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West Julija Tymoschenko next EU Mum Mutter der EU-Volution-neues missbrauchtes Heldentum Ukraine qpressZwar hat­te sie kaum Steuern bezahlt, wie die meis­ten Oli­garchen, und ihr Land durch dubiose Gasliefer­verträge geschädigt, als sie am Drück­er war, aber sie taugte zur Ikone. Man musste nur die leicht abges­tumpfte Gold­farbe am Heili­gen­schein etwas auf­polieren. Ein verehrungswürdig qualgeschun­denes, ankla­gend blässlich­es Mah­n­mal gegen östliche Jus­tizwillkür, an dem man sachte begann zu zer­ren, behut­sam und für­sor­glich, dann immer heftiger, bis es schließlich zur Con­di­tio-sine-qua-non bei den immer drän­gen­deren Ver­hand­lun­gen über ein Assozi­ierungs-Abkom­men mit der EU wurde. Seht her: dieser Despot will sie im Knast ver­reck­en lassen, und uns nicht heim in den reichen West­en ent­lassen, pöbel­ten ihre Anbeter, zu denen sich bald auch die Bun­desregierung gesellte — selb­stver­ständlich nur aus Mit­men­schlichkeit und ohne böse Absicht­en. Man wollte helfen und sollte nicht dür­fen. Oh grim­miger Osten! Wir haben es doch immer gewusst: Diese Un(ter)menschen, die die europäis­che Ukraine eura­sisch machen wollen! Allons enfants, zu den Waf­fen! Jet­zt gilt es! Jet­zt oder nie!

Prompt klatscht­en sir­rende Ket­ten über den defen­siv­en Polizeiket­ten und schlu­gen auf deren Helme ein, geschwun­gen von faschis­tis­chem Mob, der friedlicher­weise mit flam­menden Molo­tow-Cock­tails auch scharfe Schüsse abgab. Die Bilder kon­nte man nicht in den Haupt­nachricht­en der großen West­sender sehen, nur im Inter­net. Sie passten nicht so recht in den Tenor vom verzweifel­ten Volk­sauf­s­tand, der längst von den Nazi-Hor­den in ein blutiges Gemet­zel an den zurück weichen­den Sicher­heit­skräften umfunk­tion­iert war, von denen einzelne gar in Brand gesteckt wur­den, andere hil­f­los auf dem Boden liegend halb tot­ge­treten. Die Lärmkulisse klang mar­tialisch, die Schüsse indes wur­den allein den Spezialein­heit­en zugeschrieben. Eine Regierung führt Krieg gegen das eigene Volk. Da musste doch was geschehen! Die NATO war alarmiert, die EU aus dem Häuschen, und die USA fuchtel­ten mit der Sank­tionskeule. Nach annäh­ernd hun­dert Toten war dann der Putsch voll­bracht.

Die neue pro­vi­sorische Regierung dro­hte umge­hend mit Ver­bot der rus­sis­chen Sprache, was bei ihrer Zusam­menset­zung kein Wun­der war, und im Osten der Ukraine wur­den Gebäude beset­zt, Men­schen “abge­holt“, die ver­schwun­den blieben. Das Ver­bot von Hak­enkreuzen wurde aufge­hoben, das Ver­bot der Kom­mu­nis­tis­chen Partei hinge­gen erlassen. Lenin-Denkmale und Erin­nerungs-Male an den Sieg über die faschis­tis­che Okku­pa­tion wur­den geschleift und geschän­det. Nun ist Demokratie.

Wie die Küchenmeister aus dem Westen das hinbekommen haben?

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West Vitali_Klitschko_Klychko_Ukraine_Revolution_Maidan_John_Kerry_Julija_Timoschenko_Orange_Revolution_Janukowitsch_Krim_Putsch_NATO_Muenchner_Sicherheitskonferenz_2014Nun, alle Küchenkun­st fängt beim Einkaufen an. Man muss schon auf Qual­ität acht­en. Nur nicht am Per­son­al sparen! Den­noch das vorhan­dene geschickt nutzen. Ein Profi­box­er ist freilich nicht umson­st zu haben. Ihn braucht man, um den Teig zu kneten und mit dem dick­en Hand­schuh immer wieder glatt zu stre­ichen, hin und wieder drauf zu hauen und dann wieder leicht zurück­fed­ern zu lassen. Die Kon­rad-Ade­nauer-Stiftung entsch­ied sich nahe­liegend für einen, der auch deutsch spricht, in Deutsch­land einen Wohn­sitz hat und zuver­läs­sig deutsch denkt. Der Kon­takt lief über Litauen, wie aus den gek­nack­ten E‑Mails des Out­knock­ers an den litauis­chen Präsi­den­ten­ber­ater vom Novem­ber let­zten Jahres her­vorge­ht:

“Lieber Mr. Jon­avi­cius, ich schreibe, um mich für Ihre Unter­stützung zu bedanken. Das Tre­f­fen mit Mrs. [Lore­ta] Graužinienė [litauis­che Par­la­mentspräsi­dentin] war sehr pro­duk­tiv. Wir haben Ansicht­en über die aktuellen Geschehnisse aus­ge­tauscht und disku­tierten unsere Pläne für die Zukun­ft. Mrs. Graužinienė machte einige inter­es­sante Vorschläge bezüglich mein­er Zukun­ft. Ich muss darüber noch nach­denken, aber grund­sät­zlich bin ich wil­lens Ihre Kon­di­tio­nen zu akzep­tieren. Beson­deren Dank an die litauis­chen Fre­unde für die finanzielle Unter­stützung. Heute hat mein Assis­tent ihre Botschaft besucht und den Rechts­ber­ater getrof­fen. Sie disku­tierten Finanzfra­gen und Pläne für die zukün­ftige Koop­er­a­tion. Mein Assis­tent besorgte Valenti­na auch meine Kon­to­dat­en in Deutsch­land. Ich freue mich auf eine erfol­gre­iche Zusam­me­nar­beit in der Zukun­ft.“

Das war schon mal gut eingekauft. Klitschko kon­nte sich blendend insze­nieren.

Am 5. Dezem­ber schlen­derte der Deutsch-Ukrain­er über den Maj­dan, Gui­do West­er­welle im Schlepp­tau. Der war aber gar nicht wegen ihm dort, son­dern wegen ein­er OSZE-Tagung. Auf der Bühne der lupen­reinen Demokrat­en und Frei­heit­skämpfer sprach er nicht. Deshalb beschw­erte sich Klitschko am 7. Dezem­ber bei den Litauern: “Nach unserem Tele­fonge­spräch bin ich der Mei­n­ung, es wäre nüt­zlich den Besuch einiger hochrangiger Funk­tionäre der EU zu pla­nen. Der Maid­an braucht ständi­ge moralis­che Unter­stützung. Es wäre angemessen jeman­den aus Berlin einzu­laden. Ich habe einige hochrangige Fre­unde dort, doch aus irgendwelchen Grün­den zögern die. Unsere amerikanis­chen Fre­unde haben ver­sprochen, in den kom­menden Tagen einen Besuch abzus­tat­ten, wir wer­den wohl auch Nuland und jeman­den vom Kongress sehen. Ein anderes Prob­lem, das ich ansprechen möchte, ist, dass Janukow­itsch sich zurück­hält. Das sieht verdächtig aus. Was hat er vor? Wir wür­den einige Infor­ma­tio­nen mehr in dieser Sache sehr schätzen“. Ohne harten Geg­n­er wäre der Kampf ein Witz.

Dass der böse Janukow­itsch sich zurück­hielt, passte über­haupt nicht ins Drehbuch. Am 14. Dezem­ber 2013 ver­sprach der Eingekaufte: “Ich bin dem Präsi­den­ten und allen litauis­chen Fre­un­den sehr dankbar für diese starke Unter­stützung. Ich werde alles, was ich kann, dafür tun, den Erwartun­gen mein­er europäis­chen Part­ner zu entsprechen. Ihr Kol­lege ist angekom­men und hat mit meinem Team ange­fan­gen zu arbeit­en. Er ist ein echter Profi, und ich denke, seine Dien­ste wer­den notwendig sein, ger­ade wenn das Land desta­bil­isiert ist. Ich habe auch Ihre Leute von der Botschaft getrof­fen. Die übergebe­nen Infor­ma­tio­nen über Janukow­itschs Pläne sind sehr wichtig für unsere genein­same Sache. Ich würde diese Art Infor­ma­tio­nen gerne per­ma­nent haben.“ Er bekam sie offen­sichtlich, von welchem Geheim­di­enst auch immer.

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West NATO_Fadenkreuz_Visier_Imperialismus_Hegemonie_Kolonialismus_Staatsterrorismus_Krim_Krimhalbinsel_Angriffskrieg_Kolloborateure_Drohne_Drohnenkrieg_kalter_Krieg_arkadius_neumann_pixelio.de_Am 9. Jan­u­ar 2014 war dann für Klitschko alles klar, es musste endlich angerichtet wer­den: “Ich denke, wir haben den Weg geeb­net für eine radikalere Eskala­tion der Sit­u­a­tion. Ist es nicht an der Zeit für entsch­iedenere Aktio­nen? Ich möchte auch bit­ten über die Möglichkeit ein­er stärk­eren Finanzierung nachzu­denken, um unsere Unter­stützer für ihre Dien­ste zu bezahlen.“ Klar, ohne Moos nix los, das weiß ein Beruf­skämpfer. Dass er zwis­chen­zeitlich den weißpul­vri­gen Inhalt eines Feuer­lösch­ers ins Gesicht bekam, weil er von eini­gen sein­er Land­sleute als Ver­räter und Agent des West­ens gese­hen wurde, schmälert seine Nehmerqual­itäten nicht. Er hat auch geliefert: Fördern und Fordern auf höch­stem deutsch-ukrainis­chen Niveau. Als aus­ge­mustert­er Box­er muss man ja auch von irgend etwas leben, wenn man sich nicht arbeit­s­los melden will.

Die Veröf­fentlichung der ent­lar­ven­den E‑Mails von Klitschko an seine litauis­che Außen­stelle hat dankenswert­er­weise Anony­mous-Ukraine besorgt. Darüber hin­aus existieren massen­haft Beweise für Strip­pen­zieherei und Bestechung der vor­ma­li­gen ukrainis­chen Oppo­si­tion, die jet­zt Regierung ist, durch die NATO. Bei Arsenij Jazen­juk wur­den noch im Dezem­ber 16,7 Mil­lio­nen US-$ beschlagnahmt), es gab auch Unter­stützung für die Koop­er­a­tion der Putschis­ten mit den Krim­tataren. Die engen Verbindun­gen Klitschkos nach Deutsch­land soll­ten nicht darüber hin­weg täuschen, dass auch die USA ihre Fin­ger kräftig mit im Teig hat­ten.

Deren neokon­ser­v­a­tiv­er Vor­denker Zbig­niew Brzez­ińs­ki (ohne den geht es nicht!) hat­te schließlich die Strate­gie bere­its Ende der Neun­ziger Jahre vorgeze­ich­net, also die Küche bere­it­et für die Wieder­au­flage des alten deutschen Zopfs im bevor ste­hen­den „amerikanis­chen Jahrhun­dert“. In seinem zeit­los gülti­gen Werk “Die einzige Welt­macht“ (direkt über­nom­men aus dem „Barbarossa“-Kriegsplan Ost der deutschen Wehrma­cht, aber jet­zt “Amerikas Strate­gie der Vorherrschaft“) zeich­nete er sog­ar einen Zeit­plan vor, der ziem­lich genau einge­hal­ten wer­den kon­nte auch ohne Panz­er­di­vi­sio­nen: “Irgend­wann zwis­chen 2005 und 2010 sollte die Ukraine für ern­sthafte Ver­hand­lun­gen sowohl mit der EU als auch mit der NATO bere­it sein.“

Und, nach­dem er sich über das Schick­sal Usbek­istans und Aser­baid­schans aus­ge­bre­it­et hat: “Am wichtig­sten allerd­ings ist die Ukraine. Da die EU und die NATO sich nach Osten aus­dehnen, wird die Ukraine vor der Wahl ste­hen, ob sie Teil ein­er dieser Organ­i­sa­tio­nen wer­den möchte. Es ist davon auszuge­hen, dass sie, um ihre Eigen­ständigkeit zu stärken, bei­den beitreten möchte, wenn deren Einzugs­bere­ich ein­mal an ihr Ter­ri­to­ri­um gren­zt und sie die für eine Mit­glied­schaft notwendi­gen inneren Refor­men durchge­führt hat. Obwohl dies Zeit brauchen wird, kann der West­en, während er seine Sicher­heits- und Wirtschaft­skon­tak­te mit Kiew weit­er aus­baut, schon jet­zt das Jahrzehnt zwis­chen 2005 und 2015 als Zeitrah­men für eine sukzes­sive Eingliederung der Ukraine ins Auge fassen. Dadurch ver­min­dert er das Risiko, dass die Ukrain­er befürcht­en kön­nten, Europas Erweiterung werde an der Ost­gren­ze Polens halt­machen.“ Aber woher denn?! Auf die NATO ist Ver­lass.

Es ist angerichtet: Klitschköstliches aus der Confi(e)serie West Vitali_Klitschko_Klychko_Ukraine_Maidan_Julija_Timoschenko_Yulia_Tymoschenko_Oppositionsfuehrerin_Orange_Revolution_Janukowitsch_Krim_Putsch_NATO_EPP_Dublin_Congress_2014Da wurde jahrzehn­te­ge­nau geplant, und jet­zt voll im Zeitrah­men real­isiert. Diverse Organ­i­sa­tio­nen und Ini­tia­tiv­en Merkels, Albrights und McCains rangeln nun um den jew­eils größten Ein­fluss in der Ukraine. Ob Vitali Klitschko (deutsch) punk­tet oder Julia Tim­o­schenko (für die USA) bei der Wahl im Mai, ste­ht in den europäis­chen Ster­nen. In jedem Fall soll die Ukraine in und für Europa serviert wer­den, und die USA lassen es dazu mit einem Sank­tions­feuer­w­erk gegen Rus­s­land krachen, das den deutschen Außen­min­is­ter Stein­meier etwas irri­tiert. Schließlich soll doch längst nicht so heiß gegessen wie gekocht wer­den. Man kön­nte sich allzu leicht den zu voll genomme­nen Mund ver­bren­nen.

Also abkühlen lassen, den Kuchen, mit Kon­tak­t­ge­sprächen überzuck­ern und mit Beschwich­ti­gungs-Adressen an den ange­blich so hun­gri­gen rus­sis­chen Bären gar­nieren, ohne ihm die Rosine Krim zu über­lassen! Ein Draht­seilakt zwis­chen Pro­voka­tion, Kon­fronta­tion und diplo­ma­tis­ch­er Ein­bindung, vielle­icht sog­ar mit ein­er west­lichen Ver­tragsver­längerungs-Garantie für den Hafen Sewastopol über 2042 hin­aus, nach­dem das mit der deutschen Umbe­nen­nung in Theoderichshafen durch das Reich­skom­mis­sari­at Ukraine 1942 nicht geklappt hat. Wer weiß? Ein Krümel kön­nte schon abfall­en, bevor man in Ruhe speisen will. Die Ein­ver­lei­bung soll schließlich ein Genuss sein und kein hastig über­fressenes Geschlinge. Der Zopfverzehr wird ohne­hin schw­er ver­daulich.

Wichtig war die richtige Back­tem­per­atur, denn der Ofen musste län­gere Zeit vor­glühen. Dann ging es rel­a­tiv schnell, man musste nur beherzt zu Werke gehen. Hier eine Ver­lock­ung, dort eine Dro­hung, etwas Geld­ver­sprechen, eine Prise War­nung. Dann ges­pan­nt abwarten bei einen Teelöf­fel Geduld. Zwis­chen­durch aufrühren, würzen und abschmeck­en, bis es abgeschmackt ist. Das Ganze muss gären, damit es aus den Fugen gerät. Doch das eigentliche Geheim­nis ist das Ein­greifen zum richti­gen Zeit­punkt, damit der Teig aufquillt ohne den Ofen zu spren­gen. Denn schließlich will man sich ja den ganzen Kuchen ein­ver­leiben und nicht nur einen Brock­en davon abhaben. Dazu sind min­destens mit­tel­fristige Pla­nun­gen von­nöten, ein Gespür für his­torische Entwick­lun­gen, ein gewiss­es Maß an Rohstoffhunger und das passende Per­son­al. Ohne sorgsam verteilte Rollen gelingt das nicht. Auch der Zeit­plan will umsichtig einge­hal­ten sein. Während des kurzen Zeit­fen­sters der Win­ter­spiele im gegenüber­liegen­den Kauka­sus war Moskau hand­lung­sun­fähig, da kon­nte man in Kiew aufkochen. Der Maid­an erhitzte unter den würzi­gen Gewehrsal­ven des Recht­en Sek­tors. So stand es im Kochbuch. Bra­vo, Sek­tor bravy!

Freilich musste auch ein Batzen Geld im Spiel sein (100 bis 300 Euro pro Tag und Schläger-Helm), eine gehörige Por­tion Skru­pel­losigkeit und die his­torische Zuver­sicht ins Gelin­gen. Und es ist gelun­gen. Wohl bekomm’s, wem auch immer, der es nun aufessen und ver­dauen muss! Die Men­schen in der Ukraine wer­den stöh­nen, die deutschen Steuerzahler wür­gen. Für die rus­sis­chstäm­mi­gen Ukrain­er ist es schon jet­zt zum Kotzen. Als kuli­nar­isches Einzel­stück (das Ref­eren­zpro­dukt Georgien war damals ein viel zu hartes Brot) steck­en im ukrainis­chen Kuchen viele Mühen und Mon­eten drin. Das kann sich eigentlich nur noch der West­en leis­ten. Abge­se­hen davon: Für chi­ne­sis­che Gourmets läge das Leck­er­li ein­fach zu abseits. Mahlzeit! Möge der Ukrainis­che Hefe­zopf den Messer­fres­sis im Halse steck­en bleiben!

Wolf­gang Blasch­ka, München


Bildquellen: »> redak­tionelle Artike­lauf­bere­itung • Kritisches-Netzwerk.de

1. Putschge­bäck „Ukrainis­ch­er Hefe­zopf“. Foto: Mar­lena Quelle: Pixelio.de

2.Juli­ja Wolodymyri­w­na Tymoschenkos Haar­zopf. Foto: Euro­pean People’s Par­ty Quelle: Wiki­me­dia Com­mons. Diese Datei ist unter der Cre­ative Com­mons-Lizenz Namen­snen­nung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizen­ziert. (Foto-Auschnitt)

3. Juli­ja Tim­o­schenko mit auf­poliertem Heili­gen­schein • QPress.de

4. US-Aussen­min­is­ter John Ker­ry (re.) und Vitali Klitschko (li) tre­f­fen am 1. Feb­ru­ar 2014 auf der Münch­n­er Kon­ferenz für Sicher­heit­spoli­tik aufeinan­der. Foto: Marc Müller / MSC, Quelle: / Wiki­me­dia Com­mons. Dieses Bild (hier ein Bil­dauss­chnitt!!) wurde von der Münch­n­er Kon­ferenz für Sicher­heit­spoli­tik unter der Lizenz Cre­ative Com­mons Attri­bu­tion Deutsch­land 3.0 auf der Web­seite www.securityconference.de veröf­fentlicht. Entsprechend den Angaben im Impres­sum kön­nen die Bilder unter dieser Lizenz ver­wen­det wer­den, solange der Name des Fotografen genan­nt wird.

5. NATO — für ihre Erweiterungs­gelüste nach Osteu­ropa sind kein Preis zu hoch und kein Men­schen­leben zuviel. Orig­i­nal­fo­to OHNE das NATO-Sym­bol von Arka­dius Neu­mann / pixelio.de Bild­bear­beitung von QPress.

6. Tymoschenko & Vitali Klitschko at Euro­pean People’s Par­ty (EPP) Dublin Con­gress, 3/2014. Foto: Euro­pean People’s Par­ty. Quelle: Wiki­me­dia Com­mons. Diese Datei ist unter der Cre­ative Com­mons-Lizenz Namen­snen­nung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizen­ziert. (Foto-Auss­chnitt)

Es ist angerichtet: Klitschköstlich­es aus der Confi(e)serie West
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
Immer noch und auf alle Zeit total kosten­los … unsere Mail-Benachrich­ti­gung, sobald neue Artikel hier erscheinen. Es geht ganz ein­fach: ein­tra­gen, Bestä­ti­gungs­mail kommt post­wen­dend (bei großen Mail­providern auch den SPAM-Ord­ner prüfen), dort Bestä­ti­gungslink klick­en und alles ist schon erledigt. Kann jed­erzeit genau­so unkom­pliziert abbestellt wer­den. Jede Mail enthält enst­prechende Links dazu. Also? Worauf noch warten?

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Über Wolfgang Blaschka 17 Artikel
freischaffender Grafiker, Autor und Filmemacher aus München

11 Kommentare

  1. Wie teuer kostet denn Ablenkung?
    So 3,5 Mil­lio­nen
    18,5 Mil­lio­nen
    29 Mil­lio­nen

    Bei einem 2 Bil­lio­nen Dol­lar Deal?

    Wieder ein­mal reduziert auf schwarz/weiß
    Der Artikel ist Mist.
    Punkt

    • … wie hättest denn Du den Zopf gerne geback­en bekom­men? Dann kann ich es ja Wolf­gang mal mit­teilen … dass er das näch­ste Mal das Rezept etwas ändert … oder Dir eine Extra-Zopf-Wurst brät … 😉

  2. Ja und nun?
    Was denn?
    Zitat des let­zten Satzes dieses Artikels:
    “Möge der Ukrainis­che Hefe­zopf den Messer­fres­sis im Halse steck­en bleiben!”
    Wem hil­ft das jet­zt?

    • … den Messer­fressies … dann kön­nen sie keinen ander­weit­i­gen Schaden mehr machen und nie­mand hat sie ange­langt … das nen­nt man gewalt­frei … 😉

  3. “Heute hat mein Assis­tent ihre Botschaft besucht und den Rechts­ber­ater getrof­fen. Sie disku­tierten Finanzfra­gen und Pläne für die zukün­ftige Koop­er­a­tion. Mein Assis­tent besorgte Valenti­na auch meine Kon­to­dat­en in Deutsch­land. Ich freue mich auf eine erfol­gre­iche Zusam­me­nar­beit in der Zukun­ft.“
    Zitat aus Klitschko Text
    Hier kann man zwis­chen den Zeilen lesen, dass er via Assis­tent via sein Kon­to eine schöne Menge Geld erhielt auf sein Kon­to. Wieviele Mil­lio­nen?
    Ja so gehen die Spielchen, er kon­nte über­all Hände schüt­teln mit Regierungschefs aber er ist eigentlich Poli­tik-eine Null­num­mer.…. Wie geht denn das?
    Man sieht Fra­gen über Fra­gen aber Antworten.…. will kein­er mehr. Jet­zt ist das Ziel erre­icht und die Geschütze wer­den aufge­fahren…
    Gruss

  4. Das Back­rezept kann man sich mal get­rost zu Gemüte führen, danach ist man schon vom Lesen satt. Der Brechreiz lässt sich kaum ver­hin­dern, aber sind wir nicht alle gut beim Schluck­en, denn schließlich sind wir ja fast Meis­ter im Ertra­gen von mit nor­malen Men­schen­ver­stand unver­daulich­er Kost, welche uns ständig von unseren Poli­tik­ern, der EU und unseren Fre­un­den aufgetis­cht wer­den. Warten wir mal ab, was sie son­st noch in ihrer Hex­enküche für uns bere­it hal­ten und wie lange unser Magen dabei mit­macht. Der finale Magen­durch­bruch wird auch bei den igno­ran­testen „Mit­laufess­er“ noch kom­men. Bis dahin guten Appetit…. 😉

  5. Immer die gle­ichen Zutat­en. Nur die Menge und die Back­tem­per­atur vari­ieren gele­gentlich.
    Alle wis­sen das das “Gebäck” wenig schmack­haft und äußerst unge­sund ist.
    Aber alle schluck­en es wie eine heilige Hostie !
    Gibt es eigentlich keine keine “Bewe­gung” (ähn­lich Food-Watch) die dage­gen ange­ht ? Kom­pli­ment an den Autor dieses Artikels. Aber helfen die Hin­weise auf den Zigaret­ten­schachteln wirk­lich ? 🙂

  6. Die Duma sagt, bringt Europa nix mehr ein , nehmen wir es ein.

    Ruß­land bekommt die krim, und dreht gas hahn ab, der anfang vom Ende.….
    Das Salz usa und zuck­er­guss (Rus­s­land), ermöglicht der drit­ten teile herrsche partei diesen kuchen leck­er einzu­ver­leiben, da 90% welt­bevölkerung drauf gehen, wirds auch für alle reichen.

    Lernt schon mal die bud­da reli­gio­nen, die gar nicht so verkehrt sind.

    Let­zte anze­ichen, die saud­is sind usa so dankbar, für den ver­rat, das new york ein lek­er­er kuchen ist, dadrauf hin eilen alle amis zum caf­fee klatsch nach hause, und die russen fall­en in die eu ein, alles geht seinen lauf

    aus­gang des wahrschein­lich­sten sce­nar­ios.……,

  7. http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/gerhard-wisnewski/krieg-am-15-maerz-gehackte-e-mails-enthuellen-false-flag-operation-gegen-die-russen.html

    Die Zeit läuft ab!!!
    Es geht hier um außer­par­la­men­tarische Verabre­dung zum Völk­er­mord und kriegstreibende Ver­schwörung.
    Anklage muss erfol­gen gegen:
    Kan­z­lerin Merkel, Oba­ma, Mc Cain, Pen­ta­gon, BND, Stein­meier, Gabriel, Weis­band, Özed­mir, Klitschko, Tim­o­schenko, Jazen­juk, Kissinger, Brzezin­s­ki, Nuland, Ash­ton u.w.

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