Hinrichtungsnotstand in Saudi-Arabien, demnächst auch Erschießungen

Hinrichtungsnotstand in Saudi-Arabien, demnächst auch Erschießungen BeheadingchinaMekka bloß nicht rum: Man sollte es kaum glauben, aber auch bei unseren treuen Freunden in Saudi-Arabien scheint es so etwas wie Fortschritt zu geben. Derzeit leidet das Land an einem akuten Hinrichtungsnotstand, weil die Spezialisten zum sach- und fachgerechten Kopf abschlagen offenbar Mangelware sind. Letzteres ist scheinbar die Ursache für diese Misere. Deshalb wird jetzt ganz offiziell darüber nachgedacht in diesem Bereich modernere Methoden einzuführen. Der Leistungsdruck gebietet auch auf diesem Sektor produktiver zu werden. Also Methoden einzuführen die einen höheren Durchsatz bei der Exekution der rechtmäßig ins Jenseits zu Befördernden erlauben.

Zwar ist die Zahl der Hinrichtungen gar nicht so exorbitant, man muss allerdings dazu auch wissen, dass die Scharfrichter in Saudi-Arabien noch andere Aufgaben auszuführen haben. Da geht es dann um Hände, Füße, Arme und Beine abhacken, sprich die gute Traditionen in der dortigen Rechtspflege wahren. Und in diesem Segment müssen die Fallzahlen wohl noch um einiges höher liegen, sodass auf der anderen Seite ein so eklatantes Defizit beim Kopf abschlagen entstehen kann. Das Bild oben rechts ist nicht aus dem Zusammenhang, es zeigt die Vorbereitungen einer Enthauptung in China, dort ist man inzwischen schon erheblich weiter, darauf kommen wir aber weiter unten im Text, mit Blick auf das sach- und fachgerechte Töten, nochmals zu sprechen.

Religiöses Gutachten gibt grünes Licht

Insoweit ist der Gedanke nicht abwegig jetzt mit Erschießungen der Durchsetzung des Rechts wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Abschaffung der Todesstrafe scheint bis heute keine Option in Saudi-Arabien zu sein. Bei dieser Reform des Vollzuges kann man dann, so die Hoffnung, auf weniger qualifiziertes Personal zurückgreifen. Mehrere Quellen berichten in diesen Tagen von derlei offiziellen Überlegungen dort, die Angabe der Quellen ersparen wir uns – sind genügend über die Suchmaschinen zu finden – weil wir einen wesentlicheren Aspekt dieser Angelegenheit herausarbeiten wollen.

Ein religiöses Rechtsgutachten soll angeblich bereits verbindlich geklärt haben, dass auch Erschießungen absolut mit den religiösen Grundsätzen des Staates kompatibel sind. Demnach steht einer Modernisierung des Hinrichtungswesens in Saudi-Arabien absolut nichts mehr im Wege. Man vermutet, dass diese Reform auch mit Blick auf die freundschaftlichen Verhältnisse zu westlichen Nationen angegangen wurde, denn Erschießungen gelten auch hier durchaus als modern, wohingegen das Kopf abschlagen doch sehr viel Nasenrümpfen in unserem Kulturkreis verursacht. Auch so können sich dann die unterschiedlichen Kulturen näher kommen.

Genauere Regelungen zur Methodik stehen noch aus

Immerhin verkaufen wir Saudi-Arabien ja genügend Waffen, da sollte es eine Selbstverständlichkeit sein auch für diese Zwecke High-Tech an die Freunde zu liefern, immer von dem Gedanken beseelt das Leid der Betroffenen zu mildern, halt aus humanitären Gründen. Wenn man sich mit den verschiedensten Methoden der Erschießung auseinandersetzt, dann gibt es da allerdings noch erhebliche Unterschiede.

In manchen Ländern wird beispielsweise sukzessive erschossen, da fängt man an den unteren Gliedmaßen an und nimmt dann stückweise den Körper ins Visier und zum Schluss kommt dann auch der Kopf des Delinquenten in die Ziellinie. Hier setzt man aber auch bewusst auf einen qualvollen Tod als Bestrafung. Derlei Perversion mag man auch den Saudis heute nicht mehr unterstellen. Eine weitere beliebte Methode ist dann das sogenannte Erschießungskommando. Aber auch hier ist ein schneller Tod nicht gewiss, weil meist nur auf den Körper geschossen wird und so muss sich der Übeltäter dann gegebenenfalls auch noch eine Weile winden bis er endlich verreckt.

China scheint hier inzwischen die Führungsrolle beim humanen Erschießen übernommen zu haben. Kopf- oder Genickschuss garantieren in der Regel eine sofortige Bewusstlosigkeit und man darf annehmen, dass dies der leidensfreiste Tod ist. Wir haben allerdings dazu auch keine Befragungsergebnisse von den Betroffenen. Vielleicht rührt daher die Einschätzung von Fachleuten, dass diese Art des Tötens wohl als die humanste bewertet werden darf.

Es geht aber noch besser und gezielter

Bestimmt möchte sich Saudi-Arabien am Ende nicht mit China vergleichen lassen, ergo muss noch etwas besseres her und auch humaner sollte es sein. Milliardenfache Erfahrungen belegen, dass der Bolzenschussapparat das „Non Plus Ultra“ in dieser Liga ist. Dies liegt einfach an seiner speziellen und gediegenen Konstruktion, die ausschließlich für das Geschäft des gezielten und sicheren Tötens geschaffen wurde. Hinzu kommt die idiotensichere Handhabung und auch ein kostengünstiger Betrieb, also alles Voraussetzungen die es für die Verwendung in einer modernen, zivilisierten und kostenbewussten Welt braucht. Damit jeder eine Vorstellung von diesem wunderbaren Gerät bekommt, haben wir dem Artikel das Bild eines solchen Klassikers beigefügt. Bitte nicht den Rost am Gerät mit getrockneten Blutspritzern verwechseln, es handelt sich um ganz normale Gebrauchsspuren.

Schlachtschussapparat

Unter diesem Aspekt wären nun auch die deutschen Hersteller nicht abgeneigt einmal mehr echte deutsche Wertarbeit für die zahlungskräftigen Freunde bereitzustellen. Man darf also gespannt sein, ob Saudi-Arabien jetzt endgültig den Weg zum Humanismus einschlägt und auch in diesem Bereich auf alte und als grausam geltende Riten zu verzichten bereit ist.

Noch ist die Diskussion dort um die Erschießungsmethoden nicht vollständig abgeschlossen. Aber genau an dieser Stelle könnten sich unsere Politiker erneut nutzbringend für unsere heimische Präzisionsindustrie einbringen und die hier genannten Vorzüge vermitteln. Dies insbesondere unter dem Hintergrund, dass man den Saudis nicht offen und nachhaltig die Abschaffung der Todesstrafe anempfehlen mag, wie man dies nur all zu gerne und lauthals bei anderen Ländern tut.

Falls jemand diesen Artikel als Plädoyer für die Todesstrafe interpretieren möchte, sei vorsorglich darauf hingewiesen dass er genau das Gegenteil von dem ist. Im Zweifel dann noch einmal von vorne lesen, vielleicht ersch(l)ießen sich dann die bösen Spitzen ein wenig schneller. Wohl aber ist es ein Plädoyer dafür, die Menschen nicht schlechter zu behandeln als das Vieh wenn es um den todsicheren und angeblich humanen Tod geht. Dann muss man auch bereit sein bewährte Technik dafür einzusetzen und nicht stümperhaft zu Werke zu gehen. Dies wäre also das Mindeste was man erwarten sollte.

Bildnachweise: Enthauptung China | Wikimedia Commons | Public Domain
und Bolzenschussapparat | Wikimedia Commons | Autor: Supermartl | CC-BY-SA 3.0

Hinrichtungsnotstand in Saudi-Arabien, demnächst auch Erschießungen
11 Stimmen, 4.64 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis)
Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
Immer noch und auf alle Zeit total kostenlos … unsere Mail-Benachrichtigung, sobald neue Artikel hier erscheinen. Es geht ganz einfach: eintragen, Bestätigungsmail kommt postwendend (bei großen Mailprovidern auch den SPAM-Ordner prüfen), dort Bestätigungslink klicken und alles ist schon erledigt. Kann jederzeit genauso unkompliziert abbestellt werden. Jede Mail enthält enstprechende Links dazu. Also? Worauf noch warten?

Avatar
Über WiKa 2312 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

6 Kommentare

  1. Nun,was kann mann hier für einen Kommentar hinterlassen, ausser das Pure entsetzen, um wiederum feststellen zu müssen, das das Individuum Mensch das grösste Pervertierte Lebewesen auf dieser Erde ist.Kein anderes Lebewesen ist in seiner Arroganz und seinem eingebildeten Hochmut derart dreist, solch Verbrechen unter Perfidester Art und Weise am gleichen Individuum zu begehen. Bei solchen Bildern oder Wissen das die Menschen auch heute noch in der Lage sind, derart gegen seines Gleichen vorzugehen, muss jeden der seines Verstandes noch einiger Maßen im normalen Level hat,sich fragen ob in unserer Geschichte irgend etwas nicht stimmen kann ? Hier stellt sich jedenfalls für mich die Frage haben wir tatsächlich das Jahr 2013 erreicht oder bewegen wir uns immer noch in der Steinzeit?Auf alle Fälle kann mann nicht von Intelligenten Lebewesen sprechen, die solcher Tat mächtig sind.Um so niedriger der Geist (Verstand )eines Individuum (Mensch)ist ,ist er auch in der Lage solche Abscheuliche Taten zu begehen. Es ist in folge dessen an uns, etwas Menschlichkeit in diese Welt zubringen. Aufklärung und das Tägliche Informieren der Allgemeinheit ,ist unsere Pflicht und Auftrag um eines Tages sagen zu können wir sind im hier und jetzt in der Realität angekommen!

    • Um es ergänzend auf einen ähnlich guten Nenner zu bringen, möchte ich anführen, dass die geistige Weiterentwicklung des Menschen deutlich hinter seinen technischen Errungenschaften hinterherhinkt. Hätten wir parallel zu den vielen Erfindungen ähnlich generöse Fortschritte im geistigen Bereich machen können, dann hätte sich dieser Artikel erübrigt … 🙁

  2. Nicht umsonst setzt sich „amnesty international“ weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe ein! Ich bin seit über 20 Jahren dabei, ich weiß wovon ich rede!

  3. Also, ‚mal ganz ehrlich … Wenn es denn sein muß, ziehe ich einen Nackenschuß dem Hackebeilchen vor, denn jenes ist stumm, den Erschießungsschuß höre ich noch …

    Kann ich der DFG (Deutsche FriedensGesellschaft oder so ähnlich) trauen mit den war resisters aus USA?

    Wäre sehr dankbar für weiterführende Informationen. Danke! aus einem Land, in dem ‚bitte‘ und ‚Danke‘ im Wortschatz nicht vorkommen, nicht vorhanden sind.

1 Trackback / Pingback

  1. Hinrichtungsnotstand in Saudi-Arabien, demnächst auch Erschießungen | Heinrichplatz TV

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


Ich akzeptiere

*