Sind wir nicht alle irgendwie Piraten

Alb-Traum­schiff: So langsam wird es span­nend. In NRW ist ger­ade ein­mal wieder ein Lan­desregierung in sich zusam­menge­sackt. Auf Bun­de­sebene, also in Berlin, tun sich schon die Parteien zusam­men, um im Zweifel auch gegen das Volk regieren zu kön­nen. Es scheint eng auf der Brücke zu wer­den unseres Schiffes zu wer­den, dort macht sich Unruhe bre­it. Die Linken sind sich irgend­wie noch nicht schlüs­sig, ob sie ihre Dauerop­po­si­tion an den Nagel hän­gen sollen, um sich entwed­er der ver­meintlichen Mehrheit dort anbiedern zu kön­nen oder doch mehr die Men­schen in den Vorder­grund zu stellen.

Aber spie­len will mit ihnen auch nie­mand so recht, außer vielle­icht der Ver­fas­sungss­chutz. Da wird nun die große Mehrheit der Men­schen im Lande mit offen­em Mund und großen Augen ste­hen gelassen während die poli­tis­che Kaste das Tafel­sil­ber zum Fen­ster rauswirft und par­al­lel dazu die Bürg­er noch weit­er unter die Knute zu brin­gen ver­sucht. Wie der Spiegel-Online hier zu bericht­en weiß, sind selb­st die Grü­nen alarmiert. Warum nur? Däm­mern auch ihnen inzwis­chen die Pirat­en. Offen­bar pla­nen die jet­zt für NRW einen Blitzkrieg und bei den Etablierten geht die Angst um. Berlin haben sie auf Anhieb geen­tert, wie sieht es mit den anderen Bun­deslän­dern aus und was passiert 2013 bei der Bun­destagswahl.

Was macht die Piraten so spannend

Die Pirat­en sind frisch, unver­braucht, noch so her­rlich naiv wie so viele Men­schen im Lande auch, die glauben dass man was für die Mehrheit der Men­schen im Lande erre­ichen kann, ein­fach an das Gute. Sie sind eben nicht so verkom­men, so abgewichst wie die „alten Hasen“ und Seilschaften, die derzeit das Poli­tikgeschäft in den Län­dern und im Bund fest im Würge­griff haben. Und man kann es immer wieder nur laut rauss­chreien, es muss sich in Deutsch­land etwas ändern. Drin­gend­ste Auf­gabe dürfte wohl sein Merkels schön­stes Spielzeug, die „indi­rek­te Demokratie“ zu den Akten zu leg­en und eine neue Demokratie zu schaf­fen die in jedem Falle um vieles direk­ter wer­den muss.

Und genau an dieser Stelle und für dieses The­ma ste­hen die Pirat­en, dass macht sie so sym­pa­thisch nach den vie­len Entschei­dun­gen der let­zten Monate und Jahre in denen uns die jet­zi­gen Machthaber nach Strich und Faden ver­laden haben. Selb­st die Grü­nen haben sich von dieser Polit­mafia auf­saugen lassen und bril­lieren allen­falls noch mit einen schalen Abglanz aus ihrer Grün­derzeit, deshalb bekom­men sie zurecht Angst vor dem was die Pirat­en ger­ade ihnen abja­gen kön­nten, den ewigen und inzwis­chen völ­lig abgeschlafften Dauerbe­set­zern der Felder Inno­va­tion und Alter­na­tive.

Wie können sich die Piraten von dem Erwartungsdruck befreien

Ver­mut­lich haben die Men­schen derzeit weniger Erwartun­gen an die Pirat­en, dafür aber noch erhe­blich mehr Hoff­nun­gen. Den Druck bauen die Medi­en neb­st der etablierten Konkur­renz auf. Die wollen die Pirat­en unbe­d­ingt in irgen­deine poli­tis­che Ecke drän­gen, sie fes­t­nageln oder mit­tels ihrer eige­nen Aus­sagen am Fah­nen­mast aufhän­gen, allein schon um ihnen keine Macht zukom­men zu lassen, weil die bis­lang unter den Etablierten schein­bar gut verteilt ist, da will man gar keine neuen Mit­spiel­er, die ggf. die poli­tis­che Land­schaft aufmis­chen.

Sehen wir noch ein­mal auf das Grun­dan­liegen der Pirat­en: mehr Demokratie! Dann haben sie die beste Aus­gangs­ba­sis wenn sie sich eben nicht fes­t­nageln lassen. Damit ist die erste Auf­gabe fest­gez­im­mert und wenn wir tat­säch­lich erst ein­mal mehr Demokratie haben, dann erübrigt sich die Frage nach den Inhal­ten, denn dann kön­nen die Bürg­er selb­st die Inhalte bes­tim­men. Insoweit müssen sich die Pirat­en heute nicht auf irgendwelchen faulen Buden­za­uber ein­lassen und Stel­lung­nah­men abgeben ob sie für oder gegen oder für irgen­deinen Krieg sind, ob für oder gegen Steuersenkun­gen oder Erhöhun­gen, ob für oder gegen irgend­was im Regen­wald. Alles Baustellen und Diskus­sion­srun­den die sich bis dato erübri­gen.

Es kann nur ein Ziel geben: die Infra­struk­tur für mehr Demokratie zu schaf­fen, endlich diese unselige „indi­rek­te Demokratie“ ver­schrot­ten und gemäß der men­schlichen Fähigkeit­en und der tech­nis­chen Möglichkeit­en die wir heute haben, die jet­zt prak­tizierte Steinzeit­demokratie mit dem X alle vier Jahre, endgültig in die Geschichts­büch­er zu versenken. Danach kön­nen sich alle Men­schen nach eigen­em Belieben an diesen Prozessen beteili­gen, für The­men und für Mehrheit­en stre­it­en, in offe­nen und trans­par­enten Prozessen und nicht mehr hin­ter ver­schlosse­nen Türen in irgendwelchen Kun­gelge­sellschaften die nach­weis­lich nur von Inter­essen bes­timmt wer­den die mit dem Wohl der Gemein­schaft schon lange nichts mehr zu tun haben und nur über elende Krück­en und Begrün­dun­gen den Men­schen medi­al wiederkehrend als „alter­na­tiv­los“ unterge­jubelt wer­den.

Brauchen die Piraten ein Gesicht

Sind wir nicht alle irgendwie PiratenNein, dem Grunde nach nicht. Denn wenn sie kon­se­quent die Demokratie nach vorne brin­gen wollen, dann soll­ten Gesichter keine Rolle spie­len. Dies ist bedauer­licher­weise ein altes Klis­chee dem wir allerd­ings immer wieder erliegen, nicht zulet­zt weil wir es gewohnt sind Gesichter, Gestal­ten, Per­sön­lichkeit­en mit Inhal­ten zu verbinden die uns stets ver­sprochen und am Ende voren­thal­ten wer­den. Sofern es den Pirat­en gelingt mehr Demokratie in den Staat zu zaubern, desto weniger wichtig sind Gesichter. Die Pirat­en wären gut berat­en sich nicht zu sehr auf dieses Feld schick­en zu lassen, auch wenn die Jor­nalie und die Konkur­renz dies gerne so hätte. Die anste­hende Auf­gabe ist wichtiger und deshalb kann man eben­so, wie im Bild, den Pirat­en ein beliebiges Gesicht geben, auch wenn der Guy Fawkes den Kern nicht trifft, aber ein Anony­mous ist schon nicht so abwegig. Es braucht jeden­falls keinen Per­so­n­enkult, es braucht ein­fach nur die richtige Sache, gepaart mit dem Willen etwas für die Men­schen zu tun und nicht für diese unsägliche Clique. (Bild­nach­weis)

Ja, wir sind alle irgendwie Piraten

Eine große Mehrheit der Men­schen ist heute von der poli­tis­chen Wil­lens­bil­dung per indi­rek­ter Demokratie mehr oder min­der abgeschnit­ten, sie wer­den schlicht auf ein undefinier­bares X reduziert und ger­ade in der let­zten Zeit wird dies immer offenkundi­ger und auch hin­sichtlich der Auswirkun­gen für die Men­schen immer gefährlich­er. Wir brauchen nicht nur einen neuen Hoff­nungsstern, wir brauchen Leute die den Umbau in Rich­tung ein­er echt­en Demokratie vorantreiben, mehr Beteili­gung ein­fordern. Ändern ist phonetisch nicht weit weg von entern. Und so schlimm es sich anhören mag, wir müssen erneut unser eigenes Land entern um es zu ret­ten. Um es wieder zu einem Fleck­en Erde zu machen an dem die Gemein­schaft zählt, men­schliche Werte, Sozial­staatlichkeit, Aufrichtigkeit und Miteinan­der und nicht nur Glob­al­isierung, Leis­tungs­druck und Prof­it­denken den All­t­ag bes­tim­men. Diese Vorstel­lung wird aktuell und immer offen­sichtlich­er von den Etablierten gegenüber den Men­schen durchgepeitscht.

Derzeit sind wir alle nur Knechte eines Sys­tems, keines­falls „Sou­verän“ und segeln alle unter ein­er falschen Flagge die eher ein­er Sklaven-Galeere zur Zierde gere­ichte als einem stolzen Schiff welch­es die unendlichen Meere des Lebens besegelt. Und selb­st die Men­schen, die sich mit der falschen Flagge abge­fun­den haben oder sog­ar gut find­en, soll­ten soviel Tol­er­anz auf die Rei­he bekom­men, den frischen Wind um die Nase spüren, dass sie diesem Gedanken Raum und Chance geben. Derzeit sehen wir auf der Brücke in sel­tener Ein­tra­cht die CDU/CSU/SPD/FPD und die Grü­nen Scham­pus saufen und gle­ichzeit­ig die Peitsche schwin­gend und brül­lend: Noch härter, noch länger arbeit­en für noch weniger Geld, Sklaven Bürge® denkt an die Glob­al­isierung rud­ert härter, rechts will wer über­holen, dass kön­nen wir nicht zulassen … schneller … schneller … und prosten sich dabei nochmals amüsiert gegen­seit­ig zu und natür­lich auch äußerst fre­undlich der Führungs­man­nschaft vom Nach­barschiff die ger­ade auf ihre Rud­er­er ein­drischt, während unten an den Riemen die ersten Rud­er­er zusam­men­sack­en. Aus Sicht der Brücke ein wenig Schwund, den man dem­nächst als men­schlichen Abfall über Bord wer­fen wird um das Schiff zu leichtern, damit es noch schneller geht.

Wenn wir nicht in näch­ster Zeit die Flagge auf diesem BRDi­gungss­chulschiff wech­seln und das Rud­er herum­reißen, dann riecht es nach Meuterei und schlim­meren Din­gen, weil die Men­schen derzeit auf dieser Galeere ein­fach nur end­los aus­ge­saugt und miss­braucht wer­den. Und wer diesen frischen Wind riechen und spüren kann, der ist nah dran ein Pirat zu sein. Wer den Wind nicht spürt, der wird ungerührt und abges­tumpft, weisungs­gemäß unter dem Ein­fluss der glob­alen Peitsche weit­er rud­ern, wenn auch nur aus Angst vor dem näch­sten Schlag. Nichts wäre allerd­ings schlim­mer als eine solche Gele­gen­heit zu ver­säu­men und deshalb sind die Pirat­en Chaos, Neu­land, Risiko aber gle­ichzeit­ig eine ganz sel­tene Hoff­nung und Chance auf echte Verän­derung im Sinne der Gemein­schaft, sprich das Kom­man­do von unten her zu übernehmen und die Brücke von den Kost­gängern und Nicht­snutzen zu befreien. Auf den Punkt gebracht: Rud­ern ein­stellen, die Brücke säu­bern, die Sklaven­treiber über Bord wer­fen, Segel set­zen und gemütlich die Meere des Lebens besegeln statt weit­er dem Rud­er-Sklaven-Wet­tbe­werb der Antreiber zu dienen, auch wenn dann alles etwas beschaulich­er von­stat­ten geht. Nur so kann es eine Chance auf Leben und Frei­heit statt Knechtschaft geben. Alles was die bish­eri­gen Parteien seit Jahrzehn­ten ver­sprechen und fort­ge­set­zt brechen, weil sie sich auf das Kom­man­do des Galeeren-Eign­ers ein­ge­lassen haben, irgen­deine graue Emi­nenz mit einem glob­al­isierten Umhang, der zwar gut für seine Offiziere sorgt, dass diese auch weit­er­hin die Peitsche schwin­gen kön­nen. Lieber ein wenig Tumult und Aufruhr in der poli­tis­chen Land­schaft als eine weit­ere Gele­gen­heit ungenutzt ver­stre­ichen zu lassen. Und wer die Zeichen der Zeit nicht erken­nt und die let­zte Gele­gen­heit nicht wit­tert, der muss (hin)nehmen was ihm gelassen wird. Na juckt es ein wenig? Sind wir nun alle Pirat­en oder doch eher Duck­mäuser und gehirnge­wasch­ene Nichtse?

Sind wir nicht alle irgend­wie Pirat­en
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2276 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

31 Kommentare

  1. Kön­nte man auf die Idee kom­men, das “Q” stünde hier für Qual­ität?
    Wir haben ein einziges Prob­lem:
    Par­a­siten dür­fen wählen — und Kinder nicht.
    Dreh das um und allen wählen Q‑Partei.
    Wolf­gang

  2. Ich will ja nicht rum­meck­ern, aber kaum hat­te ich die Schule been­det, hat die Ladesregierung ein Pro­gramm zur Förderung beson­ders Begabter aufgelegt. Warum wurde ich nicht gefördert? Warum fördern die mit meinen Steuern JETZT irgendwelche Kinder, die mich über­haupt nicht inter­essieren?

    Kurz nach­dem ich mein Studi­um begonnen habe, wur­den erst­mal dick Stu­di­enge­bühren einge­führt. Wenige Jahre, nachem ich fer­tig war, wur­den sie wieder abgeschafft. Aber auch im Aus­land hat es die Poli­tik auf mich abge­se­hen: Nach dem Dipl. Ing. schrieb ich mich an ein­er School of Fine Art ein und keine 6 Monate später wure dort auf poli­tis­chen Druck das Rauchen im Kun­st­saal ver­boten, obwohl schon Beuys wußte, dass man Kun­st nur unter viel Nikotin schaf­fen kon­nte (ok, die besten Werke erschuf ich, als der Tabak nur Brennhil­fe war und der wichtig­ste Bestandteile per Post aus Hol­land kamen). Danach war bei mir kün­st­lerisch nicht mehr viel los, ich mußte die Schule ver­lassen.

    Meine erste Fir­ma (und damit ein wirk­lich fette Gewinne, ohne son­der­lich viel Leis­tung erbrin­gen zu müssen) hat mir die Poli­tik kaputt gemacht, da plöt­zlich etwas ver­boten sein sollte, was vorher nie ver­boten war. Seit beste­hen des Inter­nets durfte man Men­schen dort über den Tisch ziehen und keinen hat es gestört (ich mein, wer halt einen IQ unter 100 hat, der hat nun mal Pech gehabt im Leben), aber nur 2 Jahre nach­dem ich mich da reingeknieet hat­te.… Ja, nee, klar!

    Jet­zt ste­ht die poli­tis­che Sit­u­a­tion endlich über­wiegend zu meinen Gun­sten und deshalb will ich ganz sich­er eine Sache nicht: Verän­derung.
    Nach fast 30 Jahren immer nur Poli­tik expliziet und ganz gezielt gegen mich, ist es endlich an der Zeit, dass Poli­tik für mich gemacht wird und das ist jet­zt der Fall und so soll es bleiben.

    Die Pirat­en hätte ich vor 25 Jahren gebraucht. Heute will ich diese Spack­en nicht, denn deren Forderun­gen ver­saun mir meine jet­zi­gen Geschäfte.

  3. Hal­lo kot­ten, ich freue mich immer wenn Leute so her­vor­ra­gend in die Deutsche Demokratis­che Bun­desre­pub­lik inte­gri­ert wur­den.
    Mein Glück­wun­sch!!!!

  4. 1940 gab es in Leipzig keinen Fernse­her.
    Plöt­zlich kamen da Sol­dat­en in den Ort.
    Sie wohn­ten im Gasthaus.
    Sie haben Uns, die Bewohn­er ein­ge­laden.
    Sie waren fre­undlich.
    Sie verteil­ten Schoko­lade und wir haben zusam­men gesun­gen.
    Es gab wun­der­schöne Tage.
    Mit den Sol­dat­en haben wir toll gespielt.
    Es gab Kino im Gasthaus(niemals vorher gese­hen) für die Doof­be­wohn­er.
    Die Sol­dat­en waren fre­undlich und es war schön.
    Bis die Panz­er kamen.
    Bis es anf­ing zu bren­nen…
    Meine Mud­da

  5. @ (at, zu Deutsch: An) August:
    Demokratie ist eh der let­zte Mist. Eine Tech­nokraten­regierung ähn­lich der Ital­ienis­chen wäre fein. Banker, Man­ag­er und für die Moral / Ethik noch ein paar Uni-Pro­fes­soren und Pas­toren, daraus sollte eine Regierung beste­hen.
    Gut, den Pas­tor haben wir seit Son­ntag, auch etliche Dr. hat­ten wir schon. Was fehlt sind die Man­ag­er. So wird aus Deutsch­land­nie was. Mal SPD, mal CDU, ein ständi­ges Hin und Her.

    Ach ja, ein Wahlsys­tem, bei dem man Stim­men im Bezug zu den Steuern, die man zahlt hat. Pro 3000,-€ Einkom­menss­teuer pro Jahr eine Wahlstimme, das wär schon mal eine echte Errun­gen­schaft für den Anfang.

      • Ich rauch kein Grünzeug mehr.
        Damals, da wollte ich der Gesellschaft als großer welt­bekan­nter Kün­stler dienen, das ist aber vor­bei, die Gesellschaft wollte meine Dien­ste nicht.

        Da die Gesellschaft so entsch­ieden hat, habe ich entsch­ieden, for­t­an meine Dien­ste nur noch mir zukom­men zu lassen und auf die Gesellschaft zu scheißen.
        Ich habe das so nicht gewollt, ich war damals ein sehr sozialer Men­sch, aber mir wur­den nur Steine in den Lebensweg gelegt und das sagte ganz deut­lich: Die wollen nichts von Dir!

        Und siehe da, mit meinen Abo­fall­en-Seit­en wollte die Gesellschaft mich, ich war plöt­zlich ein Star.
        RTL wollte mich 8 mal inter­viewen, Sat1 (auss­chließlich vertreten mit der Sendung Akte) vier mal, eben­so 4 mal das ZDF und 2 mal die ARD, dazu geschätzte 20 Anfra­gen von TV-Pro­duk­tio­nen, die ich aus Zeit­man­gel keinem Sender zuord­nen kon­nte. Hinzuk­om­mend unmen­gen Anfra­gen von Zeitun­gen, ins­beson­dere aus dem Hause Springer. Ganz zu schweigen von über 350 Kun­den, die im Laufe von 2 Jahren zu mein­er Meldead­resse gekom­men sind.
        Alle woll­ten sie mich!

        Und wie ein großer Star habe ich die Presse abgewim­melt, nur ein­mal ging das nicht, da das Team von “Akte kämpft für Sie!” meine Wohnan­schrift her­aus­ge­fun­den hat­te, allerd­ings hat­te ich da meine Seit­en und ins­beson­dere offe­nen Forderun­gen bere­its seit 6 Wochen an einen inter­essierten Investor verkauft, für schlappe 1200k (ein unbe­deu­ten­der Nach­schlag auf die Gewinne, die meine treuen und zufriede­nen Kun­den mir in den 2 Jahren davor zu Teil wer­den ließen).
        Lei­der hat­te ich damals das meiste Geld ziem­lich fix ver­brat­en. Ich hat­te mir als Kind immer einen Fer­rari und einen May­bach gewün­scht und dann, als es ging, natür­lich auch gekauft. Meinen Eltern habe ich ein Haus in der edel­sten Köl­ner Wohnge­gend gekauft (inzwis­chen wohne ich im gle­ichen Stadteil).

        Naja, ich bin ebend gezwun­gen mir jet­zt wieder Geld zu ver­di­enen, so richtig, durch Denken und Arbeit­en. Nicht mehr wie damals, als ich nur eine Anfangs-Web­seite pro­gram­mieren mußte und alles was danach kam über­nah­men Angestellte, Inkas­sobüros und Anwälte.

        Ich habe meinen Weg gefun­den, wie ich meinen Lebens­stan­dard hal­ten und aus­bauen kann und ich möchte nicht, dass jet­zt die scheiß 99% ankom­men und mir (und mein­er Fam­i­lie) über den staatlichen Umweg wieder alles kaputt machen, was ich uns aufge­baut habe.

        Denkt doch auch mal an meine Tochter, die geht auf das beste Inter­nat, welch­es man für Geld kaufen kann. Grips hat die doch nur für die Hauptschule (wo sie mit ihren Louis Vuit­ton-Taschen und Chanell- und Tral­la-Tatü-Klam­ot­ten und ihrem dia­mantbestzten iPhone, doch keine 5 Sekun­den über­leben würde). So hat sie die Chance später eine Pri­vatu­ni zu besuchen und vlt. wird aus ihr nochmal etwas mehr, als nur eine Geld-Ver­bren­nungs-Maschiene.

        • ich hab die Pirat­en bis jet­zt immer für eine quatsch­partei gehal­ten.

          auf ihren beitrag hin, herr kot­ten, bleibt mir wohl nix anderes mehr übrig, als den pirat­en in zukun­ft meine voll­ste unter­stützung zukom­men zu lassen.
          nicht aus bosheit oder rache, son­dern weil mir klar gewor­den ist, dass nur eine partei wie die pirat­en leuten wie ihnen ein­halt gebi­eten kann.

          ich hab ja die hoff­nung, dass es sich bei ihrem beitrag um satire oder eine gezielte wahlwer­bung der piraten­partei han­delt, noch nicht ganz aufgegeben. aber sie leuchtet nur noch sehr schwach…

  6. @kotzen
    Die BRD ist seit über 60 Jahren eine lupen­reine Schein­demokratie.
    Böse Zun­gen nen­nen so etwas auch Dik­tatur.
    Für die Regieren­den ist es völ­lig wurscht, welche Partei die BRD ver­wal­tet.
    Wer nicht pari­ert wird aus­ge­tauscht.
    So wie der Ex-Präsi Wulf.

  7. Ja, wir sind alle Pirat­en. Anfangs hat­te ich meine Zweifel, ob das rudi­men­täre Parteipro­gramm poten­tielle Wäh­ler ebschreckt, aber nun stellt sich das Gegen­teil her­aus, wie im Artikel gut und schlüs­sig erk­lärt ist.

    Ich wün­sche mir auch keinen Per­so­n­enkult, wobei sich früher oder später sich­er einige Gesichter her­auskristal­isieren wer­den, die den Enter­tain­ment Fak­tor erhöhen.

    Vor Tagen sah ich wie ein Pirat bei Maybritt Ilgn­er den Rhein­land-Pfäz­er Ober­fuzzi demask­ierte — ein medi­ales Fest.

  8. Wika
    Ich war mir jet­zt nicht ganz im Klaren, wo ich den Beitrag schreiben kön­nte.
    Naja, Haupt­sache er ste­ht irgend­wo.

    Ich liebe ja das Real-Life im Ruhrge­bi­et.

    Hier mal ein Zus­tands­bericht von ger­ade eben, so wie geschehen

    - 15 Minuten-:

    Ger­ade eine Runde um den Häuserblock gedreht:
    Mir begeg­nen 3 Per­so­n­en:

    1 — Nach­bars­frau kommt ger­ade aus der Kirche mit dem Palmzweig in der Hand.
    Ich frage, wo ihr Mann ist .
    Sie sagt, der wollte lieber Fuss­ball guck­en, als mit mir in die Kirche zu gehen.

    2. Ein Auto hält vor der Haustür. Mein Nach­bar im blauen T‑shirt meck­ert mit der Dame, die im Auto sitzt.
    Er sagt mir, dass die Frau im Auto die Mut­ter sein­er Nach­barin ist. Diese NAch­barin wohnt über ihm. Er hat sich ger­ade bei der Frau im Auto beschw­ert, weil die Nach­barin über

    ihm immer so viel Krach macht, wenn sie sich bewegt.Sie ist 1,60 Meter gross und ist 120 KG schw­er. Deshalb geht sie wie ein Ele­fant und er glaubt, dass die Mut­ter sein­er

    Nach­barin sich nicht um ihre Tochter küm­mert.

    3. Nun habe ich es fasst bis zur Haustür geschafft.
    Da ste­ht ein 12 jähriger Junge alleine mit einem Ball und häm­mert den Ball vor die Hauswand. (Das gefällt der Nach­barin, die hin­ter der Hauswand wohnt).
    Ich sage ihm, dass er den Ball ein­mal zu mir schiessen soll. Er guckt mich an und schi­est den Ball in die Pam­pa, ca 8 Meter an mir vor­bei. Ich bin ja geduldig. Ich hole den Ball

    und schiesse ihn zu dem Jun­gen zurück. Der Junge pfef­fert den Ball erneut in die Pam­pa. Ich hole den Ball aus dem Grün­beet und schiesse ihn zurück zu dem Jun­gen.
    Und wo schiesst er wohl den Ball danach hin? Ich habe den Ball liegen­ge­lassen. OHjeminne

    Danke fürs Lesen.
    Guts Näch­tle

  9. Was ist denn eigentlich Neu?
    Es gibt Men­sch, der mit erre­ichen der Volljährigkeit — manchein­er auch schon davor — in der Lage ist, Ver­stand zu benutzen.

  10. Gestern wollte ich mir im TV die Talk­show von Markus Lanz reinziehen.
    Mein Fernse­her ist aus­ge­gan­gen, kaputt.
    Heute rufe ich die Sendung auf meinem PC auf, in der Mediathek.
    Das stürzt der Flash-Play­er ab.

    Gott sei Dank!

    Frage: Hab ich was ver­passt?

  11. Der neue Chef der Pirat­en ist ein Beamter.
    Regierungs­di­rek­tor aus dem Vertei­di­gungsmin­is­teri­um.
    Was hat man, den Pirat­en nur in ihren Rum getan, um eine so schwachsin­nige Entschei­dung auf ihren Parteitag zu tre­f­fen.
    So besof­fen kann doch kein Pirat sein.
    Selb­st 1000 besof­fene Russen wür­den bess­er entschei­den.
    Liebe Pirat­en, das eigene Schiff zu versenken zeugt nicht ger­ade von über­ra­gen­der Intel­li­genz.

  12. Ein Dop­pelleben wird er auf Dauer nicht führen kön­nen. Entwed­er kommt er darauf Alleine oder sein Dien­s­therr wird es ihm erzählen. *g*

      • Junge, das hätte ICH in meinen kühn­sten Träu­men nicht zu träu­men gewagt.
        Jet­zt kommt der Gel­dregen
        Ein­fach nur zugreifen.
        Hof­fentlich ist genug Spir­it da.

        • August
          Ich bin nicht der Mei­n­ung “Der Wolf im Schaf­spelz”

          Warum?

          Das ist nun alles ziem­lich schnell gegan­gen.
          Er hat­te bish­er keine Zeit sich kom­plett neu zu ori­en­tieren.

          Ich hoffe, dass der, wie Du es beschreib­st ” Wolf” dem Hen­ry ganz entspan­nt und lock­er sagt, was er Will.

          Das erwartet der Hen­ry auch.

          Nichts anderes.

          Er kommt mit Hoff­nung.

          Die hat der alte Mann — mit Sicher­heit.

          MM.

  13. Beamte führen kein Dop­pelleben.
    Beamte führen brav die ihnen über­tra­ge­nen Dienst-Aufträge aus.
    Und wenn das Kriegsmin­is­teri­um anord­net das Piraten­schiff zu versenken, na dann muss der Dien­sthabende eben aktiv wer­den.
    Vieles erin­nert an den kokain­süchti­gen Richter “Gnaden­los” aus Ham­burg.
    Auch er hat die schillernde Schill-Partei im Auf­trag der Dien­ste versenkt.

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