Das Wunder von Dresden, Geburtenboom in Bombennacht

Das Wunder von Dresden, Geburtenboom in BombennachtWie Desd’n den? Zunächst drehen wir es über das Datum 13. bis 15. Feb­ru­ar, denn es erin­nert uns aber­mals an eine dun­kle Episode in einem unseli­gen Krieg, der in der Rückschau nichts als Elend, Zer­störung und Tod gebracht hat. Nach vorne schauend beschert uns dieses Ereig­nis aber auch noch echte Wun­der, was wir in der Folge näher dar­legen wer­den. Über die his­torischen Hin­ter­gründe, die Recht- oder Unrecht­mäßigkeit dieser Bombe­nan­griffe auf Dres­den soll an dieser Stelle gar nicht weit­er einge­gan­gen wer­den. Ins­beson­dere wollen wir keine linke, rechte, ide­ol­o­gis­che oder gar pro­pa­gan­dis­tis­che Betra­ch­tung dazu, weil auch so etwas nicht zielführend ist. Wir wollen nur mal einen Aspekt dieser Tragödie her­aus­greifen und zwar den, der sich über die Jahrzehnte stark verän­dern­den Opfer­zahlen, vielle­icht noch ergänzt um das Stich­wort „Würde”.  Eine span­nende Geschichte die uns einiges zum The­ma „Krieg und Opfer“ ver­mit­teln kann und wie man die Geschichte dazu noch poli­tisieren kann.

Wir reden also von realen Men­schen­leben die bei dieser Katas­tro­phe ihr irdis­ches Ende fan­den. Unmit­tel­bar nach dem Angriff kur­sierten Zahlen von zir­ka 300.000 toten Men­schen in Dres­den. Im weit­eren Ver­lauf dieser Geschichte, wo man annehmen möchte dass selb­st die Zeitzeu­gen von damals schon halb­wegs zählen kon­nten, ist die Opfer­zahl dank wis­senschaftlich­er Erken­nt­nisse, Zeitablauf, his­torisch­er Gutacht­en, Vernebelung, poli­tis­ch­er Kor­rek­theit und mit­tels inten­siv­er Diskus­sion­srun­den auf inzwis­chen unter 25.000 Men­schen geschwun­den.

Dies ist zwar ver­wun­der­lich aber wahrlich noch nicht das ver­heißene Wun­der. Dieser Vor­gang brauchte in etwa 65 Jahre und es ist natür­lich gut zu wis­sen dass diese Ereignisse, in der Rückschau betra­chtet, gar nicht so schlimm gewe­sen sein kön­nen wie es immer wieder noch einige Leute stur und steif behaupten, ins­beson­dere Leute die mit­ten drin waren. Da diese jet­zt aber auf natür­lichem Wege das zeitliche seg­nen, scheinen alle anderen oben erwäh­n­ten Frak­tio­nen die Real­ität­shoheit in dieser Sache zu übernehmen. Was aber kann die Opfer­zahlen eines Krieges so drastisch drück­en?

Wir suchen nach Gründen für diese seltsame Entwicklung

  • Die dama­lige Unfähigkeit zu ein­er sach­lichen Auf­nahme real­er Zahlen unmit­tel­bar nach den Ereignis­sen wäre eine Möglichkeit die diese Diskrepanz erk­lären kön­nte. Wie bere­its erwäh­nt, ist es allerd­ings unwahrschein­lich dass sich die ersten Beobachter vor Ort so grob ver­hauen haben, auch wenn sie unter Schock standen, also keine gute Begrün­dung.
  • Die Nazis hät­ten guten Grund gehabt die Opfer­zahlen herun­terzus­pie­len, sie tat­en dies auch, denn die ohne­hin kriegsmüde Bevölkerung hätte so etwas nur weit­er gegen sie aufge­bracht und zu offen­er Ablehnung geführt. Ergo wur­den sein­erzeit auch die Angaben dieser Frak­tion nicht ernst genom­men.
  • Vielle­icht ist es aus heutiger Sicht schlecht wenn man zu hohe Opfer­zahlen unter aktuellen Fre­un­den allzeit recht­fer­ti­gen muss und diese auch noch in Geschichts­büch­ern niedergeschrieben wer­den. Jedes Opfer ist dabei ein Frageze­ichen und die ger­ing zu hal­ten macht Sinn. Der Ein­satz solch­er Flächen­bom­barde­ments ist men­schlich und völk­er­rechtlich beden­klich und offen­bart ein zu großes Maß an Unmen­schlichkeit, welch­es bess­er nicht in den Aufze­ich­nun­gen vorkom­men sollte. Immer­hin sind alle Opfer, zu allen Zeit­en, stets wieder Stein des Anstoßes, weil der Men­sch meist nicht ver­gisst, es sei denn man macht ihn vergessen. Also Opfer­zahlen schö­nen um Aggres­sio­nen zu dämpfen? Wenn es tat­säch­lich helfen würde, dann wäre es ein ver­ständlich­es Argu­ment.
  • Oder reden wir im Zusam­men­hang mit dem vor­ge­nan­nten Punkt nur über poli­tis­che Kor­rek­theit. An den tat­säch­lichen Opfer­zahlen, egal wie sie gewe­sen sind, kann im Nach­hinein nie­mand etwas ändern. Man kann nur fest­stellen, dass das Reden darüber immer wieder für Ver­druss sorgt. Recht­fer­tigt dies aber die schle­ichende Depres­sion solch­er Zahlen? Die Frage kann von hier aus nicht beant­wortet wer­den, aber abwegig ist eine Bee­in­flus­sung aus dieser Rich­tung nicht. Dies in dem Wis­sen, dass sich jed­er gemäß sein­er poli­tis­chen Aus­rich­tung stets die richti­gen wis­senschaftlichen Argu­men­ta­tion­shil­fen schreiben lässt.
  • Das gewichtig­ste Argu­ment klang oben schon an. Die Zeitzeu­gen und Über­leben­den die es nach fast 7 Jahrzehn­ten nicht mehr gibt oder nur noch vere­inzelt, die kön­nen sich auch nicht mehr zu Worte melden, sodass der Geschicht­sklit­terung je nach Bedarf Tür und Tor geöffnet ist. Man kön­nte fast meinen, dass mit ein­er math­e­ma­tis­chen Präzi­sion, also mit dem Ausster­ben der Zeitzeu­gen auch die Opfer­zahlen ana­log geschwun­den sind. Berichte und Über­liefer­un­gen wer­den dann als Wah­n­vorstel­lung abge­tan und obskure wis­senschaftliche Betra­ch­tun­gen an deren Stelle geset­zt.

Wikipedia als Quell und Hort der wahren Weisheit

Nun gibt es einen entsprechen­den Abriss zu diesen Vorgän­gen auch in der all­seits geschätzten Wis­sens­daten­bank Wikipedia, kann man also an dieser Stelle alles nach­le­sen. Der Bericht hin­sichtlich der übri­gen Schilderun­gen der dama­li­gen Abläufe und Umstände ist auch nicht Gegen­stand der Betra­ch­tung. Ein viel denkwürdi­ger­er Satz find­et sich auf der Diskus­sion­s­seite zu dem besagten Artikel:

Über “Opfer­zahlen”, Flüchtlings- und Ein­wohn­erzahlen sowie darauf bezo­gene Belege wur­den “erschöpfend” disku­tiert: [1][2], […], [29][30].
Die Diskus­sion ist seit April 2010 abgeschlossen: siehe [31] und Ref­eren­zen Nr. 79 und Nr. 80. Fra­gen dazu kön­nen hier auss­chließlich auf der Basis von rep­utabler Fach­lit­er­atur, die nach April 2010 erschienen ist und die Forschungsergeb­nisse der His­torik­erkom­mis­sion berück­sichtigt, disku­tiert wer­den. Beiträge, die keine solchen Belege enthal­ten, wer­den wegen Mis­sach­tung von WP:Q undWP:DS kün­ftig sofort abgeräumt.

Das ist doch sehr beein­druck­end! Die Zahlen sind „erschöpfend“ disku­tiert und die mögliche Dif­ferenz an Toten in ein­er Größenord­nung von rund 275.000 Men­schen, wenn sie jemals wieder jemand ansprechen möchte, wer­den mit WP:Q und WP:DS kün­ftig sofort abgeräumt. Soviel Achtung vor der Dif­ferenz wird dann sicher­lich den bericht­süber­leben­den 25.000 Toten gerecht, wir kön­nen jet­zt noch aus­losen welche der Opfer namentlich einen solchen WP-Gedächt­nis­platz bekom­men soll­ten, der unbe­wiesene Rest fällt durchs Wik­i­fan­ten-Rost. Gedanklich kann man sich jet­zt her­zlichst eine Diskus­sion zwis­chen einem Wikipedan­ten und einem namen­losen Bombenopfer von damals vorstellen. Dabei dürfte es der Tote schw­er haben sein per­sön­lich­es Schick­sal in Erin­nerung zu rufen, auf Berück­sich­ti­gung zu pochen, auch wenn dieser noch 25.000 bis 275.000 andere Geis­ter aus densel­ben Tagen und vom sel­ben Ort zu diesem Stelldichein in sein­er Begleitung weiß.

Geburtenboom in Bombennacht

Bei soviel Respekt vor Tod und Elend aus dieser Zeit wollen wir heute bere­its die in der Über­schrift angedeutete Prog­nose wagen. Noch einige Jahrzehnte der Forschung, der His­torik­erkom­mis­sio­nen, des großen Vergessens und der poli­tis­chen Kor­rek­theit dürfte zu einem frap­pieren­den Ergeb­nis führen. Der Trend der let­zten Jahrzehnte bezüglich der Anzahlen ist klar, jet­zt gilt es die „Null Opfer Schall­mauer“ zu reißen, wir ste­hen kurz davor und liefern echte Argu­mente wie das Bild jet­zt gedreht wer­den kann. Spätestens wenn zum Hun­der­jähi­gen, also im Jahre 2045 eine erneute „erschöpfende Diskus­sion“ zum The­ma in der Wikipedia verkün­det wird, kön­nte das fach­liche Ergeb­nis zu diesem Ereig­nis fol­gen­der­maßen neu for­muliert wer­den (bitte klick­en sie zunächst ein­mal rechts oben auf das Bild von Fototek zwecks Ver­grösserung, um die lebens­fre­undliche Umge­bung der hier beschriebe­nen Tage bess­er zu ver­ste­hen, bevor sie weit­er­lesen):

Die Auswer­tung his­torisch­er Quellen und die wis­senschaftliche Analyse hat ergeben, dass es in der Zeit vom 13. bis 15. Feb­ru­ar 1945 zu einem Geburten­boom in Dres­den kam. Man geht davon aus, dass der durch Bomben­ab­wurf verur­sachte ver­mehrte Stress zu ein­er über­pro­por­tionalen Zahl an zeit­gle­ichen Frühge­burten führte, sodass man in diesem Zusam­men­hang heute von ein­er „Bevölkerung­sex­plo­sion“ unter Krieg­sein­wirkung reden muss. Die Dres­d­ner Bevölkerung nahm in dieser außeror­dentlich kurzen Zeit um rund 10.000 bis 15.000 Men­schen zu, Zahlen­ma­te­r­i­al liegt dazu lei­der nicht vor, aber die groben Schätzun­gen und das über­lieferte Gechrei aus der Zeit ent­behrt nicht der UN-Sin­nigkeit. Insoweit kön­nen men­schliche Opfer aus dieser Zeit nicht wirk­lich nachgewiesen wer­den, allen­falls vere­inzelte Todes­fälle sind bekan­nt und ehe­mals disku­tierte Ver­mu­tun­gen über massen­hafte Todes­fälle im Zusam­men­hang mit Bomben­ab­wür­fen auf Dres­den erweisen sich als reine Speku­la­tion, es gibt kein­er­lei evi­dente Beweise dafür. Die hier vorgestellte Beobach­tung führt aber zu neuem Forschungs­be­darf, um zu analysieren wie genau bombenbe­d­ingter Stress zu einem Bevölkerungszuwachs führen kann. Hier gibt es noch diverse empirische Defizite. The­o­retisch jeden­falls beste­ht die Möglichkeit im Rah­men weit­er­er Stu­di­en zur „Mod­er­nen Kriegs­führung“ soge­nan­nte Geburts­bomber zu entwick­eln, die in jedem Falle geeignet wären etwaige neg­a­tive Krieg­sein­wirkun­gen auf die Bevölkerungsen­twick­lung zu kon­terkari­eren.

Ok, genug davon, am Ende und aus heutiger Sicht ist die Opfer­zahl nicht wirk­lich mehr rel­e­vant. Die poli­tisch kor­rek­te „Zurecht­biegung“ solch­er Fak­ten allerd­ings ist blanker Hohn und Spott für diejeni­gen Men­schen die damals in dieser Bomben­hölle zer­ris­sen wur­den, ver­dampften, bis zur Unken­ntlichkeit ver­bran­nten und erst recht für diejeni­gen die es über­lebten, denn diesen Zeitzeu­gen bescheini­gen wir heute „erschöpft disku­tiert“ ihre Unzurech­nungs­fähigkeit. Jed­er Tote, in jedem Krieg, auf jed­er Seite ist ein großes Übel, aber die pseudowis­senschaftliche Rel­a­tivierung von Opfer­zahlen solch­er Met­zeleien ist ein noch viel größeres Übel. Wir nen­nen es heute „mod­erne Geschichtss­chrei­bung“. Es ist die blanke Ver­höh­nung der Men­schheit an sich und es find­en sich immer noch genü­gend Pseu­do-Men­schen die dies völ­lig unre­flek­tiert mit­tra­gen und durch sogestaltige Ver­harm­lo­sung weit­ere Kriege begün­sti­gen. Ohne Schuldzuweisung an Fre­und oder Feind, solche Debat­ten und das wis­senschaftliche Geschocher um die Anzahl der Toten sind schlicht eine Verniedlichung des Krieges.

Diese Ten­den­zen kön­nen wir lock­er auch woan­ders wieder auf­spüren, sog­ar zeit­nah. Nehmen wir den Irakkrieg, Afghanistan oder auch Libyen, dann bekom­men wir stets passende und willfährig geschönte Opfer­zahlen serviert, um den Krieg immer noch als annehm­bares Übel schluck­en zu müssen. Genau dies ist der eigentliche Skan­dal solch­er Rel­a­tivierun­gen. Warten wir also auf den wis­senschaftlichen Nach­weis, dass Krieg gut ist, stets pos­i­tiv wirkt und zur „Bevölkerung­sex­plo­sion“ beitra­gen kann, wo wir doch so sehr unter Geburten­schwund lei­den. Jet­zt ken­nen sie das eigentliche Geheim­nis und Wun­der von Dres­den, es ist ein Sig­nal, nein, ein Fanal, ein flam­mendes Rauchze­ichen der Geschichte.

Das Wun­der von Dres­den, Geburten­boom in Bomben­nacht
23 Stim­men, 4.65 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (93% Ergeb­nis)
Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2276 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

18 Kommentare

  1. Ich erfahre die “Gnade der späten Geburt”, meine Eltern­gener­a­tion war aber dort.
    2005 glaub ich zum “run­den” Jahrestag der Bombe­nan­griffe war es, da gab’s Fernse­hfilme zum The­ma, denen soge­nan­nte “Doku­men­ta­tio­nen” fol­gten.

    Erstens wur­den darin Tief­flieger bestrit­ten, die demzu­folge auf Flüch­t­ende keine Jagd gemacht haben kön­nen, meine Augen­zeu­gen- und Mit-dabei-Gewährsleute haben das dem­nach nur geträumt und falsch erin­nert oder die Flieger nicht richtig eingeschätzt in der Panik.
    Zweit­ens, und das fand ich beson­ders entset­zlich es so darzustellen, haben die Bombe­nan­griffe etliche Juden vor der für den näch­sten Tag geplanten Depor­ta­tion ins Ver­nich­tungslager bewahrt und hat­ten demzu­folge auch eine gute Seite!
    (Quelle: Öffentlich Rechtliche Sender, damals sofort notiert vom schaud­ern­den Söh­ni, der dass hier jet­zt posten kann)

    • Meine Mut­ter, zu Kriegszeit­en Teenag­er, wuchs in ein­er ländlichen Gegend auf und erzählte uns Kindern bisweilen von ihren Erleb­nis­sen im Krieg. Sie wußte insoweit auch zu bericht­en, daß Bauern auf den Feldern von Tief­fliegern gejagt bzw. getötet wor­den sind.

      Im Krieg ver­liert zuerst die Wahrheit und danach fall­en zunehmend alle Schranken bis das der Men­sch zur hem­mungslosen Bestie/Killermaschine wird. Nicht alle, aber immer mehr.

      Die Geschichte zu all dem schreibt dann der Sieger und es nicht anzunehmen, daß sich auch seine dbzgl. Wider­lichkeit­en im Heldenepos wider­spiegeln wer­den. Diese Tat­sache erlebt ger­ade in der aktuellen Gegen­wart Hochkon­junk­tur, im wieder­holt neg­a­tiv­en Sinn und Zweck!

  2. Real:
    Meine Mam­ma war da damals in Dres­den als Kranken­schwest­er.
    Vorgestern ist sie aus einem Traum aufgewacht.
    Sie hat sich laut schreiend aufrecht im Bett sitzend wiederge­fun­den.

    -Absatz-
    Ich kenne ihre Geschicht­en von Eimern voller abgeschnit­ten­er Ohren,
    Flucht durch die Strassen im Bomben­hagel,
    Keller voller Flüchtlinge,
    Flucht aus dem zunächst Schutz bietenden Keller,
    eine bren­nende Tür versper­rt den Weg nach draussen,
    ein­er macht die Tür auf, seine Hände bleiben kleben, er ver­bren­nt, etc…

    Ich habe ihr gesagt, dass ich am Son­ntagabend dieses Lied gehört habe:

    Alaaf und Helau
    Jo

  3. Welt online brachte einen Artikel zum Gedenk­tag. Da war auch die Rede von max­i­mal 25.000 Opfern. Ich hat­te da mal kom­men­tiert, dass die Stadt voller Flüchtlinge war, die man­gels Bet­ten in den Parks und auf den Plätzen der Stadt kampieren mussten. Und dass Brände, die die Stahlträger der Bahn­höfe zum Schmelzen bracht­en, keine zählbaren Leichen übrig ließen.

    Darunter dann die Sätze: Man ist kein Revi­sion­ist, wenn man sich erin­nert. Man ist ein Lügn­er, wenn man sagt, dass Dres­den eine Stadt voller Nazis war. Man ist ein Ver­brech­er, wenn man Geschichte fälscht. Und man ist dumm, wenn man es glaubt.

    Keine rechte Rhetorik, oder etwa doch? Jeden­falls wurde der Beitrag gelöscht. Mich kotzt das an, es ist meine Stadt, die von linken und recht­en Spin­nern für ihre Pro­pa­gan­da miss­braucht wird. Es gibt immer weniger Zeitzeu­gen, die noch die Wahrheit ken­nen. Da sitzen dann alte Muttchen vor einem, und schwören bei allem was ihnen heilig ist, dass es min­destens 100.000 Tote gewe­sen sein müssen, denn die Stadt war eben über­voll. Und dass sie Tief­flieger mit eige­nen Augen gese­hen haben.
    Sobald man ihre Geschichte erzählen will, wird das gelöscht. Grausam…

    • Ein Grund mehr Deinen Kom­men­tar, wie auch die anderen, die an jene Men­schen erin­nern, hier ste­hen zu lassen … bis eines Tages dieser Blog kassiert wird. Schließlich wis­sen wir, dass für bes­timmte The­men irgend­wann „Leug­nungs­ge­set­ze“ gemacht wer­den, weil die gebo­gene Wahrheit und das gebeugte Recht sich anson­sten nicht mehr zu helfen wis­sen … 🙂

  4. Auch in diesem Jahr berieseln uns die Medi­en wieder mit der Pro­pa­gan­dalüge von max­i­mal 25.000 Toten in Dres­den. Obwohl die Deutschen nach 1945 schworen “Nie wieder Krieg” wird mit solchen Lügen neuer Völk­er­hass geschürt.
    Unsere Regierung betreibt blanken Neo-Faschis­mus unter dem Deck­män­telchen des Anti-Faschis­mus. Die Siegermächte scheinen dies nicht zu begreifen?!?
    Da die kar­ri­eregeilen deutschen Geschichts­fälsch­er wed­er Wil­lens noch in der Lage sind, sich der Wahrheit anzunäh­ern, fordere ich von dem His­torik­ern in Ameri­ka, Großbri­tan­nien, Frankre­ich und Rus­s­land dem Spuck mit den gefälscht­en Opfer­zahlen ein Ende zu bere­it­en.
    Hier der Abschluss-Bericht der His­torik­erkom­mis­sion.
    http://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Historikerkommission_Dresden1945_Abschlussbericht_V1_14a.pdf
    Auf Seite 11 ste­hen die Namen der Kom­mis­sions-Mit­glieder, meist deutsche Beamte aus Dres­den, und kein einziger aus­ländis­ch­er His­torik­er.

    Zum Ver­gle­ich, der Luftan­griff im März 1945 auf die Kle­in­stadt Swinemünde mit 30.000 Ein­wohn­ern. Sie liegt auf der Ost­seein­sel Use­dom, 40 Kilo­me­ter ent­fer­nt vom längst still­gelegten Raketen­forschungszen­trum Peen­emünde.
    Die Stadt war vollgestopft mit ca. 70.000 Flüchtlin­gen aus Ost­preußen. Als beliebtes Ost­see­bad besaß Swinemünde weitläu­fige Parkan­la­gen, so dass dort im Gegen­satz zu Dres­den kein Feuer­sturm ent­facht wer­den kon­nte. Auch gab es nicht 4 Angriff­swellen wie in Dres­den, son­dern nur eine Bom­bardierung.
    Die Zahl der Toten betrug ca. 23.000, die man in der Nähe der Stadt beerdigte.
    http://pix.kirche-mv.de/fileadmin/PEK-Downloadtexte/060312_GedenkredeGolm.pdf

    Real­is­tis­che Schätzun­gen sprechen von 150.000 Toten in Dres­den.
    In der Stadt sollen sich 600.000 Ein­wohn­er und noch ein­mal 600.000 Flüchtlinge aufge­hal­ten haben.
    Wobei die Meis­ten dem Feuer­sturm zum Opfer fie­len, denn Dres­den war eine Barock­stadt mit vie­len Fach­w­erkhäusern, die sehr gut bran­nten.

  5. …mithin sollte nicht ver­ab­säumt wer­den, die besagte “Bevölkerung­sex­plo­sion unter Krieg­sein­wirkung” in den Stand der “Offenkundigkeit” zu erheben, um ggfs. mit ein­er pro­bat­en Son­derge­set­zes­regelung “kor­rigierend nachjustieren” zu kön­nen 😉

  6. Mein Groß­vater wurde mit grau meliertem Haar zu den Aufräu­mar­beit­en von Leipzig nach Dres­den geschickt. Er kam mit weißem Haar zurück.

  7. Passt nicht ger­ade zur Über­schrift, aber ich möchte dieses Video hier trotz­dem nochmal rein­stellen, da mich es immer noch wun­dert, warum es so wenig ver­bre­it­et ist.
    Der ehe­ma­lige Spiegel Jour­nal­ist Har­ald Schu­mann redet Klar­text und prangert die interne Presse­frei­heit in Deutsch­land an.
    Schu­mann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredak­teure oder Resortleit­er ihren Untergebe­nen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vor­gaben gemacht wer­den, was sie recher­chieren dür­fen und was nicht, und dass viele junge Kol­le­gen daran gehin­dert wer­den über­haupt kri­tis­che Jour­nal­is­ten zu wer­den weil ihre Vorge­set­zten das gar nicht wollen.”
    Inter­view­er: “Sie nehmen aus­drück­lich die ÖR-Anstall­ten nicht aus, warum?”
    Schu­mann: “Weil ich genü­gend Kol­le­gen aus ÖR-Anstall­ten kenne, die mir genau solche Geschicht­en berichtet haben und mir das hun­dert­fach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”
    »>//www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU [Link entschärft, seit Mai 2017 kaputt … WiKa]

    • H.S. ist ein­er der weni­gen wirk­lich Guten im Jour­nal­is­mus, hat dem Spül­gel unter Klein-Napo­lioni Aust die Heck­par­tie gezeigt, als dieser gegen Wind­kraft machen wollte um den Blick auf sein sein Gestüt nicht zu “ver­schan­deln”.

      Inter­es­sant auch seine Dokus zur “Banken-Ret­tung” oder zur “Troi­ka — Macht ohne Kon­trolle”:

      https://www.youtube.com/watch?v=LFNGN3HTJGk

  8. „Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dres­den zer­stören kön­nen; ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Bres­lau in Dres­den brat­en kön­nen.“ (nach Mar­shal Sir Wil­frid Free­man; 26. Jan­u­ar 1945).

  9. Übri­gens,
    Laut ein­er Mit­teilung des ehe­ma­li­gen Gen­er­al­stabs-Offiziers des Vertei­di­gungs­bere­ich­es Dres­den, Ober­stleut­nant der Bun­deswehr a. D. Eber­hard Matthes, sein­erzeit Ver­wal­tungs-Direk­tor der Stadt Dres­den, wur­den 35.000 Tote voll, 50.000 Tote teil­weise und 168.000 Tote nicht iden­ti­fiziert.
    Und wer mehr darüber lesen möchte, http://www.mmnews.de/index.php/politik/12065-die-feuerhoelle-von-dresden

  10. Unab­hängig von den tat­säch­lichen Opfer­zahlen offen­baren Angriffe wie auf Dres­den oder Ham­burg, die zur vorsät­zlichen Massen­tö­tung von Zivilis­ten dien­ten, aus mein­er Sicht unzweifel­haft, da0 sich die propagierten “Erlös­er” auf eine Stufe mit den Nazis stell­ten. Der­ar­tige Bom­barde­ments zer­stören anson­sten nicht die Moral im betrof­fe­nen Volk, sie stärken sie vielmehr und ent­fachen eine weit­ere Drehung der zutief­st inhu­ma­nen Spi­rale.

    Auch wenn diese Geschehnisse Jahrzehnte zurück­liegen, sind sie jed­erzeit brisant genug um entsprechende Lehren daraus zu ziehen. Lei­der verblödet die Men­schheit ziel­gerichtet und so ist es möglich, daß “Gut­men­schen” dazu fähig sind, das Leid und Elend dieser Zeit pro­pa­gan­dis­tisch für ihre Zwecke auszuschlacht­en. Im Fall des ver­link­ten Artikels beson­ders brisant, da sich diese Leute als Wächter über andere auf­spie­len bzw. sog­ar offiziell dafür einge­set­zt wor­den sind.

    http://www.info-direkt.eu/2017/07/25/zensurwelle-wie-facebook-seine-nutzer-mit-zwang-umerziehen-will/

    Kurzum — man fühlt sich wie im faschis­tis­chen Gedanken-KZ und spürt ein Ver­lan­gen nach einem Urschrei, weil sich dieses in einem “befre­it­en” Umfeld befind­et. Mit diesem Empfind­en dürfte man den his­torischen Opfern am näch­sten kom­men und gle­ich­sam weit dis­tanziert von den Verunglimpfern der Neuzeit. Mehr als pure Ver­ach­tung, aus gutem Gewis­sen her­aus, ste­ht ihnen nicht zu!

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