<small>Quelle: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/commons/wiki/File:Uboot.jpg</small>

Musterländle: Nachdem die Schweizer mit blankem Entsetzen festgestellt haben, dass sie inzwischen unrechtmäßige Kriegspartei im Libyen-Konflikt geworden sind, bemüht man sich die Wogen zu glätten und am Liebsten würde man darunter abzutauchen wollen. Stein des Anstoßes sind die Überflugrechte die den Alliierten zur Erfüllung des UN-Mandats eingeräumt wurden. Da der französische Außenminister inzwischen klargestellt hat, dass man sich für die UN-Resolution 1973 nicht wirklich interessiere und schlicht ein Krieg gegen Gaddafi führe … siehe Bericht im Schweizer Magazin … und dies in gutem Einvernehmen mit wenigstens zwei weiteren Atommächten (USA und England), ist die Schweiz ein klein wenig in der Bredouille. Klar ist inzwischen dass der Umfang der Militäraktionen nicht wirklich mehr durch das UN-Mandat gedeckt ist. Dies spielt aber dem Grunde nach keine Rolle, da der Krieg für einen guten Zweck angezettelt wurde und damit auch gerecht sein muss. Am Ende wird er sich als humanitärer Einsatz entpuppen und spätestens an diesem Punkt hätte auch Deutschland mitballern dürfen, wie bereits in Afghanistan. Humanitäres Töten stellt letztlich keinen Krieg dar und solange andere als humanitäre Ziele in diesem Konflikt nicht verlautbart werden, kann der Nachweis eines Kriegs dort auch nicht geführt werden. Was für ein Dilemma und die Schweizer. Müssen sie jetzt ob des Debakels abtauchen oder weiter an den humanitären Zweck glauben.

Spötter behaupten, dass die Beschaffung von U-Booten für die Schweiz ein simples Ablenkungsmanöver sei, um die Diskussion in eine falsche Richtung zu lenken. Dass dies nicht so ist wird schon dadurch bewiesen, dass in Kürze ein interner Streit in der Schweiz losbrechen wird, wo denn die U-Boote ihren Heimathafen bekommen sollen. Da man vermutlich deutsche U-Boote beschaffen wird, könnte es ein Schweizer Hafen am Bodensee werden (auch zur Eindämmung deutscher Flüchtlingsströme ins Alpenparadies), hilfsweise in Locarno um sich allenthalben auch gegen Berlusconi noch behaupten zu können. Für etwaige internationale Einsätze könnte man auf deutsches Vorbild zurückgreifen, schließlich hat auch Adolf seine U-Boote ins Schwarze Meer expediert bekommen. Darüber hinaus muss sich die Deutsche Marine sowieso gerade von einigen U-Booten verabschieden, weil die Betriebskosten nicht mehr geschultert werden können, schließlich ruhen auf den Schultern bereits zahllose Rettungspakte. Unklar ist nur noch welchen Krieg die Schweizer mit den U-Booten gewinnen wollen. Überwiegend wird befürchtet, dass die Eidgenossen damit mediale Vernichtungsschlachten anzetteln möchten. Wenn also alle Stricke reißen, dann könnte es bald vorbei sein mit der legendären Neutralität der Alpenfestung. Fest steht bereits jetzt, die Schweizer U-Boot Flotte wird jedes in ihre Hoheitsgewässer eindringende Schiff zu Schweizer Käse zersieben. Insgesamt hofft die Schweiz allerdings, dass das Thema Libyen innerhalb der Diskussionslaufzeit um diese ominöse Neubeschaffungen erledigt sein wird, möglicherweise lassen sich die Teile dann ja noch stornieren … nur bitte nicht über den Schweizer Luftraum debattieren.

Schweiz will U-Boote kaufen
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