Unsre Sprache, das sind nicht nur die Wörter und Lettern

Unsre Sprache, das sind nicht nur die Wörter und LetternDer gerissene und breit gebildete Weimeraner Minister Johann Wolfgang (von) Goethe sagte einmal über die Mächtigkeit einer Sprache: “Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweist, sondern daß sie es verschlingt.“ (aus: Johann Wolfgang von Goethe, “Maximen und Reflexionen“ aus dem Nachlass herausgegeben von Max Hecker, Weimar 1907)

In diesem Beitrag möchte ich zuerst – passend zur Muße zu Weihnachten – ein paar unterhaltsame Beispiele von deutschen Worten, Wörtern, Sprichwörtern und Bezeichnungen aufzählen, die aus fremden Sprachen aufgenommen und adaptiert wurden. Im zweiten Teil möchte ich ein paar Gedanken anstoßen, wo es sinnvoll ist, fremde Bezeichnungen “einzudeutschen“ und wo derartige Wörter eher als kultureller Angriff zu verstehen sind.

Der Tragödie Erster Teil:

Fisimatenten

Als ich Kind war, zogen meine Freunde und ich gerne nachmittags in den Wald, wo wir alte Bergbaustollen erkundeten, Staudämme bauten oder unsere geheimen “Burgen“ im Dickicht errichteten. Wenn ich mit meinen Freunden nach den erledigten Hausaufgaben das Haus verließ, verabschiedeten uns meine Eltern oftmals mit mahnend erhobenem Zeigefinger: “Macht aber keine Fisimatenten!“ – Sicher haben Sie diesen Ausdruck auch schon einmal gehört. Wussten Sie, dass dieser Spruch reines Französisch ist? – Als Ostfriesland zu Beginn des 19. Jahrhunderts von napoleonischen Soldaten besetzt war, wurden diese – mangels ausreichenden Kasernen – in Zeltstädten untergebracht. Die braungelockten südfranzösischen Soldaten wirkten auf die heranwachsende Damenwelt Ostfrieslands genauso attraktiv wie umgekehrt die blond-blauäugigen Friesinnen auf die Südfranzosen wirkten. Deshalb gab es dort einige Techtelmechtel untereinander. In Ermangelung von blickdichten Büschen oder Waldstücken hinter den Deichen, luden die französischen Galanen ihre Angebeteten zum näheren Kennenlernen gerne in ihre Zelte ein: “Visitez ma tente!“ (“Besuche mein Zelt!“) – daraus machten die besorgten Eltern dann das Wort “Fisimatenten“, weil sie uneheliche Kinder damals als Dummheit ansahen – meine Eltern meinten damals übrigens andere Dummheiten, die wir hätten tun können (und gemacht haben 😉!)

Kümmeltürke

Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist dieser Ausdruck in Halle/Saale nachgewiesen. Er stammt aus der schnoddrigen Studentensprache. Abfällig bezeichneten Studenten Kommilitonen, die noch zu Hause wohnten und sich von Mama und Papa wie ein Pascha versorgen ließen, als “Türke“ – also Kommilitonen, die nicht ernsthaft selbst im Leben standen. Im gleichen, schnoddrigen Studententon wurde “Kümmel“ als Bezeichnung für Geld benutzt. Ein “Kümmeltürke“ war also ein Student aus wohlhabendem oder reichem Haus, der während seines Studiums zu Hause bei den Eltern wohnte. Heutzutage ist dieser Ausdruck wegen der Verwechslungsmöglichkeit mit Staatsangehörigen der Türkei eher unüblich. Stattdessen könnte ich mir vorstellen, dass der “Kümmeltürke“ zukünftig durch das Wort “Klimakleber“ ersetzt wird.

Mutterseelenallein

Nun würde ja wohl niemand bestreiten, dass eine Mutterseele ALLES sein kann, aber NIEMALS ALLEIN! (Denn wenn die Mutterseele keine Kinder hätte, wäre sie ja keine Mutter – Zwinkersmiley). Also machte ich mich eines Tages auf den Weg, um zu erkunden, woher diese Bezeichnung stammt und worauf diese groteske Redewendung basiert. Und da stellte sich recht schnell ein interessanter Hintergrund heraus: Als es schick und en vogue war, in Berlin französisch zu parlieren, wenn man Weltoffenheit und Bildung vorspiegeln wollte, wurden viele französische Bezeichnungen ins Deutsche übernommen (so, wie z.B. „schick“ und „parlieren“ 😉 ) . So sprach meine Großmutter, die aus diesen Zeiten stammte, immer vom “Trottoir“, vom “Billet“, und vom “Chaiselongue“ (obwohl sie ein Sofa meinte). So sagte der polyglott scheinen wollende Berliner “moût tout seul“, wenn er “allein“ ausdrücken wollte. Und da sich das Wörtchen “allein“ nicht steigern lässt, der Berliner aber alles steigern wollte, setzte man als Komparativ hinter die französische Bezeichnung das deutsche Synonym und sprach, wenn man das Wörtchen “allein“ steigern wollte von “moût tout seul-allein“. Irgendein rotznäsiger Berliner Straßenjunge setzte das dann als “mutterseelenallein“ zusammen – und das Wort ward geboren.

Heierman

Das Hebräische kennt keine Ziffern. Generationen von Theologen können ein leidvolles Lied davon singen, wie schwer es ist einen Buchstaben als Buchstaben oder als Ziffer auszumachen… . Stattdessen benutzt diese Sprache die ersten neun Buchstaben des hebräischen Alphabets auch als Ziffern, wobei das Alef, der erste Buchstabe die 1 darstellt, Bet, der zweite Buchstabe die 2, Gimel, der dritte Buchstabe die 3, Dalet, der vierte Buchstabe die 4 und He, der fünfte Buchstabe die 5. (usw.). Das hebräische “He“ entspricht ungefähr unserem “H“. Im jiddischen Handelssystem wurde die Ziffer 5 in der jeweiligen Landeswährung des Landes in dem gehandelt wurde (Rubel, Mark, Peseten, Lire, Franc, etc…) als “Heierman“ bezeichnet, also 5 Rubel, 5 Mark, 5 Peseten…etc…). Der “Heierman“ gilt bis heute und wird von älteren Personen immer noch regelmäßig benutzt.

Muckefuck

Und hier haben wir eine augenzwinkernde Ironie – damals wie heute gerne aus Berlin stammend 😉 – Der französische Ausdruck für “gefälschter Kaffee“ lautet: “mocca faux“ –  da Kaffee früher sehr teuer war, haben prekäre Schichten mit Mischungen aus Zichorie und Malz als Kaffee-Ersatz (heute noch bekannt als: Karo, Kathreiner, Lindes etc…) die Woche überstanden und nur am Sonntag ECHTEN (Bohnen-)Kaffee getrunken. Ein unbekannter Berliner nahm die französische Bezeichnung  (gefälschter Kaffee) und verballhornte sie im Berliner Jargon: “Muckefuck“. Es ist falsch zu behaupten, dass mit dieser Bezeichnung die ghettoisierten Sprachkrämpfe der sogenannten RAP-„Musik“ gemeint seien, denn „Muckefuck“ ist schon als Wort vor 140 Jahren – also lange vor der Gründung der im „Business“ alles bestimmenden Musikindustrie – nachgewiesen. Aber etwas Wahres ist an dieser These durchaus: RAP ist mittlerweile zu „gefälschter Musik“ verkommen – sozusagen der billige Kaffeeersatz für das intellektuelle Prekariat.

Der Tragödie zweiter Teil:

Wie wir sehen, entstanden aus verschiedenen Redewendungen und Wörtern neue deutsche Wörter. Deshalb ist es immer wieder spannend, wenn Menschen bei der Benutzung englischer Wörter in der deutschen Sprache heute immer wieder auf das “Gestern“ blicken und ihre Sprache (auf die Situation ihres eigenen Spracherwerbs) “einfrieren“ (und damit sterben) lassen wollen. Deshalb müssen wir zwischen den Wörtern, die eingedeutscht werden können (oder es bereits sind…) und denen, die eine geheuchelte Weltoffenheit suggerieren sollen und ABSOLUT wertlos sind, unterscheiden. “Public viewing“ (das wohl irgendwann zu einer vergleichbaren Form wie “pablik viuing“ o.ä. mutieren wird) ist bereits eingedeutscht, denn WIR meinen damit etwas völlig anderes als die öffentliche Leichenbeschau, das Aufbahren von prominenten Verstorbenen für die Öffentlichkeit, die der Angelsachse unter dieser Wortwendung versteht. Jedoch wird das Überbetonen des Englischen in unserer Werbung (“a better way to a better tomorrow“ – “…of Corsa“…etc…) erstens gar nicht richtig verstanden (und dadurch fehlgedeutet) und zweitens zunehmend als “Werbe-Blabla“ negativ konnotiert.

wortsterben

Eine Sprache – und ganz besonders unsere deutsche Sprache – besteht aus drei Ebenen:

Zuerst gibt es den Wortschatz. Dort ist es relativ leicht, fremde Sprachen und Sprachwendungen einzuführen. (Das funktioniert übrigens auch anders herum: Giovanni Trapattoni radebrechte als irischer Nationaltrainer auf “englisch“ eine deutsche Redensart. Seine Schützlinge hatten bei der Play-Off-Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 auswärts in Estland mit 4:0 gewonnen, was die irische Presse jubeln ließ. Trapattoni wollte mit einem deutschen Sprichwort auf die Euphoriebremse treten und sagte auf englisch “ Be careful with the cat. Don’t say, that you have the cat in the sack, when you don’t have the cat in the sack.“..Als sich dann beim Rückspiel seine Mannschaft in Irland mit einem 1:1 für die Europameisterschaft qualifizierte, blendeten die Iren im Stadion nach Abpfiff “Now we have the cat in the sack!“ auf die Anzeigetafeln. Der bis dahin völlig unbekannte Spruch ist mittlerweile gang und gäbe in Irland.

Die zweite Ebene ist schon erheblich schwieriger bei der Einführung von Neuheiten, es handelt sich nämlich um die grammatische Struktur. Neue Wörter und Redewendungen müssen zwingend in die grammatische Struktur passen, sonst haben sie keine Überlebenschance.  Als Beispiel können wir die grammatische Flektierbarkeit des englischen Wortes “Cake“, das – im Plural – um die Jahrhundertwende ins Deutsche drängte. Wir sprechen also von “Cakes“ – zu gut deutsch: von (einem) “Keks“ – der deutsche Plural der eigentlichen englischen Pluralform lautet dann – eingebettet in deutsche grammatische Strukturen: “Kekse“ – mittlerweile sind “Kekse“ im Deutschen auch etwas anderes als “Cakes“ im Englischen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass an dieser Hürde bereits der Großteil der monstranziös vor sich hergetragenen Anglizismen scheitern wird.

Die dritte und letzte Ebene ist die Laut-Ebene einer Sprache. Nehmen wir als Beispiel das englische “th“, das Tie-Äidsch, Es ist ABSOLUT unkompatibel mit der deutschen Lautebene! Wir können es zwar selbst sprechen, aber dann ist es halt englisch und eben nicht mehr deutsch! Tertium non datur. Die englischen Worte in die deutsche Lautebene zu integrieren, funktioniert nicht. Sie bleiben erkennbare englische Fremdwörter. Verschwindet die Mode – verschwinden auch diese Wörter. Ich sage z. B. “Bürgersteig“ statt “Trottoir“, spreche von “Tickets“ statt von “Billets“ und spreche weder von “Sitzbank“, noch von “Chaiselongue“, sondern von meiner “Fläz-Ecke“. Es wird nicht gelingen, unserer Sprache auf dieser Ebene zu schaden. Deshalb gehe ich jeden Tag mit Zuversicht in die Welt. Eine Sprache ist keine Immobilie, sondern quasi ein lebendiges Instrument. Erst, wenn alle – wirklich ALLE! – Menschen dieser Sprache ausgestorben sein werden oder KEINERLEI Neubildung hinzukommt, wird eine Sprache sterben können. Aus genau diesem Grunde bin ich guter Dinge und kann gelassen die irren Wortscharaden ertragen, da ich weiß, dass die allermeisten von ihnen eine Halbwertzeit haben, die ungefähr derjenigen der Jugendsprache entspricht (Wissen Sie noch, was “schau“ war, können sie noch etwas mit “astrein“ etc…anfangen?)

Es ist nun einmal so, dass unsere schöne deutsche Sprache derzeit auf vielen Ebenen verleugnet wird. Das führt unterm Strich zu ganz vielen neuen Wörtern unserer Sprache und wird sie stärken und eben NICHT schwächen. Und genau DESHALB ergötze ich mich an den lächerlichen und letztendlich vergeblichen Versuchen diverser Poly-Ticker und deren Sprachrohre in Medien und Werbung, unsere Sprache lenken zu können. Das haben nicht einmal die Nationalsozialisten geschafft und die hatten GANZ ANDERE diktatorische Möglichkeiten.

Und trotzdem: Mögen als Strafe für ihre bösartige Charakterlosigkeit den verlotterten Sprachverhunzern aus der Werbung, den Medien und der Poly-Tik künftig nur noch Google-Übersetzungen aus dem Isländischen auf Finnisch zu Ohren kommen! DAS ist MEIN WEIHNACHTSWUNSCH für uns alle!

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Über Schwertfried Fürchtegott zu Babel 13 Artikel
Schafschützend liegt er auf der K-Lauer und erkiest sich an der Analyse der Groteske der Gezeitenwende. Allzeit breit! Immer breit! Als Vorsitzender des Zentralrats des Höchstadels vertritt er kompromisslos die Sichtweise der Groben und Matschigen, kämpft in Stahlgewittern für Wilhelm Donner und Andrea Doria. Als überzeugter Dämokrat bildet er eine unüberwindliche Ein-Mann-Sphalanx wider den Zeitgeist. Sein Lebensmotto: “Immer, wenn der Zeitgeist einen fahren lässt, wackelt bei uns die Verfassung!“

25 Kommentare

  1. Die Verschandelung Unserer Sprache befindet sich in
    einer immer schnellere Auflösung! Sie ist meiner Ansicht nach
    voll beabsichtigt und zielt auf die Zerstöhrung Unserer
    Kultur! Ganz besonders Deutlich zu beobachten nach den
    zweiten Weltkrieg! In der Art zu Reden,zu Schreiben, zu Denken
    in der Musik, der Kunst und um sich selbst zu Verleugnen!
    Selbst in den Schulen, den Akademien und den gesammten öffendlichen
    Leben und vor allen Dingen in drastischer Form in den Medien
    schreitet diese Verzerrung Unserer Sprache in immer schnelleren Tempo voran! Die Verherrlichung der Angelsächsischen und der Abartigen Amerikanischen Ausdrucksweise hat in allen Bereichen
    bei Uns Einzug gefunden! Bei einer völlig verblödeten Jugend,
    findet dieser Kauderwelsch die meiste Verbreitung !Es ist leider Abzusehen, wann es Unsere ausdrucksweise Sprache bald nicht mehr geben wird!!

  2. Zu empfehlen in dem Zusammenhang sei das Buch von Roland Kaehlbrandt: Deutsch, eine Liebeserklärung. Er zeigt die Vielfalt unserer Sprache auf heitere Weise auf.
    Mich persönlich nervt die Zwangsamerikanusierung unserer Sprache und somit unserer Kultur. So offen sich unsere Gesellschaft auch zeigen mag…. Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Vor allem, wenn mancher Redner in Funk, Fernsehen oder anderen Medien meint seinen Intellekt mit fremd klingendem Vokabular beschmücken zu müssen. Es wirkt lediglich erzwungen und unnatürlich.
    Was muss unsere Sprache noch ertragen! Zu dem oben genannten, und nebenbei dem Diskussionstheme Nr. 1: Gendern, sei die für mich rotzig, und oft aggressiv klingende Art der Jugend erwähnt. Das Verschlucken halber bis ganzer Worte, verbunden mit herausgequälten Zischlauten, unfähig noch ein weiches ‚ch‘ zu sprechen, weil: klingt cool. Brrrr, mich graust dieses HipHopGeblubber! Bin ich konsertiv altmodisch? Oder geht es anderen genauso?

    Frohe Feiertage…..

    • Bin ganz bei Ihnen! Im Artikel zeige ich jedoch ansatzweise, warum dieser Unfug unsere Sprache auf Dauer nur bereichern kann. Das soll nicht heißen, dass „Jugendsprache“ sich durchsetzen wird. Die „Jugend“ hat schon immer und zu allen Zeiten anders gesprochen, als „die Alten“. Und in allen Generationen wurde sich darüber echauffiert. Nunja, wir werden sehen…Frohe Feiertage!

  3. „Ein geistigeres und innigeres Element als die Sprache hat ein Volk nicht.
    Will also ein Volk nicht verlieren, wodurch es Volk ist,
    will es seine Art mit allen Eigentümlichkeiten bewahren,
    so hat es auf nichts so sehr zu wachen,
    als daß ihm seine Sprache nicht verdorben und zerstört werde.“

    Ernst Moritz Arndt (1760-1854)

  4. Worte sind nicht eineindeutig, deshalb gibt es ja noch die künste/tanz/Gesang/malerei usw. Und selbst in der schwulenfeindlichen Türkei werden schwule Sänger hofiert und bejubelt, weil stimme und Rhythmus auch im reptiliengehirn als wahrhaftig und unverfälscht erkannt werden, Worte sind dagegen lediglich Worte und können die Wirklichkeit nicht umfänglich repräsentieren, deshalb ist auch die weihnachtsgeschichte nur eine Geschichte/Märchen

  5. Entdecke ich da dieses DDR Pionierlied ?????
    https://youtu.be/9pSs4pm3cj8?si=BAdHC-JnSHCpET60
    Aber unsere schön deutsche Sprache, die Sprache großer Dichter, wird immer mehr verunstaltet. Durch Anglizismen, durch Migranten Kauderwelsch, durch Neosprech einer ungebildeten Jugend ! Und nicht zuletzt durch die Kunst der Politiker tausend Worte zu sagen ohne das man einen Inhalt oder Sinn darin erkennen kann !
    Auch die jetzt so viel gepriesene KI tut ihr übriges.
    Vor einiger Zeit erschien auf MeWe ein Beitrag, in dem eine Emoji Sprache, ähnlich der Ägyptischen Hyroglyphen vorgestellt wurde.
    Vielleicht ist das ja die Zukunft ? Die Ägypter sollen unserer Gesellschaft einiges voraus gehabt haben……..

  6. Die Sprache/Worte wurde bis zur Aufklärung ausschließlich für den machterhalt des Adels/kirche missbraucht, jetzt gilt es die immer noch geltende Moral dieser Zeit/feudalismus zu überwinden, ohne den Druck der USA/Biden würde sich Deutschland diesbezüglich immer noch im dunklen Mittelalter befinden

  7. Jedenfalls haben die Hälfte der Italiener bis 1970 noch kein Italienisch verstanden oder gar gesprochen, kein Hochitalienisch jedenfalls. Haben extreme Dialekte gehabt. Weswegen diese Glücklichen noch die Tassen im Schrank hatten, sie konnten das in den Massenmedien verbreitete „dumms Tüch“ (plattdeutsch für: dummes Zeug) nicht verstehen. Doch bald schon fiel Italia einer rasanten Verstädterung zum Opfer, und heute sind die Italiani darum genauso blöd wie wir Speermänner (übersetzt für: Germanen) — Beweis: sie sind auf Meloni hereingefallen.

    Allen hier ein frohes Fest trotzdem!

  8. Interessanter Artikel – DANKE dafür.

    Zum Thema „Wortsterben“ mag diese Seite für Euch vielleicht interessant sein:

    Archaismen – unser altmodischer Wortschatz

    So wie Wörter neu geboren, sich verbreiten und irgendwann allgemein bekannt sind, so verschwinden alte Wörter auch wieder aus unserem Sprachgebrauch. Diese schon fast vergessenen Wörter sind die Archaismen – Begriffe, die von jüngeren Generationen kaum noch verwendet werden. Weil sie altmodisch sind, heutzutage kaum mehr Sinn ergeben oder weil sie inzwischen durch andere Wörter ersetzt wurden. >> weiterlesen und dort weiterblättern:

    https://www.kunst-worte.de/archaismen/

    Dem lieben Wilfried (WiKa) und Euch allen ein erfolgreiches und gesundes 2024.

    Helmut S.

  9. Auf Meloni kann man nicht hereinfallen, ein bisschen druck von der dorfmafia und schon wird das Kreuz an der richtigen Stelle gemacht, zum Glück gibt es eine starke Zuwanderung von aufgeklärten Großstädtern auf dem Land/Dorf sodass die dorfmafia bisher noch nicht die absolute Mehrheit erlangen konnte

    • @Cource — Es weihnachtet sehr, da darf gewünscht werden, auch gewagt. Zum Beispiel, daß Städter aufgeklärt sind, weil sie Städter sind. Hmm, was würde Soziologe David Riesman da jetzt wohl zu sagen — lonely crowd, einsame Masse; other-directed man, ganz viele ganz hohle Birnen mit permanent laufendem Medienradar…

      Seltsam, den Gustave LeBon und diesen Bernays kennen die querschwurbelnden Herdenmenschen alle, aber den Riesman nicht. Wieso hält man den so sorgfältig unter Verschluß, verrät der zuviel?

  10. Heutige ‚Politiker‘ haben wiederum ganz, ganz andere Möglichkeiten die Sprache(n)
    für ihren Politmüll zu vereinnahmen.
    Baerbock-Brickendrop als gutes Beispiel für schlechtes Deutsch und noch schlechteres Englisch.
    Mutti-Merkel hatte nur zu häufig unvollständige Sätze von sich gegeben.
    Die Liste der politischen Sprachzwerge ist lang und ihr Nachlaß erschütternd.

  11. In Berlin/Hamburg/Bremen/München/Stuttgart usw. Gibt es doch mehr linke/aufgeklärte Erdenwürmer, die dann in das CDU/AfD Umland mit seiner ex-exorxisten-mentalität/dorfmafia zu tun haben

    • @Cource — Leider ließ Riesman sich nicht ein zu der Frage, wie es überhaupt zur Bildung der „einsamen Masse“ kommt, sprich: woher all die vielen denkunfähigen Hohlbirnen kommen, welche die großen gesellschaftlichen Lagen verstandesmäßig nicht mehr erfassen können. Und die sich deshalb ganz hilflos und allein fühlen und dann ganz angsterfüllt ihre Umgebung abscannen mittels Medienkonsums. Um zu schauen, ob da welche sind, denen es ähnlich ergeht wie ihnen und mit denen sie sich durch markante äußerliche Merkmale verbunden fühlen können. Denn dann könnte man mit solchen eine Herde Gleichartiger bilden. Und Herde, das ist große Zahl, viele! Große Zahl aber, viele, das schützt Beutetiere vor Raubtieren: reine Arithmetik, pure Wahrscheinlichkeitsrechnung — ist wie beim Kinderlied von den zehn kleinen Schwarzafrikanerlein… . Je weniger sie sind, desto gefährlicher wird es für sie. Als nächster dranzusein, meine ich, gefressen zu werden.

      (Exkurs: Um so schöner dann, wenn’s eine andere Herde trifft und nicht die eigene. Das Elend von anderen wirkt irgendwie beruhigend immer auf Menschelein. Am beruhigendstens übrigens, wenn es böse andere sind, großgeschriebene andere, also: Andere. Ist wegen der anderen äußerlichen Merkmale von Anderen. Yes, social psychology can!)

      Aber zurück zum Thema, zur Frage aller Fragen: WER HAT DIE HEUTIGEN ALLE SO DENKUNFÄHIG GEMACHT ??? Denn ist ja geradezu gruselig mit all diesen vielen armen other-directed Menschelein, mit all diesen außengeleiteten! Gab es laut Riesman vor denen doch den denkfähigen „inner-directed“ Menschen, den innengeleiteten. Vor der Industrialisierung und Verstädterung jedenfalls, so meinte Riesman. Aber wie gesagt, verriet er nicht, was genau aus dem Denkfähigen einen Denkunfähigen gemacht hat. Stadtluft und Industrie allein können’s ja nicht gewesen sein, ist bloße statistische Korrelation und ja noch lange nicht Ursachenbestimmung.

      Die Antwort auf die große Frage aller Fragen ist höchst simpel: Durch die von einem flächendeckend gewordenen staatlichen Pflichtschulwesen an Kindern über Jahre hinweg vorgenommene Dressur zum Untertanen. Der nur noch denken kann, was ihm zu denken vorgegeben wird von seinen Lehrern und Nachrichtensprechern. (Siehe YouDupe-Kanal HKCM, dort ganz aktuell das Vid mit Dr. Michael Hüter!)

      Sagen wir es so: Sehr lange schon dürften Stadt- und Landbewohner gleichermaßen denkunfähige Menschelein sein. Mit einem auch etwa gleichstarken Hang zur Bildung paranoischer Wahnvorstellungen. Siehe die Bekloppten-Republik Deutschland spätestens ab dem Jahr 2020.

  12. Guttenberg spricht im Namen der CDU/Kirche/Glauben von einer Bedrohung durch den Individualismus, dabei folgen alle rudeltiere zwanghaft dem Weihnachtsmärchen und stopfen sich selbst wie eine stopfpute, soviel zur angeblichen Freiheit/selbtbestimmung der Erdenwürmer—-wir haben wintersonnenwende mit tollem frühlingswetter, das kann man wahrhaftig in vollen Zügen ganz entspannt genießen

  13. Unbetreut Denken – Fehler,Fehlverhalten beim Einzelnen zu suchen ist uns anerzogen und hat eine religiöse Basis: wir sind alle Sünder und der Erlöser sitzt ganz oben am Steuer. So haben es Staat und Religionen seit Tausenden Jahren geschafft, jene für den kulturellen, wirtschaftlichen Niedergang verantwortlich zu machen, die eigentlich Opfer und nicht die Protagonisten der Misere sind.
    Ausgeklammert wird ebenso die Umweltdegradierung durch Chemie, Pharmazeutika und Strahlenbelastung (EMF) die den NormalMichel härter treffen als den Wohlhabenden. In Palm Beach, Florida, wo Leute wie Bill Gates ihre Ferienhäuser haben, wurde z.B. das Installieren von 5G von der Stadtverwaltung untersagt, in der Lokalpresse nachzulesen.

    • @KlausRudolf — Wohl wahr, geherrscht wurde schon immer. Riesman beschreibt lediglich eine Herrschaftstechnik, nämlich Medien zu nutzen als Identifikationsangebot für Menschen, deren Traditionen und Wertvorstellungen ihnen verlorengegangen sind im Zuge drastischer Veränderungen ihrer gesellschaftlichen Lebensverhältnisse (z.B. infolge von Verstädterung und Industrialisierung). Das mediale Angebot sagt dann etwa: Schau, hier sind welche, die dir sehr ähnlich sind und die eine ganz schicke Herde gebildet haben, der du dich anschließen kannst — denn dann bist du nicht mehr allein auf weiter Flur und weißt, WER DU BIST! Wieder wer zu sein, der Wunsch nach sozialer Zugehörigkeit ist urmenschlich, quasi eine Grundbedingung des Menschseins. Nur Soziopathen kennen diesen Wunsch nicht.

      Auch Riesmans zwei anderen Menschentypen, der traditionsgeleitete und der innengeleitete, unterlagen Herrschaftstechniken. Es wurden Gerichte gehalten und abweichendes Verhalten wurde bestraft. Sei es von einem Stammes- oder Ältestenrat in Traditionsgesellschaften, oder von weltlichen und kirchlichen Fürsten in Wertegesellschaften (zu letzterem siehe insbesondere: Michel Foucault, Überwachen und strafen). Und das war keineswegs netter oder humaner, im Gegenteil, es ging äußerst brutal zu, weil auf Abschreckung gesetzt wurde. Verhaltenssteuerung mit dem Knüppel.

      So gesehen, ist Herrschen per medialer Identifikationsangebote ja durchaus elegant. Aber keineswegs weniger brutal. Eben weil es nur gelingen kann, wenn der Mensch zuvor systematisch institutionell unfähig gemacht werden muß zu eigeninitiativem Denken. Mittels entsprechender Dressur vonseiten der Schule. Siehe Michael Hüter. Sehr konzis und mitten durch die Mitte ist da auch die Anne Querrien 1976 mit l’ensaignement, siehe dt. Übersetzung (von mir) auf linkezeitung.de

      Wer aber möchte schon in der Haut eines Schulkritikers stecken. Denn er führt sich ja unweigerlich selbst ad absurdum, sobald er von einem Publikum verstanden wird, dem er soeben erklärt, denkunfähig zu sein, sprich: garnicht verstehen zu können. Kein schöner grelles Paradox!

  14. Die dorfmafia ist nicht denkunfähig, die missbrauchen knallhart ihre Macht, nach dem Motto:“Wer nicht das macht was wir sagen, gehört nicht zu uns“, hierzu benötigen die Kinder auch keine Schulbildung, die merken sofort wer das sagen hat/den Ton angibt, weil die kirche nicht mehr die verkorkste exorxisten-moral vertritt übernehmen jetzt die Evangelikane (die eine persönliche Beziehung zu Gott haben) in kleinen Strukturen die hexenaustreibung mit ganz fiesen spielchen, sodass schon viele den Ort verlassen bzw. umgezogen sind. Und das Problem ist, man kann nicht einmal die Polizei um Hilfe bitten, weil die voll verseucht mit ex-exorxisten sind.

  15. @Cource — So ist das auf’m Dorf nun mal, da mimt man nicht den Revoluzzer und führt aufrührerische Reden. Mit Mafia hat das alles nicht das geringste zu tun, sondern mit angemessenem Benehmen. Schließlich leben da Leute Zeit ihres Lebens und über viele Generationen am selben Ort. Da gilt das Prinzip des dreimal tief Durchatmens bevor vom Leder gezogen und Streit vom Zaun gebrochen wird. Zwei Orte auf der Welt, wo nicht über Politik geredet wird: Kneipe und Dorf.

    Und wenn’s ein Bauerndorf ist, dann halten die sowieso alle fest zusammen. Nix da mit Mafia, Bauern haben ein langes Gedächtnis. Reicht zurück bis zu Luther und dessen Bauernlegen. Bauern lieben ihre Freiheit, weswegen sie von allen religiösen und politischen Fanatikern bis aufs Blut gehaßt werden. Bauern wissen, wer ihre Feinde sind. Tipp: Nicht mit Bauern anlegen, gibt Ärger, RICHTIGEN. Und das ist auch gut so.

  16. Welches Identifikationsangebot, von welchen Plattformen ? Nur weil ein x-beliebiges Cyberportal in Millisekunden Millionen belabert heißt das noch lange nicht, daß alle Adressaten den Quatsch auch glauben, es fällt unter die gleiche Rubrik: liegt auf der Treppe und lügt. Das Ganze ist Unterhaltung, wie die restlichen 99% im Net.
    Trotzdem oder sogar wegen der Flunkerei in den ’sozialen‘ Netzwerken (die MSM der Entrechteten) fühlt man sich wohl, Gehör zu verschaffen, Dampf abzulassen und auch bedroht zu werden . Gleichzeitig dienen diese kommerziellen Plattformen in erster Linie der Vereinsamung, weil diese dem Zweck der Abhängigkeit dient. Es sind die Abhängigkeiten die Systeme am Laufen halten und wir wissen sehr wohl, daß die meisten dieser Süchte uns zerstören.

    • @KlausRudolf — Meine Ausführungen oben haben allesamt Riesmans «Die einsame Masse» referiert, was er Anfang der 1960er geschrieben hat. Die damalige Medienlandschaft war entsprechend, unzählige Zeitschriften mit unzähligen unterschiedlichen Zielgruppen — jedem Tierchen bzw. von der Schule verblödeten Menschelein sein Pläsierchen bzw. Identifikationsangebot.

      Dasselbe auf dem Felde der Politik, wo die Menschelein ja noch mit viel Herzeblut „ihren“ Parteien und sonstigen Politsekten anhingen. Könnte Irrenhaus schöner sein…

      Mal von simpler Warte aus betrachtet: Wie denn, bitteschön, ließe sich die augenblickliche Weltsituation anders erklären als mit offener Psychiatrie, als mit von paranoischen Wahnvorstellungen (nur zwei Beispiele: CO2 und diese unsichtbaren klitzekleinen Tierchen) umgetriebenen bzw. zu eigenständigem Denken restlos unfähig gemachten Menschelein. Könnte es offensichtlicher sein, daß die moderne Weltgesellschaft aus irregewordenen Verblödeten besteht? Und noch etwas: Je länger, je blöder, es wäre ein Irrtum anzunehmen, daß Universitätsabsolventen denkfähiger seien als Hauptschüler. Dümmer als in einer Universität könnte ein Menschelein nicht gemacht werden.

      Das Gericht kommt jetzt zur Urteilsverkündung. Da alle durch die geisttötende Mühle der Staatsschule hindurchmußten, aber nicht alle verblödet sind, muß es im Menschen einen WILLEN geben, sich seines Geistes berauben zu lassen und sich der Barbarei hinzugeben. Und so denn seinen Untergang selbst herbeizuführen. Der Mensch ist jenes Tier, das sich selbst schlachtet.

  17. Die heutigen Popstars wie zum Beispiel Taylor Swift müssen garnicht mehr besonders gut singen, wichtiger ist die Haltung und die Massage, wir sind voll in einem Klassenkampf die schönen Erdenwürmer versuchen die welt zu retten und die hassenden/hässlichen versuchen sie zu zerstören, weil sie tief verletzt, starke Ressentiments gegenüber den guten/schönen/unbeschwerten Erdenwürmern angesammelt haben, deshalb kann sich der antirassismus nur durch eine Systemänderungen wahrhaftig durchsetzen, denn wie wir am Beispiel Holland sehen, die als aller ersten das zusammenleben aller rassen/Religionen praktizierten, jetzt aber voll das Gegenteil machen, d.h. der Kapitalismus ist auf Dauer nicht geeignet die multikulti Gesellschaft durchzusetzen auch in der ehemaligen DDR war noch die generation deutsche Eiche mit ihrer verkorksten Moral zu gange, wir brauchen ein anti-rudelsystem/kadavergehorsam, denn ohne rudel sind angefangen vom schulhofbully bis zum hasskrieger alle Bösewichte machtlos, deshalb ist der individualismus/autark/autonom die Lösung für das unterwürfige rudeltier/Hündin

  18. @KlausRudolf — Obiger letzter Satz von mir war geschludert. Es sind nicht alle, nicht alle haben den Willen zur Barbarei. Entsprechend korrigiert nun:

    Der Mensch ist jenes zu dem Wahnsinn fähige Tier, sich selbst zu schlachten.

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