Bundestag sollte Diäten „Schmerzensgeld“ nennen

B-Earlin: Das ist schon ziemlich krass, was da so alles in Berlin unter der Reichskristallkugel abgeht. Trotz Automatisierung der ständigen Diäten-Erhöhungen, scheint es ein größeres Maß an Unzufriedenheit mit der Bezeichnung für die Vergütung für Bundestagsabgeordneten zu geben. Das mutet im ersten Moment grotesk an, denn den Abgeordneten ist ja für gewöhnlich gar nichts zu peinlich. zumindest wenn es um ihre Beziehung zum Souverän und Arbeitgeber geht, der von ihnen regelmäßig nach Strich und Faden ver … laden wird.

Der Begriff Diäten ist einfach viel zu irreführend, weil er auf einen vermeintlich gesunden Lebensstil hinwiest. Wobei das einzige, was dabei nicht vorkommt, ausgerechnet „Abstinenz“ ist. In der Form kann man den Begriff sogar als geschmacklos bezeichnen. Schließlich gibt er rein gar nichts von der „Fettlebe“ wieder, die mit den Bezügen gemeinhin verbunden werden. Es ist auch keine wirklich Leistungsvergütung, denn die Parlamentarier müssen gar nicht mehr selbst denken, selbst das wird heute vorzugsweise, wenn überhaupt, nur noch auf Fraktionsebene gemacht. Und rein nur für blankes Stimmvieh der Parteien ist das alles viel zu teuer. Sehen wir doch mal ins Grundgesetz, welchen Anspruch der Pseudo-Chef (Souverän) zumindest abstrakt nach diesem Märchenbuch hat:

Bundestag sollte Diäten „Schmerzensgeld“ nennenGrundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland | Artikel 38 | (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Die UN-Wahrheit ist leicht zu erkennen

Die Lüge fängt schon im ersten Satz an, denn auf die dort beschriebene Art und Weise kommt maximal die Hälfte der Abgeordneten in den Bundestag. Die Zweite Hälfte kommt über Liste, Klüngel und parteiliche Schieberei in den Bundestag. Es handelt sich also schlicht um parteiliche Versorgungspositionen. Wer wollte das nicht nutzen? Dafür spricht zum Beispiel die zusätzliche Aufblähung durch Ausgleichs- und Überhangmandate. Das nur mal am Rande, zum Einstieg und als Erläuterung für die unnötige Kostendoppelung bei den Diäten. Interessanter ist die theoretische Anforderung im zweiten Satz, letzte Hälfte. Da wird vorausgesetzt, dass der Abgeordnete an Weisungen nicht gebunden ist und nur seinem Gewissen unterworfen ist. Was für ein Hohn?

Bundestag sollte Diäten „Schmerzensgeld“ nennenDazu muss man wiederum wissen, dass das Gewissen des Abgeordneten bei der Fraktion abzugeben ist und er sehr wohl, fast ausschließlich nach Weisung der Fraktion zu agieren hat. Bei genauerer Beleuchtung der „Listenplätze“ drängt sich sogar der der Verdacht auf, dass es sich rein um gekaufte Leute der Partei handelt, welche mit irreführenden Diäten gelockt werden. Für all diese „Leistungsdefizite“ auch noch Diäten auszuloben, ist irgendwie schäbig. Zumal man weiß, dass die Höhe der Diäten eher Richtung „Fettlebe“ tendiert, wenn man die Bezüge mit den Durchschnittsvergütungen arbeitender Menschen in Verbindung bringt. Jetzt arbeitet diese Kaste nicht mal. Die Fraktion und der Fraktionszwang sind das Maß der Dinge. Der Rest, so scheint es, wird sowieso in der Lobby abgehandelt.

Bundestag sollte Diäten „Schmerzensgeld“ nennen

Letzteres darf man dringend zum Anlass nehmen, hier wirklich eine Korrektur der Bezeichnung „Diäten“ vorzunehmen. „Faulenzerknete“ ist sicherlich ein zutreffender Begriff, der allerdings auf sehr wenig Gegenliebe bei den Beziehern dieser Vergütung stoßen wird, ähnlich wie bei Hartz IV. Um einen Kontrastpunkt zum bereits in Diskussion befindlichem „Bedingungslosen Grundeinkommen“ zu setzen, könnte man die Bezüge auch „Grundloses Spitzeneinkommen“ nennen. Mit Blick auf das Grundgesetz und die realen Umstände leider mehr als treffend.

Um allerdings auch den Abgeordneten gerecht zu werden, die das Geld mit harten Gewissensbissen jeden Monat wieder unter Schmerzen wegstecken müssen, weil sie um ihre Nutz- und Schamlosigkeit wissen, sollte man es zutreffend „Schmerzensgeld“ nennen. Das ist zumindest ehrlich, wenn da noch ein Gewissen vorhanden ist. Ob das jetzt ein oder zwei Prozent der Abgeordneten betrifft, mag dahingestellt bleiben. Anders als „Diäten“ trifft der Begriff Schmerzensgeld überhaupt mal auf den ein oder anderen Abgeordneten zu. Wir rechnen mit der Einführung des Schmerzensgeldes noch in der Ära Merkel, weil es gerade da noch ansatzweise nach einer besonderen Berechtigung aussieht.

Bundestag sollte Diäten „Schmerzensgeld“ nennen
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Über WiKa 2331 Artikel
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7 Kommentare

  1. Jede anständige Diktatur hat eine Diktatorin und Vasallinnen die auf’s Wort gehorchen. Das ist das Merkel einer Diktatur und warum sollten die Bundestagsabgeordneten für 20 Mille nachdenken, wenn es auch ohne geht. Eigene Meinungen sind out, andere Meinungen, je grüner desto schlimmer, sind gefragt. Leider gehen die Interessen des deutschen Nutzviehs diametral zu denen der Herrschaft (Regierenden) auseinander, so dass frau leider weder die Herde noch deren Hüter nach deren Meinung fragen kann, die haben einfach keine zu haben und das ist absolut alternativlos. Wer meint, er wäre eine Alternative hat nicht mit der alten Naiven gerechnet, die dem einen Riegel vorschiebt und nichts von Andersdenkenden wissen will, das stört nur die Konzentration auf’s Wesentlichen – den Melkprozess des Nutzmenschen mit alternativlosen Energien und globaler Erwärmung bzw. Klimastillstand für das ewige Weiterso – wir schaffen das.

  2. Ist diese Bezahlung eine Diät? oder ein BGE (bedingungsloses Grundeinkommen)?

    … latürnich mit kleinen Aufstockungen wie
    • Büroausstattung
    • Büromiete und Mitarbeitergehälter
    • Aufwandsentschädigung
    • Jahresnetzkarte
    • alle innerdeutschen Flüge
    • 50% zu Krankenkassenbeiträgen
    • 50% zu Pflegekassenbeiträgen
    • extrem schnell steigende Altersversorgung
    • Übergangsgelder

    Und ganz wichtig:
    * Ohne Haftung für den angerichteten Schaden
    * pauschale Entlastung alle 4 Jahre!

    Ja, es ist eine Diät, dabei gesundet man schließlich!

    • Ich schaue ja kein TV mehr….hab das Ding verschenkt, weil anlügen kann ich mich auch selber- dafür brauche ich nicht die GEZ Diktatur!
      Wie man ließt beziehen ja 709 Abgeordnete diese Diäten!
      Meine Frage ist, warum da in der Pfötchenheberbude maximal 150 sitzen? Was treiben die anderen 550 für Ihre 10-20,000 Euro abgepressten Geldes? Warum werden da 500+ bezahlte Sesselpupser ausgehalten, die allesamt gegen Deutschland und Deutsche Ihre Pfote erheben und bestehlen noch zusätzlich diejenigen, die Ihre Diät sichert? Geht es noch verrückter?

      • Natürlich: Schlimmer geht immer. 5 % ist nur die Hürde für Parteien. Personen fallen nicht darunter. Wenn man in der Partei laut genug schreit, kommt man vorn auf die Liste. Dann spielen Prozente oder Eigenschaften wie „vorbestraft“ keine Rolle mehr.
        Beispiele:
        Grundl mit 3,6 % Erststimmen
        oder
        Dehm mit 5,0 % Erststimmen.

        Qualität ist nicht durch Masse zu ersetzen.
        Eigentlich brauchen wir nicht einmal 150 der 709 zu ernähren.
        Maximal eine Nase pro Prozent Wahlbeteiligung genügt, also ungefähr 65 die immune Narrenfreiheit haben.

        Besser noch, wenn die „Volksvertreter“ für ihre Taten haften würden.
        Schließlich kostet jeder „Volksvertreter“ soviel (ohne Altersversorgung etc …)

        Besser noch, wenn nach dem Ausscheiden der MdB über deren Altersversorgung abgestimmt wird

        Besser noch, wenn für dieses Ehrenamt nur H4 gezahlt würde.

        Ja, ich weiß wie fast jeder, was eine Utopie und Wunschdenken ist.
        Leider wissen die Abgeordneten das nicht.

  3. Wir sehen wohin die Diäten, genannt Besoldung, führt. Roth und Altmeier sind das beste Beispiel für Verfettung , auch des vielleicht vorhandenen Hirns!

  4. Grundloses Spitzeneinkommen ist absolut korrekt, während Schmerzensgeld m.M.n überhaupt nicht passt. Es impliziert, dass Schmerzen da sind, ausgehalten und entsprechend vergütet werden müssen. Schmerzen dürfte diese vergammelte Rumpelbande höchstens dann empfinden, wenn ihnen bewusst wird, dass sie für -ich entschuldige mich für das schlimme Wort, aber es muss jetzt mal sein- „Deutsche Bürger“ im Parlament sitzen. Wenn ich das grundlose Spitzeneinkommen also Schmerzensgeld nennen wollte, dann nur, wenn es auch in Dong ausgezahlt würde. (Ein Euro entspricht aktuell rund 27.000 Dong) Die schmerzvoll verzerrten Gesichter würde ich gerne sehen, wenn das Einkommen eins zu eins in Dong, also entsprechend der tatsächlichen Leistung, ausgezahlt würde.

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