Deutsche Panzer für die Entspannung nach Katar

Bad-Ballerburg: Es ist verdammt kompliziert! Ergo dürfen wir uns die Sache richtig einfach machen. Unsere besten Freunde, die Saudis, haben Katar (nicht weniger beste Freunde) jetzt auf ihre Abschlussliste gesetzt, weil dieser Gift-Zwergstaat eine Politik betreibt, die den Interessen Saudi-Arabien zuwiderläuft. Insoweit ist es nur logisch und folgerichtig, den unfolgsamen Zwerg mal ordentlich zurechtzuweisen. Wie man so etwas macht, kann der Novize für gewöhnlich von unseren noch besseren Freunden, den USA lernen.

Deutsche Panzer für die Entspannung nach Katar
Von ErlenmayrEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Wer sich für ernsthaftere Hintergründe zu diesem neuen Gesellschaftsspiel namens “Persisch Golfen” interessiert, der ist mit diesem Aufsatz gut bedient: Kleinstaat am Schandpfahl[Journal21]. Um also die Situation am Golf nachhaltig zu entspannen, kann man mit simpler Psychologie und gutem Geschäftssinn so allerhand bewegen. Die entstandene Situation führt insbesondere bei Katar zu einem unvorhergesehenen Katarr und einer großen Unsicherheit. Schließlich muss der Zwerg jederzeit damit rechnen, von seinem größeren Nachbarn von der Landkarte ausradiert zu werden.

Zur Überwindung von Unsicherheiten sind moderne und teure Waffen immer die erste Wahl. Was bei der Hausfrau der Frustkauf ist, ist bei Despoten und gut etablierten Autokratien das sorgsam gepflegte Waffenarsenal. Hier kann und muss Deutschland abermals die Gunst der Stunde nutzen: Rüstungsexporte: Deutschland liefert Kampfpanzer an Katar[ZEIT]. Besonders für besagte Region eigenen sich Panzer-Sondermodelle, die auch locker den Golf durchqueren können, siehe Bild oben vom Tausendsassa und Alleskönner-Leo.

Als aufrechter Freund aller zahlungskräftigen Golfstaaten, ist es quasi schon Deutschlands Pflicht hier richtig gute Sachen zu überhöhten Preisen zu liefern. Letztlich sind es nicht die Waffen selbst die für die nötige Sicherheit und ein gutes Gefühl sorgen, sondern das monetäre Gegengewicht. Jenes, durch den Verkauf aus dem Portmonee des Käufers herausgeschlagen Kapital. Kein Geld für Krieg bedeutet am Ende nämlich Frieden. Diese Logik muss nicht jedermann verstehen, dafür haben wir unsere Volksvertreter, die können das ohne mit der Wimper zu zucken.

Fakenews mal ganz honorig

Aus diesem Vorgang kann man weiterhin lernen, dass Fake-News ein unverzichtbares Stilmittel modern(d)er Politik sind. Saudi-Arabien hat dieses neue Stilmittel aus den USA binnen Monaten total adaptiert. Richtiger ist selbstverständlich hier von alternativen Fakten zu sprechen. Wenn man selber alle Kanäle beherrscht, ist die Wirkung entsprechend groß. Man verbreitet eine Nachricht und lässt jedwede Kritik, Nachfrage, Korrektur oder geforderte Richtigstellung einfach aus und schon steht die amtliche Wahrheit. Hier empfiehlt es sich den oben verlinkten Aufsatz von Journal21 komplett zu studieren, auch auf die Gefahr hin zu einer abweichenden Erkenntnis bezüglich der offiziellen Schilderung der Krise zu gelangen.

Natürlich dürfen wir keinerlei Zweifel an unseren vermögenden arabischen Brüdern im Geiste aufkommen lassen, solange die noch Waffen kaufen können. Immerhin sorgen sie angestrengt und aufrichtig dafür, dass Europa der Facharbeiter-Nachschub nicht ausgeht. Das lassen sie sich allein schon aus Gründen der Förderung von Multikulti (im Ausland) nicht nehmen. Man sollte das soziale Engagement gerade Saudi-Arabiens niemals unterschätzen. Zumal sie selber gar keine muslimische Flüchtlinge aus den Gebieten aufnehmen können, denen sie gerade mit Waffen und Geld aushelfen.

Echte Freundschaft währt solange das Portmonee randvoll ist

Derlei Anstrengungen müssen wir zu würdigen wissen. Nicht selten braucht es hierfür gerade die deutschen Waffen. Infolgedessen wird es beispielsweise zwischen den Geldsack-Staaten vom Golf und Deutschland nie zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten kommen können. Aber wir sind dabei keineswegs allein, die Streitkräfte Katars sind ein vollendetes Abbild deutsch-französischer Freundschaft. Etwaige politische, humanitäre oder ethische Bedenken kann man erst dann äußern, wenn deren Portmonees gesichert leer sind … und das kann dauern.

Deutsche Panzer für die Entspannung nach KatarAbgesehen davon wäre es eine spannende Angelegenheit, mal mit anzusehen, wie sich saudische und katarische Panzer aus deutscher Produktion dort ein Showdown liefern. Immerhin werden sie ja beidseitig ausschließlich zur Wahrung von Menschenrechten eingesetzt. Wer wollte Wetten auf den Sieger abschließen? Ganz richtig, das größere Portmonee mit den meisten Panzern darinnen wird logischerweise in der Konstellation das Wüstenrennen machen. Ist es nicht wunderbar diesem Wahnsinn unplugged beiwohnen zu dürfen, in der einäugig ersten Reihe und auf dem Zweiten bereits total blind? Wir können stolz auf unsere arabischen Freunde, unsere schönen Panzer und noch mehr auf unsere Volksvertreter sein. Ohne diese Protagonisten könnte das alles gar gelingen … die totale Verarsche der Menschen hier wie dort.

Deutsche Panzer für die Entspannung nach Katar
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

2 Kommentare

  1. Ist das nicht gut wenn wir wissen, dass dort keiner nachgeben will? Dann können wir doch an beide Seiten die gleiche Anzahl Waffen verkaufen und Frau Dr. Merkel kann stolz den nächsten Export-Rekord verkünden.

  2. Immerhin ist Katar in der Lage, diese seine Importe auch gut zu bezahlen. Das wiederum sichert Arbeitsplätze in Deutschland – und mit diesem Zauberwort können alle moralischen Bedenken in den Wind geschlagen werden. Mammon , äh, sorry: Amen

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