Polit-Kommissare in US-Redaktionen, Obama-Junta plant Optimierung der Informationspolitik

Polit-Kommissare in US-Redaktionen, Obama-Junta plant Optimierung der Informationspolitik Barack Obama PRISM planet earth dictator Lord of the dronesBig Wonderland: Scheinbar muss sich Geschichte immer wiederholen, bis alle Menschen die korrekte Version begriffen haben. Selbst Amerika, das freiste Land der Welt mit der weltweit höchsten Inhaftierungsrate, macht hierbei keine Ausnahme. Derzeit plant die FCC („Federal Communications Commission“ … für die Medien zuständige Behörde) die Entsendung von Beamten in die Redeaktionsstuben der amerikanischen Medien. Natürlich alles nur zum Wohle der Menschen und der guten Ordnung halber. Außer der gewählten Regierung und den Konzernmedien kann ja niemand wissen was der Bevölkerung wirklich frommt. Dem Vernehmen nach gibt es immer noch zu viele desorientierte Medienbetriebe, die sich zu wenig an der „offiziellen Linie“ orientieren und damit die Bevölkerung verwirren.

Natürlich hat dies rein gar nichts mit Beeinflussung oder Zensur zu tun, das sind übertriebene Ängste aus vergangenen Zeiten, heute sehr verpönt und wird gerne kritisiert wenn es „andere“ machen. Der Neusprech gebietet es, derartige Maßnahmen als Informationsfreiheit zu verkaufen. Noch klarer ausgedrückt, es geht bei der beschriebenen Maßnahme um die Eindämmung der „Informationsflut“ und die Konzentration auf wichtige Dinge, die die Menschen in Amerika wissen müssen. Wer eignet sich nun besser für derlei korrektive Aufgaben als ausgerechnet die selbstlosen Staatsbeamten, die weisungsgebunden den besten Überblick bezüglich der Informationsfreiheit haben.

Wir sich in diesem Zusammenhang an den Begriff In der Überschrift: „Politik-Kommissar“ stört, sei nur auf geschichtliche Parallelen verwiesen. Die guten alten Zeiten, als man mit entsprechender Steuerung in mehr kommunistisch-sozialistisch geprägten Ländern bereits versuchte die Volksbildung auf ein höheres Niveau zu heben. Der systemische Gegenspieler, der Kommunismus, ist inzwischen überwiegend von der Bildfläche verschwunden. Im Ergebnis läuft die geplante Maßnahme auf dasselbe hinaus, bekommt aber einen wohlklingenderen und unverfänglicheren Anstrich. Wer die in den USA entbrannte Debatte im Original mitverfolgen möchte, der kann es hier: The FCC Wades Into the Newsroom[The Wallstreeet Jornal] in englischer Sprache nachlesen.

Als kleine Randnotiz sei erwähnt, dass Europa, insbesondere Deutschland, hier schon viel fortschrittlicher ist. Hierzulande wird mit Begeisterung die sogenannte „Propagandaabgabe“ (spottgünstig für 17,98 Euro pro Monat/Haushalt), liebevoll auch „Demokratieabgabe“ genannt, die endgültige Abgabe der Demokratie leidenschaftlich gelebt. Alles nur um eine verträgliche „gesunde Volksmeinung“ zu lancieren. Die Beaufsichtigung der so finanzierten öffentlichen Meinungs(mach)anstalten obliegt bekanntermaßen den Parteien, die, wie beispielsweise in der Genmaisfrage auch nur zum Wohle der Menschen wirken. Selbst auf EU-Ebene hat man solche Stärken längst erkannt und verhandelt zum Beispiel geheim (ohne Erwähnung in den Medien) mit den USA über das TTIP-Abkommen, allein um die Menschen nicht zu beunruhigen wenn man ihr Glück minutiös und verbindlich vorausplant.

Polit-Kommissare in US-Redaktionen, Obama-Junta plant Optimierung der Informationspolitik bush_obama_luegen_halbwahrheiten_911_usa_betrug_terrorZurück in die USA. Es gibt einen enormen Nachholbedarf bei der Uniformierung der Volksmeinung. Die FCC hat erkannt, dass die Medien die Menschen vielfach mit belanglosen und unwichtigen Informationen zustopfen. Hier soll verbessernd eingegriffen werden. Es kann nicht angehen, dass bestimmte Medien so zentrale Fragen, wie beispielsweise Niederschlagsmengen und Windgeschwindigkeiten bei den Wettervorhersagen vernachlässigen und sich stattdessen über so unwichtige Themen wie beispielsweise die Gesundheitsreform oder notwendige Überwachungsmaßnahmen der NSA auslassen. Auch so unwichtige Dinge wie der Fall Snowden und daraus abgeleitete Verschwörungstheorien helfen den Menschen im praktischen Leben nicht und müssen deshalb in den Hintergrund treten. Auch philosophische Ergüsse, über die Auslegung der Verfassung beispielsweise, sind kontraproduktiv, weil die Mehrheit der Menschen dies ohnehin nicht verstehen kann.

So setzt sich die Reihe der Informationsbelanglosigkeiten fort, mit denen die Regierung endgültig aufräumen will. Dazu sollen Beamte der FCC in die Redeaktionsstuben entsandt werden. Gemeinsam mit den dort arbeitenden Redakteuren möchte man die „Essentials” herausarbeiten und dafür sorgen, dass das gesamte amerikanische Volk trotz der Medienvielfalt relativ einheitlich informiert wird. Gemeinschaftliche Analysen und Workshops sollen die Redaktionen auf den richtigen Weg bringen. Selbstverständlich hat diese Behörde keinerlei Einfluss auf die Redaktionsarbeit und verwahrt sich gegen entsprechende Spekulationen möglicher Einflussnahme. Vielmehr geht es bei diesem Vorhaben ausschließlich um eine harte Qualitätssicherung zum Wohl der Konsum-Enten.

Darüber hinaus sei eine direkte Einflussnahme der Regierung auf die Berichterstattung der Medien ohnehin gesetzlich nicht zulässig. Der einzige und faktische Berührungspunkte zwischen den Medien und dieser Behörde (FCC) ist lediglich die Lizenzierung (Zulassung) die alle acht Jahre von der Behörde zu überprüfen und neu zu erteilen ist. Wenn also eines dieser Medien den neuen Qualitätsanforderungen nicht gerecht wird, könnte zukünftig die Zulassung versagt werden. Man muss es noch einmal betonen, hierbei handelt es sich in keinem Fall um eine Einflussnahme auf die Redeaktionsarbeit. Positiv betrachtet, stellt es den Schutz der Verbraucher vor überflüssigen Informationen dar. Ein Thema welches der Obama-Regierung sehr am Herzen liegt. Willkommen in der neuen, gut regulierten Meinungsfreiheit.

Polit-Kommissare in US-Redaktionen, Obama-Junta plant Optimierung der Informationspolitik
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
Über WiKa 2007 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

9 Kommentare

  1. Die Rolle der Pressekammern und – senate bei den Gerichten bei der Regulierung der Medienberichterstattung und der Berichte vom Bloggern im Internet gehört auch zur staatlichen Kontrolle über den Informationsfluss.

    Von den Grichten erfolgreich angegangen werden auch die Internet-Archive, ausländische Medien und Suchmaschinen (Google) auch bezüglich dessen, was diese Suchmaschinen im Ausland in den Suchergebnissen zulassen.

    Deutschland strahlt mit seiner Zensurmaschinerie weit über die Grenzen hinaus. Auch die USA könnte bei uns lernen.

  2. Das unangenehme an Halbwahrheiten bzw. Halblügen ist die Erkenntnis, dass fast immer die falsche Hälfte geglaubt wird.

    Der Angst der Obrigkeit vor Machtverlust muss man doch etwas entgegen setzen. – Und das wäre nun einmal, dass zunächst in jede Redaktion ein beamteter POLIT Qualitätssicherer zu implantieren ist.

    Es ist eine Metastase mehr die da zu wuchern beginnt.

  3. Es ist ineressant zu verfolgen, wie Methoden und Vorgehenweisen erfolgreich Einzug in die Amerikanische und vor allem auch deutsche Politik halten, die man vor wenigen Jahrzehnten dem kommunistischen Ostblock-Diktaturen vehement vorgeworfen hat. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war der Begriff des Stalinschen Politkommisars Das verteufelte Böse ad absolutum. Nun scheien eineige Superhirne etwas zu viel Lenin und Stalin- Literatur als Bettlektüre verkonsumiert zu haben. Oder sollte es den gehassten kommunisten erfolgreich gelungen sein, die Demokratie aller Demokratien zu unterwandern ?
    Murkselchen und Gauckler-Achim würden diesen verdacht bestätigen !

    • Dem Wesen nach unterschieden sich die System des Ostens und des Westens nicht. Die Ausgangsbedingungen waren unterschiedlich, deswegen die äußeren Unterschiede. Die Entfremdung der Arbeit war in keinem System überwunden, auch nicht annähernd.

      Es ist heute offensichtlich, dass die tatsächlich kritischen Bürgerrechtler der DDR – nicht die, denen es einzig um ihre Karriere ging – erkennen, dass wir aus der Zukunft kommen. Wir haben es erlebt, durchdacht, bekämpft und wissen, wohin wir heute alle hinsteuern. Kommt uns alles sehr bekannt vor.

    • Sobald beide die Demokratisierung des Großkapitals fordern und damit aufgehort haben im Dienste des selbigen das Gegenteil davon vorantreiben, lohnt es sich darüber zu reden. Bis dahin gehen wir wohl weiter in Richtung globalisierte Kapitaldiktatur mit gekauften Faschisten jedweder Verkleidung für das gewaltsame Niedermachen aller Freiheitsbestrebungen der Völker unter humanitärem Vorwand, s. aktuell Sy., Ukr., Venez.

      Wer findet die Ähnlichkeiten mit heute?

      Die von Lord Ponsonby in den 1920erJahren formulierten 4 Prinzipien der Kriegspropaganda:

      1. “Wir haben den Krieg nicht gewollt!”

      2. Personifizierung des Feindes

      3. “Unsere Zielsetzungen sind humanitärer Art.”

      “Man muss die Tatsache verschweigen, dass es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stellt nur humanitäre Motive in den Vordergrund…”

      4. Berichte über die Grausamkeit des Gegners.

      20.2.2014 Der Tag der Zäsur
      Foto: http://opablog.net/2014/02/21/steinmeier-mit-faschist-tjagnibok-in-der-brd-botschaft-in-kiew/

      Video: http://www.youtube.com/watch?v=_w4n5vb5_is

      Artikel: Im Endkampf
      http://www.hintergrund.de/201402192994/politik/welt/im-endkampf.html

      Tagesaktuelle Reportagen aus Kiew ohne Kriegshetze:
      http://elynitthria.net/

      Prinzipielle Kurzbeschreibung des zu lösenden Grundproblems:

      Wirtschaftslexikon –
      „Kompradoren-Bourgeoisie – eIn der sozialistischen Wirtschaftslehre: Bürgerliche Klasse in den Ländern der Dritten Welt, die mit den Imperialisten verbunden ist. >Korrumpierung“

      http://www.wirtschaftslexikon.co/d/kompradoren-bourgeoisie/kompradoren-bourgeoisie.htm

      Hier noch ein paar Bilder, wie die brutalen Schergen des blutigen Regimes friedliche Demonstranten mit tödlichen Waffen angreifen. Aber warum tragen die angegriffenen friedlichen Demonstranten Uniformen der ukrainischen Sicherheitskräfte?

      http://www.youtube.com/watch?v=j0kTv_8lwiQ

      Jeder in der Ukraine weiß jetzt, dass Wahlergebnisse egal sind und Brüssel statt Kiew entscheidet.

  4. Sicher war die UdSSR nicht die Superdemokratie per se, aber die Gleichstellung mit den kapitalistischen Medien ist Unsinn.
    Zumindest formell sind „Staatszeitungen“ demokratisch legitimiert ! Genauso auch Redaktionsprinzipien und Inhalte. Was aber NOCH WICHTIGER ist: Es gibt keine Kapitalisten mehr und kein kapitalistischens Interessemehr, das von vornherein bzgl. Kapital & Arbeit ein Gegensätzliches Interesse wäre. Und selbst der korrupteste Bonze der Staatsbürokratie, krieg sein Geld nicht durch mehr Profite, sondern durch sein GEHALT o.a. Vergünstigenen die er sich UNABHÄNGIG vom Besitz an gesell. Produktionsmittel „genehmigen“ kann.
    Das KAPITALINTERESSE existiert nicht mehr, weil die individuelle Bereicherungsmöglichkeit nicht mehr über den Profit, sondern ganz andere Kanäle läuft. Das Interesse der staatsbetriebe steht damit nicht mehr im Gegensatz zum Volk und es gibt keinen Grund mehr Medien zu besitzen um für eigene Interessen Infos zu manipulieren. Der Konflikt zwischen Staats-Firmenleitung und den Arbeitern ist dann ähnlich dem des Individums selbst, der auch überlegen und „mit sich“ kämpfen muß, ob er lieber faul ist oder *sich* durch Arbeit etwas schaffen will.

    • Nun, es ging dabei auch weniger um den „Vergleich der Systeme“ als viel mehr um die Darstellung eines Klassikers, wenn der Staat (der angeblich freiheitlich, liberale Werte vorschiebt) sich solch regulativer Methoden, wenn auch erheblich subtiler, bedient wie es jetzt scheinbar in den USA passieren soll … 😉

    • Die Einflussmöglichkeiten der Werktätigen waren in der DDR und der UdSSR auf ihr angebliches Eigentum wesentlich geringer als in Deutschland Heute

      Es war kein Volkseigentum. Es war Staatseigentum. Auch im kapitalistischen Deutschland Heute wird um die 50% der Wirtschaftsvermögens über den Staat, die staatlichen, öffentlich rechtlichen, kommunalen Betriebe etc. erwirtschaftet.

      Die globale Wirtschaft vernichtet heute den Staat und nutzt die staatlichen Strukturen für Korruption, Mafiagebaren, Unterdrückung etc.

      In der DDR und der UdSSR war das schon Praxis.

      In der heutigern Ukraine gab es de facto keinen Staat mehr. Es herrschten über die staatlichen Strukturen die Wirtschaftsbosse aus Ost und West.

      Das ukrainische Volk möchte was zu sagen haben. Der Volkswille wird jedoch von sehr verschiedenen Gestalten missbraucht. Das ist nichts Neues, war auch 1989 in der DDR so.

      Wir in Deutschland sind da korrumpierter, weil unsere Mächtigern einfach klüger und erfahrener sind.

      Timoschenko und Klitschko und die vielen anderen sind auch wesentlich klüger als die heutigen Neuen Reichen in der Ukraine und Russland.

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