Deutsche Waffen laut Merkel für Weltfrieden unverzichtbar

Deutsche Waffen laut Merkel für Weltfrieden unverzichtbarStraus­berg: Wehrkunde ist ein schwieriges Fach. Dazu muss sich natür­lich auch die zwei­thöch­ste Instanz im Staate, die Kan­z­lerin, zu Worte melden. Als Pas­toren­tochter ist sie ger­adezu berufen sich the­ma­tisch zu „Friedens-High­tech-Gerät“ auszu­lassen. Oft­mals hil­ft eben beten allein nicht so recht, da muss man dann die harten Argu­mente in Sachen Friedenss­tiftung ab und an mit der Haub­itze rüber­brin­gen. Auf ein­er Bun­deswehrta­gung in Straus­berg kam sie dann auf den Punkt, wie der Spiegel hier zu resümieren weiß. Natür­lich, wie es sich für eine gute Predigt gehört, alles wach­swe­ich und ja nie­man­dem wehtun, schon gar nicht unseren Rüs­tung­sex­port-Welt­meis­tern, die durch ihre end­losen Bemühun­gen in Sachen Frieden auch ein gerüt­telt Maß an Wohl­stand sich­ern helfen. Im Bild: Merkel höch­st­selb­st bei der Vertei­di­gung unser­er Frei­heit am Hin­dukusch, während ihres let­zten Kampfein­satzes.

Präzisionstod aus Deutschland hat immer noch seine Freunde

An dieser Stelle neigen wir dazu die Kan­z­lerin teil­weise lieber sin­ngemäß als wörtlich wiederzugeben, denn but­ter­we­ich kann man ihre Ein­sicht­en gar nicht ver­mit­teln. Spätestens beim The­ma „ver­trauenswürdi­ge Part­ner“ schei­den sich bekan­ntlich schon die Geis­ter. Bank­tech­nisch meint Ver­trauenswürdigkeit nichts weit­er als „Bonität”, also wer die Zeche für gute deutsche Qual­ität zahlen kann, der ist ver­trauenswürdig und nur solche Län­der und Regierun­gen soll­ten nach ihren Ein­sicht­en beliefert wer­den. Wer das genau ist, das zählt natür­lich zu den Staats­ge­heimnis­sen, man möchte ja die gute Kund­schaft nicht desavouieren. Kön­nte auch meinen, ein­er der weni­gen Bere­iche in denen das „Bankge­heim­nis“ noch nicht durch­löchert ist.

Auch die all­ge­mein als gut beze­ich­neten Umsätze in der Branche deuten darauf hin, dass die geheime Kun­denkartei nicht son­der­lich schmal ist. Jet­zt müssen wir sie doch beim Wort nehmen, als sie sagte: „Es liegt in unserem Inter­esse, wenn wir Part­ner dazu befähi­gen, sich für die Bewahrung oder Wieder­her­stel­lung von Sicher­heit und Frieden in ihren Regio­nen wirk­sam einzuset­zen“. Was kön­nte das konkret heißen?

Frieden schaffen mit noch mehr deutschen Waffen

Sau­di Ara­bi­en ist ein gelun­ge­nes Beispiel für Friedenss­tiftung in ein­er bes­timmten Region. Es ist nicht über­liefert welchen Ein­druck ggf. deutsche Waf­fen bei den Demon­stran­ten in Bahrain hin­ter­lassen haben, als diese von saud­is­chen Trup­pen zusam­menge­fegt wur­den. Nach den Vorstel­lun­gen unser­er Kan­z­lerin sorgt so etwas aber auf alle Fälle für Sta­bil­ität. In jedem Falle muss es beein­druck­end sein, wenn man ger­ade für mehr Rechte demon­stri­ert, dann unver­mit­telt in ein Kanonen­rohr „Made in Ger­many“ zu sehen.

Merkels aus­ge­sproch­ene Ten­denz zu mehr Tech­nik anstelle eigen­er Stre­itkräfte hat natür­lich eine gewisse Logik. Schick­en wir unsere Trup­pen, dann kostet es richtig Steuergelder, schick­en wir nur das schöne Mords­gerät, dann bringt es richtig Steuern. Soll nie­mand sagen, Merkel hätte nicht begrif­f­en wie man den richti­gen Frieden übers Porte­mon­naie dreht. Und so hört es sich im O‑Ton an: „Wer sich der Friedenssicherung verpflichtet fühlt, aber nicht über­all auf der Welt eine aktive Rolle in der Friedenssicherung übernehmen kann, der ist auch dazu aufgerufen, ver­trauenswürdi­gen Part­nern zu helfen, damit sie entsprechende Auf­gaben übernehmen“. Aus­rüs­tungs­güter sind nach ihrer Lesart aus­drück­lich zu den möglichen Unter­stützungs­maß­nah­men für auf­strebende Regionalmächte oder regionale Staaten­bünde zu zählen. Ver­trauenswürdig, siehe wieder weit­er oben.

Und am Ende fordert sie noch lau­thals EU poli­tis­che Grund­sätze für solche Aufrüs­tun­gen Unter­stützungs­maß­nah­men, wegen der Wahrung von Men­schen­recht­en und Achtung grundle­gen­der Werte. Diese Werte dürften die mon­etären Inter­essen sein und die Wahrung der Men­schen­rechte meint wohl, jed­er bekommt die Wumme, wenn er sie bezahlen kann … also Gle­ich­heit unter der Kund­schaft. Aber die restrik­tive Hal­tung zum The­ma Rüs­tung­sex­porte will sie dabei keines­falls zu Dis­po­si­tion stellen und schon gar nicht aufwe­ichen. Man kann sich des Ein­drucks nicht erwehren, dass Angela Merkel hart daran arbeit­et, in eini­gen Jahren selb­st den Frieden­sno­bel­preis ein­mal abzuräu­men.

Beze­ich­nend wie auch ver­rä­ter­isch natür­lich die Nähe zum jüngst ver­liehenen Frieden­sno­bel­preis an die EU. Man kann es Merkel nicht ver­denken, dass sie hier die deutsche Friedensin­dus­trie just zu diesem Zeit­punkt her­vorhebt, in ein­er Zeit in der immer mehr Dyna­mit-Nobel Pro­duk­te weltweit für die Erlan­gung von mehr Frieden zum Ein­satz kom­men. Solange wir mit „Frieden“ noch unseren Wohl­stand sich­ern kön­nen, Gutes für die Welt tun und massen­haft gebeutelte Men­schen von ihrem Joch befreien, solange ist dieses Geschäft eine human­itäre Pflicht. Frieden muss man sich natür­lich auch leis­ten kön­nen. Wird man erst ein­mal von Auswärts mit Frieden beschenkt, dann ist die Sit­u­a­tion schon bit­ter ernst und fast aus­sicht­s­los.

Am Rande notiert: Wir rommeln mal wieder nach Afrika

Als kleine Rand­no­tiz hat sie auf der­sel­ben Ver­anstal­tung schon mal angekündigt, dass jet­zt auch in Mali Ter­ror­is­ten aufge­taucht sind die dort ihr UN-Wesen treiben. Die dor­tige Regierung sei zu schwach um mit den bösen Islamis­ten dort fer­tig zu wer­den. Einen Allein­gang schloss sie aus, aber im Ver­bund mit ein­er UN-Frieden­struppe, sofern der Freifahrtschein aus­gestellt sei, kön­nte man auch dort wieder an der staatlichen Ein­heit werkeln.

Dass die Hin­ter­gründe in Mali um einiges kom­pliziert­er sind als man uns hier bewusst ver­schweigt, muss ja einen Mil­itärein­satz nicht hin­dern. Am Ende soll­ten wir uns darauf ein­richt­en, dass nach dem Hin­dukusch unsere Frei­heit nun­mehr in Mali vertei­digt wer­den kön­nte. Das die auf­ständis­chen Tuareg wom­öglich noch ganz andere Ideen und Begrün­dun­gen haben, sollte bess­er aus­ge­blendet wer­den. Schließlich haben in grauer Vorzeit mal die europäis­chen Kolo­nialmächte dort die Gren­zen recht willkür­lich gezo­gen, völ­lig unbeein­druckt von etwaigen Eth­nien in den Gebi­eten. Klar ist aber, sie haben sich nach unseren Ein­sicht­en und Fes­tle­gun­gen zu ver­hal­ten. Gruß aus Europa, wir sind ja schließlich auch Mul­ti­kul­ti, dann muss es dort auch gel­ten, bas­ta. (Bildquellen)

Deutsche Waf­fen laut Merkel für Welt­frieden unverzicht­bar
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2276 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

8 Kommentare

  1. Ich bin aus der Gen­er­a­tion ‚in der es hieß,” Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg aus­ge­hen!” Haben “Das” die Deutschen vergessen? Ziehen uns einige Wenige wieder in einen Krieg? Fas­sungs­los und Ohn­mächtig ste­hen wir da. Warum ? Muss es wieder so weit kom­men? Es ist zum heulen, doch ich finde es zum kotzen. Deutsch­land gut Nacht.

    http://zeitgartenwerdau.wordpress.com/2013/01/27/vielfalt-e-v-werdau-offener-brief-an-die-regierungen-und-offentlichen-entscheidungstrager-der-volker-unseres-planeten-und-an-die-weltbevolkerung/

    • Ich gehöre zu der­sel­ben Gen­er­a­tion, mein Entset­zen ist nicht geringer und ger­ade deshalb gibt es Artikel wie diese hier, die das immer wieder ein­mal ins Licht zer­ren, gerne auch wenig zart­füh­lend … 🙁

  2. Es war auch nicht kri­tisch gemeint, eher zus­tim­mend. War auf eur­er Face­book-Seite, und sage nur: ” Jed­er hat seinen eige­nen Weg.”
    Gut gemacht !
    Ihr seit mutig und provokant,wir still( feige, weiß nicht) anders und in Liebe.
    Jedoch wollen wir das Selbe.

    • Nein, die herun­tergzo­ge­nen Mund­winkel waren dem The­ma geschuldet, und dem von Dir zurecht monierten heuli­gen Umstand. Du hast hier ja auch nie­man­den ange­grif­f­en. Das kleine Kom­pli­ment bestärkt ein diesen weg weit­erzuge­hen. Die Klappe müssen wir noch früh genug hal­ten. In dem Wis­sen, dass wir sowieso immer wieder auf­ste­hen bis wir alles gel­ernt und begrif­f­en haben, macht es ein­fach Sinn die Dinge etwas offen­siv­er anzuge­hen (meine Sicht). Vielle­icht ist man dann etwas schneller mit dem Pro­gramm durch, kann sich und anderen noch ein wenig Leid und Lei­den ers­paren. Damit es jet­zt richtig rüberkommt, dieser hier … 🙂 und Danke …

  3. Applaus, Applaus, Applaus!!!
    Fuer Eure wahrlich wun­der­bar schar­fen und so tre­f­fend­en Bemerkun­gen zur taeglichen Real­satire!
    Ich hab Eure Seite erst frisch ent­deckt, aber ich werd alle Artikel lesen!
    Gibts die eigentlich schon als Buch?
    Phan­tastisch, da kann man sich alle Nachricht­en sparen, gross­es Lob und weit­er so!

  4. Um es in Amis worten auszu­drück­en a bis­sel col­lat­er­al dam­age braucht ja jed­er auch mit deutschem Präzi­sion­swerkzeug da nimmt der golfkrieg mal andere geografis­che züge an schaut euch mal hin­ter­grund kartw an und das ter­rain gle­icht einem haifis­chbeck­en
    fehlt nochn fet­ter wirbel­sturm und alle heben ab
    warum machen die das nicht wenn da naturkatas­tro­phen am wirken sind die wit­terungsver­hält­nisse halt echt und mut­ter natur scheisst auf den soge­nan­nten Weltkrieg also ver­grabt euch gle­ich mit den waf­fen man sollte halt auch mal in anbe­tra­cht ziehen das nicht alle men­schen in den krieg ziehen die meis­ten kom­men ja aus den kriegs­ge­bi­eten
    Beru­fung bleibt Sol­dat man muss ja schließlich auch für seinen Sold kämpfen oder es gibt ein Attest.Weitermachen Wegtreten ohne Wir sind hier nicht beim Bund Wehrpflicht wurde abgeschaft denn die waf­fen braucht ja ein anderer.Meine Kaserne ist jet­zt ein Flüchtlingslager Aus­bil­dungzen­trum für Exil Amerikan­er denn die Waf­fen gibt es ja jet­zt vor der Haustür frisch ab dem Werk.

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