Mediale Mutation vom Wetterfrosch zum Fickfrosch

Mediale Mutation vom Wetterfrosch zum Fickfrosch Vom Wetterfrosch zum Fickfrosch<br /><small>Quelle: http://kamelopedia.net/index.php/Datei:Kachelmann.jpg Autor: Charly Whisky</small>Män­ner­heim: Man(n) das kachelt! Nun ist es fast voll­bracht, der Umgestal­tung­sprozess nähert sich seinem Ende und aus dem ehe­mals wenig berühmten kleinen Wet­ter­frosch dürfte inzwis­chen Deutsch­lands berühmtester Fick­frosch gewor­den sein. Bemerkenswert an dieser Muta­tion ist weniger der Tatvor­wurf, auch nicht ob er am Ende schuldig ist oder nicht, son­dern der medi­ale Aufwand mit dem diese Trans-Muta­tion betrieben wurde. Warten wir also noch genüsslich das in Kürze anste­hende Urteil der Jus­tiz dazu ab und lassen ihn her­nach als neugestal­teten Fick­frosch in der medi­alen Versenkung ver­schwinden.

Dann hat der Mohr seine Schuldigkeit getan und eine wet­ter­füh­lige Nation hat über einen aus­gedehn­ten Zeitraum alle Wech­sel­bäder der Gefüh­le haut­nah miter­leben dür­fen. So funk­tion­iert es im richti­gen Leben. Von Schneesturm über Hagelschlag bis hin zu eit­el Son­nen­schein kann man mit diesem The­ma die Herzen des Pub­likums wie auch die der Juris­ten erwär­men. Haupt­sache es „kachelt“ richtig bei den Auf­mach­ern. Nur gut, dass wir keine größeren Sor­gen mehr in der zivil­isierten Welt haben.

Die zunehmenden Par­al­le­len allerd­ings soll­ten zum Nach­denken anre­gen. Ob Assange oder DSK, so langsam wird das Sys­tem erkennbar und das Mit­tel der Wahl für gewollte oder unge­wollte Umgestal­tun­gen von Per­sön­lichkeit­en des öffentlichen Lebens offen­bart sich von Tag zu Tag mehr. Leute wie Clin­ton oder Berlus­coni macht­en zwar auch einen echt bek­leck­erten Ein­druck, kon­nten sich aber unter größten Anstren­gun­gen der Total-OP entziehen. Und wir lieben diese geilen Szenen. Ist doch die schön­ste Neben­sache der Welt — wenn sie ange­blich entartet — gle­ich eine dreifache Auf­machung wert und Garant für die per­sön­liche Neuord­nung des Lebens wenig­stens von bekan­nten Per­sön­lichkeit­en.

Nur dumm, dass die vie­len Täter und Opfer erhe­blich schw­er­er Mis­se­tat­en dieser Art den­noch weit­er im Dunkeln bleiben wer­den. Offen­bar bere­it­et dieses The­ma in den Niederun­gen der Gesellschaft nicht die Freude, die es zu ent­fal­ten ver­mag wenn ein Schwanz aus dem Jet­set am Etikett klebt. Schade eigentlich, für die Jus­tiz, die Opfer, wegen der unbe­straften Täter und beson­ders für die Gesellschaft, die nicht mehr merkt wie sehr sie sich hier selb­st vor­führt oder vor­führen lässt.

Warten wir also get­rost auf den näch­sten Schwanz der für eine der­ar­tige und öffentlichkeitswirk­same Image-Under­cov­er-Umop­er­a­tion von den Medi­en ganz nach vorne gez­er­rt wird … es ist sich­er nur eine Frage der Zeit, der gute Geschmack ist schon längst nur noch ein Geschmäck­le. Soll nicht heißen, dass promi­nente Sex­u­al­straftäter ihrer Strafe ent­ge­hen soll­ten, wenn aber die Demon­tage und augen­fäl­lige öffentliche Vorverurteilung der jew­eili­gen Per­sön­lichkeit­en den Vor­rang genießt, dann kom­men diese Vorgänge ein­er medi­alen Hin­rich­tung oder Lynchjus­tiz immer näher.


Qual­lenangabe: Hier alle Details zum Kachel­mann | Fick­frosch Bild­nis and the Kün­stler him­self, Char­ly Whisky

Medi­ale Muta­tion vom Wet­ter­frosch zum Fick­frosch
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

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