Facebook Einführung des „Fuck Artist“ Button verzögert sich

Facebook Einführung des „Fuck Artist“ Button verzögert sich Facebook Fakebook Steal klauen Fuck Artist Button-03Dumb­sville: Eigentlich sollte der „Fuck Artist“ But­ton bere­its in diesem Jahr die Herzen aller Benutzer und Teilungssüchti­gen höher schla­gen lassen. Bess­er gesagt natür­lich, die Herzen der selb­st­losen Diebe, aber das kann man ja heute im sozialen Net­zw­erk nicht mehr so ganz genau voneinan­der unter­schieden. Nach neusten, aus der Fake­book Zen­trale durch­gesick­erten Infor­ma­tio­nen, wird sich die Ein­führung dieser rev­o­lu­tionären Kopier­hil­fe allerd­ings noch um ger­aume Zeit verzögern. Einen genaueren Zeit­punkt kon­nten selb­st wir, trotz allerbester Ver­net­zung zu diesem The­ma, nicht in Erfahrung brin­gen.

Gut, nur wenige Nutzer des Por­tals haben über­haupt mit­bekom­men worum es sich bei dem „Fuck Artist“ But­ton wirk­lich han­delt, so geheim wurde die Angele­gen­heit bish­er behan­delt, aber wir helfen hier ein­mal mehr weit­er und kön­nen her­nach sog­ar noch mit einem Screen­shit aufwarten, den die Beta-Tester nur kurzzeit­ig zu Gesicht beka­men. Zunächst also die Fak­ten.

Was ist der „Fuck Artist“ Button

Die Grun­didee zu diesem neuen Fea­ture im größten sozialen Net­zw­erk der Welt war offen­sichtlich die bish­erige ungle­iche Verteilung von Pop­u­lar­ität. Klar ist es auf­fäl­lig, wenn jemand ein geniales Werk schafft und es dann Mil­lio­nen Mal geteilt oder rez­i­tiert wird. Zur Kom­pen­sa­tion von Berühmtheit und Ent­las­tung einzel­ner Seit­en von über­bor­den­dem Verkehr, macht­en sich dann beson­deres soziale Ele­mente schon mal die Mühe, luden die Werke müh­sam auf den eige­nen Rech­n­er herunter und dann noch viel aufwändi­ger wieder unter der eige­nen Flagge auf densel­ben Serv­er hoch.

Dieses bei Fake­book dur­chaus begrüßte Ver­hal­ten hat­te natür­lich auch seine Schat­ten­seit­en. Durch die Teilung des Ruhmes, jet­zt auch auf abso­lut unfähige Nasen, die nicht ein­mal anständig kopieren und wieder hochladen kon­nten, explodierte der Spe­icherbe­darf, da einige Werke zwar nun mil­lio­nen­fach auf dem Serv­er vorhan­den waren, dafür aber mit ein­er gewollt gemäßigteren „Like“-Struktur. Um nun die Fest­plat­ten nicht zum Bersten zu brin­gen, ging es darum, die Werke nicht mil­lio­nen­fach auf dem Serv­er zu haben, son­dern diese nur ein­ma­lig vor­rätig zu hal­ten und per Ver­weis den Ruhm auf mehr Nutzer zu verteilen. Also den Nutzern glauben zu machen, sie hät­ten das erbeutete Werk nur exk­lu­siv im eige­nen Album.

Damit soll­ten ins­beson­dere die Nutzer zu mehr Gel­tung kom­men, die im Wege des sozialen Aus­gle­ichs für sich zurecht mehr Aufmerk­samkeit und Ruhm beanspruchen, allein weil sie sich die Mühe gemacht haben die Werke zu betra­cht­en und für würdig zu befind­en diese unter eigen­em Label auszustellen. Hier galt es eine geeignete Funk­tion zu entwick­eln, die auch diesen Nutzern eine vere­in­fachte und sichere Durch­führung von Dieb­stählen „Entlei­hun­gen“ erlaubt, ohne eben, wie zuvor bere­its erwäh­nt, den Spe­icher­platz mit redun­dan­ten Inhal­ten zu über­schwem­men.

Damit würde es das viert-wichtig­ste Knöpfen wer­den und sollte nach der Umstel­lung der Rei­hen­folge fol­gen­des Bild ergeben: „Gefällt mir“ • „Teilen“ • „Kom­men­tieren“ • „Fuck Artist“. Die rechts-außen Posi­tion ist dabei bewusst gewählt, wegen der leichteren Erre­ich- und Auswählbarkeit, nicht nur für Humor­be­hin­derte son­dern auch für die Hard­core-Entlei­her. Nach­fol­gend der bere­its angekündigte Screen­shit aus der Beta-Phase.

Facebook Einführung des „Fuck Artist“ Button verzögert sich Fakebook Fuck Artist Button-01

Was macht die Nutzung des Buttons so sicher

Der „Fuck Artist“ But­ton wird abso­lut nar­ren­sich­er sein. In der vere­in­facht­en Ver­sion ist alles mit einem Klick erledigt und die gewün­scht­en Inhalte sind sogle­ich im Bere­ich der eige­nen Bilder, nach entsprechen­der Betä­ti­gung ver­füg­bar. Für Experten unter den Aufmerk­samkeits­de­fiz­itlern ist aber noch eine weit­ere Option ver­füg­bar, für jene, die auch das The­ma Kat­a­l­o­gisierung bere­its beherrschen und sich Ord­nung in ihrem Diebesgut wün­schen.

Für let­ztere erscheint bei der Benutzung des But­tons dann ein Pop­up, welch­es es dem Nutzer nach Auf­forderung erlaubt, eines sein­er unzäh­li­gen Alben auszuwählen denen er nun die Neuent­deck­ung unter dem eige­nen Label hinzufü­gen möchte. Ein­fach­er geht es wirk­lich nicht mehr. Die ersten Erfahrungs­berichte von den Beta-Testern leg­en jedoch nahe, diesen But­ton noch etwas zu ver­größern, wenig­stens in der Start­phase, weil viele ihn anfangs gar nicht real­isierten.

Darüber hin­aus ist es wichtig die Anonymität der „Fuck Artist“ But­ton Benutzer zu wahren. Dies hat nach Angaben der Seit­en­be­treiber eine hohe Pri­or­ität, eben aus Grün­den des Daten­schutzes und auch weil sich diese Infor­ma­tio­nen gar nicht verkaufen ließen. Deshalb wird es aber, um auch die beklaut­en Kün­stler zu erfreuen, zwar Hin­weise zur Anzahl der Dieb­stäh­le geben (ver­gle­ich­bar mit der Anzahl der Teilun­gen), abge­wan­delt jedoch, ohne per­son­ifizierte Hin­weise auf die Diebe selb­st. Insoweit muss kein Pow­er-Klauer fürcht­en aus­gerech­net von Fake­book abges­traft zu wer­den, son­st müsste man sich ja auch gar nicht mit diesem elen­den The­ma durch Entwick­lung neuer Tech­nolo­gien befassen.

Gerechte Bestrafung der Bestohlenen

Damit kön­nen sich die Kun­sträu­ber weit­er ihrer ursäch­lichen Lei­den­schaft — der Bewun­derung und Erheis­chung von Aufmerk­samkeit mit frem­den Fed­ern — hingeben und öffentlich Beliebtheit­spunk­te sam­meln. Das Kalkül der Seit­en­be­treiber ist deut­lich erkennbar. Dadurch wer­den die orig­inären Kün­stler auch kom­mu­nika­tiv ent­lastet und kön­nen sich ungestört der weit­eren Pro­duk­tion von schö­nen Werken hingeben, während die andere Gruppe der Nicht­skön­ner durch den Fuck Artist But­ton für die Ver­bre­itung sorgt. Man spricht in diesem Zusam­men­hang auch gerne von ein­er völ­lig neuar­ti­gen sozialen Gerechtigkeit im „Fake­book“ Style.

Sollte dann ein­er der Kün­stler, sofern er rein zufäl­lig mal wieder auf seine eignen Werke in den unendlichen Tiefen fremder Alben stößt, auf­muck­en und daraufhin ran­dalieren, gibt es den erweit­erten Schutz für die But­ton Benutzer. Ist nach ein­er ersten direk­ten Beschw­erde des Kün­stlers bei dem Dieb eine Block­ierung und Ignorierung durch diesen nicht aus­re­ichend, kann er den Kün­stler wegen Beläs­ti­gung melden, der dann als­bald für eine Weile ges­per­rt wird, wegen seines unan­nehm­baren Sozialver­hal­tens. Wenn dieser sich dann rein gar nicht beruhigt und die Fake­book Regeln nicht akzep­tieren will, dann dro­ht der endgültige Rauss­chmiss.

An ander­er Stelle hat man genü­gend vorgear­beit­et und die Hürde für die Kün­stler so hoch gehängt, das kaum ein­er den Marathon zur Mel­dung ein­er Copy­right Ver­let­zung durch­ste­ht und meist schon gen­ervt nach den erst 15 Anforderun­gen auf­steckt. Sollte er es den­noch wagen durchzuziehen und wom­öglich bis nah an den echt­en Beschw­erde­knopf kom­men, der zur Reak­tion der Betreiber verpflicht­en würde, ste­ht auch hier noch kurz vor dem Ziel die Löschung seines Benutzerkon­tos, dann ist wieder Ruhe und der soziale Frieden wird nicht unnötig gestört.

Ein­deutiges und reg­u­la­tives Ziel des Net­zw­erkes mit­tels dieser neuen Funk­tion ist es, alle Leute dort zu posi­tion­ieren wo sie am Besten in ein­er solchen Struk­tur aufge­hoben sind. Die Kün­stler in der Pro­duk­tion schön­er Werke und die Hehler bei der Verteilung der Kun­st. Sich­er wird es eine Weile dauern bis der Fake­book-Style in der Branche rund ist. Aber der Mol­loch ist da sehr aus­dauernd und bei der Entwick­lung neuer Kul­turen muss man halt gewis­sen Schwund bei Gerechtigkeit, Fair­ness und Anstand in Kauf nehmen. Schließlich leben wir in ein­er absoluten Arschloch-Gesellschaft und dem muss ins­beson­dere in den sozialen Net­zw­erken Rech­nung getra­gen wer­den, son­st kön­nte dessen Vol­len­dung noch auf den let­zten Metern scheit­ern.

Ein Stolperstein für den Fuck Artisten ist geblieben

Wie bere­its gesagt, das war die Beta-Phase der Geschichte und das Gedankengut hin­ter der Notwendigkeit dieser Neuigkeit. Als größter Hemm­schuh bei den bish­eri­gen Ver­suchen erwies sich die ständi­ge Ver­wech­selung des Knopfes mit einem „Dis-Like“ But­ton durch die Beta-Tester. Das hat bis­lang alle sta­tis­tis­chen Dat­en dazu ver­hagelt. Sollte dieses Prob­lem nicht gelöst wer­den, kön­nte daran die Idee noch scheit­ern.

Das wiederum wäre natür­lich beson­ders bedauer­lich, denn die Unzahl der Nutzer, die heute noch mühevoll die Inhalte herunter- und dann wieder hochladen muss, würde mit Mil­lio­nen von Arbeitsstun­den dafür büßen müssen und auch der Spe­icher­platz kön­nte nicht im erhofften Umfang ent­lastet wer­den. Selb­st die Kün­stler wür­den mas­siv darunter lei­den, denn sie müssten ver­mehrt die „Likes“ und „Shares“ auf ihren Seit­en bewun­dern und dulden. Allein die Zeit die ihnen dadurch ver­loren gin­ge kreativ zu sein rührt das Herz. Dies kann natür­lich nicht im Sinne eines sozialen Net­zw­erkes sein, dessen Grundgedanke die gerechte Verteilung ist … außer bei den Wer­beein­nah­men, die beansprucht es natür­lich für seine „Share“-Holder.

Face­book Ein­führung des „Fuck Artist“ But­ton verzögert sich
20 Stim­men, 4.80 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (96% Ergeb­nis)
Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

9 Kommentare

    • Hilf mit … schreib die Artikel (Links) hier rein, wo es sich nicht um eigene Werke / Basteleien han­delt oder aber die Quellen unzure­ichend gekennze­ich­net sind … auch wir wollen noch bess­er wer­den … 😉

  1. Tja, das ist schon merk­würdig, dass bei Slave­book, ähh Face­book nur ein “Mögen”, wie in der ehe­ma­li­gen DDR, UdSSR etc. aus­gewählt wer­den kann…
    Ein “Nicht-Mögen” ist nicht vorge­se­hen.

    Insoweit unter­stütze auch ich die “Fuck-Artist”-Initiative auch aus­drück­lich, wenn ich auch weit­er­hin der Mei­n­ung bin, dass ein “Like not”-Button einge­führt wer­den sollte. So ergäbe sich ein viel deut­licheres Bild, wie unsere Mit­men­schen über Dinge denken.

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