Köln demnächst Dschihadzone – EU will Terroristen für Syrien ausbilden

n00105136-bAbsurdistan: Die EU erwägt ernsthaft Terroristen für Syrien auszubilden. Gut, dieses Gesinde heißt natürlich im heutigen Neusprech „Freiheitskämpfer”, sofern man dazu eine positive Auslegung braucht. Sie sind aber dem Grunde nach auch nichts anderes als Terroristen. Egal ob die sich am Ende „Gotteskrieger“, „Dschihadisten“, „Freie Syrische Armee“ oder eben nur Freiheitskämpfer nennen spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Der Zweck heiligt die Mittel. Dies scheint wohl auch die neue Maxime der EU in dieser Causa zu sein, sofern es darum geht eigene Interessen durchzusetzen, egal wie schräg die sind.

Entweder hat die Qualität der Berichterstattung in Deutschland inzwischen derart gelitten dass nur der gesunde Menschenverstand da nicht mehr nachkommt oder aber es handelt sich um einen schlechten Scherz. Folgt man allerdings der offiziellen Berichterstattung zum Thema, dann ist diese Ausbildungsmaßnahme der EU durchaus ernst gemeint, wie es an dieser Stelle im Spiegel nachzulesen ist. Man mag den Bericht kaum bis zum Schluss lesen, weil jedem der noch Restfragmente eines gesunden Menschenverstandes besitzt dabei ein großer Brechreiz ereilen könnte.

Wer will denn jetzt was

Waren wir bislang der Meinung in Sachen Absurdität hier im Internet eine Spitzenposition behaupten zu können, versucht nun offenbar die EU uns an dieser Stelle zu übertrumpfen oder gar den den Rang abzulaufen. Oder haben wir es nur mit krankhaften Erscheinungen eines sterbenden Systems zu tun? Wozu ist man also bemüht hier in Europa eine Terrorbekämpfung aufzubauen, wenn man am anderen Ende Terroristen ausbilden und bewaffnen will. Wäre es da nicht besser sich generell von diesem Thema fern zu halten und Terror generell zu ächten?

Offenbar gibt es höhere Ziele einer konzertierten EU-Politik die der gemeine Mensch hier in Deutschland nicht mehr nachvollziehen kann. So sprechen sich gemäß dem Bericht insbesondere Frankreich und England dafür aus den Terroristen nicht nur mit Waffen dienlich zu sein, nein, jetzt gelte es die Ausbildung an den Waffen und für den Kampf korrekt zu unterrichten damit auch in Syrien Freiheit, Gerechtigkeit und Gottesstaatlichkeit obsiegen können. Dass die Terroristen in Syrien noch ein wenig zerstritten sind muss dabei kein Hinderungsgrund sein, schließlich geht es darum mit noch mehr Waffen und Krieg endlich die Region zu befrieden. Da oberste Ziel, Assad aus dem Weg zu räumen, spricht man dabei nicht mehr ganz so deutlich an.

Auch dem Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, geht das bisherige Engagement nicht weit genug. Er will Waffenlieferungen des Westens an syrische Rebellen. Demnach soll auch Deutschland mit seinen Partnern darüber diskutieren die syrischen Rebellen mit Ausrüstungslieferungen bis hin zu Waffen zu unterstützen. Nun, da blitzt es wieder durch, kein gerechter Friede auf Erden ohne deutsche Waffen. Dass es sich hier um eine ausschließliche Werbemaßnahme für die deutsche Rüstungsindustrie handelt ist nicht anzunehmen, er spricht ja bewusst vom Westen.

Wie immer dienen derlei Maßnahmen natürlich nur dem Schutz der Zivilbevölkerung in Syrien und unserer Schutzverantwortung die wir haben … und ein wenig den strategischen Interessen der Bundesregierung und des Westens. Diese Interessen müssen sich ja auch, wie die Erfahrung belegt, nicht unbedingt mit den Interessen der deutschen Bevölkerung decken, in deren Namen dann so etwas passiert. Ischingers beste Aussage in der Sache: Das Argument, Waffen könnten in falsche Hände gelangen, kann nicht gelten, denn wenn der Westen die Waffen selbst liefert, hat er noch eher die Chance, Einfluss darauf zu nehmen, was mit ihnen passiert. Meint wohl, dass ihre friedliche Verwendung dann sicherer erscheint.

Köln als Übungsgelände für syrische Rebellen

Wenn wir uns schon der Selbstlosigkeit bei diesem Wahnsinn hingeben wollen, wofür sich ja offenbar die europäische Intelligenz-Elite ausspricht, dann sollten wir ernsthaft erwägen allen radikal-islamischen Elementen entsprechendes Übungsterrain zur Verfügung zu stellen. Dafür böten sich dann alle bisher bekannten Hochburgen des Islamismus in Deutschland an. Von den weiteren Vorzügen ganz zu schweigen, dem sogenannten Heimvorteil, wenn die zurückkehrenden Kämpfer dann auch Deutschland endgültig zu einem Gottesstaat umbauen könnten. Immerhin wissen wir dass sich autoritäre Systeme besser lenken lassen, wenngleich auch etwas blutiger, aber aus Sicht der Herrschaft ist das kein echtes Manko.

Die in den neuen Übungsgebieten verweilenden Rest-Deutschen wären dann ideale Feindbilder und so könnten die Kämpfer unter Realbedingungen das Befreien lernen. Natürlich kämen noch weitere Gebiete in Betracht. In Berlin gibt es beispielsweise noch ausreichend Gegenden die sich für Live-Übungen beim Straßenkampf anbieten. Wir müssen jetzt zusammenstehen und auch einige Opfer für die gerechte Sache bringen. Solange es nicht die Planer und Chefstrategen der EU trifft wird mit Sicherheit niemand der Gutartigkeit eines solchen Projektes widersprechen.

Es kommt aber noch viel besser. Bei einem tiefen Blick in die Datenbanken unseres sogenannten Verfassungsschutzes könnte man sogar in Deutschland noch eine große Rekrutierungsoffensive für diese Aktion starten. Man darf sich sicher sein, es werden sich genügend Interessenten finden die bereit sind mit friedvoller Waffengewalt in Syrien auszuhelfen, um endlich einen weiteren Gottesstaat auf diesem Planeten aus der Taufe zu heben.

Ob Hartz IV schon als Besoldungsgrundlage der Kämpfer ausreicht mag äußerst fraglich sein. Wenn man aber aus den passenden Töpfen noch eine Schippe drauflegt, wie man dies ja auch für den Rechtsextremismus in Deutschland jederzeit gerne getan hat, sollte alsbald auch eine islamische Armada mit deutschen Pässen für Gerechtigkeit in Syrien sorgen können. Wir müssen stets nur brav mit gutem Beispiel vorangehen wenn unsere britischen, amerikanischen und französischen Siegerfreunde unserer Hilfe und Unterstützung bedürfen.

Um ein Bild von der in Syrien waltenden Gerechtigkeit zu bekommen, insbesondere von der guten Sache der dortigen Freiheitskämpfer, haben wir ein passendes Bild beigefügt, es stammt aus einer iranischen Quelle, diese hier: „The ugly Truth“. Natürlich ist die Überschrift des bezogenen Artikels irreführend, dort hätte es nicht Terroristen sondern Freiheitskämpfer heißen müssen. Wir können aber diesen Teil der Verleumdung bestimmt damit wieder ausbügeln indem wir erklären, dass es in diesem speziellen Fall, also der gerechten Sache folgend, wohl zurecht einen 4-jährigen Assad Kämpfer traf der dort aufgehängt wurde. Dies liegt mit Sicherheit auch voll auf der Linie der EU und den USA, die sich ja weltweit und zu allen Zeiten strikt gegen Kindersoldaten ausgesprochen haben, man kann sie also gar nicht früh genug vom Markt holen. Vielleicht kann man es auch als Beleg dafür gelten lassen dass die syrischen Freiheitskämpfer frei von allen Vorurteilen sind und bei der Vollstreckung göttlicher Gerechtigkeit keinerlei Unterschied machen.

Also, jetzt mal ganz ehrlich und Hand aufs Herz! Sind wir es denn bei einer solchen EU-Politik nicht auch diesen treuen Kämpfern der aufrechten Sache schuldig ihnen gefahrlose Übungsplätze zur Verfügung zu stellen. Ihnen lauschige Örtchen zu bieten an denen sie ihr Handwerk unter fast realen Bedingungen üben können ohne sogleich von Assad’schen Raketen, Gewehrsalven und dessen Mörderbanden bedroht zu sein. An dieser Stelle geht die Hilfe der EU wirklich noch nicht weit genug. Es ist absolut verantwortungslos diese Truppenteile mitten in einem Kampfgebiet ausbilden zu wollen. Es widerspricht jeder anständigen Auffassung von Moral und Ethik so verantwortungslos zu handeln. Weitere Ausbildungsschutzrichtlinien und EU-Normen wollen wir hierzu lieber gar nicht erst anführen, zu eklatant wäre der Widerspruch.

Auch die EU wird ohne Terror nicht überleben können

Betrachten wir einmal die Unterstützung des weltweiten Terrorismus bei Lichte. Wenn also die EU und das westliche Gutmenschentum nicht jetzt den weltweiten Terrorismus entscheidend fördert, dann könnte irgendwann die Bedarfsgrundlage bei der Bekämpfung desselben entfallen. Damit ist natürlich keiner Diktatur gedient. Wie sollte man spätere und weitergehende Einschränkungen der Menschen- und Freiheitsrechte im Namen des Kampfes gegen den Terror noch rechtfertigen sofern der Terrorismus vorzeitig versiegt.

Da eignet sich Syrien hervorragend um das Thema nicht erkalten zu lassen. Alle EU Bürger werden die Notwendigkeit dieser Friedensmission schon noch einsehen und von Herzen billigen. Wer hier jetzt eine Doppelmoral erkennen will dem ist natürlich nicht mehr zu helfen. Derjenige hat schlicht die Zeichen der Zeit verpennt. Es gibt keine Moral außer Profit und Macht. Dahinter muss alles andere zurückstehen.

Gottlob haben wir in Deutschland noch eine „indirekte Demokratie“, die garantiert dass derlei Aktionen auch weiterhin im Namen aller Deutschen praktiziert werden können. Wir alle haben es dann eindeutig und nachweislich mit legitimiert, wie schon einmal in der deutschen Geschichte, als da ein Österreicher mit den deutschen Stimmen durchbrannte.

Hier rollt nichts weiter als die nächste Erbschuld heran, aber wen stört das schon. Die Deutschen haben zu allen Zeiten als Sündenbock eine hervorragende Figur gemacht. Man könnte gar sagen stets die beste Figur, weil sie sich am wenigsten dagegen wehrten. Damit der beschriebene Plan auch diesmal erfolgreich umgesetzt werden kann, macht man sich abermals die härtesten deutschen Tugenden zunutze: „Vorbildliches Wegsehen, Maul halten und der jeweils angesagten Parole blind folgen“!

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Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

Köln demnächst Dschihadzone – EU will Terroristen für Syrien ausbilden — 8 Kommentare

    • Richtig bemerkt, aber man muss es ja, sofern es alsbald eskaliert, auch noch den Menschen hier zutreffend verkaufen. Auch wenn es etwas spät beginnt, aber die Reinwaschung von aller Schuld und die Abwälzung der Verantwortung kann eben nur geschehen wenn man jetzt auch die Öffentlichkeit teilhaben lässt. Wäre doch zu blöd wenn sich bei einem Scheitern die hiesige Bevölkerung schon wieder mit einem „Wir haben doch von nichts etwas gewusst” herausreden wollte … :(

  1. Also, wenn man sich so die Geburtenraten anschaut,
    könnte auch die BRD in 100 Jahren ein Gottesstaat werden.
    Die Deutschen sind zwar die perfekten Untertanen, aber leider kinderlos.

    • Oh weh, da könnte ich ja jetzt böse einen draufgeben. Ich bin mir erstens sicher dass es keine 100 Jahre brauchen würde und wenn hernach die Mullahs reinrassige gute Sklaven behalten wollten, dann dürften sie die Durchmischung nicht fördern. Geht aber nicht, weil Enthaltsamkeit keineswegs deren dominierende Tugend ist. Ist am Ende aber auch noch egal, wichtig ist einfach nur „wessen Geistes Kind“ ein jeder von uns ist, das zählt final und wird viel entscheidender für die Zukunft sein … ;)

      Auf der anderen Seite bin ich mir allerdings schon sicher, dass noch andere Ereignisse da mit hineinspielen werden und es am Ende nicht so kommt. Ist dann aber eine andere Geschichte.

    • Nun, wenn es sich abermals um einen Berechnungs- und Übersetzungsfehler handeln sollte, dann möchte ich nicht all zu viel Pfifferlinge auf die Rettung durch Ursula geben … ;)

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