Jesus Euro-Cent vs. Mammon Renditeziel

EurozeichenLiebe Kinder, heute ist es mal wieder soweit. Jetzt lernt ihr wie die schöne Welt des Geldes funktioniert. Euren Alten brauchen wir mit so etwas gar nicht mehr zu kommen, weil die doch alle noch an den Weihnachtsmann glauben und dass das mit dem Geld ewig so weitergeht. Fangen wir zunächst mit dem Renditeziel an. Das Renditeziel ist im Regelfall die Marke, die der Mammon seinen Getreuen steckt, um in seiner Gunst bleiben zu dürfen. Seine Propheten, die Manager sind dabei befleißigt die Latte alljährlich aus Eigennutz noch ein wenig höher zu hängen und drangsalieren dafür ihr Fußvolk. Drohen die Deputate für den Mammon die gesteckten Ziele nicht zu erreichen, so zahlt die Belegschaft mit Knochenmark aus körpereigenem Fundus drauf. Reicht auch das nicht aus, dann werden die säumigen Untergebenen in 10.000er Bündeln auf die Straße gesetzt und die Vorgabe wird halt über die eingesparten Lohnkosten umgesetzt. Dieser Vorgang nennt sich auch „Verelendung” „Veredelung” des Humankapitals und entspricht zutiefst religiösen Überzeugungen, die dem Menschen dienen sollen sich zu bessern und nach stets höheren Werten zu streben.

Übrigens: Das Weihnachtsfest des Mammon fällt nicht mit dem des Erlösers zusammen. Für Mammon ist jede Bilanzpressekonferenz ein Weihnachtsfest, jedenfalls wenn dabei die Übererfüllung der Renditeziele bekanntgegeben wird … dann gibt es Überfluss ohne Ende.

So liebe Kinder … und jetzt richtig aufgepasst, ihr lernt hier jetzt was fürs Leben, den eigentlichen Grund warum es überhaupt ein Renditeziel gibt und warum wir es gerade in dieser doch recht angespannten Zeit so dringend benötigen. Wenn ihr das Nachfolgende begriffen habt, dann ist die Leere von der Wirtschaft für euch auch weiterhin ein Kinderspiel:

Die Weihnachtsgeschichte

Vor rund 2010 Jahren, wurde der Jesus von Nazareth geboren, ein eher bescheidener Junge, denkt man an heutige Renditeziele. Aber gut, hier nimmt eben diese Geschichte ihren Anfang. Dieser sonderbare Junge erhielt zu seiner Geburt einen einzigen €-Cent geschenkt (für den Caspar, Melchior und Balthasar nicht lange zu sparen brauchten), der sogleich von Maria bei der Jerusalemer Staatsbank (die dem Mammon gehört) zu einem Zins von 4% pro Jahr angelegt wurde (Sie wusste noch nicht, dass ihr Sprössling später einmal über ein Zinsverbot sinnieren sollte). Dieser Junge bekam es nun im zarten Alter von Mitte Dreißig mit dem Kreuz zu tun und verstarb elend daran. Das ist nicht weiter schlimm, weil ER die nachfolgende Zeit im Elysium nutzte, um an seiner Wiedergeburt zu feilen, die er für 2012 plant (uns auch als Weltuntergang vertraut). Er hat inzwischen selbst anhand der folgenden, recht simplen Zinseszinsformel (0,01*1,04^2012) das Guthaben errechnet, welches er im Jahre 2012 sein Eigen nennen darf. Um die Wirtschaftskrise auf der Erde nicht weiter anzuheizen, will er ab diesem Zeitpunkt die Zinsfreiheit dieses Betrages verkünden, zumal er sowieso keinen Bock auf die hier fällige Abgeltungssteuer hat.

Da der Mammon diesen Betrag dem Jesus schuldet, ist der nun ein wenig in Verlegenheit und muss fürchten, dass dieser ihm 2012 die Insolvenz anmeldet, wenn er nicht berippeln kann. Jetzt hat der Mammon seinen treusten Acker(s)mann aus der BRDigung in die Spur geschickt, um das Problem zu fixen. Der hat nun einen so lächerlichen Betrag als Spende bei unserer Königin Merkel eingeworben, dass er diesen noch mit Aktionärsasche veredeln muss. Darüber hinaus muss er den Betrag auch noch so anlegen, dass Jesus irgendwann seine Knete wiederkriegen kann. Um nicht unverschämt zu wirken, hat er nun sein Renditeziel auf 25% pro Jahr begrenzt. Aber machen wir zunächst mal die Milchmädchenrechnung, um das nötige Zahlengefühl zu bekommen. Ihr wisst ja alle schon, was Nullen sind, sofern ihr schulisch gesehen nicht gar welche seid.

Guthaben auf Jesus seinem Sparbuch
(0,01*1,04^2012) per 31.12.2012
= 186.671.780.195.903.741.573.201.482.440.228,93 €
Spende der Königin
plus von Aktionären gepumptes Geld
= 1.000.000.000.000,00 €
Daraus werden bei 25% Rendite ohne Entnahme
in 209,18 Jahren (1.000.000.000.000*1,25^209,18)
= 186.911.714.427.779.778.988.196.512.409.012,76 €
Voila – und es bleibt noch ein Verrechnungsrest
von immerhin 0,0012837 % der Summe zur Höhe von
= 239.934.231.876.037.414.995.029.968.783,83 €
den Jesus nun unter seinen 6.000.000.000
Schäfchen gerecht verteilt, pro Nase also
= 39.989.038.646.006.235.832,50 €

Zur Verdeutlichung, was der unaussprechliche Betrag auf Jesus seinem Konto in Masse bedeutet: Teilt man den Betrag durch 20.000 Euro (angenommener Preis für ein Kilo Gold), dann bekommt man dafür 9.333.589.009.795.200.000.000.000 Tonnen Gold, was bei einer Dichte von 19,3 ein Volumen von 483.605.648.175.917 Kubikkilometern dieses edlen Stoffes ausmacht. Bei einem Radius der Erdkugel von 6366 km (Umfang 40.000 km) hat diese mal gerade einen Rauminhalt von 1.080.759.292.184 Kubikkilometern, mit anderen Worten, wir reden über rund 447 Erdvolumen aus purem Gold.

Um aber die Milchmädchenrechnung nicht aus den Augen zu verlieren, nehmen wir dieselbe Summe bei einer Dichte 1 und machen Milchplaneten zur Größe der Erde daraus, wo der Liter fiktiv 1 Euro kostet, dann ergeben sich 172.722.808 Erdvolumen aus feinster Vollmilch, was aber nicht der Grund ist, dass wir in der Milchstraße leben, die würde bei dieser Menge Milch das grobe Kotzen kriegen.

Sollte einem von euch jetzt gerade in den Sinn gekommen sein, dass das doch alles gar nicht funktionieren kann, dann seid ihr just dem gesunden Menschenverstand erlegen. Versucht es mal eurem Mathematiklehrer zu erklären. Und die Moral von der Geschichte: Solche Wahrheiten sind normalerweise für euch eine Nummer zu groß und vielleicht setzt ihr euch doch besser ganz schnell wieder vor die Glotze und seht euch dort die heile Welt an. Die ist nicht ganz so groß und passt gerade noch in euren Schädel, von den Machern gut vorausberechnet. Aber nun weiter im Text.

Die Zukunft

Jetzt, liebe Kinder wisst ihr, warum der Acker(s)mann eine Rendite von 25% braucht (und das ist angesichts der Verhältnisse ja noch bescheiden), um dem Jesus in 209,18 Jahren den an sich bereits 2012 fällig werdenden Betrag zurückzahlen zu können … immerhin ist er damit um gut 1.800 Jahre schneller (das nennt man Fortschritt) als der bescheidene Jesus, der sage und schreibe 2012 Jahre brauchte, um diesen Kleckerbetrag aus seinem popeligen €-Cent zu generieren.

Ach ja, liebe Kinder, da ist ja noch was – dieser marginale Abrechnungsüberschuss, den Jesus dann an seine Lieben verteilen will! Zu den Lieben gehörst natürlich auch Du. Und wenn Ihr allesamt bis dahin überlebt, dann braucht Ihr auch kein Hartz IV mehr zu beantragen. Und so 39 Trillionen € sind ja schnell mal verzockt, also geht achtsam, aber nicht geizig mit diesem göttlichen Erbe um.

Und wenn Ihr, aus welchem Grunde auch immer, diesem Acker(s)mann mit seinen Renditezielen nicht über den Weg traut, dann geht doch hin und bietet ihm an, dass er Euch bereits heute mit läppischen 0,1% eures zu erwartenden Erbes abfinden möge, aber Achtung, das sind dann nur noch 39.989.038.643.260.900 € (39 Billiarden), und dann könnte es vielleicht eng werden.

Und wenn sich die beiden (der Jesus und der Mammon) nicht einig werden, dann gibts die Apokalypse und die wollen wir doch alle nicht. Jetzt drückt mal dem Acker(s)mann die Daumen, dass er diesen blöden Job erfolgreich zuende bringt. Womöglich müssen wir sonst alle in der Hölle schmoren. Und wenn Ihr künftig einkaufen geht, dann seid bitte nicht allzu kleinlich, bei Euren rosigen Aussichten kommt es schließlich nicht auf die ein oder anderen „Peanuts” an, kapiert?

Und für die nächste Stunde schreibt Euch bitte mal folgende Fragen auf:

  1. Wer muss in diesem Zusammenhang was tun, damit der Acker(s)mann seine Prozente bekommt?
    Auf gut Deutsch … wer muss dafür schuften?
  2. Wie hoch war in dieser Geschichte der Anteil echten Geldes der nicht nur
    in der blanken Theorie auf Jesus seinem Sparbuch virtuell gewachsen ist?
  3. Wenn wir Jesus nach bestem Wissen und Gewissen um sein Erspartes bringen wollen und ihm dafür alles auf diesem Planeten verfügbare Gold (rund 200.000 Tonnen) zu Füßen legen, um welchen Faktor müssen wir dann sein Guthaben abwerten, damit wir schuldbefreiend zahlen können und nicht in der Hölle landen?

Alternative Erlösungswege

Sehr groß ist die Auswahl alternativer Lösungswege nicht, will man das jetzige System nicht gefährden und dagegen wehren sich zurecht all die Wenigen die richtig was haben. Aber sehen wir mal näher hin, was sich unter diesen beschränkten Möglichkeiten für ein Handlungsspektrum entfaltet:

  • Hyperinflation: Das ist eine feine Sache, da malt man täglich nur eine zusätzlich Null auf die Geldscheine. Jetzt kann sich jeder ausrechnen wieviel Tage es dauert bis wir dem Jesus sein Geld zusammenhaben und dann reichen wir ihm einen Lappen mit genügend Nullen und alles ist gut. Die Nebenwirkungen besprechen wir hier besser mal nicht, weil dann alle Menschen sauer werden, schließlich sind dann all ihre Sparbücher, Lebensversicherungen und Renten ausnahmslos im Eimer.
  • Währunsgreform: Da spart man sich eigentlich nur das Malen der Nullen auf die Scheine, indem man neue druckt, die die vielen zu malenden Nullen einfach eliminieren. Das Ergebnis ist aber dasselbe wie zuvor, aber viel nervenschonender und kann auch mal über Nacht passieren.
  • Weltkrieg: Das ist an sich immer die bevorzugte Lösung, weil dies viel mehr Vorteile hat. Erstens wird alles kaputtgeschlagen, was für einen tatkräftigen und wirtschaftsfördernden Wiederaufbau unabdingbare Voraussetzung ist. Zusätzlich kann eine gehörige Portion überzähliges Humankapital gleich mit entwertet werden, was wohl der noch bedeutendere Vorteil ist, weil dieses sonst zu Renitenz neigt. Das schönste hieran allerdings ist, dass nicht das System Schuld war, sondern der kriegslüsterne Mensch, der immer wieder gegen seinen Nachbarn kämpfen muss, weil man ihm gesagt hat, es müsse so sein. So kann wenigstens das System völlig schuldlos überleben, noch die Kriege finanzieren und daran einen guten Gewinn erzielen und hernach das Spiel-Casino für die kommenden drei Generationen wieder eröffnen. So ist allen geholfen und alle sind wieder über viele lange Jahre glücklich und zufrieden. Wir können erneut einen Sozialstaat aufbauen, den wir dann in regelmäßigen Abständen zugunsten der Hochfinanz auch wieder abwracken, schließlich will auch Bad Bank finanziert sein.

Die Königsklasse ist natürlich wenn man alle drei Lösungswege fein säuberlich kombiniert, dass erst bringt richtig Spaß und das Kanonenfutter kann den Führern der Welt zujubeln bevor es ans gewollte und straffreie Morden für die Errettung der Welt geht. Also liebe Kinder, wenn demnächst wieder das Kriegsgeschrei losbricht, dann hetzt fleißig mit, schließlich ist es für einen guten Zweck und das Kapital wird euch schon erklären, warum es gut ist für selbiges zu sterben. Die nennen das dann Demokratie und Freiheit und Menschenrecht und Meinungsfreiheit und ach was gibt es für schöne Namen dafür. Ist das nicht fein pervers? Ihr müsst also immer nur das glauben, was euch die GEZahlt Sender da präsentieren, dann seid ihr echte Weltenbürger und voll cool, mit dem vollständigen Durchblick. Und man wird euch „Nichts“ als die Wahrheit erzählen. So und jetzt geht noch ein bisschen trainieren, damit ihr dem bald erkannten Feind dann gut was auf die Mütze geben könnt – „DIE“ trainieren auch schon. Und den Jesus könnt ihr ruhig mal eine Weile vergessen, dieweil handelt wie beschrieben und betet, dass der Mammon euch ein schönes Leben machen möchte, gelle. So rettet ihr das System und seid ganz tolle Hechte. Bestimmt steht euer Name auch mal auf einem grandiosen Kriegerdenkmal, denn so dankt es das System seinen Kindern.

Ja, liebe Kinder, ihr solltet auch nicht wirklich über andere Wege und Systeme nachdenken, die Allen auf diesem Planeten ein auskömmliches Leben böten. Das ist Frevel und Sünde! Dafür werdet ihr schließlich nicht bezahlt, das ist Sache unserer Führer, Politiker und der Hochfinanz, die erwiesenermaßen stets besser wussten was für euch gut ist. Die Rechts-Schaffenden machen sich dieweil die Erde untertan, wie es in der Bibel schon geschrieben steht und euch dazu. Damit seid ihr, wie immer, gute Knechte Staatsdiener. Ihr würdet mit eigenen, anderweitigen Gedanken, so ehrbare Begriffe wie Konkurrenzkampf, Elite, Leistung, Stabilität und Sicherheit entwürdigen und völlig in den Schmutz ziehen. Sowas bekommt dann schnell den „Hauch des Bösen“, dann könntet ihr in Windeseile zu Revolutionären oder gar Terroristen werden und das geht schon mal gar nicht, weil das jede freiheitliche Grundordnung untergräbt, die dazu da ist das System zu schützen. Unsere weisen Führer haben selbstverständlich schon erkannt, dass es fast 6 Milliarden Terroristen auf diesem Planeten gibt und treffen gerade entsprechende Vorkehrungen, damit die nicht gefährlich werden können. Aber Du bist gut. Und weil das nun mal so ist, habt ihr gefälligst diese Grundwerte zu verteidigen. Schließlich könnt ihr später einmal bei jeder Wahl wieder ein bedeutungsloses Kreuz machen, denn SIE tun ohnehin nur ihr Bestes, um uns alle vor gefährlicheren Erkenntnissen zu beschützen, egal welchem Fraktionszwang sie dabei gerade in der Lobby erliegen. Und weil die alle so schlau sind, müsst ihr „dran glauben“ … dass die alles richtig machen.

Fazit

Wenn ihr das jetzt wirklich nachgerechnet und begriffen habt, dann könnt ihr für eure Folgegenerationen schon mal einen Cent zurücklegen. Dann werden es eure Nachfahren sein, die damit das Universum kaufen. Sollte euch in eueren Vorstellungen immer noch was quälen, dass das so vielleicht allein aus physikalischen Gründen nicht funktionieren kann, trotz der korrekten Mathematik, dann habt ihr jetzt ein Problem. Dann müsst ihr nämlich bessere Ideen entwickeln als eure Alten, die dafür zu doof sind und einfach nur am System kleben und darüber hinaus das Maul nicht aufkriegen, aber für euch nur das Beste wollen. Diejenigen die schuldhaft und vorsätzlich auf eine der drei angesprochenen Erlösungswege setzen, würde man nach menschlichem Ermessen Verbrecher nennen. Da unser menschliches Ermessen von heute aber genauso korrumpiert ist wie das System selbst, nennen wir jene Menschen lieber Ehrenmänner, Experten, Fachleute oder gar Wohltäter. Vielleicht habt ihr ja bis zur nächsten Stunde schon ein paar gute Ideen gesammelt, wie man mit dem abzusehenden Desaster noch anders umgehen kann. Unsere Politiker sind da leider wie eure Eltern. Wenn es Probleme gibt, dann legen wir halt einfach einen Schein oben drauf, ist genau verkehrt und verschlimmert die Sache nur, aber woher sollen die das auch wissen?

Ja liebe Kinder, so ist das wirkliche Leben und alle die der Mammon liebt und die ihn lieben, werden euch mit 1.001er wissenschaftlich wohl fundierten Expertise belegen, dass es mit ein bisschen Inflation schon ewig so weitergehen kann und sich alles gerecht ausgleicht. Nicht umsonst gibt es die „Wirtschaftswaisen“. Stimmt also alles, denn allein die Zinsdifferenz (Handel-ss-panne) zu welcher der Mammon sein Geld beschafft (0,00% bis 4,00%) und es euch verleiht (4,00% bis 18,00%) ist weit größer als die hier theoretisch berechneten 4%. Es geht also noch flotter und noch besser als es hier beschrieben ist. Jetzt dürft ihr nochmals überlegen wer sich die Zinsdifferenz einsteckt. Also muss dieses System doch „Goldrichtig“ sein, gelle.

Esoterischer und Religionshinweis: Wenn Du diesen Artikel oder Artikelhinweis als Link an 10 Deiner Freunde innerhalb der nächsten Stunde versendest, dann wird Dich in den kommenden 5 Tagen zwar kein tausendfaches Glück oder unheimlicher Reichtum befallen … es besteht aber eine gelinde Chance, dass einem von Deinen Kumpels ein Licht aufgeht.

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Jesus Euro-Cent vs. Mammon Renditeziel
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Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

Jesus Euro-Cent vs. Mammon Renditeziel — 60 Kommentare

  1. hoi.

    schöner artikel über ein rechenbeispiel, mit dem ich immer meine nachhilfeschüler zum staunen bringe. (natürlich ohne den ackermann-schrumps, die zahl der erd-goldkugeln reicht schon aus). im übrigen steckt ein kleiner rechenfehler drin. nach ihrer rechnung handelt es sich nicht um 447 erdmassen aus gold sondern um 447 erdvolumen aus gold. immerhin haben sie ja vorher beide volumina ausgerechnet und diese dann dividiert. die erde hat aber nur eine durchschnittliche dichte von rund 5 g/cm³ oder eben 5 t/km³. ergo brauchen wir schon knappe 4 erdkugeln (vom volumen her) um die masse aufzubringen, die eine goldkugel (bei gleicher größe) hergibt. es handelt sich in ihrem beispiel also um 447 erdvolumen aus gold und rund 1700 erdmassen aus gold. …man muss ja das ausmaß unseres zinseszinssystems nicht künstlich herunterspielen ;-)
    a pro pos untertreibung … ich rechne das gerne mit 5% zinsen, die man ja durchaus zwischenzeitlich (leider nicht für 2012 jahre, sondern eher für 0,5 – bis zur pleite eben) mal bei der kauphting-bank kassieren konnte. das ver-milliardenfacht ihre zahlen dann durch die bank nochmal. äußerst erstaunlich, was das eine prozent da ausmachen kann. oder wie schon dr. house über das gewisse eine % zu sagen pflegte: “wenn ihre dna um einen prozent vom normwert abweichen würde wären sie ein delphin!”

    ahoi und lg,
    der prinz

    • Vielen Dank für die überaus korrekten Hinweis … habe das mal auf Erdvolumen statt Erdmassen im Artikel geändert, damit unsere Kinder beim Nachrechnen keinen Schaden leiden :)

    • ymmd. Mein Lieber, wenn du meinst dass ein Kubikkilometer “Erde” nur 5 Tonnen wiegen, dann bist du für komplexere Gedankengänge aber nicht sonderlich geeignet (das gilt auch für WiKa). Hoffentlich war das mit der Nachhilfe gelogen.

      • Na dann gib doch bitte mal Nachhilfe … dass ein km3 Erde bei einer Dichte von 5,515 dann 5,515*1000^3 Tonnen also 5,515 Mrd. Tonnen wiegt ist doch nix neues (auch wenn der Vorkommentator dort einen falschen wert angegeben hat, die Dichte war doch zutreffend). Aus welchen Zahlen in dem obigen Rechenwerk willst Du denn die 5 Tonnen pro km3 abgeleitet haben? Die waren doch auch gar nicht Gegenstand der Betrachtung, sondern das Volumen in Gold bei einer Dichte von 19,3. Ich kann nicht drauf kommen wo der Bock sein sollte … nicht dass Du hier Dichte und Tonnen verbuchselt hast. Sollte wahrhaftig ein Fehler in den Berechnung sein, so würde der mich echt interessieren, denn nichts ist schöner als dazuzulernen. :)

  2. “Euren Alten brauchen wir mit so etwas gar nicht mehr zu kommen, weil die doch alle noch an den Weihnachtsmann glauben und dass das mit dem Geld ewig so weitergeht.”

    Es gibt schon Alte und auch Junge,
    die dem Geld zweifelnd gegenüberstehen
    und neue Wege gesucht haben, siehe >>> ###home.pages.at/goedhe/GOD_Deutsch/Zusammenarbeit/IQOAsD.html < << (Link entschärft, weil Fehlermeldung … WiKa 2014-01-28)

  3. Ein hervorragender Text – beißend komisch, auf den Punkt. Ich habe bis vor einem Jahr VWL studiert und mit der Zeit immer mehr erkannt, dass es sich bei den Wirtschaftswissenschaften um Werkzeuge des Systems handelt; hier dient nicht die Wissenschaft dem Menschen, sondern andersherum. Zunehmend wird klarer, was für ein perverses System das ist.
    Doch die wichtigste Frage für mich bleibt: Was tun?

    • Vielen Dank für die Blumen, da hat das Schreiben dann schon gleich doppelt Spaß gemacht. Zunächst gilt: verstehen und anderen Menschen dies Wissen vermitteln, damit fängt es an. Alternativen gibt es reichlich. Im Kern geht es meiner Meinung nach darum Geld wieder ausschließlich an Arbeit zu koppeln und eine Selbstvermehrung in den Händen Weniger effektiv zu verhindern. Es würde danach auch weiterhin Arme und Reiche geben, aber der allfällige Zusammenbruch alle drei Generationen könnte den Menschen erspart bleiben und bei etwas umsichtiger Handhabung eine insgesamt gerechtere Verteilung und damit mehr Zufriedenheit unter den Menschen. Übrigens, dann hat sich das VWL Studium ausgezahlt, weil es mit einer zutreffenden, wenn auch nicht systemkonformen Erkenntnis endete … *g*

  4. Leider totaler Blödsinn. Denn 4% REAL! Zins bekommt nicht mal Jesus. Tatsächlich liegt der Realzins bei nahe 0% .Und die 4% schaffen sich auch nicht aus dem nichts, sondern kommen von Kreditnehmern, die am Ende immer Güter oder Dienstleistungen schaffen müssen um die Zinsen zu bezahlen. Das Geldmengenwachstum ist damit begrenzt. Die Zentralbank kann zwar beliebig viel Geld Drucken ist aber zumindest in der Euro-Zone der Preisniveaustabilität verpflichtet, so dass negative Effekte ausbleiben.

    Hungern und Frieren muss in Deutschland niemand. Armut ist relativ, so entsteht neid. Dieses “System” abzuschaffen ist aus historischer Sicht an Dekadenz nicht zu überbieten.

  5. Rechnen wir mal etwas realistischer mit einem Realzins von 0,5%. Dann hat Jesus heute 0,01*1,005^2012 = 225,8 € . Für ein Abendmal reicht das allemal.

    • Sie haben in ihren Kommentaren ja schon den gesamten Artikel bestätigt. Setzen sie doch einfach mal die 0,5% für die Banken, die sich entsprechend refinanzieren. Nur leider verleihen sie das Geld für 4-20% (Sollten sie Quellen wissen, wo der Verbraucher zu 0-1% Kredite bekommt, dann wäre ein solcher Tipp hier heiß begehrt). Sie haben auch in ihrer ersten Antwort schon zurecht beschrieben wer dafür arbeiten muss. Und so wird in entsprechendem Umfang Geld ohne ende geschaffen und von unten nach oben verteilt.

      Die Sache mit den Geldmengen können sie ja an allen möglichen stellen im Internet nachlesen. Ich überlege jetzt wo mehr Blödsinn drin steckt. In dem Artikel, der bewusst polarisiert und gut überzeichnet oder in Ihren Kommentaren, die versuchen dieses nachweisliche Problem zu relativieren. Aber dennoch ganz herzlichen Dank für Ihre Ausführungen, denn nicht wenige Menschen denken exakt wie Sie darüber. Um so wichtiger scheint es zu sein etwas daran zu rütteln.

  6. Auf der einen Seite erzählen Sie uns mit ihrer Überzeichnung das Wachstum muss Begrenzt sein (was auch richtig ist), auf der anderen Seite jedoch legen sie ihrer Rechnung zu Grunde, dass es grenzenloses Wachstum gibt. Sie ignorieren, dass bei einem Überangebot an Kapital niemand mehr bereit sein wird für selbiges zu bezahlen.

    Sie Philosophieren über das System obwohl sie bloß die sozialen Unterschiede stören. Dabei war der Wohlstand in allen Schichten nie größer. Einziger Makel ist, dass die Weltbevölkerung stärker wächst als Wirtschaft und Wohlstand.

    “1 Wer muss in diesem Zusammenhang was tun, damit der Acker(s)mann seine Prozente bekommt?
    Auf gut Deutsch … wer muss dafür schuften?
    2 Wie hoch war in dieser Geschichte der Anteil echten Geldes der nicht nur
    in der blanken Theorie auf Jesus seinem Sparbuch virtuell gewachsen ist?”
    Hier wiedersprechen sie sich doch selbst. Wächst das Geld nun von alleine oder Arbeitet am Ende doch jemand dafür? Wie hoch nun Arbeit und Kapital “verzinst” werden regelt nun mal der Markt. Niemand wird zum Arbeiten gezwungen und niemand wird gezwungen einen Kredit zu nehmen.

    • Jetzt lassen sie uns doch den Kreis schließen. Die Lösung ergibt sich aus den drei im Artikel skizzierten Wegen, die eben dieses unbegrenzte Wachstum verhindern, daran führt eben leider kein Weg vorbei.

      Ja, tatsächlich ist der Wohlstand über die Schichten nach dem Krieg hervorragend verteilt worden, weil es Arbeit ohne ende für alle gab. Und was machen wir jetzt wo die Arbeit weniger wird? Da machen wir die Arbeitskraft billiger. Sprich der Mensch kann sich das Geld nicht mehr leisten. Aber das Geld wird für den Menschen nicht billiger. Was machen wir also, wenn es sich in den Giftschränken der Banken dennoch wie skizziert vermehrt? Der Zins kennt keine Gnade. Wir retten die Banken im Wege einer sozialen Aufgabe. Hätte der Bürger genügend Kredite genommen, dann wäre es ja auch nicht aufgefallen, wie über viele Jahrzehnte in Amerika. (Um Ihr Argument aufzugreifen: Der Bürger wollte für das Überangebot nicht mehr zahlen bzw. es abnehmen, er wurde jetzt dazu verpflichtet dem Kapital dennoch den Tribut zu zollen, obgleich er nicht mal mehr den Nutzen daraus ziehen kann – siehe Bankenrettung als Gemeinschaftsaufgabe)

      Sie sehen, wir haben da gar keine unterschiedliche Auffassung, allenfalls in den Details. Und jetzt kommen wir genau an den Punkt wo der Wohlstand für die breite Masse endet und sich nur noch für die Hochfinanz fortsetzt, deren Papiere wir als Bürger über die Bankenrettungen sichern, damit diese keinen Schaden leiden. Sparen müssen wir eben an Hartz IV, Bildung, Militär, überall – weil diese Ausgaben verwerflicher sind als edle Banken zu retten, was allerdings genau der falsche Weg.

      Denn mit der Rettung der Banken haben wir das Problem ein wenig hinausgeschoben, aber nicht aufgehoben, sondern schlimmer gemacht. Weil wir damit weiteres reines Geldwachstum gefördert haben (exponentiell, wie skizziert) und nicht reale Arbeit beschafft haben, die nötig gewesen wäre. Und so forciert es die Umverteilung von unten nach oben, auch hierzu finden sie genügend Quellen, dass seit der letzten Krise die wohlhabenden 10% in Deutschland gewonnen haben und 90% haben verloren. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist Ihnen darzustellen, dass sich ihre Auffassung nicht mit der überzogenen Darstellung des Beitrages beißt. Selbstverständlich liegen sie richtig damit, dass es in der Praxis eben viel vinkulierter zugeht und nicht so krass direkt wie im Artikel beschrieben, aber am Ergebnis wird es wenig ändern, was wiederum systembedingt ist. Ja es ist schwierig es gänzlich zu durchblicken, aber deshalb wird ja auch zur Verwirrung ein ganzer Wissenschaftszweig vorgeschoben. Und sollten wir unsere Meinung hier nicht überein bringen, dann müssten wir die teilweise bereits sichtbaren Fakten sprechen lassen und die nahe Zukunft. Und nichts würde mich mehr erfreuen als wenn ich hier blanken Unsinn geschrieben hätte und Sie Recht behielten, denn ich bin wahrlich nicht scharf auf solche Vorkommnisse. *g*

  7. “wir haben da gar keine unterschiedliche Auffassung”
    Hier haben sie wahrscheinlich Recht.

    Ich verstehe wohl nicht worauf sie hinauswollen. Die “Erlösungswege” sind schlecht für die unteren 90% (zu denen ich freilich auch gehöre) und zu verhindern. Wenn man denn Krieg als unwahrscheinliche Variante außenvor lässt, muss man sich dennoch fragen um welchen Preis?
    Eine Antwort scheinen Sie mir auch nicht zu haben.

    Über die freiheiltiche Demokratie möchte ich nicht verhandel. Zur selbigen gehört für mich nicht nur das recht auf Privateigentum im allgemeinen sonder im speziellen auch auf privaten besitzt von Produktionsmitteln (Kapitalismus), denn selbiger ist ohne zweifel Triebfeder für Innovationen, die unser leben alles in allem doch angenehm machen.
    Man sollte sich immer darüber im klaren sein, dass die Medien das Gesellschaftliche Bild stark verzerren. Unsere Wirtschaft besteht weder nur aus Großunternehmen noch nur aus Schwarzen Schafen.
    Bei einer konservativen Wachstumsstrategie wie in Europa seit jeher praktiziert, scheinen sich mir die Probleme jedenfalls von alleine zu lösen.

    • Jetzt haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen *g*, ich pflichte Ihnen völlig bei, dass keiner der skizzierten Lösungswege für uns akzeptabel ist, nur leider interessiert dies die Hochfinanz nicht, die kämen auch mit einer Diktatur oder Scheindemokratie zurecht, denn sie können sich wie jetzt auch alles kaufen was sie benötigen, bis hin zu den Gesetzen für die 90%, wie man an unserer gut durchdachten Lobby-Industrie in Verbindung mit unserer jetzigen Regierung doch wunderbar erkennen kann. Und sie gehen über Leichen, da es nicht ihre eigenen sind.

      Ersetzen sie bitte noch Kapitalismus durch die Schaffenskraft und die Leistungswilligkeit des Einzelnen, dann sind sie dicht dran. Denn hier werden sich die Unterschiede zwischen den Menschen nicht wegbügeln lassen. Es wird also immer arm und reich geben, nur müssen wir diesem System einen Zahn ziehen, wogegen es sich vehement wehrt, den Zins und Zinseszins. Geld sollte ausschließlich an die Arbeitskraft gekoppelt sein, sich nicht von alleine vermehren können, dann würde es keine Superreichen mehr geben sondern nur noch relativ Reiche.

      Und das wichtigste, die Geldschöpfung müsste eben nach diesen Regularien allein beim Staat liegen und eben nicht wie jetzt in Privathänden, siehe FED oder auch eben in Europa, für 0-1% Einkaufen und für 4-20% weiterverkaufen dürfen. Die Banken machen hier keinen Nutzen sondern besorgen nur die beklagte Umverteilung. Und wenn schon ein Zins bestehen bliebe, dann sollte nur noch die Gemeinschaft als Verleiher auftreten dürfen und die Zinsen können als Ertrag wieder der Gemeinschaft zugute kommen, denn auch der Sozialstaat und die Renten wollen bezahlt werden. Sicher gäbe es noch reichlich weitere Ideen und Ansätze. Alles andere könnte annähernd so bleiben, aber damit könnten wir uns den zyklischen Zusammenbruch alle 3 Generationen ersparen und damit genau die skizzierten Horrorszenarien, die sich kein Mensch wünscht und dennoch werden wir in solche Engen getrieben, für noch mehr Profit und die Wiederauferstehung des kaputten Systems. Denken sie nur mal, dass der WK II auch nur den Zusammenbruch überschattet hat. Nachdem alles in Schutt und Asche gelegt war konnte man wunderbar das Rad von neuem anlaufen lassen, Schuld war der böse und kriegslüsterne Mensch und nicht das System … steht so in den Geschichtsbüchern. Auch wenn es Leute gibt die von Religion nichts halten, so finde ich es auf alle Fälle bemerkenswert, dass sowohl der Koran als auch die Bibel über ein Zinsverbot referieren, hier scheint ein Quantum Weisheit dahinterzustecken, welches zwar an den Stellen nicht näher ausgeführt ist, aber ich würde es mit den beschriebenen Erkenntnissen in Zusammenhang bringen wollen.

      Nur muss man sich letztlich solchen Dinge auch stellen wollen und sich nicht von den unzähligen Blendgranaten irritieren lassen, die uns immer wieder das bestehende System als das „Non plus Ultra“ verkaufen wollen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir jetzt überwiegende Einigkeit haben *g*.

    • Gelernt hab ich von dem Text auch nix… Was aber wahrscheinlich weniger am Text als vielmehr daran liegt dass ich ziemlich besoffen bin. Da ist es schon schwer dem langen roten Faden zu folgen. Ist ja auxcgh kein ganz einfaches Thema. Einfach morgen noch mal probieren.

  8. @Slobo & @Adomarc
    es gibt halt immer noch Leute die Denkanstöße nicht verstehen… tsts – und noch schlimmer keinen Humor haben, den ohne den wäre die Welt in der wir leben nicht ertragbar
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  9. Ich hätte laut gelacht über die sarkastische Formulierung dieses Textes wenn es nicht so punktgenau die Lage dieser Erdeinzivilisation beschreiben würde. Allerdings bin ich der Überzeugung das es am Ende in den letzten aller Kriege führen wird denn die momentane Situation des Systems ist die Vorbereitung. Wenn man genug an Information aus Analysen, Prophezeiungen, Offenbarungen und den Geschehnissen des letzten Jahrhunderts zusammen trägt und sich ein Gesamtbild von allem macht dann erkennt man das es in allen gefundenen Informationen auf einen Punkt zusammen läuft.

  10. Kleiner Rechenfehler bei Nr 3:
    5g / qcm => 5kg / qdm => 5tonnen /qm
    und 5 Millarden Tonnen pro Kubikkilometer!

    Zudem: der Kilopreis vom Gold ist bereits wesentlich gestiegen und bis Jesus sich sein Geld in Gold (ich rate allerdings zu Silber) auszahlen lassen wird, ist er so hoch, dass er grad mal ein Grämmchen bekommt und damit wird klar: das System funktioniert immer nur ein paar Jährchen, dann wird es neu gestartet.
    Halleluja

  11. Hallo,

    in ihrer Rechnung scheint ein Fehler zu sein. Der Ackermann will nur 25% Rendite auf das EIGENKAPITAL der Deutschen Bank. Ich bezweifle das die Deutsche Bank ihre angenommene Billion als Eigenkapital besitzt.

    Beispiel:
    500 Millarden Kundengelder
    10 Millarden Eigenkapital

    2,5 Millarden braucht er um auf 25% zu kommen, das macht aber nur 5% der gesamten Anlagesumme aus.

    Gruß
    Michael

    • Der Hinweis ist zutreffend, darum ging es aber nicht im eigentlichen, aber es lag so nahe den Ackermann mit den legendären 25% (wenngleich auch nur Eigenkapitalrendite) hier beim Schopfe zu packen und zum Muster zu machen.

      „Spende der Königin plus von Aktionären gepumptes Geld“ … dies zur Herkunft der Billion oben im Text.

      Es ging mehr um den Vergleich und die Darstellung was Zinseszins bedeutet und wie er wirkt. Dem Grunde nach also noch erschreckender, dass man die 25% nicht nur aufs Eigenkapital benötigt, wollte man ein das Rad zurückdrehen.

  12. Guten Tag zusammen. Dank der Diplomarbeit => dem Video “Wie funktioniert Geld” (Max von Bock => http://www.maxvonbock.de) sind die von Ihnen dargestellten Zusammenhänge seit Jahren einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
    Genau seit dem Jahr 2005.
    Die deutsche Stadtplanerin Margrit Kennedy (aus Chemnitz) hat bereits 1987 ein Buch veröffentlicht, welches die mögliche Lösung skizziert: Margrit Kennedy/ Geld ohne Zinsen und Inflation. Ein Tauschmittel, das jedem dient, ISBN 978-3-442-12341-4

    Im Prinzip geht es da um folgendes: Geld ist ein “abstraktes” Tauschmittel ist welches anstelle von Waren getauscht wird.
    Also anstelle wie in der Steinzeit Waren mit Waren zu tauschen
    tauscht man heute Waren gegen Geld.
    Doch keine Ware behält ihren Wert oder wird gar wertvoller, je älter sie wird – ausgenommen (Rot)Wein in den ersten Jahrzehnten.
    Ware verdirbt innerhalb kurzer Zeit und verliert somit – über lang oder kurz – vollständig an Wert.
    Diese Eigenschaft hat unser heutiges Geld nicht. Im Gegenteil – es scheint als könne es immer mehr wert werden.
    Das ist ein Unding und darf eben nicht sein. Man kann Geldwerte in der Zukunft negativ verzinsen. Innerhalb eines Jahres muss das Geld wieder in Ware getauscht sein oder es wird mit 1% (einem Prozent) abgezinst.

    Zweitens: Kredite werden nur noch von Staatsbanken gewährt. Und zwar zinslos. Die Geldschöpfung (Zentralbank) wird von den Bürgern gewährt. Das muß in der heutigen Zeit weltweit globalisiert und gleichwertig / gleichberechtigt erfolgen. Ein Afghane kann einen gleich hohen Kredit aufnehmen wie ein Bürger aus New York, da keine Sicherheiten hinterlegt werden müssen.
    Kredite können nur für selbst genutzte Gegenstände, Waren und Dienstleistungen aufgenommen werden.

    Und schon funktioniert es wieder das Spiel mit dem Geld… Denn durch meine Verbesserungsvorschläge kann kein Gläubiger (Bank/Zentralbank) mehr vom Kreditwesen profitieren sondern nur noch der Kreditnehmer.

    Die Bürger dieser Erde haften/ bürgen für alle Kredite – darum sagt man ja “Bürger” => die Wahrheit steckt schon lange im Namen. Nicht erst seit der Finanzkrise, mit Bankenrettung HRE usw. oder Rettung ganzer Staaten wie Grichenland, Portugal, Irland, Spanien ist der Bürger letztendlich derjenige, der alles bezahlen soll – wie der Name schon sagt – seit Jahrhunderten war nie etwas anderes beabsichtigt.

    Meinetwegen können wir heute beginnen.
    Die neue Währung lautet ukw

    wir-kaufen-Deutschland.de

  13. Absolut genial! Die beste Erklärung auch für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Weiter so :-)

  14. So einfach ist das. Genial verfasst – und zum Nachdenken animierend.
    Aber wie ensteht eigentlich Geld? Simple Frage. Wer kennt die Antwort auf diese einfache Frage nicht? Wissenstip:

    Wissen ist Macht :-)

  15. Pingback: Europa bekommt neue Flagge mit Trauerflor « Der Honigmann sagt…

    • Wirklich nette Betrachtung. Ist ein wenig so als wollte ich anhand eines Liter Wassers beweisen, dass Wasser generell ungefährlich ist. Wenn allerdings die Ozeane über meinem Haus zusammenbrechen, dann lehrt uns die Erfahrung etwas anderes.

      Der Fehler in der verlinkten Betrachtung dürfte folgender sein: Wenn die Arbeitskraft aller Menschen nicht mehr ausreicht um den Zinsdienst zu erarbeiten (sprich die Umverteilung vom der Arbeit zum Geldsack), dann kippt das System. Erfahrungsgemäß so alle drei Generationen. Bis dahin funktioniert es schon, wie man sieht, nur eben nicht nachhaltig, ziemlich ungerecht und schon gar nicht ewig *g*

      • Netter Versuch, dein Kommentar. Aber in der verlinkten Seite ist kein Fehler. Der Fehler liegt hier auf dieser Seite.

        Weil du so fest an den Jesus-Pfenning glaubst, meinst du man bräuchte immer mehr Arbeitskraft um den Zinsdienst zu leisten. Dein Ergebnis folgt aus einer falschen Annahme.
        Wenn der Geldsack niemanden mehr findet, dem er sein Geld gewinnbringend verleihen kann, dann kann er schlicht und einfach mit Kapitalanlage nichts mehr verdienen.
        In der Praxis ist es leider so, dass die Geldsäcke dann anfangen die Regierungen zu überreden die Staatsschulden immer weiter nach oben zu treiben. Das Problem sind die Regierungen mit ihren Staatsschulden und nicht der Zins.

        • Du bist auf dem richtigen Weg. Denn nichts anderes ist die kollektive Verschuldung, da wo sich ein privater keine Kredite mehr leisten kann oder will. Dann springt die Regierung ein mit den Rettungspaketen, damit die relevanten Geldsäcke nicht umfallen. Und das Problem bleibt der Zins, gegen den jetzt die Volkswirtschaften nicht mehr anarbeiten können.

          Hätten die Geldsäcke wenigstens den Regierungen das Geld zinslos geliehen, dann hätten wir die Schuldenberge ja auch nicht. Nur soviel soziales Denken gibt es bei den Geldsäcken nicht. Im Gegenteil: Wackelt eine Nation (PIIGS), dann langen sie erst richtig hin und strangulieren durch erhöhte Zinsen diese Nationen in Windeseile. Du siehst, das Problem ist immer noch der Zins, besser Zinseszins. Was soll ich noch sagen? Jetzt zu sagen, dass die Regierungen schuld sind ist doch zu kurz gegriffen, denn die sind ja nicht die Ursache. Aber genau so denken es sich auch die Geldsäcke … lassen wir die Regierungen und Menschen selber schuld sein, dann können wir wenigstens dass Kasino wieder für 3 Generationen eröffnen und keiner kennt den eigentlichen Grund warum es immer crasht.

          • Nein, die Rettungspakete sind doch nur ein verzweifelter Versuch das fehlerhafte Eurokonstrukt am Leben zu halten. Das ist ein ganz anderes Thema.

            Die Staatsverschuldungen waren immer schon das Problem. Weil da Leute (Politiker) Geld ausgeben, dass ihnen nicht gehört und die Kredite aufnehmen, für die sie keine Verantwortung übernehmen müssen.

            Wenn eine Nation sich schon überschuldet hat, müssen natürlich die Zinsen steigen (wegen dem Risiko). Diese Nation soll ja eben keine Kredite mehr aufnehmen. Die sollen Wertschöpfung betreiben und keinen riesigen Bürokratenapperart mit Staatsschulden aufbauen. Die Bürokraten betreiben nämlich keine Wertschöpfung.
            Den Regierungen die Schuld zu geben ist nicht zu kurz gegriffen, sondern da trifft die Kritik genau den richtigen.

            Die Politiker versuchen doch gerade den Ratingagenturen die Schuld zu geben, damit sie sich selber aus der Schußlinie bringen. Die Ratingagenturen sind aber nur der Überbringer der schlechten Botschaft. Die Ursache sind die Regierungen.

            Diese Zinseszinskritik ist einfältig. Die Kritik funktioniert auch nur, wenn man andere Realitäten ausblendet. Realitäten wie Infaltion, Fehlinvestitionen, Pleiten.

  16. Lieber Hackermann … fangen wir hinten an: Inflation soll einen Teil des sich selbst vermehrenden Geldes in den Schranken halten, tut sie aber am Ende nicht. Pleiten und Fehlinvestitionen sind deshalb so folgenreich weil meist die Zinsen nicht mehr für die Kredite erbracht werden können die dem zugrunde liegen, sonst wären viele Pleiten und Fehlinvestitionen verschmerzbar gewesen, der Zins besorgt den Rest.

    Siehe HRE, warum geht die Regierung hin und rettet so ein Pleite-Institut? Weil es angeblich systemrelevant ist. Warum ist die HRE pleite? Weil die Zinsen nicht mehr reinkommen und die Schuldner pleite sind. Warum sind die Pleite? Weil die meist schon über ihre Verhältnisse gelebt haben und die Zinsen nicht mehr zahlen können. Warum kann Griechenland beispielsweise die Zinsen nicht mehr zahlen? Weil die Volkswirtschaft dort nicht das Leistungsvermögen hat wie beispielsweise die deutsche Volkswirtschaft, aber die Preise dieselben sind. Hier versucht man Pony und Ackergaul in einem Gespann zu vereinen (über den Euro). Die PIIGS jetzt mit steigenden Zinsen zu Einsparungen und Produktivität drängen zu wollen ist der Glaube daran, der Esel könne unter Einsatz der Peitsche und Verknappung des Futters mehr leisten. Was macht der Esel wenn er sein Leben bedroht sieht? Er wird wild und unberechenbar? Was machen wir dann? Wir erschießen ihn.

    Läge die Geldschöpfung und das Zinsrecht allein beim Staat, dann wäre dies auch kein Problem, liegt sie aber nicht. Die Zentralbanken dienen als Feigenblatt für die Geldsäcke, die sich dort ein wenig „fresh money“ für 0-2 Prozent abholen und dem lleinen mann oder gar den Statten dann für 3-20% verkaufen. Die Zinsdifferenz landet eben nicht bei den öffentlichen Banken, sondern bei den Geldvermehrungseinrichtungen der Geldsäcke, den privaten Banken und verbleibt dort. Die nutzen sicherlich die Zinseinnahmen dann als Eigenkapital um es erneut zu den zuvor beschriebenen Zinssätzen für sich arbeiten zu lassen. Wo aber liegt hier im übrigen der Wertzuwachs den die Banken produzieren? Feld arbeitet? Der ist gleich NULL, denn nur wenn ein Kreditnehmer vorhanden ist und über seine Arbeit die Zinsrechnung bezahlen kann, dann wird dessen Arbeitsleistung auf diese Weise von den Geldsäcken abgeschöpft … für „nothing“ im übrigen, für erfundenes Geld. Bitte dazu einmal die Verhältnisse nach KWG der Banken zu den Zentralbanken analysieren. Eigenkapital X bedeutet fast zinslos Kredit von der der Notenbank zum Faktor Y (bin mir nicht sicher, dürfte in etwa bei Faktor 18 liegen). Der Kreditnehmer zahlt also Zinsen für „erfundenes Geld“, arbeitet hart dafür. Dies ist im übrigen eines der Kernprobleme dieses Systems, die Geldschöpfung an sich. Und so setzt sich der Reigen fort.

    Ja und am Ende hat der Staat dasselbe Problem wie der kleine Mann der keine Kredite mehr bekommt, weil sein Rating im Arsch ist. Aber selbst wenn die Staaten sich geweigert hätten Geld von den Geldsäcken für einen Zins zu leihen, dann wären wir heute auch nicht viel besser aufgestellt, dann wären einfach nur die Banken pleite, denn die Rettung der PIIGS ist nichts anderes als die pure Rettung der Banken. Hier träfe es schon wieder den kleinen Mann, denn mit der Pleite der Geldsäcke wären dann die Renten im Eimer, die Lebensversicherungen und welche papiernen Luftschlösser haben die Banken Otto-Normal-Verb-Raucher alle verkauft? Siehe Derivate aller Art, gebündelte Schrotthypotheken etc. und andern Zertifikatescheiß ohne Substanz. Warum machen die Banken das? Um die Arbeitskraft der Menschen in Form von Zins und Kaufkraft abzuschöpfen und das Geld zu mehren, dafür sind sie da und von ihren Eignern eingerichtet worden. Warum rettet in diesem Fall wieder die Regierung die Banken? Weil die Regierung weiß, dass wenn die Banken zusammenbrechen und das Volk wieder mal enteignet wird … selbiges auch böse werden könnte und auch der Riegierung aufs Dach steigt.

    Übrigens, wenn keiner mehr Geld leihen will, was machen die Geldsäcke dann? Richtig sie „hedgen“, in Öl, in Lebensmittel und Rohstoffe, machen die dann künstlich knapp und schöpfen dann über die gestiegenen Preise das Geld wieder ab, oder sie leihen es einfach für einen üppigen Zins eben an jene Hedger aus. Hier heißt es dann ggf. nicht Zins, kommt aber am Ende auf dasselbe raus. Nochmal wenn dieses Zinseszins-Ponzi-System nicht geknackt wird, dann ist am Ende der Geschichte die absolute Mehrheit der Menschen vollständig versklavt. Damit es denen dann noch richtig gut gehen kann, brauchen wir jetzt noch den ultimativen Überwachungsstaat und die Weltregierung und eine einzige Weltwährung, damit das Geld nicht soviel Arbeit hat. Nennt sich dann Globalisierung und der Mensch wird per Barcode noch vereinheitlicht damit man ihn im Hamsterrad noch identifizieren kann, die Freiheiten des Menschen müssen immer weiter ausgesetzt werden, um ihn vor sich selbst zu schützen, verständlich nicht war. Und genau diese Entwicklung sehen wir ringsherum, allerdings erzählt man uns nicht von diesen Menschen, sondern immer nur von Terroristen und terroristischer Bedrohung, weil alles andere gegen die bisherige Freiheitsordnung nicht durchsetzbar wäre. Aber mit genügend Angst und guten Gründen kann man diese Präventionen schon mal umsetzen … halt ein X für ein U ausgeben, da machen die Medien gerne mit, sie wissen ja schließlich wer sie bezahlt.

    So bin jetzt vielleicht etwas über Ziel hinaus … nur kann mir heute keiner mehr plausibel machen, dass dieses System der Mehrheit der Menschen dienen soll, tut es definitiv nicht und dies hängt unweigerlich mit Zins, Zinseszins, erfundenem Geld und dem exponentiellen Wachstum des Geldes zusammen, alle Statistiken sprechen da dieselbe Sprache und weisen dies nach wenn man sie korrekt liest. Das Schuldgeldsystem hat ausgedient, wenn die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten halbwegs friedlich mit einer ansatzweise gerechten Verteilung überleben will (arm und reich wird es immer geben) … dass wiederum interessiert allerdings die Geldsäcke nicht, die sind so emotional und gefühlvoll wie ein Stein. Ich weiß das Thema ist komplex und den ultimativen Durchblick zu bekommen ist auch nicht einfach, aber Fehler weg zu reden find ich nicht gut.

    • Wunderschön geschrieben…

      Im prinzip endet ja alles bei M2 und M3, Barmittel, Sichteinlagen, und Co.

      Ich habe hier nur eine Frage hier wird von 0-2% Zinsen für die Geldbeschaffung gesprochen, da habe ich gelesen im Falle der EZB, das 2% Sicherheitsleistung gefordert sind bzw. bei Geldgeschöpfungsgeschäften bis 2.000.000 eben eine Bearbeitungsgebühr und sonst gar nichts – Diese Praxis wird offenbar dank moderner elektronisher Bankmanagement Software so massiv angewendet, das die 2% Sicherheitsleistung wohl eher als ausnahme gelten.
      Aber wenn ich das richtig verstehe, zahlt die Bank als der EZB das geschöpfte Geld irgendwann wieder zurück und das verzinst zum Leitzinssatz?
      Und im Grundsatz kann man in der EU für schlappe 6 mio. EUR eine Bank gründen, kann diese Bank dann auch in dem Rahmen Geldschöpfung betreiben?
      Ich habe auch noch so meine Probleme mir genau vorzustellen wann wo welches Geld wie lange und unter wessen Kontrolle verfügbar ist… Wann zahlt die Bank an die EZB zurück? Woher holt die Bank das Geld womit sie die Staatsanleihen bezahlt/kauft die sie dann als Sicherheitsleistung bei der EZB hinterlegen? Warum sinkt der Amerikanische Staatsanleiehenzins wenn die Zahlungsunfähigkeit des Landes befürchtet wird und warum steigt er wenn das bei den Griechen befürchtet wird?
      Ist unser Geldsystem vielleicht einfach zu flach gestrickt und es bräuchte einfach mehrere niveaus von geldsystemen? Regionale, Nationale, Globale?

      • Puh … das ist aber eine Reihe von Fragen. Ich versuch es mal einfach zu halten ohne in die ganz argen Details zu gehen. Wenn sich eine Geschäftsbank sagen wir mal 1 Mrd. von der Zentralbank abholt zu eben besagten 0-2% (nehmen wir mal an über 10 Jahre) und dieses Geld im Rahmen von Überziehungskrediten und teuren Konsumentenkrediten weiterverbimmelt, dann hat sie aus der geliehenen Milliarde (erfundenes Geld) in den zehn Jahren gut 2 eigene Milliarden durch Zins geschöpft. Diese nennt sie nun ihr Eigen und kann nach dem beschriebenen Ponzi-System fröhlich so weitermachen und sich selbstverständlich immer auch mal wieder frisches Geld dazu holen … bis sie eines Tages gerettet werden muss, weil keiner mehr Kredite dort aufnehmen kann oder will. Hier springt jetzt Gott sei Dank der Staat mit Rettungspaketen ein, damit die Geldberge eben weiter verzinst werden können, jetzt muss der Bürger halt über die Steuern die Zinsen begleichen, weil die Banken nicht einbrechen dürfen.

        Selbstverständlich zahlt die Geschäftsbank irgendwann den Initialbetrag an die Zentralbank zurück, der kann dann dort im Rahmen der Geldmengenpolitik wieder eingestampft werden. Was die Zentralbank sonst noch an Gebühren erhebt vermag ich nicht zu sagen, ist im Verhältnis zu den inzwischen in den Geschäftsbanken wuchernden Geldmengen auch unerheblich. Wichtig ist eben nur die Tarnung und der offizielle Anstrich dieses Ponzi-Systems über die vermeintlich staatlichen Zentralbanken.

        Die geilste Nummer und schönstes Husarenstück ist natürlich, dass die Geschäftsbanken sich gegenüber dem Staat inzwischen als Sozialhilfeadel II mit der Rettungspriorität 1 verkaufen konnten, dass darf man wahrlich als Meisterleistung bezeichnen … oder auch als Mischung aus Drohung und guter Lobbyarbeit. Und Amerika hat gerade gezeigt AAA ist wichtiger als Menschenleben. Sprich die pünktliche Bezahlung von Verbindlichkeiten hat Vorrang vor Foodstamps.

    • Sorry Wika,

      dass ich erst jetzt antworte, aber als ich das gesehen habe was du mir da alles geschrieben hast wusste ich gar nicht wo ich anfangen soll. So viel und alles durcheinander.

      Mal was Grundsätzliches: Die Zinsen sind zum großen Teil auch die Kosten unseres Geldsystems an sich. Ob dir das nun passt oder nicht, aber die bösen Banker müssen auch Leben und sie erfüllen auch eine Aufgabe in unserem System. Das Problem der letzten Zeit war eher die Deregulierung. Dadurch haben die Banker eben nicht mehr ihre eigentliche Aufgabe erfüllt. Deren eigentliche Aufgabe ist es die Kreditwürdigkeit zu prüfen und dementsprechend Kredite zu vergeben.

      Wika:
      „Läge die Geldschöpfung und das Zinsrecht allein beim Staat, dann wäre dies auch kein Problem, liegt sie aber nicht. „
      Nein, die Geldschöpfung sollte unter einer demokratischen Kontrolle der Bürger liegen, aber definitiv nicht beim Staat resp. Regierung. Wenn die Regierung die Kontrolle über die Geldschöpfung hat, führt das immer zu einer hohen Inflation, weil die Politiker ihre Wahlversprechen mit gedrucktem Geld bezahlen. Das ist doch der historische Grund warum man die Zentralbank von der Regierung getrennt hat.

      Wika:
      „Die Zentralbanken dienen als Feigenblatt für die Geldsäcke, die sich dort ein wenig „fresh money“ für 0-2 Prozent abholen und dem lleinen mann oder gar den Statten dann für 3-20% verkaufen. „
      Deinem geschriebenen nach zu Urteilen, hast du das ganze System nicht wirklich verstanden.
      Die Hauptaufgabe der Zentralbank ist die Geldstabilität. Wenn du mehr demokratische Kontrolle und Transparenz bezüglich der Zentralbank forderst, dann bin ich ganz deiner Meinung. Im großen und ganzen habe ich aber hier in Europa den Eindruck als ob unsere Zentralbank sauber arbeitet.
      Der Zins der Geschäftsbanken soll sich durch den Konkurrenzkampf der Banken auf ein möglichst niedriges Niveau einpendeln. Dazu nötig sind aber viele kleine Banken und keine monopol- oder kartellartige Großbanken. Die Staaten müssten eigentlich eingreifen bevor eine Bank zu groß wird. Eine Bank darf eben auch nicht so groß werden, dass man sie nicht mehr Pleite gehen lassen kann.

      Wika:
      „Die Zinsdifferenz landet eben nicht bei den öffentlichen Banken, sondern bei den Geldvermehrungseinrichtungen der Geldsäcke, den privaten Banken und verbleibt dort.“
      Die Zinsdifferenz zwischen Geschäftsbanken und Zentralbanken ist auch nicht gleich der Gewinn irgendwelcher Geldsäcke. In den Zinsen der Geschäftsbank sind eben auch Inflation, Gehälter der ganzen Bankangestellten und auch Risikoaufschlag im Falle eines Kreditausfalls. Um so höher sich jemand verschuldet hat um so höher ist auch das Risiko dass der Kreditnehmer pleite geht. In der ganzen Privatwirtschaft funktioniert das alles wunderbar. Richtig Probleme gibt es nur bei den Staatsschulden.

      Wika:
      „Wo aber liegt hier im übrigen der Wertzuwachs den die Banken produzieren?“
      Siehe oben. Die Banken haben eine Aufgabe in unserem System. Wenn du dich darüber beschwerst, dass sie diese Aufgabe nicht mehr nachkommen und stattdessen spekulieren, bin ich ganz auf deiner Seite. Die Banken dürfen eben nicht spekulieren. Sie sollen Kredite nach strengen Richtlinien vergeben.

      Wika:
      „Der Kreditnehmer zahlt also Zinsen für „erfundenes Geld“, arbeitet hart dafür.“
      Nein. Der Kreditnehmer zahlt Zinsen für den Erhalt des Geldsystems und dafür, dass er konsumiert bevor er selbst Werte in vergleichbarer Höhe geschaffen hat.

      Wika:
      „Der Kreditnehmer zahlt also Zinsen für „erfundenes Geld“, arbeitet hart dafür. Dies ist im übrigen eines der Kernprobleme dieses Systems, die Geldschöpfung an sich. Und so setzt sich der Reigen fort.“
      Das die Geldschöpfung aus dem Nichts wäre, ist reine Polemik von dir. Kein Mensch nimmt doch einen Kredit auf wenn er sich dafür nicht bereits produziertes oder in Kürze produziertes kaufen könnte. Das ist gerade ein wirklich positiver Aspekt des Kreditgeldsystems. Nämlich dass sich die Geldmenge automatisch an die produzierte Menge von Waren und Dienstleistungen anpasst.

      Wika:
      „So bin jetzt vielleicht etwas über Ziel hinaus … nur kann mir heute keiner mehr plausibel machen, dass dieses System der Mehrheit der Menschen dienen soll, tut es definitiv nicht und dies hängt unweigerlich mit Zins, Zinseszins, erfundenem Geld und dem exponentiellen Wachstum des Geldes zusammen, alle Statistiken sprechen da dieselbe Sprache und weisen dies nach wenn man sie korrekt liest.“
      Das ganze Geldsystem hat sich ja über Jahrhunderte entwickelt. Probleme gab es schon immer. Und es gab auch schon immer Betrügereien. Auch heute gibt es noch viele Probleme die zu lösen sind. Aber so leid es mir tut, deine ganzer Bericht beschreibt keines dieser Probleme richtig. Du findest damit zwar eine Menge Fans im Internet, die mit dir zusammen die Sau raus lassen und über irgendwelche Geldsäcke schimpfen. Aber zur Aufklärung trägt das leider überhaupt nicht bei.

  17. Pingback: EU Rettungsschirm, Berechnung in Euro-Münzen

  18. Perfekt, ich habe das alles auch schon bei Prof. Bernd Senf gelesen.
    Allerdings ist diese Variante lustiger für die Kids, bin mal gespannt wie sie es aufnehmen.

    Übrigens stimmt alles was sie schreiben, auch die Kommentare, sehr gut.
    Für die, die ein Problem mit dem Verstehen haben, hier nochmal im Film verständlich erklärt, anhand einer Geschichte:

    >>>youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0 (Video ist verschwunden, Link entschärtft … WiKa 20140221)

    Und für die, die es von Prof. Bernd Senf nochmal sehen wollen:

    Fragt sich nur noch wann wir den neoliberalen Mist endlich das Klo runter spülen können.

    Gruß.

  19. sehr schön geschrieben und den betrug be-schrieben.

    leider bleibt man meistens mit diesem wissen unter seinesgleichen. es macht mich jedesmal wahnsinnig, wenn man mit menschen anfängt darüber zu diskutieren (wenn sie sich mal wieder über das weltgeschehen aufregen, aber nicht zum kern vordringen). solche unterhaltungen können schnell zu grundsatzdiskussionen werden: über die fairness unseres (weltweiten) systems, wachstum, ressourcen und deren endlichkeit.
    in einer endlichen welt kann es nicht unendliches wachstum geben. da fangen schon die ersten an unruhig auf ihren stühlen hin und her zu rutschen “oh mein gott, was kommt jetzt für ne debatte”.
    wenn man dann anfängt die abzocke und den betrug zu beschreiben, dann gehts erst richtig los. die masse der menschen WILL es einfach nicht verstehen, strampelt wie ein wildgewordenes kind mit allen vieren um sich, weil es die bittere medizin nicht schlucken will. verständlich: es wirft ihr komplettes verständnis und weltbild über den haufen, bzw. sie können sich nicht vorstellen, dass sowas überhaupt möglich ist. schnell kommt dann der einwand, das wäre doch alles “humbug und verschwörungs-gelaber, totaler unsinn, dann geh doch in ein anderes land!, so ein quatsch, die banken *erfinden* doch nicht einfach neues geld”.
    es ist wie gegen windmühlen kämpfen und frustriert auf dauer.

  20. beeindruckendes Rechenbeispiel…aber auch ohne alle Rechnerei…wie kann man, bei einem Blick auf das was heutzutage um einen herum geschieht, wenn man auch nur einen Teil der Perversitäten und Ungerechtigkeiten dieses Systems erkennt, wahrnimmt, wie kann man das alles als gerecht verteidigen? Oder unterstellen, dass es dieses System gut mit uns meint? Diese ganzen Tatsachen sind von jedem geistig normalbegabten zu verstehen! Wenn man es verstehen will!
    Wie sehr muß man sich selbst in die Tasche lügen?
    Der ganz einfache Fakt, dass ich mir einen Teil, meines über Steuern dem Staat überwiesenen Geldes, danach bei irgendeiner Privatbank zu, in meinem Fall 7.8% Zinsen, wieder leihen muß, diese es aber von ebenjenem Staat zu 0-2% bekommt!!!! Wer sind DIE? Wozu brauch ich DIE? Wozu brauchen WIR die? Wieso sind die dem Staat wichtiger als ich, der Bürger, Steuerzahler und Wähler? ICH, WIR ALLE WERDEN BESTOHLEN! FAKT!

  21. Dabei ließe sich das monetäre Problem doch recht einfach lösen: Jesus ist doch (an einem Freitag glaub’ ich) gestorben. Da im Himmel dieser Mammon völlig wertlos ist, musste das Guthaben vererbt werden. Soll heißen: es wird eine Erbschaftssteuer fällig.

    Diese wird übrigens auch fällig, wenn der oder die Erben noch gar nicht über die Erbschaft verfügen können. Das Finanzamt kann den zu zahlenden Betrag auch stunden, allerdings wird dann ein Zins fällig, der um mindestens 1% über dem festgelegten Leitzins liegt.

    Mit diesen Angaben kann obiger Rechenweg wiederholt werden, woraus der Schluss folgt, dass die Erben Jesu dem Finanzamt wesentlich mehr Geld schulden, als sie durch diese Erbschaft je erlangen könnten. Wahrscheinlich muss deshalb heutzutage die Kirchensteuer gleich an das zuständige Finanzamt abgeführt werden.

    • Hallo Charly … wir bleiben natürlich rechtlich sauber. Da es sich um seine Wiedergeburt handelt, ergibt sich dieser Konflikt nicht. Wir haben ja immer noch eine Personengleichheit. Es wird also gar nix vererbt und ergo fällt keine Erbschaftssteuer an.

      Allenfalls die sich aus dem Verrechnungsrest ergebende Schenkung an die 6 Milliarden Schäfchen könnte hier in Betracht gezogen werden. Die Schenkungssteuer auf den Betrag würde im Moment auch schon alle Staaten sanieren … nur wird sich vermutlich die Jerusalemer Staatsbank hier zur Wehr setzen. Am Ende vermutlich mit dem Argument, dass sie Jesus eh nicht anerkennen und deshalb bewusst das Alte Testament als Grundlage behalten haben. Es riecht nach Krieg … :)

  22. Die Geschichte stimmt so nicht. Das wurde aber bereits sehr sachlich und ausführlich aufgezeigt (Ignroieren von relevanten Einflussgrößen, Annahmen die nicht zutreffend sind, …). Ich bedaure sehr, dass die sehr berechtigte Kritik an vielem Misständen in unserer Welt im Zusammenhäng mit Geld durch solche Halbwahrheiten in ein schlechtes Licht gestellt wird. Scheinbar sind viele glücklich, dass sie eine Zinseszinsrechnung auch Jahre nach dem verhasssten Matheunterricht noch kapieren. Dann sind die Leute so froh, dass sie denken, mehr gibts es nicht dazu zu verstehen. Leute bitte: eine komplizierte Welt lässt sich nicht schlüssig in ein paar Zeilen oder einer 60minütigen Video-Lesson (auch wenn der Film sehr gut ist) ausführlich erklären. Es mag schwer sein, sich von liebgewonnen Vorstellungen zu trennen, gerade wo doch offensichtlich ist, dass Vieles schiefläuft in der “Finanzwelt”, aber dann bitte richtig kritisieren. Diese Zinses-Zins-System-Joses-Jesus-Pfennig-Geschichte ist albern weil sie unter sehr engen und vor Allem auf realitätsfernen Annahmen basiert.

    @ Wika: Du Schreibst: “Zunächst gilt: verstehen und anderen Menschen dies Wissen vermitteln, damit fängt es an.”
    Guter Tipp. Den möchte ich gleich wiederholen und weise ausdrücklich auf den Unterschied zwischen Verstehen und Nachplappern.

    Gruß

    Udo

    • Hallo Udo
      Ich mische mich mal dazwischen. Könntest Du bitte nur für mich einmal erklären, was Du damit meinst “weise ausdrücklich auf den Unterschied zwischen Verstehen und Nachplappern. “

    • Hallo Udo …

      Albern … ja, das sagte schon Gauck als es um Kapitalismuskritik ging, schließlich habe er selbst noch nie in einem besseren System als diesem gelebt. Das schließt natürlich nicht aus dass es ein besseres und gerechteres System geben kann.

      Nachplappern … das macht vermutlich jeder sobald er sich des Alphabets oder jemals bereits formulierter Gedanken bedient.

      Verstehen … kann ich sehr wohl, dass die Materie ein wenig komplexer ist, aber es sollte durchaus erlaubt sein die Hauptursache des Übels einmal plakativ herauszuarbeiten, wie es im Artikel passiert ist. Ich denke Du wirst dieses Grundübel nicht in Abrede stellen können, habe jedenfalls Deiner Kritik keinen einzigen Hinweis darauf entnehmen, warum diese Betrachtung albern sein soll, zumal wir genau die beschriebenen Effekte gerade einmal wieder in der Endphase beobachten dürfen. :)

      Gruß WiKa

  23. Pingback: Europa bekommt neue Flagge mit Trauerflor? | zukunft4deutschland

  24. Huhu…

    Diese Kritik am Zinseszins hatte ich letztens auch in einem Buch gelesen (“Eine Billion Dollar” A. Eschenbach). Allerdings machte er folgenden Einwand.

    Beispiel:
    Wenn ich mir, für meine meine junge Familie, ein Eigenheim leisten möchte. Aber nicht über die nötigen Finanzen verfüge, macht es ja keinen Sinn bis zum 70gsten Lebensjahr zu sparen um mir dann ein solches leisten zu können. Dann wird man es nicht mehr brauchen. Also leihe ich mir das Geld. Aber warum sollte jemand Geld verleihen, wenn er davon nix hat? Der Zins ist doch irgendwie der “Lohn” das dieser “jemand” (wer auch immer das sein mag) bereit ist Geld zu verleihen. Und was nu?

    mfg Hendrik

  25. Jo, Du kannst Dir Geld leihen mit Zinsen und Tilgung, Deinem Finanzrahmen entsprechend.
    20 Jahre immer die Rate in gleicher Höhe und irgendwann hast dann fertig abgezahlt, weil der Zinsanteil sich entsprechend verringert und die Tilgung sich erhöht.
    Dann klappt das auch mit dem Nachbarn.

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