Lust auf „Whataboutismus“ und „Meinungsterror“?

Lust auf „Whataboutismus“ und „Meinungsterror“?Das Whataboutismus-Syndrom geht um und verdreht uns Sinne und Verstand. Es ist ein genialer Trick, in die Welt gesetzt von den Herrschenden, den Profiteuren und den Mainstream-Medien. Alles, um die Menschen zu paralysieren und sie davon abzubringen, über Ursachen und Hintergründe von Geschehnissen nachzudenken.

Definition „Whataboutismus“

Mit „und was ist mit…?“ kann man jede Debatte torpedieren und sogleich als Sieger daraus hervorgehen. Doch die Strategie des Whataboutism lässt sich auch entlarven. Man nennt dieses inzwischen durchaus bekannte Muster „Whataboutismus“. Der Begriff stammt von der englischen Frage „What about…?“, was auf Deutsch bedeutet: „Und was ist mit…?“

  • Beklagt jemand zum Beispiel die Zunahme von Rechtsextremismus, heißt es nur allzu oft: „Und was ist mit den Linken?“ – als ob das rechtsextreme Gewalt irgendwie besser machen würde.
  • Wagt man mediale Gleichschaltung in Deutschland zu hinterfragen, dann wird das entschuldigt mit Zensur in Rußland oder anderswo. Anderswo ist es immer schlimmer als zuhause …
  • Erdreistet sich gar jemand, die Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee und ihrer Nazi-Truppenteile, besonders in der Ostukraine, zu erwähnen, dann wird das gerne überhört und die vorgetäuschten oder auch tatsächlichen Gräuel und Massaker der Russen als Totschlagargument ins Feld geführt, um sich selbst reinzuwaschen.

      Für diese Strategie des Whataboutismus gibt es unzählige Beispiele. Das fängt im Privatleben an, wo sich jeder gerne als Unschuldsengel beweisen möchte und die Schuld immer anderen in die Schuhe schieben will.

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      Meinungsterror im Vormarsch

      Whataboutismus ist ein probates Mittel, um Meinungsterror und Gleichschaltung von Medien und mit Blick auf eine Gesinnung durchzusetzen. Selbstverständlich sprechen sich unsere Vorzeige-Demokraten von jeglichem Vorwurf der Meinungsmache frei. Sie werfen mit Steinen nach dem selbst von den Medien auserkorenen Abweichler, der ja ein wesentlich schlimmerer Übeltäter sein muss. Die eigenen unhaltbaren Verhältnisse werden übertüncht, indem Emotionen geschürt und sensationelle Einzelheiten plakativ verallgemeinert werden:

      • es werden bemitleidenswerte Opfer mit Krokodilstränen beklagt, ohne eine Beweisführung über zu taten und Tätern anzutreten,
      • es wird marktschreierisch Solidarität und Mitgefühl eingefordert,
      • was nicht erwähnt und absichtlich verschwiegen wird, das sind die eigennützigen Interessen und Verantwortungen, die gerade diesen Mißstand hervorriefen, womit man Mittäterschaft erfolgreich tarnt und verleugnet.

          Jeder, der sich dieser Opfer-Hysterie nicht anschließt und es wagt, Einwände zu erheben, wird gnadenlos niedergemacht. Wer sich dem Meinungsterror nicht anpaßt, der wird zwangsläufig als Verräter abgestempelt.

          Gehirnwäsche

          Für mich bedeutet die um sich greifende Praxis, Abweichler vom herrschenden Narrativ medial hinzurichten, ganz einfach Meinungsterror. Der ist um keinen Deut besser, als der in den zu Übeltätern und Dämonen abgestempelten Ländern, die als Feindbild herhalten dürfen.

          Nur ein Beispiel:

          28 Intellektuelle und Künstler schrieben einen Offenen Brief an Kanzler Scholz. Sie befürworten seine bis dahin gezeigte Besonnenheit und warnen vor der Gefahr eines 3. Weltkriegs, der bei einer Anheizung durch eine Aufrüstung der Ukraine droht. Wenn jemand derartige „Ungeheuerlichkeiten“ in der Öffentlichkeit zu äußern wagt wie Prof. Reinhard Merkel, Jurist, (Unterzeichner eines offenen Briefes an Scholz) bei der Lanz-Talkshow, dann wird das mit der Schlagzeile verkauft

          Merkel sorgt für Entsetzen“.

          Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Übrigens waren bei den Unterzeichnern Leute wie der Musiker Reinhard Mey, sogar der von mir oft gescholtene Dieter Nuhr und der gerade 80 gewordene, von mir sehr geschätzte Gerhard Polt. Durch den auf die Unterzeichner ausgeübten gesellschaftlichen Druck sind auch schon wieder Umfaller zu verzeichnen. Nicht jedoch Polt, der nachdrücklich betonte, daß er zu seinen Aussagen steht.

          Corona als Sprungfeder für eine Spaltungsmentalität

          Der Autor Wolf Wetzel hat auch folgerichtig den Zusammenhang zwischen der Meinungsmache hinsichtlich Corona und „Impfung“ sowie dem Ukraine-Krieg offen gelegt. Die bereits über zwei Jahre andauernde Covid 19-Gehirnwäsche hat gravierende Spuren im Bewußtsein der Bürger hinterlassen. Sie bildet die ideale Basis für eine nach dem Krieg nie dagewesene Propagandashow, die die Menschen wie ein ansteckendes Virus infiziert und gefügig macht. Mal abgesehen von den politischen und wirtschaftlichen Kollateralschäden, wird dem Volk ein Spaltgift injiziert, was psychologisch gesehen mindesten genau so verheerend wirkt. Man torpediert und spaltet die soziale Gemeinschaft mit voller Absicht. Die an und für sich konstruktive menschliche Eigenschaft der Solidarität wird schändlich mißbraucht und zu destruktiven Zwecken instrumentalisiert. Wenn man so will, werden wir von einer medialen Artillerie in Stücke geschossen.

          Zitate:

          Was hat der „Krieg gegen das Virus“ mit dem Krieg in der Ukraine zu tun? Gibt es Mechanismen, die wir zu Corona-Zeiten eingeübt haben und nun nur noch fortführen? Ich sehe einen ganz bestimmten Mechanismus weiter wirken: Der Whataboutism. Laut Wikipedia bezeichnet es abwertend ein Verfahren,

          • bei dem man eine kritische Frage oder ein kritisches Argument nicht beantwortet oder erörtert, sondern mit einer kritischen Gegenfrage erwidert.“

          Aber so einfach ist es nicht. Denn es handelt sich dabei um einen Mechanismus, der bei Corona, wie beim Krieg, die Opfer in den Vordergrund stellt und dahinter alles abschneidet. Er stellt die Opfer also frei.

          • Bei Corona fragte man nicht, warum die Krankenhäuser überfüllt sind und beim Ukraine-Krieg fragt man nicht, ob es nicht genug Belege dafür gibt, dass er von denen gewollt war, die jetzt die Opfer beklagen.

          Zentral für den Whataboutism ist, weder nach der Genese, noch nach den Bedingungen zu fragen, die eine Situation geschaffen haben (oder gar gewollt haben), aus der uns jene ‚befreien‘ wollen, die sie mit zu verantworten haben. Zu diesem Whataboutism-Trick gehört auch das absolute Gebot der Solidarität mit den Corona-Opfern und der alles überblendenden Solidarität mit den Opfern in der Ukraine. Alles andere ist damit vom Tisch und zugleich verdächtig, nicht opfernah genug zu sein.

          Wenn also Peter Feldmann auf einer „Friedensdemonstration“ reden kann und darf, dann wäre es doch nur konsequent, wenn auch Rheinmetall, Heckler & Koch und die Bundeswehr Rederecht bekämen. Schließlich ist gerade letztere prädestiniert für Friedensarbeiten, schon sehr lange. Erinnert sei an den Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), der bei vollem Verstand 2004 ganz ungeniert feststellte: „Diese Bundeswehr ist die größte Friedensbewegung Deutschlands!“.

          Verweis: https://www.hintergrund.de/politik/inland/das-whataboutism-syndrom/

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          Über Peter A. Weber 78 Artikel
          Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

          4 Kommentare

          1. Ich bin nicht so ganz einverstanden mit der völligen Verdammung des „Whataboutismus“ im Artikel. Ich selbst wende den „Whataboutismus“ durchaus öfters an.
            Beispiel: Noch vor wenige Wochen wies ich darauf hin, daß in meinem Mainstream-Sammler, in welchem ich mir meist nur die Schlagzeilen de Systempresse ansehe, das unglaubliche Elend im Jemen überhaupt nicht erwähnt wird – aber über das Elend in der Ukraine gäbe es großes Geschrei. Damals postete ich (irgendwo):
            Dieses Gedröhne mit „Hilfe für die Ukrainer“. Dabei führt Rußland – anders als die Nato und die Saudis – ja gar keinen Krieg gegen die Bürger der Ukraine, sondern nur gegen das Regime in Kiew.
            Anders die Saudis im Jemen. Aber DAS Thema wird von den Systemmedien völlig ausgeblendet.
            Hier ein paar Links:
            Video: Corbett NWNW
            („Story #1: Yemen Under Longest Period of Saudi Heavy Bombing Seen Since 2018“)
            https://www.corbettreport.com/nwnw20220310/

            „21 MLN YEMENIS NEED LIFE-SAVING AID, HALF ARE CHILDREN: UNICEF“ – https://english.news.cn/20220308/3552264d528b4bfe85185fffb01bd7b4/c.html

            „UN ERKLÄREN HÖCHSTE NOTHILFESTUFE FÜR JEMEN. Sie leiden unter Bürgerkrieg und Terror: Mehr als 21 Millionen im Jemen brauchen Hilfe. Die UN haben nun die höchste Nothilfestufe ausgerufen“ – https://www.tagesspiegel.de/politik/mehr-als-21-millionen-menschen-betroffen-un-erklaeren-hoechste-nothilfestufe-fuer-jemen/12000544.html

            Auch stieß ich woanders – z. B. bei Bröckers und bei Scott Ritter – auf einen Vergleich („Whataboutismus“) des Nato-„Kosovo“-Krieges und der Ukaine-Operation Rußlands.
            Und ich finde das nach wie vor berechtigt.

            Als ich bei Tim Kellner auf ein kürzeres Video mit einer 94-jährigen Somalierin stieß, die berichtete, daß sie in ihrem ganzen Leben noch nie so eine entsetzliche Dürre und so entsetzlichen Hunger wie derzeit in Somalia erlebt habe, konnte ich mir einen „Whataboutismus“ in Bezug au das Leiden in der Ukraine nicht verkneifen. Denn für unserer Leidmedien gibt es diese entsetzliche Elend am Horn von Afrika praktisch gar nicht. Noch vor 20 Jahren hingegen hätten wird Tag für Tag etwas darüber lesen können.

            Noch ein Beispiel: Vor mehr als einem Jahr kam ich mit einem Mann (so um die 20) am Imbiß in ein politisches Gespräch. Ich rügte die Nato/BRD scharf wegen des 20-jährigen Krieges gegen Afghanistan. Er rechtfertige den Krieg mit „Frauenrechte“. Nun kam ich mit meinem „Whataboutismus“: Warum, so erwiderte ich ihm, würden dann nicht auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bombardiert. Mir den „Frauenrechten“ stände es da doch nicht besser als in Afghanistan.

            Ich widerspreche dem obigen Artikel ja nicht gänzlich. Ich weiß was der Verfasser meint, und die Fälle und die Art und Weise des „Whataboutismus“, die er aufführt, nerven mich genauso.

            Ich denke, Es gibt einen berechtigten „Whataboutismus“ – und einen mißbräuchlichen „Whataboutismus“.

            Hier noch ein „Whataboutismus“- ‚meme’/Cartoon/Karikatur: https://i.redd.it/qrjqjc2t4qk81.jpg

          2. Mystische Kriegerpraxis…..
            Lassen Sie mich zunächst erklären, was Mind War bedeutet.
            Ich mag den Namen nicht, weil er zu leicht missverstanden wird, aber ich bin immer
            wieder darauf zurückgekommen, weil er die Situation genau beschreibt. Oberflächlich
            scheint es darum zu gehen, das System zu bekämpfen, aber in Mind War geht es
            wirklich darum, wie das System gegen dich arbeitet. Wir leben in einer Kultur, die
            von Mythen geprägt ist, die das Verständnis der Realität verzerren. Aber es arbeitet
            auch aktiv daran, uns daran zu hindern, diese Mythen zu durchschauen, um die
            Wahrheit zu entdecken. Das ist nicht paranoid – es ist einfach eine Tatsache.
            In Mind War geht es also darum, wie wir unseren Verstand und Integrität in einer
            Situation bewahren können, die beide untergraben soll. Mind War ist der Name
            des Problems, nicht die Lösung. Und bei der Lösung geht es NICHT darum,
            gegen irgendetwas oder irgendjemanden in den Krieg zu ziehen.
            Das funktioniert nicht. Sich etwas reaktiv zu widersetzen, macht es nur stärker.
            Bei dieser Praxis geht es darum, wie du positiv auf den Gedankenkrieg reagierst,
            dem du als Mitglied der Gesellschaft ausgesetzt bist. Es geht auch nicht um
            Verschwörungstheorien oder die Suche nach vereinfachenden Antworten,
            die behaupten, alles zu erklären. Auch nicht darum, in die Falle zu tappen,
            das System endlos zu analysieren und zu kritisieren. Diese Reaktionen sind
            Ablenkungen von dem, was du tun musst, nämlich dich nach innen zu wenden,
            um dich von den Lügen zu befreien, die das System in dich konditioniert hat.

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