Das Fortbewegungsmittel als Status-Vehikel

Das Fortbewegungsmittel als Status-VehikelDas Auto als Ich-Krücke und nationalistisches Symbol des Konsumdenkens. Als ich dieses Thema 2011 zum ersten Mal angegangen bin, stand E-Mobilität noch nicht auf einer Prioriätsstufe und auch SUVs waren noch nicht verbreitet. Der Freizeitspaß mit dicken Motorrädern lief aber bereits auf Hochtouren. Nur Fahrräder und E-Bikes waren noch nicht im Trend. Anläßlich der Eröffnung der IAA (Internationale Automobilausstellung) in Frankfurt vor einigen Jahren las ich folgendes Zitat, das jährlich mantrahaft wiederholt wird:

„Eine ausdifferenzierte, freie Gesellschaft entfaltet ihren Charme und ihre Konflikte auch auf den Straßen.“
Von Welt-Kolumnist Ulf Poschardt zum Beginn der IAA 2011 ausgesprochen, aber immer noch aktuell.

Wir alle müßten doch aus persönlicher Erfahrung wissen, auf welche Art und Weise Autofahrer oftmals ihre Konflikte auf den Straßen austragen. Damit sollte diesem Verhalten der Charme total abgehen. Man kann vielmehr glauben, man befinde sich auf einem kriegerischem Macho-Wettbewerb, bei dem jeder beweisen will, daß er der/den Stärkste(n) und Schönste(n) hat oder ist oder den Längsten besitzt. Ich jedenfalls bin der Meinung, daß eine Gesellschaft, die sich rühmt, ausdifferenziert und frei zu sein, andere Ausdrucksformen benötigt als sich mit Statussymbolen zu schmücken und diese materialistischen Ich-Krücken zu mißbrauchen, um sich selbst aufzuwerten.

Bloße Kritik an den Mobilisten trifft es nicht

Um gleich denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die glauben, ich wolle das Auto sowie den deutschen Autofahrer grundsätzlich verteufeln, sei gesagt, daß auch ich in meinem Leben den Reizen des Autos oft, auch aus beruflichen Gründen, erlegen bin. Somit bringe ich zumindest in Maßen Verständnis dafür auf. Heute habe ich „gut reden“, weil ich mir aus finanziellen Gründen kein Auto mehr leisten kann. Allerdings besitze ich nunmehr die Zeit und die Motivation, mir über den Status des Autos hinweg, seine Rolle für den Menschen und seine Zukunft Gedanken zu machen. Damit selbstverständlich auch bezüglich meines eigenen Umgangs damit. Deshalb will ich es vermeiden, mich als vorbildlichen Umweltschützer darzustellen, nur weil ich kein Auto fahre und Rentner bin. Das Auto als sinnvolles und nicht mehr wegzudenkendes Transportmittel stelle ich nicht infrage.

Symbol der Freiheit auf Abwegen

Das Fortbewegungsmittel als Status-VehikelWie das obige Zitat zeigt, wird das Auto allgemein als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit schlechthin angesehen. Wir sind heute noch teilweise geprägt von den Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs in den 50er–70er Jahren des letzten Jahrhundert. Zeiten, in denen der eigene „Volkswagen“ der feuchte Traum aller geworden ist, der dann auch realisiert werden konnte. Man schaue sich nur an, welche Rolle der Trabi in der DDR noch viel später gespielt hat. In unserem heutigen Konsumdenken nimmt das Auto nicht mehr die alleinig dominierende Rolle ein, die es in den damaligen Zeiten des Nachholens von Bedürfnissen innehatte.

Dafür haben wir heutzutage zu viele Artikel und andere Ich-Krücken im Angebot der Werbung, die sich die Vorreiterrolle streitig machen wollen. Das Auto hat heutzutage seinen verklärten Nimbus als Glückspender verloren. Letztlich, weil es uns ebenfalls in eine Abhängigkeit versetzt und uns die Verantwortung langsam bewußt wird, die mit dem maßlosen Umgang mit ihm und den dadurch verursachten Schäden entsteht.

Wenn man in das Thema einsteigt, merkt man, daß es sehr vielschichtig ist. Stichpunktartig möchte ich dabei folgende Ansätze nennen, die sich mit dem Wandel der Autokultur auseinandersetzen:

  • das Auto als ökologische Belastung bzgl. der verursachten Emissionen
  • das Auto als Landfresser und Landversiegeler wegen der benötigten Straßen
  • das Elektroauto und andere energiesparendere oder ökologische Alternativen, die sich aber vielfach als Sackgassen entpuppen
  • die Frage nach dem Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und die Notwendigkeit – trotz technologischer Fortschritte – eine Reduzierung des Autoverkehrs zu erzielen

Ich möchte besonders zwei Aspekte herausgreifen:

Das Auto als Selbstdarstellungsobjekt

Hier handelt es sich um die psychologische Komponente, die dem Auto besonders für Männer eine Faszination verleiht. Das Auto steht stellvertretend für Kraft, Stärke, Macht, Potenz, Überlegenheit und kann dem Besitzer/Fahrer ein Selbstbewußtsein verleihen, das er sich aus eigenem Vermögen nicht erschaffen kann. Mit dem Auto kann er sich also ein von außen gemachtes Vermögen kaufen, das er als Ersatz – eben als Krücke – für fehlende innere persönliche Stärke verwenden kann. Dieser Verführung können insbesondere schwache und auf materielles Denken fixierte Menschen kaum widerstehen.

Mit anderen Worten – das Auto besitzt die Anreizfunktion. Eine erwünschte nach außen abstrahlende Charaktereigenschaft ohne Vorleistung zu erwerben, die dann zu Statuszwecken und zu einem Imponiergehabe benutzt werden kann. Will man hingegen seine Persönlichkeit mit Hilfe des eigenen Potenzials weiterentwickeln, was einzig zu einem nachhaltigen Zufriedenheitsgefühl führt, dann ist dies aber ohne Anstrengung, Mühe und damit verbundenen Rückschlägen nicht möglich. Davor scheut jedoch der auf kurzfristige Befriedigung erpichte Selbstdarsteller zurück. Wer über das Kapital verfügt, sich einen attraktiven Selbstdarstellungs-Schlitten zu erwerben, der wird dies tun.

Das Auto als ein wirtschaftliches Symbol von nationaler wirtschaftlicher Bedeutung

Bei der Eröffnung der IAA (wie in jedem Jahr) lobte Angela Merkel die Autobranche. Sie sei „eine zentrale Stütze unserer Volkswirtschaft“ und „Sie erwirtschaftet knapp ein Viertel des Umsatzes der deutschen Industrie. Knapp 20 Prozent der Exporte entfallen auf sie, und sie tätigt ein Drittel der Ausgaben deutscher Unternehmen für Forschung und Entwicklung.“ Diese Aussagen sind nicht zu bezweifeln – allerdings drücken sie auch die Abhängigkeit aus, in die wir uns begeben haben.

Wir sollten uns keine Illusionen machen, denn Länder wie China und Indien, die jetzt noch als Erfolgsgarant für den Export gelten, werden unserer Autoindustrie bald den Rang abgelaufen haben. Dort wird kopiert, was das Zeug hält, man lernt schnell dazu und wird den Weltmarkt bald mit preiswerten Eigenerzeugnissen überschwemmen. Mittlerweile haben wir das Stadium des Abkupferns bereits überschritten und diese Länder, speziell China, droht uns zu überholen, was besonders auf dem Sektor E-Auto ins Auge sticht.

Neuauflagen des Statussymbols

Auffällig ist, daß bei den Neuvorstellungen PS-Stärke, Komfort und Größe dominieren. Daran ändert die neue E-Technologie nichts. Kleinere Fahrzeuge mit intelligenter Einspartechnik und verringertem Komfort stehen – zumindest bei deutschen Herstellern – nicht oben auf der Rangliste. Technologische Fortschritte, die weniger Energieverbrauch nach sich ziehen und der Einsatz von alternativen Antriebssystemen wird neutralisiert durch den Hang nach Gigantismus. Die SUVs offenbaren einen Wahn, der die Vernunft und praktische Erfordernisse mit Füßen tritt. Die Werbung hat sich mit Hilfe der neuesten psychologischen Erkenntnisse völlig auf die Ich-Krücken-Vermittlung eingeschossen. Im Vordergrund steht die nichtrationale Beeinflussung der Käufer. Die Zuvorderst auf Emotionalisierung von Kaufentscheidungen aus ist, während Rationalität immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Zur Zeit ist zu beobachten, wie Deutschland als wirtschaftliche Großmacht gepuscht wird und die Interessen anderer Länder dabei gezielt untergebuttert werden. Alles frei nach dem Motto: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“ In diesem Zusammenhang hat die Automobilindustrie neben anderen Wirtschaftszweigen eine Leitfunktion. Hochglanzpolierte Produkte aus der deutschen Automobil-Oberklasse, die mit Technik und Elektronik vollgestopft sind und mit Motorenstärke protzen, dienen dazu, das Streben nach internationaler Vormachtstellung zu unterfüttern. Die E-Autos sollen das Loch der Verbrenner stopfen und den Standard hochhalten, was jedoch nicht zwangsläufig mit einer Verbesserung der Umweltemissionen einher geht. Jedenfalls nicht, wenn man alle Herstellungsprozesse von den Rohstoffen bis zum Energieverbrauch korrekt bewertet.

Motorräder als gesteigerte Ich-Krücke des deutschen Mannes

Das Fortbewegungsmittel als Status-VehikelDiese Funktion hat eindeutig das Motorrad (neudeutsch Bike) übernommen. Insbesondere Männer im fortgeschrittenen Alter mit Glatze und Bäuchen versuchen sich, als Cowboys der Landstraße zu profilieren. Die deutschen Nachahmer-Cowboys orientieren sich dabei am Easy-Rider-Zeitgeist. Dem Geist der 50er und 60er Jahre mit ihrer US-Freiheitideologie in Verbindung mit dem Kultbock von Harley Davidson. Das ansonsten – auch durch den aufkommenden Feminismus – abhanden gekommene männliche Selbstbewußtsein soll dadurch gestärkt werden. Vorzugsweise indem rollende Artusritter ihre Mitmenschen mit Lärm belästigen. In diesem Kontext fällt mir das Bild des „Ritters der traurigen Gestalt“ ein. Welche Verrücktheiten die Menschen ins Leben hineintreibt, hat Cervantes am Beispiel seines traurigen Ritters Don Quijote in einer heiteren, oft parodistisch wirkenden Gelassenheit erzählt. Damit hat Cervantes bereits zu Beginn des 17. Jahrhundert in weiser Voraussicht dem Ritter der Landstraße ein literarisches Denkmal gesetzt.

Früher sind wir Moped gefahren und haben uns dabei ziemlich wohlgefühlt. Aber heutzutage ist alles unter 1000 Kubik Kinderkram und 100 PS selbst für Motorräder etwas für Anfänger. Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Wie bei den PKWs gibt es einen ungebremsten Boom für immer mehr Leistung und Geschwindigkeit, die jede Vernunft und Notwendigkeit überschreitet. Der Wahnsinn besitzt Methode, weil auch die Anschaffungskosten grassieren. Für traditionelle Motorräder und für E-Motorräder muß man schon bis 30.000 € tief in die Tasche greifen. Dabei besitzt ein Motorrad für die wenigsten Besitzer einen Wert als Personen- und Güterbeförderungsmittel. Dieses Fahrzeug dient fast ausschließlich als Freizeitvehikel. Es wird als Spaßobjekt nur zum Herumgurken in der Gegend mißbraucht. Zu Jux und Dollerei oder zur Angeberei, wie ich mich manchmal zu ausdrücken pflege.

Das Schadenspotential der Zweiräder

Schlimmer noch sind die dadurch entstehenden Umwelt- und Gesellschaftsschäden in Form von Lärmbelästigungen und aufdringlichem sowie rücksichtslosem Verhalten. Diese lärmenden Nervtöter treten oft in Pulks auf. Sie fallen wie Hornissenschwärme über uns her – wie eine elfte biblische Plage. Ich wohne in einem Flußtal, das von Touristen heimgesucht wird, wobei die Motorradfahrer die größten Plagegeister darstellen. Selbst ein einzelner Motorradfahrer erzeugt in einem Tal, wenn ich am Hang stehe, einen Lärm, der kilometerweit zu hören ist. Wenn ich bei mir zuhause mit meiner Musik die Zimmerlautstärke überschreite, was die auch ausmachen mag, dann gibt es Protest von den Nachbarn. Wer schreitet endlich mal gegen die notorischen Lärmterroristen auf Land- und Stadtstraßen ein?

Aber damit ist es noch lange nicht genug, denn die Easy Rider lieben es, einen möglichst lauten Sound zu verbreiten. In ihren ihren Ohren mag der wie Musik klingen. Aber für alle anderen Menschen bedeutet dieser Krach eine Zumutung. Eine Sensibilität für dieses ungebührliche Benehmen sucht man vergebens. Selbst wenn diese Machotypen irgendwo in der Stadt einen Parkplatz aufsuchen, müssen sie zwanghaft nochmal die Drehzahl steigern um die Maschine aufzuröhren zu lassen. Sie müssen allen anderen kundzutun, daß sie als wichtigtuerische Platzhirsche angekommen sind und bewundert werden wollen. Diese Kerle – darunter befinden sich mittlerweile auch Frauen – sind die Schmeißfliegen in den schönsten Landschaften, die man nicht mehr los wird. Die Klatsche, um sie auszuschalten, müßte schon überdimensional gestaltet sein.

Kann denn das noch Vergnügen sein?

Im übrigen frage ich mich, welch großartiges Vergnügen es bedeuten mag, wenn man bei Sommerhitze wie ein mittelalterlicher Ritter keinen Quadratzentimeter der Haut der Sonne und der frischen Luft aussetzt? Dazu mit Ganzkörperanzug völlig isoliert und mit Helm sowie Visier die Gegend verunsichert. Dieses Geheimnis können wohl nur Eingeweihte lüften, wahrscheinlich sind sie mit den Masochisten verwandt. Aber der Mensch bringt schon gewaltige Opfer, wenn er seine Selbstdarstellung zu inszenieren gedenkt. Außerdem hat sich gezeigt, daß diese mutigen Freizeitsportler in der Praxis oft als Frischfleisch enden. Das klingt zwar makaber, ist aber die Realität und vielfach ihre eigene Schuld.

Das E-Bike als neuer Liebling des fahrenden Volkes

Die neueste Variante der Freizeitdarsteller sind die Fahrradfahrer, die meinen, nicht mehr ohne E-Unterstützung auszukommen. Sie fallen noch in größerem Ausmaß wie die Motorradfahrer über die Landschaft her – allerdings hält sich ihre Geräuschkulisse in Grenzen. Anstrengung und sportliches Radfahren gilt nicht mehr – Hauptsache, man zeigt sich in seinem neuesten viertausend-Euro- und mehr- Modell.

Sie treten vermehrt mit Helmen, Sonnenbrillen und kompletter teurer Ausstattung wie Profis auf und erscheinen doch wie stümperhafte Buntspechte. Die Männer in engen Pellen und die Frauen im Partnerlook – alles an den Trend der Zeit angepaßt. Sobald der erste Regentropfen auftaucht, hüllen sie sich in weite Regenjacken, weil sie wasserscheu und verweichlicht sind. Ich kriege manchmal Schreikrämpfe, wenn ich mir diese konsumgesteuerten und zwanghaften Gestalten ansehe, die selbst scheißnormales Fahrradfahren als Darstellungsform oder Abenteuer feiern. Besonders wenn sie in Gruppen auftreten, stellen sie eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Denn mit dem Geradeausfahren haben sie sehr oft ihre Probleme. Und ich sehe dann die Panik in ihren Augen, wenn die Streckenführung etwas eng wird.

99 Prozent der hier anzutreffenden Radfahrer sind Freizeitradler, wogegen grundsätzlich nichts einzuwenden ist. Aber die Massenveranstaltung aller Fußkranken erfüllt mich mit Spott, denn sie geben sich oft der Lächerlichkeit preis. Heute war ich in der benachbarten Kleinstadt, einem touristischen Anziehungspunkt, zum Einkaufen unterwegs. Es war unglaublich, welches Spießrutenfahren ich veranstalten mußte, um mich heil durch diesen Auflauf durchzumanövrieren. Menschen wie ich, die über kein Auto verfügen und für die das Fahrrad Autoersatz und gleichzeitig Transportmittel ist, haben dafür nur ein abfälliges Lächeln übrig! Für diese Einstellung lasse ich mich gerne als intolerant bezeichnen.

Das Fortbewegungsmittel als Status-Vehikel
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Über Peter A. Weber 16 Artikel
Rebellischer Alter, der der Konformität den Kampf angesagt hat. Keltische Identität bezüglich Kultur, Musik, Philosophie und Mentatlität. Meine Abneigungen: Nationalismus, Rassismus, Fremdenhaß, Ideologien und Fundamentalismus jeglicher Art. Ich lege Wert auf unabhängiges Denken und Schreiben.

12 Kommentare

  1. Was waren das für schöne Zeiten, als die Pferdekutschen noch rollten
    und sich nur die Reichsten Leute die Besten Kutschen leisten konnten!
    Da gab es keine P.S.Angeber, denn auch vor der Protzigsten Kutsche
    passten auch nur zwei, oder vier Pferde! Natürlich hatte das damals
    auch keine Angeber gegeben, die Ihr Selbstwertgefühl mit einer Kutsche
    aufpoliert haben und für die Pferdeäppel, musste man auch keine CO2
    Steuer bezahlen! Eine Hubraumsteuer gab es auch nicht, denn die
    kräftigsten Pferde konnen auch nicht schneller laufen! Also ein
    Statussymbol, wie es Heutzutage mit den Fahrzeugen giebt, gab es
    damals nicht. Na Ja und wenn die Pferde nicht mehr durch den Tüf
    gekommen sind , konnte man Sie wenigstens noch essen.
    Und wenn die Kutschen richtig Alt wurden und nicht mehr laufen
    wollten, konnte man damit wenigstens noch die Öfen heizen!
    Alles im Allen ein Hervoragendes Recycling!
    Auch standen Damals nicht Millionen Kutschen unverkauft auf Halde
    und verfaulten vor sich hin.
    Aber Jetzt sind Wir ja sicherlich auf den Weg der Besserung, denn
    die Elektrische Zukunft Unserer Fortbewegungsmittel verspricht eine
    Goldene Zukunft! Keine Abgase, keine CO2 Steuern, nur ein Gigantischer
    Haufen von Elektroschrott! Die Afrikaner freuen sich jetzt schon
    auf das Aussortieren von brauchbaren Materialien.
    Die Grünlinge werden auf Ihren Elektrorollern im Sonntagsanzug zu
    Ihrer Klimakirche rollen und nach der Predigt ein Paar Taler in die
    Kollekte werfen, das beruhigt ungemein das Gewissen!

    Mensch verdammt nochmal, wo ist bloß meine elektrische Klobürste
    geblieben, sowas aber auch !!

  2. Ich bin auch schuldig, im Sinne der Anklage. Ich habe seinerzeit mein Motorrad verkauft, nachdem ich meinen Führerschein abgeben musste. Es macht für mich keinen Sinn mehr, eine Sportmaschine (über 100Ps) auf der Straße zu “bewegen”. Da steht man immer mit dem einen Bein im Knast und mit dem anderen im Grabe.
    Um in Zukunft eine ökologisch sinnvolle Mobilität zu erreichen, muss die Politik die Weichen richtig stellen und endlich aufhören die Autoindustrie in Schutz zu nehmen.
    Die Möglichkeiten sind ja vorhanden (carsharing, besserer Ausbau des ÖPNV, Wohnraum am Arbeitsort usw.).

  3. Na Ja 15 PS hätten das auch getan!
    Aber mal soeben 30 Kilometer zum Arbeitsplatz
    zu laufen, ist auch nicht Jedermanns Sache!
    Eine Ökologisch sinnvolle Mobilität, wäre ja
    auch ein Tretroller, natürlich in der
    modernsten Ausführung! Wenn man schon mit
    90Jahren seinen Führerschein abgeben muß, oder
    nach einen Tropfen zuviel Alkohol, kann man
    sich den Knast, oder das Frühzeitige Ableben
    erspahren, indem man auf die oben genannte
    Alternative zurück greift!!

    Mann wo hab ich bloß die Rotweinflasche hingestellt!?

  4. E-Roller?
    Suffragette mit Scooter: Florence Norman auf ihrem Roller (um 1916)
    https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/84cd906c-0001-0004-0000-000001465685_w718_r0.7285685196497659_fpx50_fpy62.66.jpg

    104 Jahre später dank E-Förderung bald Marktreif!

    Zurück in die Zukunft Teil 346!

    Die Knutschkugel ist zurück: Als Artega Karo startet die elektrische Wiederauflage der Isetta in den Markt. Made in Germany und mit 200 Kilometern Reichweite.

    Die Suffragetten heißen heute zwar Femen, aber nach mehr als 100 Jahren haben diese teilweise nichts mehr zum anziehen.

  5. Was spricht mir dieses Thema aus meiner schwer lärmgeschädigten Seele.
    Leide ich doch seit Jahrzehnten an Schlafproblemen am Abgrund zur Depression.
    Die Lärmverschmutzung ist Folge des Politikversagens. Wie kann beim heutigen
    Stand der Technik für Motorräder eine Zulassung von größer 90 Dezibel durchgehen?
    Die Verantwortlichen für diese Gesetzeslage sollten permanent genau dieser
    Lautstärke ausgesetzt werden, um zu erkennen was die für Schaden anrichtet.
    Mein Vorschlag: Blecheimer auf den Holzkopf und mit dem Kochlöffel feste druff.

    Das Thema endet aber nicht bei den Motorrädern oder als Protzkarossen
    getarnten Subwoofern auf Rädern. Habe ich mich vor einiger Zeit in ländliche Provinz zurückgezogen, kommt der Terror vom Baumarkt-Michel, der das Gras nicht wachsen sehen kann. Statt sich am Wochenende eines erholsamen Entspannens hinzugeben,
    werden die Ohren der Nachbarschaft mit allerlei Freischneidern vom Grastrimmer über Laubbläser bis zur Kettensäge malträtiert.

    Der Rücksichts- und Gedankenlosigkeit sind auch in Mietwohnungen keine Grenzen gesetzt.
    Je höher die Anzahl der Mietparteien, destso größer das Risiko, den Merkbefreiten zum Opfer zu fallen. An so manchen Nachbarn habe ich schon Filzschuhe, Gummimatten für trommelnde Waschautomaten, in einem Fall sogar hochwertige Kopfhörer verschenkt – nur um Einsicht zu erbetteln.

    Schon vor Jahren wurde auch meinerseits die Gelegenheit genutzt,
    den geldfressenden PKW gegen ein hochwertiges Pedelec einzutauschen.
    Da ich täglich nach dem Schwimmen im glasklaren See einen Berg bezwingen muß,
    erspart mir die elektrische Unterstützung, daß ich oben verschwitzt ankomme.
    Das so eingesparte Duschwasser wird für balkonische Blumen- und Gemüsezucht genutzt.
    Auch der Einkauf läßt sich (mit 60) so doch wesentlich leichter bewältigen.
    Immerhin kommt die benötigte Ladeenergie von der eigenen Solarquelle.
    Nach dem Boom der Spaßradler könnte ich mir das Pedelec heute aber nicht mehr leisten.
    Der Preis dafür hat sich nahezu verdoppelt.

    Was den ÖPNV betrifft, wurde dieser mit der Privatisierung über Jahrzehnte
    bundesweit regelrecht in tausend Stücke zerschlagen.
    Die Verbindungen sind teilweise unlogisch, schlecht oder garnicht abgestimmt.
    Jede Verkehrsgesellschaft kocht ihr eigenes Süppchen, vom Tarif bis zu den AGB.

    Der Wachstumswahn fordert in Verbindung mit Arbeits- und Flexibilitätsdruck
    und den unsäglichen Drohungen der Hatzgesetzgebung ein Verkehrsaufkommen
    am Rande der Zerstörung. Und es wird nicht besser, denn die Verantwortlichen
    sind lernresistent und korruptionsanfällig.

  6. Die Kaufentscheidung für den E-Schrott fällt bei den Meisten aufgrund der excellenten Beschleunigungswerte und hohen PS-Zahlen. Mit der Reichweite hapert es zwar, aber darauf verzichten die Schnellabspritzer gerne.

  7. Kaffee heiß, kalt, mit Milch?,mit Zucker? Pille? … soll doch jeder trinken was er will. Trinken ist ein Grundbedürfnis wie Mobilität.

    Soll doch jeder fahren was er will. Früher Leiterwagen oder reich verzierte Kutsche, heute VW oder BMW oder was auch immer. Bei E-mobilität entstehen halt weniger Abgase innerhalb einer Stadt und dafür dreimal soviel dort wo der Strom hergestellt wird, also auf der Rückseite der Steckdose. Egal, Mobilität – in welcher Form auch immer – ist wichtig und nützlich. Seit Ötzis Zeiten.

  8. Heilig’s Blechle.

    E-Auto:
    – Ich will keinen Computer- oder App-Kurs machen, Ladekarten mitführen, sondern bei aufladen des Akkus meine EC-Karte oder Visa-Card zum bezahlen benutzen. Smartphone brauche ich auch nicht.
    – Ich will Altmaiers billig werdenden Strom
    https://www.fr.de/wirtschaft/altmaier-strom-wird-billiger-11291892.html
    haben und für das E-Wägelchen nicht dank Merkels Energiewende 32 – 74 Cent je kwh bezahlen. Sondern maximal nur 18-25Cent/kwh, wie in Österreich oder Tschechien. Aber D muss schließlich wegen Strommangel teuer aus dem Ausland zukaufen, weil die Hohlbirnen unsere Selbstversorgung mit Strom vernichtet haben.
    – Ich finde nicht gut, dass “Supercharger”-Ladesäulen mit 250 oder 350kwh die Akku-Standzeit/Lebensdauer um 50% verringern können. Ja, das ist wie beim Handy und nicht dazu passenden Ladegerät/-kabel.
    – Ein VW-Golf mit 1,6 Tonnen Gesamtgewicht, davon 400kg Akkugewicht sind nicht prickelnd. 400kg entsprechen 4-5 Insassen inkl. Gepäck. 750 Kilo schwere Akkus für Standard E-PKW gibt es auch. Das wog früher ein kompletter VW-Käfer oder Fiat 500. Dieses Gewicht fährt man heute als E-Auto-Akku spazieren. Wie bekloppt ist das denn?
    – Einen wirtschaftlichen Totalschaden, wenn man nach 7-10 Jahren, je nach Hersteller, einen neuen Akkusatz irgendwo zwischen 7000-12000€ nachkaufen muss. Einen 5 Jahre alten gebrauchten Wagen wird kaum jemand kaufen, es sei denn zu 20% des Neupreises. Also ist dann u. U. hochwertiger Schrott. Allerdings brennen E-Autos ggf. heißer und besser als Diesel.
    – Ich möchte auch nicht (z. B. bei Regen) den Gepäck-/Kofferraum entladen, damit ich an die Steckdose des VW-ID3 gelange und um 30-60Minuten für weitere 50-100km aufladen zu können.
    – Ein Ladekabelset mit Steckdosen-Adaptern für 4 oder 5 vorkommende Systeme, davon 2-3gängige möchte ich auch nicht spazieren fahren. Eine Kabeltrommel für 12stündiges Laden am 220V Privathaushaltstrom auch nicht.
    – 400 bis 600km Reichweite sind eine schöne Prospektangabe. Wenn man als einzelne Person, ohne Licht, ohne eingeschaltete Lüftung/Klima, ohne Radio usw. fährt, so kann das hinkommen, wenn man gegen Aufpreis den größten Akkusatz bestellt. Mit 2 Personen, Fahr-/Nachtlicht, Radio, Klima verlangte ein zur Verfügung gestellter Werkstattwagen schon nach ca. 150km gierig nach Strom. 500-600km am Stück will ich ohne lange herumzustehen aufzuladen und möglichst schnell, aber nicht kriechen. Nix für die heutigen E-Karren, deswegen wollen sie auch ein 120km/h Tempolimit, damit Benzin-/Dieselfahrer ausgebremst werden.
    – Für einen fliegenden Rucksack vom Typ VW ID3 in der billigsten Basisversion will ich keine 32.000 Moppen löhnen, damit ich bedacht und akkuschonend im Verkehr mitschwimmen kann. Gut, E-prämie gibt es.

    Wenn das alles im Lot ist, schaue ich mal nach einem E-Auto bzw. verordnetem Motor, der die Wirtschaft ankurbeln soll. Mehr ist das nicht.
    Vorausgesetzt, Deutschland ist dann komplett mit unterirdisch verlegten Kupferkabeln für die alle 60km aufgestellten Ladesäulen vernetzt. Hunderttausende Tonnen Kupfer müssen gewonnen und energie- bzw. klimaschädlich verhüttet + weiterverarbeitet werden.
    Und wirklich nachhaltig sind diese Fahrzeuge nicht. Nur im Prospekt und bei der grün gewordenen Bundesregierung.
    Ca. 2,2 Millionen Liter Trink-/Grundwasser werden der einheimischen Bevölkerung in Südamerika entzogen, nur damit man 1 Tonne Lithium gewinnen kann. Nur ein Beispiel dafür, welch unermesslichen Schäden auch die E-Auto-Umweltferkel unwissend anrichten. Aber gut, nach Südamerika schaut keiner. Deswegen kann der deutsche E-Autofahrer ein ruhiges Gewissen haben. Die Menschen dort müssen aus ihrer Heimat weg; für Mensch und Tier wachsen keine Lebensmittelpflanzen mehr. Und alles ist wegen dem abgepumpten Wasser dürr.
    Aber immerhin, trotzdessen – ist das nicht toll: In Deutschland entstehen weniger Abgase und Griechen, Ungarn, Russen usw. freuen sich über billige deutsche Autos, oft neuwertig. Dort fahren sie weiter.
    Schadstofffreier Dampfantrieb, synthetischer Verbrennersprit, Wasserstoff- u. Methanantriebe, modifizierte Autogasantriebe würden es für Umwelt- und Klimainfizierte auch tun. Aber das will die Regierung nicht und deswegen der gnadenlose E-Hype.

    Welche E-Automodelle von Mercedes, BMW und Audi nutzten eigentlich die Regierungsmitglieder und Abgeordneten in Bund und Ländern? Was fährt der jeweilige Bereitschaftsfuhrpark? “Wasser predigen und Wein trinken.”

    wg. 100 PS-Motorrad abgeschafft:
    Der fanatische CDU-Motorradfreund fährt sowieso:
    http://www.2ri.de/Images/Big/0/The_Flying_Merkel_Model_V_1911.jpg
    von 1911.
    bzw 1916:
    https://img.redbull.com/images/w_1479/q_auto,f_auto/redbullcom/2016/04/29/1331792024253_11/1910-flying-merkel-einzylinder
    Gab es wirklich. Gehen so für 1/4 Millionen aufwärts los.

    Ich begnüge mich mit meinem 3zylindrigen Japs-Zweitakter von 19paarundsiebzig. Das macht Spaß, nur fliegen ist schöner und von mir aus, ganz ehrlich, darf der Liter Sprit auch 2,20€ + Zweitaktöl/Bleiersatz kosten. Schon 12-15 Liter reichen für 100km!!! Reicht um Pommes und Bier zu holen. “Was nichts kostet, das ist auch nichts.” ;-D


    wg. Kommentar oben:
    Den ersten Straßen SUV gabs übrigens als normalen Personen-PKW, viertürig, V8-Motor, ca. 1960 von der tschechischen Firma Tatra.

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