Götzendämmerung — ADAC und WELTBILD in der Sinnkrise, Fusionsgedanken

Götzendämmerung - ADAC und WELTBILD in der Sinnkrise, Fusionsgedanken ADAC_Strassenwacht_Pannenhilfe_Gelber_Engel_VW_Kaefer_Allgemeiner_Deutscher_Automobil_Club_DDAC_NSKK_Kerngeschaeft_Manipulation_Zahlenfaelschung_by_Klugschnacker_in_WikipediaNie­mand soll sagen, dass die zeit­gle­iche Lügenkrise des ADAC und die Insol­venz des katholis­chen Welt­bild-Ver­lages keinen inneren Zusam­men­hang hat. Bei­de Glaubens­ge­mein­schaften han­deln mit Engeln. Der ADAC mit jenen gel­ben Engeln, die den Aut­o­fahrern von kaput­ten Autos zu heilen Gefährten ver­helfen. Der Welt­bild-Ver­lag han­delt let­ztlich mit jenen himm­lis­chen Heer­scharen, die den Gläu­bi­gen eine Heiligkeit ver­mit­teln, die vom kaput­ten Glauben zu ein­er heilen Welt führen. Im Zen­trum der ADAC-Glaubenslehre ste­ht die Mobil­ität, im Mit­telpunkt katholis­ch­er Überzeu­gun­gen ste­ht eben­falls die Beförderung: Vom schlecht­en Dies­seits in ein besseres Jen­seits. Wer nun aber sagt, der Welt­bild-Ver­lag sei mit seinen fünf Mil­lio­nen Kun­de­nadressen viel klein­er als der ADAC mit seinen 18 Mil­lio­nen Mit­gliedern, der ver­gisst leicht­fer­tig, dass hin­ter dem Ver­lag die 24 Mil­lio­nen Mit­glieder der katholis­chen Kirche in Deutsch­land ste­hen. Auch, dass in bei­den Vere­inen die Mit­glieder nichts zu sagen haben, spricht für Zusam­men­hänge.

Über Jahrzehnte war die Auto-Sug­ges­tion die Grund­lage bei­der Kirchen. Wo in der schein­bar spir­ituellen katholis­chen Glaubens­ge­mein­schaft die Heili­gen und Mär­tyr­er die Fix­punk­te des Selb­st­be­trugs bilde­ten, waren es im Kos­mos der auto­mo­bilen Anbe­tung strahlende Marken wie VW, Mer­cedes oder gar Rolls-Royce. Und wenn der Volk­swa­gen dem Sankt Christo­pherus gle­icht, der uner­müdlich Leute auf dem Rück­en trägt, so ist der Rolls ein Botschafter des HERRN, wie auch der Erzen­gel Gabriel, der die fro­hen Botschaften Gottes unter die Men­schen bringt. Wenn der Rolls vor­fährt, weiß man, dass ein HERR aussteigen wird. Götzendämmerung - ADAC und WELTBILD in der Sinnkrise, Fusionsgedanken Weltbild_Verlagsgruppe_Wiener_Prachtbibel_mittelalterliche_Buchkunst_katholischer_Verlag_Dioezesen_Buchbinderkunst_Kerngeschaeft_Insolvenz_Hugendubel_Droemer_Knaur_MedienvertriebWenn der Erzen­gel Gabriel den Boden berührt, wird zum Beispiele die Geburt Jesu angekündigt: Fürchte dich nicht, Maria! Solche Märchenin­sze­nierun­gen wur­den von den Mar­ketingabteilun­gen bei­der Kon­fes­sio­nen als unum­stößliche Wahrheit­en verkün­det und von den Käufern der Beken­nt­nisse in bru­taler Selb­st-Affir­ma­tion verin­ner­licht. Eine Auto-Hyp­nose, die in ihrer Sym­biose von Reli­gion und PKW am rein­sten auf­trat, wenn in den 50er und 60er Jahren das Arma­turen­brett eines VW-Käfers von ein­er Sankt-Christo­pherus-Medaille geheiligt wurde. Und wer den aktuellen Michael-Schu­mach­er-Kult nicht als rasende Mär­tyr­er-Leg­ende begreift, der hat die deutschen Medi­en in ihrer Ski­un­fall-Berichter­stat­tung nicht kon­sum­iert.

Der Abstieg bei­der religiös­er Unternehmen begann, als sie vom Pfad der Tugend, von ihrem Kerngeschäft, abwichen. Gewiss, immer noch kann man im katholis­chen Ver­lag die preiswerte e‑book-Bibel für 4.99 Euro kaufen. Doch schon die “Wiener Pracht­bibel“ — jenes von Hand in Led­er gebun­dene Stück der Buch­binderkun­st (siehe Foto re.), das als „streng lim­i­tierte Auflage auf 1.999 Exem­plare“ das Wort des Her­rn auf jene knapp 2.000 Selb­st­gerechte begren­zt, die in der Lage sind, 998,- Euro auf den Tisch zu leg­en — weist den Weg in die säku­lare Merkan­til­isierung. Ein Beginn der Pro­fanierung, die später mit dem Ver­sand von CDs, DVDs, Elek­tron­ik, Geschenk- und Haushalt­sar­tikeln in die Niederun­gen des Kom­merz führen sollte. Ein klein­er Ver­such des Ver­lages, sich auf die Bedürfnisse der Klerik­er zu besin­nen, als er das Buch „Schwule Liebesgeschicht­en aus aller Welt (von Robert Joseph Greene)“ ins Pro­gramm auf­nahm, scheit­erte an der man­gel­nden Beken­nt­n­is­freude der Bis­chöfe: Sie nah­men das Werk in ein­er „Säu­berungsak­tion“ aus dem Sor­ti­ment, die dem asex­uellen Schein einen unlauteren Vorteil gegenüber dem homo­sex­uellen Sein ver­schaf­fen sollte.

Götzendämmerung - ADAC und WELTBILD in der Sinnkrise, Fusionsgedanken ADAC_Strassendienst_Strassenwacht_Pannenhilfe_Gelber_Engel_VW_Kaefer_Allgemeiner_Deutscher_Automobil_Club_DDAC_NSKK_Kerngeschaeft_Manipulation_by_Dieter Schuetz_pixelio.de_Auch der ADAC ver­ließ den recht­en Glauben, als er immer häu­figer den Auto­mo­bilis­ten zugun­sten ander­er The­men und Geschäfts­felder ver­nach­läs­sigte. Noch in der Naz­izeit, als er unter dem Namen DDAC (Der Deutsche Auto­mo­bil-Club) als Gliederung des Nation­al­sozial­is­tis­chen Kraft­fahrko­rps (NSKK) existierte, wusste der Vere­in in seinem Aufruf zur Auto­mo­bi­lausstel­lung 1934 klar zu sagen: „Eine Schau für das Volk — nicht mehr, wie in ver­gan­genen Jahren, eine Ausstel­lung für die bürg­er­lichen, wohlhaben­den Schicht­en. Volk­skraft­fahrt — das ist Kraft­fahrt im Geist des Führers!“. Doch schon als Fritz Jung­hans, Präsi­dent des ADAC/DDAC von 1933 — 1945, in der Nachkriegszeit zum Gen­er­alsekretär des Vere­ins degradiert wurde, nur weil er NSDAP-Mit­glied und NSKK-Stan­darten­führer war, begann eine Aufwe­ichung auto­mo­bil­er Grund­sätze, die später zu ein­er Mil­liar­den­beteili­gung bei art­frem­den Ver­sicherungs- und Reise-Unternehmen lan­den sollte. Wenn in diesen Tage das Schis­ma des Vere­ins dro­ht — die Volk­swa­gen AG wen­det sich bere­its vom ADAC ab, will vom Gel­ben Engel nichts mehr wis­sen — ist die Flam­men­schrift an der Wand deut­lich zu lesen. Nur die Umkehr kann den ADAC ret­ten: Raus aus dem Geschäft der Zahlen­fälschung zugun­sten der Anzeigenein­nah­men, zurück zur reinen Pan­nen­hil­fe.

Let­ztlich soll­ten bei­de Vere­ine über eine Zusam­men­le­gung nach­denken. Der neue Papst hat zwar ein­mal gesagt: „Mir tut es weh, wenn ich einen Priester oder eine Schwest­er mit dem neuesten Auto­mod­ell sehe“. Da aber gebrauchte Autos häu­figer kaputt sind als neue, kann das beim ADAC nur das Kerngeschäft stärken. Stern­fahrten nach Rom kön­nten vom Auto­mo­bil­club organ­isiert wer­den und statt der gefälscht­en Zahlen zur Pro­mo­tion divers­er Automarken wäre zum Beispiel ein Mer­cedes-Stern in jed­er Krippe ein Prod­uct-Place­ment, das den gel­ben Engel schnell vergessen machen kön­nte. Der Welt­bild­ver­lag kön­nte dann sein­er Insol­venz mit Ein­nah­men aus der ADAC-Kasse abhelfen und wieder zum Verkauf von Christo­pherus-Medaillen zurück­kehren. Die Vere­ini­gung bei­der Glaubenslin­ien — die Erwartung des Heils durch den Tod und die Erlö­sung vom Tem­polim­it durch die Voll­brem­sung — kön­nte die neue, gemein­same Kirche aus der Sinnkrise zur neuen Stärke führen. Amen.

Ulrich Geller­mann, Berlin


► Quelle:RATIONALGALERIE | Artikel

►Bildquellen / Nachar­beit­en: Kri­tis­ches Net­zw­erk

1. ADAC-Strassenwacht. Der VW-Käfer 1200 und 1300 war in den späten 60ern — späten 70ern das typ­is­ches Ein­satz­fahrzeug und Sym­pa­ti­eträger des Clubs. Der Käfer auf dem Bild wurde bei der ADAC Deutsch­land Clas­sic Stral­sund-Ost­see 2012 gefahren. Foto: Klugschnack­er, Quelle: Wiki­me­dia Com­mons. Diese Datei ist unter der Cre­ative Com­mons-Lizenz Namen­snen­nung-Weit­er­gabe unter gle­ichen Bedin­gun­gen 3.0 Unport­ed lizen­ziert. Foto bear­beit­et (Auss­chnitt) durch Hel­mut S. / KN-Admin

2. „Wiener Pracht­bibel“ Einzi­gar­tige Illus­tra­tio­nen mit­te­lal­ter­lich­er Buchkun­st, Led­ere­in­band mit Gold­prä­gung, außergewöhn­liche Fak­sim­i­le­qual­ität durch 6‑Far­ben-Druck und Gold­folien­druck. Jedes Exem­plar wurde in 60 Arbeitss­chrit­ten einzeln von Hand gefer­tigt. Presse­fo­to © Welt­bild

3. Nos­tal­gis­ches ADAC Strassen­di­enst-Schild, Foto: Dieter Schütz Quelle: Pixelio.de

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3 Kommentare

  1. Das mit dem Welt­bild­ver­lag ist mir ziem­lich Jacke, da muss ich nicht einkaufen. Im ADAC bin ich Mit­glied da ich den Pan­nenser­vice schätze. Im Moment über­lege ich mir wirk­lich ob ich diesen Vere­in nicht ver­lassen soll und mir einen anderen suche.

    • Der ADAC verkauft nur Ver­sicherungsleis­tun­gen wie den Pan­nen­di­enst. Der ist bei anderen Auto­mo­bil­clubs aber bil­liger zu haben. Siehe PolPro.de/adac.html und viele andere Quellen. Anson­sten wird von diesem Unternehmen nur der “Glauben” ver­bre­it­et (daß man in den Him­mel kommt, oder son­st was für die Mit­glieder tut). Alles Hum­bug.

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