Steinbrück will Honorare von der CDU notfalls einklagen

Peer Ich will Deutschland werden-01

Bärlin: Haben wir doch alle schon sehnlichst auf eine völlig fetzige Auseinandersetzung zwischen Merkel und Steinbrück gewartet, so scheint sich diese jetzt abzuzeichnen. Anders als erwartet, wird es dabei aber wohl nicht um politische Sachthemen oder irgend etwas gehen was das Volk betreffen könnte. In diesem Punkt sind sich CDU und SPD nachweislich sehr einig, da gibt es nur vordergründige Differenzen. Da wird alles für die Rettung der Banken, des Euros und die Einführung einer EU-Diktatur unternommen, gerne und vorzugsweise sogar gegen das Volk, allerdings stets zu seinem angeblichen Vorteil.

Nein, es kommt viel unterhaltsamer und hammerhart. Nachdem Steinbrück entsetzt feststellen musste, dass ihn die SPD nicht artgerecht für seine Darbietungen im Politzirkus 2013 vergütet, hat er ein Gutachten in Auftrag gegeben, wer denn letztlich von seiner fleißigen Arbeit nun profitiert. Dies natürlich auch unter dem Hintergrund den richtigen Adressaten für seine Forderungen ausfindig zu machen.

Das Ergebnis war so ernüchternd für ihn, dass er jetzt hinreichend Grund hat ganz bitterlich zu klagen, womöglich sogar vor einem ordentlichen Gericht. Die kleine interne Studie muss wohl belegen, dass die CDU und damit die amtierende Bundesmutti Merkel die ursächliche Nutznießerin seiner täglichen Reißerei ist. Dies ist nicht wirklich von der Hand zu weisen, wenn man sich die letzten Werte ansieht.

Immerhin hat er die SPD schon innerhalb weniger Monate auf 23 Prozent demontieren können. Sich selbst hat er gar auf ein vormals FDP-geträumtes Niveau von gut 18 Prozent Zustimmungsrate niederringen können. Eine derart massive Veränderung in den Zustimmungswerten ist selten einem Politiker gelungen, Hut ab – Helm auf. Dies belegt nun welche Spitzenkraft er tatsächlich ist, was er faktisch leistet und genau dafür fordert er jetzt einen gerechten Lohn. Man darf hier auch vom sogenannten Beweis des Augenscheins reden, einzig die CDU und Merkel lachen sich eins ins Fäustchen, wollen ihm aber rein nix spendieren, behaupten sie hätten ihn gar nicht beauftragt.

Jetzt wird es juristisch. Die erzielten Erfolge für die CDU sind sicherlich kaum zu bestreiten und sehr beachtlich, ergo könnte er es mit dem Grund der Geschäftsführung ohne Auftrag versuchen. Hilfsweise dürfte er noch das Argument der ungerechtfertigten Stimmen-Bereicherung in in den Ring werfen. Möglicherweise findet sich dafür irgendwo ein Richter mit SPD Parteibuch, der ihm an dieser Stelle ein wenig Recht sprechen möchte.

Natürlich ist das Debakel damit noch lange nicht zu Ende, denn wir wissen ja, das Peer nicht so ganz anspruchslos ist und so dürfte sich das Unterhaltungsprogramm fürs Wahlvolk noch ein wenig steigern. Einige Zeit-Genossen sind dabei allerdings doch schon recht verdrossen. Die erste Erkenntnis die sich unter den Zuschauern breit macht ist jene, dass im Bundestag insgesamt zu viel hochdotierte Clowns – quer durch die Parteienlandschaft – herumlungern.

Und wenn er Pech hat der Peer, dann ist er am Ende nur der Selbstgehörnte. Man muss sich ja nicht unbedingt jeden Deckel aufsetzen den man gerade finden kann, auch wenn der schick aussieht, wie rechts abgebildet. Es ist übrigens auch nur die halbe Wahrheit aus einem großen Bild. Der ganze Schrecken ist hier im Link zu betrachten, in der Galerie des Grauens. So bleibt denn dem Wahlvolk, wie immer, nur die Unterhaltung und wird ihm am Ende auch noch von Jahr zu Jahr teurer zu stehen kommen, ohne jedwede Aussicht auf Besserung für das Allgemeinwohl.

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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

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