EZB wird zur Bürger- und Direktbank

<small>Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:EZB-Eurotower-Frankfurt_2009_dirschne-ds-foto.jpg</small>Frankfurt: Zu Beginn des Monats hat die EZB ihren Leitzinssatz von derzeit 1,00% für die nahe Zukunft bestätigt, der damit auf einem Rekordtief verbleibt. Mit der Maßnahme will die Europäische Zentralbank (EZB) die Konjunktur im Euro-Raum weiterhin stützen, die nach wie vor als „schwächelnd” eingeschätzt wird. Nach Abschluss der Pressekonferenz gab sich der Chef der Notenbank bei einem kleinen Sektempfang dennoch sehr gesprächig und referierte in kleinstem Kreis zu Überlegungen die EZB könne ab Mitte 2011 als Endkunden- oder auch als sogenannte Direktbank auftreten. Die Vorbereitungen dazu wären bereits sehr konkret und auch der dahingehende Beschluss wäre bereits ausformuliert.

Auslöser für diese Überlegung sei eine bislang geheime Studie, die völlig überraschend aber inzwischen zweifelsfrei belegt habe, dass die regulären Geschäftsbanken total versagt hätten. Es sei nicht mehr nachvollziehbar warum man den Geschäftsbanken Geld zu einem Prozent überlasse und diese es mit einem Aufschlag von ca. 3 bis 20% an Wirtschaft und Konsumenten weiterreichen würden. In den meisten Fällen würde es noch nicht einmal dieser Bestimmung zugeführt, sondern nur für weitere Spekulationen im Bereich toxischer Derivate durch diese Banken Verwendung finden. Hier könne der volkswirtschaftliche Nutzen einfach nicht mehr vermittelt werden, was noch vor Jahrzehnten ganz anders war, als man das Geld zwangsläufig durch die Gegend tragen musste, was heute dank elektronischem Banking nicht mehr in dem Ausmaß vorkommt und in kurzer Zeit ohnehin ganz verboten wird.

Abgesehen davon hätte der Bürger für seine selbstlose Hilfe bei der Rettung der Banken mehr Respekt und Rückvergütung verdient, was alles nicht geschehen sei. Damit steige der Druck auch auf die Politik hier zugunsten des Bürgers zu intervenieren und die Steuermittel alsbald wieder hereinzuholen. Da dies offenbar auch nicht funktioniere, solle der Bürger jetzt direkt am billigen Geld der EZB partizipieren und für 1,00% seinen Konsum oder seine Immobilien finanziert bekommen. Mit dieser Maßnahme ließe sich ein jahrelanger und nachhaltiger Aufschwung kostengünstig realisieren. Als Begrüßungskredit dürfte jeder geschäftsfähige EU-Bürger mit initial 10.000 Euro rechnen.

In diesem Zusammenhang sollten alle Banken die nicht bis zum Stichtag 31.12.2010 die erhaltenen Staatshilfen zurückgeführt hätten verstaatlicht und zu neuen Filialen der EZB umgewandelt werden, die ab 2011 aller Voraussicht nach Staats-Bürge®n-Bank heißen werde, aber nicht mit einer Volksbank zu verwechseln sei. Die verbleibenden Geschäftsbanken dürften auf längere Sicht im Wettbewerb mit der EZB keine großartigen Gewinne mehr erzielen können, seien aber in diesem Zusammenhang herzlich eingeladen sich dem neuen Filialnetz der EZB / Staats-Bürge®n-Bank anzuschließen.

Damit ist jetzt auch das Geheimnis um die IBAN gelüftet, deretwegen in den letzten Monaten soviel Druck bei der 24-stelligen, einheitlichen Kontonummer gemacht wurde, die als Voraussetzung für diese Maßnahme erforderlich ist und dann EU-weit verpflichtend wird. Insbesondere verwies der Notenbankchef Trés Schee darauf, dass die nationalen Regierungen und Behörden eine pauschale Abbuchungsgenehmigung für alle in ihren Ursprungsländern fälligen Abgaben und Gebühren erhalten werden, es bedürfe nicht mehr der gesonderten Einholung entsprechender Kundenvollmachten und sei mit den AGB’s bereits erledigt. Damit wolle man den Bürger endgültig entlasten und von Formalitäten freihalten. Sollte dieses Konzept wider Erwarten nicht in 2011 zügig umgesetzt werden, weil die US-amerikanische Kartellbehörde Vorbehalte angemeldet hat, so wäre die geringste der in kommenden Jahr fälligen Maßnahme die Streichung des „en“ aus der Bezeichnung Notenbank. Mit dem Status als „Notbank“ könne man auch ganz anders gegenüber dem IWF argumentieren.

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