Die EZB ist gefährlicher als jedes Casino

Die EZB ist gefährlicher als jedes CasinoNormalerweise ist der Durchschnittsbürger geneigt zu glauben, dass die Europäische Zentralbank weit vom Glücksspiel entfernt sei. Diese Vermutung trifft allerdings nur für das Glück zu, weil die „legale Abzocke“ bei der EZB ihre wahre Heimat hat. Wenn man eine Lizenz zum Geld drucken besitzt, wie die EZB, muss man sich um kein Glück dieser Welt mehr sorgen. Die formalen Richtlinien, denen die EZB angeblich unterliegt, sind für die Profiteure des EZB-Systems keine Hürde. Im Gegenteil, vielfach machen diese Leute die Regeln bei der EZB sogar selbst, über ihre intensive Lobby-Arbeit oder Verbindung zur Finanzindustrie.

Die letzte große Debatte, die zu diesem Thema geführt wurde und schließlich vor dem EUGH endete, war das Kaufprogramm der EZB für Anleihen. Mit dieser Maßnahme der EZB flossen über Jahre monatlich bis zu 80 Milliarden Euro frisches Geld in das große europäische Finanz-Casino der Banken. Unter Brüdern im Geiste wurde die bemängelte Praxis erwartungsgemäß vom EuGH bestätigt: Hier mehr dazu: EuGH-Urteil 💰 Euro-Kritiker scheitern mit Klage gegen EZB-Anleihekäufe. Alles andere hätte eine Unterbrechung der andauernden Umverteilung von unten nach oben bedeutet.

Wie groß kann das schwarze Loch werden

Im Rahmen des besagten Programms zum Aufkauf von Anleihen aller Art, flossen einige Billionen Euro in die Finanzindustrie. Hier etwas genauer beschrieben: Währungshüter EZB-Anleihekäufe erreichen ein Volumen von 2,5 Billionen Euro. Letztlich um die Banken von einschneidenden Risiken zu befreien und für andersartige Glücksspiele auszustatten, beispielsweise für die Börse. Die boomte in der Zeit. Spötter reden in diesem Zusammenhang gerne von „Schrottpapieren“, die sich die EZB da an Land gezogen hat. Grund der weiter oben erwähnten Klage vor dem EuGH war der Vorwurf einer „verdeckten Staatsfinanzierung“. Das ist gemäß der EZB-Statuten als auch nach den EU-Verträgen eigentlich verboten.

Aber wen interessiert ab dieser Liga noch das Gesetz? Schlimmer noch, der EZB-Casino-Betrieb interessiert sich nichtmal mehr für die Masse der EU Bürger. Niemandem ist aufgefallen, dass die EZB für den kleinen Mann schlicht unerreichbar ist. Schade, dass sie beim Casino Now nicht gelistet ist, obgleich viele gestandene Europäer liebend gern bei der EZB mitgespielt hätten. Scherz beiseite, denn wenn man anderen Berichten folgt, setzen die realen Casinos weltweit pro Jahr nur rund 70 Milliarden Dollar (rund 62 Mrd. Euro) um. Das verzockte die EZB mit ihrem Programm für gewöhnlich in weniger als einem Monat. Da erst wird verständlich, dass die EZB ein Casino der Extraklasse ist.

Wessen Gewinn wird bei der EZB ist garantiert

Nachdem der EUGH also die verdeckte Staatsfinanzierung und den Aufkauf von Schrottpapieren rechtlich nicht beanstandete, sondern ihm gleichsam noch den Segen erteilte, bleibt die Tresortür der EZB, dank rechtlich gewolltem Defekt, weit offen stehen. So können auch die letzten Reste, im übertragenem Sinn, noch herausgeholt werden. Wer es heute noch wagt, die eisernen Notenbank-Maßstäbe der Bundesbank auf die EZB portieren zu wollen, muss jederzeit mit einer vollen Breitseite aller Günstlinge der EZB rechnen.

Um die Verluste für die Allgemeinheit zu sichern, also die Umverteilung am Ende auch wirklich gelingen zu lassen, wurde übrigens flankierend zur EZB noch der ESM ersonnen. Wer erinnert sich noch? Niemand? Ok, hier eine kleine Drei-Minuten-Nachhilfe per Video. Nicht verwunderlich, denn der Gründungsvertrag besagt ja bereits, dass alles weitere im Geheimen zu regeln ist. Und noch viel wichtiger, dass jedwede Verantwortung der handelnden Personen grundsätzlich ausgeschlossen ist. Absolute Immunität für alles. So ein Status ist der Wunschtraum eines jeden Bankräubers. Das ist beim ESM bis heute so. Und so kann man selbigen, neben der EZB als zentrale Säule der allgemeinen Vermögensplünderung bezeichnen.

Wann ist Zahltag

Wenn der Euro kollabiert, was irgendwann zwangsläufig der Fall sein muss, exakt dann ist der Bürger wieder gefragt. Über seine nationalen Notenbanken darf er hernach die Verluste ausgleichen. Für Deutschland bedeutet das mit Blick auf die EZB einen Anteil von 18 Prozent. Sollte die EZB mit hypothetisch fünf Billionen Euro über die Wupper gehen, ist Deutschland einmal mehr der größte „Nutznießer“ mit immerhin gut einer Billion Euro. Einen ähnlich „Nutzen“ könnte auch noch Target 2 entfalten, da hat Deutschland auch noch knapp eine Billion Euro im Feuer. Nimmt man diese beiden Risikopositionen zusammen, so entsprechen sie nochmal der aktuellen Staatsverschuldung Deutschlands von gut zwei Billionen Euro.

Dank des Euros wäre es also die doppelte Last wenn der Euro planmäßig zum Zeitpunkt X implodiert. Anders als in den regulären Casinos, haben die EZB-Zocker längst die Beute in Sachwerte verwandelt, die sie sich am Ende dieser heiteren Geschichte durch die Steuerzahler Europas haben bezahlen lassen. Insoweit ist es natürlich fies, wenn man bei der EZB von Casino spricht. Es ist und bleibt nach gemeinem Verständnis eine ordinäre Umverteilungseinrichtung, die man eben nicht so nennen darf. Dagegen ist jedes reale Casino die Ehrlichkeit in Institution.

Die EZB ist gefährlicher als jedes Casino
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Über WiKa 2153 Artikel
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14 Kommentare

  1. Ich nenne das nicht „Glücksspielbetrug in einer Art von Casino“.
    Das klare und ehrliche Wort dafür ist schlicht und ergreifend: Raub.

    Der ESM-pakt ist EU-Tool, das Werkzeug, um die Bevölkerung jederzeit und im beliebigen Umfang auszuplündern, – wogegen man absolut wehrlos ist. Das Volk kann sich dagegen in keiner Weise wehren, selbst keine andere deutsche Regierung. Es sei denn, man gehört nicht mehr zur EU. So geht von England bald keine Gefahr mehr auf Deutschland aus. Den BREXIT bedauern bloß Menschen die nicht anders können, die uns unterdrücken und ausplündern wollen.

    Jedes EU-Mitglied darf jedes andere im Namen einer angeblichen Stabilität ausplündern.
    Es ist scheinlegale Plünderung durch die unbegrenzte Zahlungspflicht und die verordnete Wehrlosigkeit der Zahlungspflichtigen per Gesetz.
    Siehe das von Wika beigesteuerte Video

    Kein neues Phänomen am Finanzmarkt. Wieso bemerkte schon Voltaire:

    Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null
    (die Geschichte bestätigte das vielfach und ausnahmslos!)

    Ja, Ähnliches wurde immer schon versucht und gemacht, – aber bei weitem nicht so offen.
    Eine „Marktregulierung“ der Krankenkassenleistungen und unserer Altersrücklagen die wir treuhänderisch dem Staat überlassen haben, hat nach einer (egal ob schleichend oder sprunghaften) Inflation welchen Wert?

    Jetzt wird uns noch eingeredet:
    „beim Staat ist unser Geld sicher“.
    War es das jemals?
    Für irgendeinen in Europa?
    Für irgendeinen auf der Welt?

  2. „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“
    Das „Gelddrucken“ der EZB ist eine reine Metapher. Der übergroße Teile der „Geldes“ existiert nur in irgendwelchen Datenbanken. Daher auch der Drang zu Bitcoin und Co. Diese Währungen sind rein virtuell und lassen sich im Notfall einfach abschalten.
    Da hilft allenfalls der Wechsel vom Zinsgeld zum „umlaufgesicherten Geld“. Aber damit entfällt die Bildung leistungslosen Vermögens weitgehend. Wird das obere 1% also kaum begeistern.

    • Voltaire beschäftigte mit der Datenverarbeitung nicht sehr intensiv.
      Sonst hätte er sicher anders formuliert.
      😉
      Umlaufgesichertes Geld, Geldwerte und Wirtschaftsmodelle setzen ein Herrschaftssystem mit ethischen und moralischen Werten voraus. Seit Merkel (und Anderen) ist diese Hürde aber platt, unser Neuland sieht anders aus. Silvio Gesell wollte die Wirtschaft ja nur mit 2 Hilfsmitteln stabilisieren: Einer Druckerpresse und einen Ofen: je nach Bedarf von bedrucktem Papier. Heute sollten (müssen?) die Früchte der Lebensarbeitskraft auch vor Zugriffen des Staates geschützt werden.

      Bestes Beispiel Altersversorgung: versprochen -und die Beiträge danach festgesetzt – wurden von den letzten Bezügen 75% ab 65 Jahren. Tatsächlich wurden es 44% ab 67 Jahren. Allein am Abschmelzen der Altersbezüge vom Rentnern und Pensionären sollte man die Veruntreuung durch Politiker erkennen. (Beamte sind da etwas besser dran. Zwar wurden diesen die Altersrücklagen lebenslang komplett vorenthalten, aber 75% hat keiner. Seit Merkel auch kein Weihnachtsgeld mehr. Fragt mal, was ein beamteter Postbote als Altersversorgung bekommt!)

      So halte -zumindest ich- auch Immobilien in D für staatlich zugriffsgefährdet. Der Staat weis dann wo und wie er Geld holen kann. Und tat es in der Vergangenheit wiederholt.

      Physisches Gold – was ich zwar nur in Träumen besitze – ist da gefahrloser, sogar besser transportabel. Mal als kleiner Tipp für die, welche noch hier sind.

      Und die beste Investition seiner Lebensarbeitskraft liegt in der Erziehung und Ausbildung der Kinder. (Bin ich jetzt ein Nazi- oder Genderschwein?)

  3. Gier ist zwar älter als der Kapitalismus, aber in ihm lebt sie ihre Zügellosigkeit. Es sind leider nur die Profiteure des Systems, die das ändern könnten. Aber warum sollten sie!? Aus Nächstenliebe? Dazu sind die meisten von ihnen zu sehr Christ.

    • Gier ist eine krankhafte Sucht, ein sehr ernsthafter Persönlichkeits-Defekt.
      Zwar nicht nach ICD-10 katalogisiert, aber das sollte ergänzt werden.

    • Und was kosten die Wessis? Ach, da gibt es keine Zahlen? Das ist ja eine Überraschung und ein Glück für den „Bewohner der angeblich alten Bundesländer“. Man(n), haben wir nichts besseres zu tun als Ossi-Wessi-Chauvinismus?
      Die Finanzeliten wir es freuen.
      😤

        • Die aktuelle „Bonzenkaste“ besteht wohl nicht aus überwiegend Ossis.
          Selbst in „Mitteldeuschland“ sind die Führer meist Importe.
          Und wer sucht die Nachfahren z.B. von Honi in Südamerika für die Luxusversorgung?
          Zählen Nationalpreisträger auch zur Bonzenkaste? Dann will ich meinen Luxus-Anteil als generativer Bonzennachfahre!!

          • Ach, das tut mir aber Leid, dass man Sie um ihren Anteil am DDR-Volksvermögen betrogen hat.
            Nun ja, die Treuhandchefs waren zwar Wessi, aber der Rest kam von der Stasi.
            Aber auch für die, die nix abbekamen, gab’s immer noch nen Posten im öffentlichen und nicht-öffentlichen Dienst. Der nicht wegen der Blödheit der Mitarbeiter, sondern wegen deren Versorgung doppelt so groß war wie im Westen. Na und der Genosse Gauckler stellte den Seinen problemlos die dafür notwendigen Persil-scheine aus. Alles schon vergessen???
            99,9% der Genossen machten es wie IM Erika und verpflichteten sich bei Onkel Sam.
            Also, ich kann nix dafür, dass Sie nach China abgehauen sind. Beschweren sie sich bei den Bonzokraten, so schändlich übergangen zu sein.

        • Um im Anschluss in entsprechend hohe Positionen gehievt zu werden, haben sich die Genossen in ihrer Endzeit per Handschlag gegenseitig befördert und waren anschließend die Vorgesetzten der Wessis. Bei allen möglichen Behörden. Auch wenn sie sich dort wegen mangelndes Fachkompetenz nur zum Teil halten konnten (meist blieben sie), die mittlerweile gezahlte Altersversorgung stimmte dann.

          • Hallo Tabascoman, nach der staatlich organisierten Schein-Revolution wurden die über 50-jährigen in die wohlverdiente Bonzen-Rente geschickt. Sie machten Platz für ihre Kinder und Enkel, die vielfach mit Anfang 30 einen hohen Posten erhielten. So wie unser geliebtes Stasi-Murksel.
            Von Tuten und Blasen keine Ahnung, aber Minister geworden. Solche Blitz-Karieren gab es viele im Osten und die paar Wessis die kamen integrierten sich problemlos, sonst gab’s Ärger mit der Stasi.
            Das unter 50-jährige DDR-Diktatur-Verwaltungspersonal blieb, nur die Stühle wurden getauscht, so dass es nach Außen so aussah, als hätte ein Mitarbeiterwechsel stattgefunden.

  4. Irgendwie ahnen alle die kommende Katastrophe, da jeder sein Papiergeld in Beton anlegen möchte. In der EU oder auch Oligarchenvereinigung ist wie jedes Lebewesen der Tod impliziert, allerdings mehr aus Blödheit und Gier als aus Planung für die Zukunft. Bei dem Poker um eine Zwangsheirat durch Gleichmachrei haben bereits die ersten Demokraten, die Griechen, verloren, die mittlerweile ihre Kinder wie im Krieg auf’s Land schicken. Glücklicherweise wird darüber beim Speichel Leckerblatt nicht berichtet. Aber auch andere haben verloren, die so um das Mittelmeer herum eher leben als arbeiten wollen, was eigentlich jeder tun sollte und die sind auf mehrere Generationen bei den Finanzhaien verschuldet. Urban, der Ungarn, hat sein Volk von der Umklamnerung befreit, weshalb ihn die Ungarn lieben und die Mutti ihn hasst. Denn nur bei kompletter Abhängigkeit durch den IWF kann das Land beherrscht werden, wie die Ukraine oder jetzt wieder Argentinien. Die Instrumente der Macht sind vielfältig und der Schmerz langanhaltend, es hat sich im Grunde nichts verändert zum Mittelalter, nur dass die Raubritter Anzüge statt Rüstung tragen.

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