Stadtschloss-Kuppel kriegt Halbmond statt Kreuz

B-Erlin: Die Debatte um das Sahnehäubchen auf dem zu reanimierenden Berliner Stadtschloss wird doch noch akademisch. Tenor und Zeitgeist lassen darauf schließen, dass man weniger auf historisch korrektes, als vielmehr auf politisch korrektes Aussehen des Stadtschlosses zu achten gedenkt. Es dürfte zu einer Art Vorstufe des Abrisses aller Kult(ur)gebäude in Europa werden, um der Religionsfreiheit und Toleranz ausreichend Vorschub zu leisten. Das gesamte Leben ist Symbolik, umso wichtiger ist es, die richtigen Symbole am richtigen Ort zu setzen.

Politisch sehr viel korrekter wäre natürlich, das Stadtschloss gar nicht wieder aufzubauen. Der Zug ist bereits abgefahren und eine Bauruine will ja niemand produzieren. Ein anderer Kompromiss wäre, nur eine Erdhöhle zu errichten. Letzteres, um unser aller Vorfahren die richtige Ehre zu erweisen. Immerhin ist auch der Halbmond, ähnlich wie das Kreuz, mit einer teils blutigen Geschichte befleckt. Über den optischen Eindruck mag man füglich streiten, was nun schöner auf dem Berliner Stadtschloss aussieht. Die dritte Option, die Kuppel einfach ganz nackig zu lassen, bietet leider kein Streitpotential für die Hauptstadt und wird allein deshalb schon ausfallen müssen.

Aber ganz so einfach werden wir wohl in so konfusen und destruktiven Zeiten wie den jetzigen nicht davonkommen. Schon gar nicht in Berlin. Aus Sicht der Kreuziger eine: „Eine merkwürdige Debatte“[Domradio]. Aber die Institution dürfte befangen sein. Dann gibt es in Berlin natürlich auch noch die Regenten: Linke und Grüne mit Durchblick[Freie Welt]. Die sind traditionell, obgleich sie keine Tradition haben, selbstverständlich dagegen, weil so ein elendes Kreuz echt ausgrenzend ist. Das wiederum ist der Halbmond keinesfalls. Der ist Symbol der Liebe und des Friedens und des deutschen Wiederaufbaus, wenn man die Trümmerfrauen jetzt mal fix ein wenig beiseite räumt. Das ist eben die neue Realität, der wir uns ganz mutig zu stellen haben.

Alles nur gelogen

Natürlich wird man auf dem Berliner Schloss jetzt keinen Halbmond zementieren … nie nicht. Das kommt vielleicht etwas später, wenn man darüber sinniert, mit welcher Religion man die Menschheit vortrefflich am Nasenring in die Eine-Welt-Arena zerren möchte. Da gibt es einfach keine bessere und das muss man bereits heute im Hinterkopf halten. Aber die Debatte um Kreuz oder nicht Kreuz auf dem Stadtschloss zeigt wie krank die Gesellschaft inzwischen ist und wie sehr sie ihre eigene Kultur zu leugnen und zu verbergen sucht. Da ist die heraufziehende Ersatzreligion um einiges mutiger und wie man weiß auch allerhand durchsetzungsfreudiger. Deshalb ist der „gedankliche Halbmond“ auf dem Stadtschloss gar nicht so abwegig.

Um den Blödsinn nun etwas besser einordnen zu können, hier noch der letzte Schrei zu dem nicht enden wollenden Kreuzzug: Umstrittene Kuppel 🌙 Doch kein Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss?[BZ]. Insgesamt sehr interessant und aufschlussreich, welche Sorgen und Nöte derzeit die Menschen in Berlin umtreiben. Hut ab. Man darf auch das mit in die lange Riege der Spaltpilze einordnen. Unverzichtbar auf dem Weg die Menschen zu polarisieren und auseinander zu dividieren. Die Wahrheit wird irgendwo in der nicht mehr erlaubten Mitte verstauben. Teile und herrsche in seiner schönsten Ausprägung. Dann lassen wir uns einfach überraschen, wie lange die Kuppel des Berliner Stadtschlosses nackt bleibt.

Stadtschloss-Kuppel kriegt Halbmond statt Kreuz
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20 Kommentare

  1. Ich bin da ganz bei dem Autor und favorisiere den Halbmond, da Berlin eh schon von Moslems überbevölkert ist. Die Gutmenschfraktionen scheinen immernochnicht realisiert zu haben, wie locker ihr Kopf auf den Schultern lagert.

    • Man kann sich darüber streiten wie sinnvoll die künstliche Wieder-Herstellung dieser Reminizenz an eine ehemalige deutsche Kultur ist. Eine alternative sollte aber sinnvoller wie die jetzige Wirklichkeit sein.

      Wohnungsbau an dieser Stelle ist kaum sinnvoll. Unabhängig von dessen Finanzierungsform. Sinnvoll je nach Maßstab der Betroffenen. Auch Wohnungsbau ist eine Funktion von Angebot und Nachfrage. Die Notwendigkeit einer Widmung dieser zentralen Fläche für Mietskasernen gibt es nicht. Wenn wir Mietskasernen für Massen brauchen können diese fast überall im Umland gebaut werden. Oder an anderer Stelle. Zum Bleistift wäre – nach meiner Meinung – eine Umwidmung der JVA-Tegel sinnvoll. Wozu brauchen deren Insassen eine Innenstadtlage? Die Bausubstanz ist sicher gut und mit geringen Aufwand in Kleinwohnungen zu transformieren. Der wirkliche Hemmschuh für den Wohnungsmarkt sind Baubehörden die sich sowohl wichtig tun als auch pelzen. Dazu kommen etliche sinnfreie bis schikanöse Bauvorschriften. Das sind die echten Probleme die den Wohnungsmangel verursachen. Neben der Hyphe überhaupt in einer Stadt wohnen zu wollen, die von RRG beherrscht wird. Schließlich kann hier niemand mehr selber ein Auto um- oder anmelden usw… Solche Negativ-Tatsachen über das korrupte Berlin können sehr lange fortgesetzt werden. Nicht nur mit der endlosen Versager-Story uber den möglichen, späteren „Hauptstadt-Flughafen“, wobei gleichzeitig andere Infrastruktur vom Berliner Senat zerstört wird.

      • „Die Notwendigkeit einer Widmung dieser zentralen Fläche für Mietskasernen gibt es nicht“ Die „Notwendigkeit für Mietskasernen“ gibt es nirgends, auch nicht am „Stadtrand“. Aber den Bedarf an „Dienstleistern“ in der Innenstadt gibt es. Es würde einiges an Pendlerverkehr einsparen, wenn man den Wohnungsbau nicht der „Funktion von Angebot und Nachfrage“, sprich den „Märkten“, überließe. Diese haben die aktuelle Situation geschaffen.
        Die JVA, Benz-Haus, Bahnhaus usw. kann man gern dazu nehmen.
        Das RRG eine Katastrophe ist, ist unbestritten, aber den Wohnungsmarkt haben andere ruiniert. Genau wie BER und ähnliche „Langzeitprojekte“. Wenn man RRG in die Pflicht nehmen möchte dann eher für die „Verkehrspolitik“, die man eher als Verkehrsverhinderungspolitik bezeichnen müsste. Oder den Gender-pc-Schwachsinn, die teils faschistoide „Kulturpolitik“, die Zwangspropaganda in der Bildung (die die eigentliche Bildung zur Nebensache macht, aber eigentlich auch auf CDU-Aktivitäten aufbaut), usw.
        Eine Betonreplik vergangener „goldener Zeit“ ist nichts als ein geistiges Furunkel der Macht. Ich bleibe für 1950 als angemessene „Lösung“.

        • Ein Museum – was das Schloß im weitesten Sinn des Wortes ist – ist (IMHO ein Kultur-) Dienstleister. Und zwar ein wertvoller. Es zeigt Beispiele was es außer Smartphones, Oberflächlichkeit (weltweit von FB bis Tinder) und real existierender berliner Sub- und Schrott-Kultur zumindest früher mal gab. Ist dieser Kontrapunkt zur aktuellen berliner Kultur eine Anregung für die Zukunft?

          Falls man dort „sozialen“ Wohnungsbau hinstellt, ist das ein weiterer Schritt zum einen Staat wie ihn Bienen, Termiten oder Ameisen haben. Sicher wird sowas von Vielen bevorzugt – es gibt ja für die abstrusesten Ideen lautstarke Befürworter – von mir allerdings nicht.

  2. Schloss – Palast – Schloss -?, von dem Balkon wurde die Weimar Republik ausgerufen und der 1.Weltkrieg. Bevor der wieder missbraucht werden kann, sollte dieser Ort in eine Gedenkstatte für deutsche Diktaturen, Despoten und andere politische Verfehlungen hergerichtet werden. Das natürlich in 5D mit allen Eindrücken Geräuschen und Gerüchen aus diesen Perioden. Da gehören die Marschmusik des Kaisereiches, die Schreie der Sterbenden des 3.Nazireiches genauso dazu wie die Aufbaulieder der DDR, das grüne Fäulnissilo, Opfer deutscher Fluchtlingsschlepper oder der feministische Genderschrein. Dort darf der gemeine Bürger den Leidenden gedenken und /oder auch Kränze niederlegen. Sicherlich gibt es auch Opfer der christlichen Kirche und auch des Islam, die haben allerdings bereits ihre Orte des Gedenkens. Statt der Ausgangsort für weiteres Unheil zu werden, sollte das Schloss eine Stätte der Mahnung für deutsche Untaten werden, von denen es leider genug gibt. Ein islamischer Halbmond passt eher ins Morgenland und wenn Muttis Gäste erst einmal paar Winter verbracht haben, sind die deutschen Steuergelder nur noch halb so schön.

  3. Ja, WiKa… schönes Bild. Hat aber einen klitzekleinen Schönheitsfehler. Der sogenannte Halbmond (der da eigentlich ein Viertelmond bis sogar nur Sechstelmond ist) hat seine Öffnung zu weit unten. Damit ist er nicht das muslimische Symbol, sondern nur eine extrem Noorddeutsche Vorstellung von einer muslimischen Mondphasenattrappe, die vielleicht am 52. bis 53. Breitengrad so aussehen könnte.

    Der Koran hat seine Wurzeln im arabischen Raum (Kleinasien: Mekka, Medina…). Das ist weiter südlich. Damit ist die Öffnung des Viertelmondes sehr viel weiter nach oben – am Äquator ist sie gänzlich nach oben ausgerichtet und südlich des Äquators stimmen unsere Vorstellungen über Sütterlin-Z-zunehmenden und abnehmenden Mond nicht mehr: da ist es komplett andersrum.

    Mit anderen Worten: deine Schöpfung ist eher eine Nordversion des Islam und könnte vielleicht in Burgdorf bei Hannover gelten. Da wohnt ja noch der ehemalige Bundeskalif, da passt es also hin! Wie du schon sagtest: „wichtiger ist es, die richtigen Symbole am richtigen Ort zu setzen.“

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