Unerhört, unwürdige Petition der Herrschaft wird von der Dienerschaft angenommen

Unerhört, unwürdige Petition der Herrschaft wird von der Dienerschaft angenommen Rate mal der Mensch zwischen Leben und Regierung die Herrschaft als Diener und die Diener als Herren katastropheBRDigung: Märchen sind doch eine feine Sache, gelle? Insbesondere dann, wenn sie in ganz bösonderen Ausnahmefällen tatsächlich einmal wahr werden. Und wie so oft, gibt es natürlich auch im Märchen die Verliererseite. Für die wird das Märchen dann schnell zum Albtaum. Und sollte sich zuvorderst wer an der „märchenhaften“ Überschrift gestoßen haben, so war das beabsichtigt. Sie gibt sogleich die verkehrten Verhältnisse in dieser Bananenrepublik preis: dem abenteuerlichen Albtraumland, in dem der „Souverän“ (der Herr) den Büttel (Diener) betteln muss, doch dessen Belange nicht aus den Augen zu verlieren. Aber sehen wir doch jetzt einfach nach den Protagonisten in dieser speziellen Mär und dem Fortgang der Geschichte.

Es war einmal eine holde Prinzessin Petentina, leidenschaftlich in ihrem Anliegen den Bürgern des Landes, das auch sie ihr Zuhause nannte, zu mehr Recht zu verhelfen. Der Umstand war nämlich dieser, dass der Landesvater und seine Bagage den vom Leben gebeutelten Bürgern seines Reiches noch das letzte Hemd über die Ohren zog. Jene, die sich aber in Saus und Braus Wohlstand in ihren Fürstentümern vergnügten, begünstigte er mit allerlei Geschenken. Sie reisten in der Welt umher um andere Banditen zu treffen, gemeinsam machten sie dann allerlei Geschäfte, häuften Vermögen um Vermögen, zettelten Kriege an, um Länder zu besetzen, die reich an Bodenschätzen waren, brachen oder schufen die Gesetze zu ihrem Vorteil. Ihre Gier kannte keine Grenzen und ihre Raubzüge wurden immer vernichtender, die Waffen immer grausamer. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung.

Wenn das Volk zu murren begann, machten sie sich einen Spaß daraus wilde Geschichten zu erfinden, mit vermeintlichen Bösewichten, in Nöten geratene Mägdelein die es zu retten galt und stets gingen sie als die strahlenden Helden aus dieser Mär hervor. Dann schickten sie Boten über das Land, die diese Geschichten glaubhaft bezeugen sollten. Diese Boten taten wie ihnen aufgetragen, gegen entsprechendes Bündel und schon wurde es etwas ruhiger im Land. Was freuten sich doch da die Bürger wie edel und gut ihre Herrschaft war und zu allerlei Hilfen bereit für die Armen denen es so viel schlechter ging als einem selbst. Man schämte sich ob der unverschämten Bedürfnisse mit denen man sie zuvor geplagt hatte.

Ihre Strategie ging auf. Die Beute fiel reichlich aus, das Volk hielt still. Die Schatzkammern füllten sich stetig, natürlich an geheimen Orten in aller Herren Länder, damit sie diese nicht mit anderen teilen mussten. Allerdings der Herren raffen-irrtester Trick waren Schuldscheine. Mit Schuldscheinen konnte man beinahe jeden in seinen Klauen halten. Aber der Clou dabei war, dass das Volk daran glaubte. Mancherorts, hinter dicken Burgmauern, schrieb man nächtelang Schuldscheine und weil das so eintönig war, ersann man sich Lieder:

„Wie ist es in der Welt so schön, um uns geht alles unter,
doch Freunde, wir sinken nicht, wir bleiben allzeit munter.“

Nur Petentina ließ sich nicht hinters Licht führen. Sie erkannte, dass sie alle angelogen und betrogen wurden. Kein wahres Wort kam mehr über die Lippen der Übeltäter, sie hielten große Rede, ließen sich zujubeln, trieben Steuern ein und bei jedem Festmahl beteuerten sie immer wieder wie arm sie waren.

Die Prinzessin hatte genug davon, sie setzte ein Schriftstück auf, in dem sie eines ihrer Machenschaften bis ins Kleinste offenlegte. Schon 13 Jahreswechsel waren vergangen und die Ungerechtigkeit wurde derweil als gottgegeben hingenommen. Nur war es nicht Gott, der diese Last den Menschen auferlegte, sondern ausgemachte Halunken. Es war gar nicht so einfach dies so darzulegen, dass es dem einfachsten Knecht einleuchtete, denn die Herren verstanden sich auf die Kunst des Schreibens und der Worte, sie waren geschickt in Winkelzügen und fanden für alles eine plausible Geschichte. Aber die Begründung selbst war es dann, die die Wahrheit nicht verbergen konnte.

Nun brauchte Petentina Gleichgesinnte, dieses Schriftstück über das Land zu verteilen. Verständige Boten die halfen, dass auch jeder diese Ungerechtigkeit zu lesen bekam. Handelte es sich dabei um eines von vielen Vergehen der Landesv(er)äter, so war es doch eines das jeden treffen konnte. Die Verteilung verlief mühsam und schleppend. Die Menschen mochten sich nicht damit beschäftigen. Immer wieder stieß Petentina auf Widerstände. Aber sie blieb hartnäckig und suchte weiter nach Verbündeten und sie suchte und suchte, ein Winter kam und ging, der Frühling kam und ging wieder und so ging das eine um das andere Jahr ins Land und die Prinzessin suchte weiter und wenn sie nicht gestorben ist, dann sucht sie noch heute.

Unerhört, unwürdige Petition der Herrschaft wird von der Dienerschaft angenommen Nach-unten-treten Benimmregeln der Herrschaft ordentlich Buckeln Diener und HerrenJetzt möchte ich euch Petentina hier ein wenig näherbringen, die Prinzessin aus dem Land der Einfältigen. Manche nannten die Bewohner auch die Wunderlichen, weil man sich nur noch darüber wundern konnte, wie einfältig sie doch waren. Petentina hatte sich in den Kopf gesetzt dass es den wunderlichen Einfältigen besser gehen sollte. Zumindest einem Teil von ihnen, mit den Ärmsten.

Aber diese Armen wollten keine Hilfe. Ein Armer hat Petentina erklärt woran das lag: „Ihr Schriftstück war einfach zu niveaulos“. Ungeachtet der Unwürdigkeit dieses Schriftstückes und da selbst über die ausreichende Niveaulosigkeit verfügend, habe ich mich nun zum absoluten Tiefpunkt herabgelassen. Aus gutem Grund:

Als unmittelbar Betroffene von diesem Gesetzesbeschluss, ist es mir natürlich ein Anliegen dass diese Petition Erfolg hat. Das sollte kein Problem darstellen, dachte ich, da der Sachverhalt dermaßen ungerecht ist, dass sich wirklich jeder darüber empören wird. Erstrecht weil dies JEDEN von uns treffen kann. Soweit mein naives Volksverständnis. Die Praxis sieht ganz anders aus.

Während eine Petition, die mit der Forderung, einen zugegeben wirklich unsympathischen Fernsehmoderator abzusetzen, innerhalb weniger Tage auf über 100.000 Stimmen kam und letztendlich mit über 230.000 Stimmen abgeschlossen hat, dümpelt diese Petition seit Wochen bei 5.000 Stimmen vor sich hin. Ohne nun die Unterzeichner der erstgenannten Petition angreifen zu wollen, zu denen ich selbst auch gehöre, stellt sich mir nun doch die Frage: „Wie blöd ist das denn?“

Ob dieser Moderator nun bleibt oder nicht, beeinflusst mein weiteres Leben nur unwesentlich. 50,00 Euro Rente monatlich mehr oder weniger, im Fall der Erwerbsminderung, bedeutet eine enorme Veränderung zumindest meiner Lebensqualität. Jetzt hör‘ aber auf! Was sind schon 50,00 Euro?

  1. Ist das nur ein Beispiel welches sich in der Mitte bewegt und durchaus doppelt so hoch ausfallen kann.
  2. Wissen anscheinend die wenigstens darüber Bescheid was ihnen im Fall der Fälle zusteht.

Beispiele der gesetzlichen Absicherung für nach dem 01.01.1961 geborene Personen in den alten Bundesländern

Bruttoeinkommen monatlichhalbe Erwerbsminderungsrentevolle Erwerbsminderungsrente
1.500 €251 €502 €
2.000 €335 €670 €
2.500 €419 €837 €
3.000 €502 €1.005 €
3.500 €562 €1.124 €
4.000 €596 €1.192 €

(Tabelle 2010)

Ich wünsche keinem Menschen dass er in der Mitte seines Lebens oder noch früher durch einen Unfall erwerbsunfähig wird. Nicht nur, dass er den Rest seines Lebens unter den Folgen zu leiden hat, er wird sich auch den Rest seines Lebens so gut wie nichts mehr leisten können. Da kommt es dann offenbar auf 50,00 Euro mehr oder weniger auch nicht an.

Genau so hat das Gericht auch argumentiert: „Das Gericht stellte fest, dass es keine übermäßige Belastung für die Betroffenen gäbe. Auch für die Versicherten, die vor der Vollendung des 60 .Lebensjahr eine Erwerbsminderungsrente beantragen, sei eine Kürzung von 10,8% zumutbar.

Keine übermäßige Belastung? Was viele nicht berücksichtigen ist, dass die meisten erwerbsunfähig Berenteten zusätzliche Kosten haben, sei es Medikamente, Pflege oder die Inanspruchnahme anderer zu bezahlenden Hilfen.

Moment mal, Moment mal, was für Kürzungen überhaupt und wozu und wen betrifft das?

Ganz simpel: „Es handelt sich hier um Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten von 10,8%. Sie dienen der legitimen Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), um damit die Funktionsfähigkeit des Systems zu sichern und es betrifft ausschließlich die Erwerbsunfähigen vor dem 60. Lebensjahr.“ (Merkt eigentlich noch jemand die zunehmende Manipulation der Formulierungen: „legitimen“) Gehen jetzt die Lichter auf? Nein! Nachhilfe:

In welche Taschen greift man hier? In die Taschen derer die krankheits- oder unfallbedingt gar nicht die Möglichkeit hatten soviel in die Rentenkasse einzuzahlen, dass ein menschwürdiger Betrag dabei herauskäme. Viele Betroffene, die Anzahl derer nimmt im erschreckenden Maße zu, die von ihrer Erwerbsminderungsrente nicht leben können, brauchen zusätzlich die Leistungen der Grundsicherung. Aber man sieht hier keinen Handlungsbedarf. Im Gegenteil, man verschärft die Situation indem man genau diesen Menschen, die unfreiwillig erwerbsunfähig sind, Kürzungen auferlegt, deren Zweck fragwürdig ist und fügt ihrem Leid weiteres Leid hinzu.

Über Jahrzehnte hinweg wurde zweckentfremdet in die Rentenkasse gegriffen und anstatt Wiedergutmachung zu leisten, lässt man hier Ungerechtigkeit nach biblischem Maßstab walten: „Wer hat dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird das Wenige, was er hat, auch noch genommen werden.“ Bitte begründet mir weshalb ihr immer noch nicht betroffen seid? Ach so, weil ihr nicht betroffen seid! Na, denn, kann man euch nur wünschen, dass es so bleibt. Alle anderen bitte ich eindringlich sich JETZT solidarisch zu zeigen und nicht nur mitzuzeichnen, sondern darauf aufmerksam zu machen. Übrigens diese Petition ist bereits beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages registriert und angenommen unter dem Aktenzeichen: Pet3-17-11-8222-0539117.

Abschaffung der ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten vor dem 60. Lebensjahr.Unerhört, unwürdige Petition der Herrschaft wird von der Dienerschaft angenommen abschaffung-der-ungerechten-abschlaege-bei-erwerbsminderungsrenten-vor-dem-60-lebensjahr Petition Aktion

Wir brauchen 50.000 Unterschriften für eine Gerechtigkeit die selbstverständlich sein sollte. BITTE unterzeichnen, denn es kann jeden treffen!

Weiterführende Links auf dieser Seite, in der Petition selbst, den Kommentaren und folgend:

Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze

Hier wird klar, wer ausgenommen ist

Nach den Linken, haben es nun auch die Grünen verstanden

Öko Test März 2010 – Berufsunfähigkeitsversicherungen – Erst krank, dann arm!

TIPP: Wer wegen eingetretener Erwerbsminderung vor dem 60. Lebensjahr in Rente gehen will, sollte seinen Rentenantrag frühestens Ende Juni 2014 stellen, um eine höhere Erwerbsminderungsrente durch Verlängerung der Zurechnungszeit zu erreichen. Dies ist möglich, falls die Zeit bis zum Rentenantrag noch durch Krankengeld finanziell überbrückt werden kann.
Unerhört, unwürdige Petition der Herrschaft wird von der Dienerschaft angenommen
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über Zaubermaul 1 Artikel
Ungezähmte Widerspenstige, manchmal maulig, manchmal bezaubernd.. ist die gängige Leermeinung über mich.

10 Kommentare

  1. Und das: Im letzten Jahr erhielt der Osten über 2% mehr Rente; dieses Jahr erhält der Osten wieder mehr! Ich sage: Das dient der Aufwiegelung!! Es wird vehemt versucht, ich sage es mal platt, die Ossis gegen die Wessis oder umgekehrt aufzuhetzen! Unruhe schaffen – fallt bitte nicht drauf rein! Es ist schon alt, aber stimmt: Gemeinsam sind wir stark!
    Wie war das mit dem Dormunder Bürgermeister: Er behauptete, der Westen wolle den Soli nicht mehr zahlen, die Bürger wehren sich. Bullshit!! Der Wortlaut war: wir zahlen gerne weiter, doch wüßten wir gern auch für was!! Der Westen ist mittlerweile maroder als der Osten! Die Dortmunder Bürger äußerten allerdings: wir zahlen nicht gerne Soli für ein „6“ Millionen schweres Denkmal in Leipzig! Wenn das nicht verständlich ist?!

  2. Nicht-Politiker stecken sichdie Taschen voll. Rückwirkend ab 2012…. aber Mindestlohn und Mütterrente mglichst erst ab 2016? Warum? Klar, bis dahin will man sämtliche Entscheidungen an Brüssel -EU – abgegeben haben und sodann kommt Brüssel und hebt den Finger! Wie Mütterrente, wie Mindestlohn…. das ist der Grund, warum die armen Malocher und Rentner warten müssen!
    Mensch Murksel und Gauckler, ihr seid durchschaut!

  3. Um das mal für den faulen Leser deutlich herauszuheben, mal ein Satz aus dem o.g. Link hervorgehoben.

    „Diese vorgenannten Änderungen beziehen sich auf alle, also auch auf die diejenigen, die bereits im Ruhestand sind!“

    Rückwirkend besschlossene Gesetze…..
    (Das nennt man „Vertrauensschutz“)

    Ja Sicher……..Die Rente

    Also, was noch?

  4. Kann mir das mal jemand VERNÜNFTIG erklären? Nein, natürlich nicht, weil 0 Vernunft darin steckt:
    Wer profitiert von der neuen Erwerbsminderungsrente?

    Von der verbesserten Erwerbsminderungsrente werden alle Versicherten profitieren, die ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren in Erwerbsminderungsrente gehen.“
    Diese Verbrecherbande gehört wirklich komplett als erwerbsunfähig erklärt und mit Erwerbsminderungsrente entlassen.

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