Gambler’s World: Sie halten sich für völlig abgezockt, erfahren und routiniert. Die Welt des Geldes, der Moneten ist ihr Spielplatz und was immer sich da in singende, klingende, bare Münze verschwiegene große Scheine verwandeln lässt, das ist ihr Metier. Sie begreifen ihr ganzes Tun als tolles Spiel. Und wenn wir bei diesem Spiel heute mal eine Zwischenbilanz ziehen, dann kommt man nicht darum hin festzustellen, dass es scheinbar immer noch reibungslos funktioniert. Das Problem, die Herrschaften bei ihren Sauereien Spielchen zu erwischen und ihnen gegebenenfalls auf die Finger zu klopfen, scheitert gewöhnlich immer daran, dass niemand ihr Regelwerk so richtig durchdrungen hat. Vielleicht auch nur, weil diese Regeln alle Nase lang modifiziert werden.

Da muss man einfach mal eine Runde Schach spielen, dann kommt man erheblich schneller dahinter. Wie rechts im Bild gezeigt, die eindeutige und unumstößliche Kackordnung, da gibt es keine Abweichung. Wenngleich auf dem normalen Schach-Schlachtfeld zwar die rechts außen gezeigte Figur anfänglich 50% der Besetzung ausmacht, wird schnell klar, dass im Ernstfall deren Überlebenschancen, den Pionieren gleich, allenfalls im Minutenbereich liegt. Im realen Leben kennt man vergleichbare Truppenteile heute unter der Bezeichnung 99%. Sodann wird auch schon delegiert, kommandiert, echauffiert, laboriert, taktiert, und ohne Unterlass malträtiert. Das große Sterben wird billigend in Kauf genommen, es gehört zum großen Spiel scheinbar dazu. Die Figuren, offenkundig sich ihrer selbst nicht bewusst, folgen wie paralysiert irgendwelchen Kommandos. Und schwups, geht einer nach dem anderen vor die Hunde.

Einziges Ziel des Spiels ist es, die links gezeigte Figur möglichst lang am Leben zu erhalten. Im Spiel macht sie beidseitig betrachtet gerade mal 6,25% aus. Bedenkt man die Konkurrenzsituation dieser opponierenden Figuren, dann reduziert sich der designierte Siegertyp sogleich auf rund 3,13%. Im realen Leben schon eine echte Legende, dort kennt man ihn als den Mr. 1%. Unter allen anderen Figuren besteht naturgemäß keine Konkurrenz, sie sind nur Mittel zum Zweck. Aber jetzt geht’s los, wir denken an das Ergebnis. Dazu wird im Bedarfsfalle alles verheizt, verschossen, geopfert, was noch auf dem Feld geht und steht oder auch nur kraucht, bis es daniederliegt.

Wer also das Spiel der Globalisierung als Schachspiel begreift, der hat sogleich erheblich bessere Aussichten auf einen helleren Standpunkt fürs reale Leben. Und, jetzt wird gefragt wo das Problem ist? Die Frage erübrigt sich, das Problem bist ist „DU“, letztlich die einzige Figur die das Spiel vereiteln kann, indem sie sich strikt weigert für dieses Spiel, den Zweck und den Kommandeur zu verrecken. Wenn alle „DU“ das begriffen haben, dann können wir anfangen in der Globalisierung viel schönere Spiele miteinander und nicht gegeneinander zu spielen. Und wenn „DU“ meinst, noch nie Schach gespielt zu haben und deshalb vermutest außen vor zu sein, dann lass dir gesagt sein, „DU“ spielst schon längst mit, nur, es wird mit dir gespielt. Und wenn „DU“ jetzt deinen Kumpels auf Facebook den gezeigten Schlacht-Plan Masterplan in Hochglanz unterjubeln willst, dann nimm diesen hier, der ist poliert.

Schachmuster der Globalisierung decodiert
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