Volle Canne(s): Na wenn das nicht der Gipfel ist? Sicher, es war der Gipfel von Cannes, um nicht zu sagen der Höhepunkt schlechthin, bei dem am Rande der Gipfelparty unsere kampferprobte Bundesmutti vom amerikanischen „Uncle Sam“ Darsteller, Barack Hussein Obama, den weltweit ersten Wirtschafts-Kriegsnobelpreis überreicht bekam. Diese Auszeichnung markiert einen weiteren Höhepunkt in der sich dramatisch wandelnden Welt, die nur für die großen Geldhäuser, dank solchen Einsatzes die gute alte und heile Welt bleibt. Wie aus dem Back-Office des Gipfels unzweideutig in Erfahrung zu bringen war, soll dieser Preis jetzt regelmäßig an verdiente Größen der Politik vergeben werden, die sich völlig selbstlos für die Rettung der angeschlagenen Finanz-Welt einsetzen und so das Wohl einer bedrohten Minderheit der Menschheit verteidigen.

Hintergrund des Wirtschafts-Kriegsnobelpreises

Die Stifter selbst konnten dabei nicht namentlich in Erfahrung gebracht werden. Bekannt ist jedoch, dass der Preis von einer Gruppe der sogenannten „Anonymen Billionäre“ gestiftet worden sein soll. Dies vor dem Hintergrund der schwelenden Welt-Finanzkrise. Der Kampf ums Geld erfordere höchsten Einsatz, Durchschlagskraft, Mut, Stärke und bis an die Behandlungsbedürftigkeit grenzende Visionen. Für die Auszeichnung kämen nur Personen in Frage die mindestens 100 Milliarden Euro und mehr zur Wohlfahrt des Finanzsystems beigetragen hätten. Auf Nachfrage, warum Obama selbst diesen Preis nicht bekommen habe, wurde nur kurz verlautbart, dass er eine Liga höher spiele (in der Billionen-Klasse) und dafür sei noch kein Preis vorgesehen, aber bereits in Planung. So wurde denn auch Obama die Ehre zuteil die Bundes-Merkel für ihre Verdienste auszuzeichnen.

Würdigung des Merkel’schen Kampfeinsatzes

Wie für Auszeichnungen in Cannes üblich, kommen die Stars und Sternchen stets gut aufgebrezelt zu den Zeremonien. So auch unser Starlett Angie. Absolut durchtrainiert, mit stählernem Nacken (Rambo würde dabei erblassen), im schicken kleinen schwarzen „Muscle-Shit-Shirt“ (Style, Spezialkommando), richtig die Muskeln spielen lassend und wie es sich für Kriegs-Kampfeinsätze gehört – mit dem staatstragenden Tarnanstrich deutscher Couleur sowie dem dazu passenden Hoheitszeichen ihrer „Merk-Würden“ – gefechtssicher auf den Oberarm tätowiert.

In seiner lauen Datio, vor der im Bild gezeigten Überreichung der Ehrenmedaille für „Besondere Tapferkeit an der Geldfront“, betonte Obama wie stolz die Geldhäuser aller Welt auf die unerschrockene Deutsche seien. Ihre einzigartige Manövrierfähigkeit, ihre Vehemenz die benötigten Kampfmittel (hier sind die Milliardenbündel gemeint) am dem völlig im Wege stehenden Volk vorbei an die Front geschafft zu haben, sei unerhört, einzigartig und vorbildlich in der Geschichte des modern(d)en Kapitalismus. Das gesamte deutsche Volk könne stolz auf die Kampf-Merkel sein, habe sie doch so der gesamten Deutschen Nation ein weiteres Versailles erspart. In vorauseilendem Gehorsam sei sie ihrer Verpflichtung zur Rettung der internationalen Geldmärkte nachgekommen, dies würde unzweifelhaft diese Ehrung erfordern. Gleichzeitig möge sie die Auszeichnung als Ansporn nehmen in ihren Handlungen diesbezüglich nicht nachzulassen, denn noch längst sei dieser Krieg nicht beendet und er werde, mathematisch belegbar, noch viel größere Opfer als die bislang erbrachten fordern. Sie möge diese Ehrung unbedingt auch als Zeichen der Dankbarkeit annehmen. Im Bewusstsein ihrer internationalen Schwergewichtigkeit müsse sie es auch als Aufforderung verstehen, im Bedarfsfall noch die Goldreserven der Bundesbank und übrige Staatsschätze Deutschlands in die Waagschale dieses grausamen Krieges zu werfen, es gehe um nicht weniger als um das Überleben der (…). Hier war Obama schlecht zu verstehen.

In ihrer kurzen und knappen Dankesrede, die sie kaum ohne Unterbrechung des Dauerapplauses an den Mann bekam, galt ihr größtes Dankeschön natürlich der eigenen Fraktionsfamilie. In diesem besonderen Falle allerdings auch ganz speziell der SPD und den Grünen, die ihr bei der internationalen Kraftmeierei absolut den Rücken gestärkt hätten. Ohne diese massive Unterstützung bei der Geldschlepperei, so Merkel, hätte sie kaum die Abermilliarden vor den Augen des Volkes wegbewegt bekommen. Deshalb sei ein ganz großer Dank an diese Parteien unabdingbar, die ihr zusammen mit der eigenen Fraktion bei dieser elenden Plackerei sehr effektiv das Volk vom Halse gehalten hätten. Darüber hinaus konnte in dieser Konstellation auch der griechische Papp-Andre-OU-Virus in Windeseile kurz und klein gemacht werden.

Statt eines Preisgeldes – über so etwas redet man in diesen Kreisen nicht – werden sich die Gönner und Stifter des Preises wohlwollend über eine verdeckte Finanzierung ihrer CDU-Kampftruppe erkenntlich zeigen, allein schon um die Schlagkraft der Bundesmutti in diesem schier ausweglosen Krieg auch weiterhin zu gewährleisten. Im Anschluss an diese Auszeichnung gab es noch eine kleine Feierstunde, bei der alle G-20 Gipfelstürmer nebst EU-Staatsführer der ersten und frisch gekürten Nobel-Merkel nochmals die Hand schütteln durften. Einzig der französische Nikolaus Narkozy zeigte sich etwas schläfrig bis verschnupft und fühlte sich offensichtlich bei der Preisverleihung ein wenig übergangen. Dafür nahm der italienische Mogul Berlustconi ihn sogleich an die Hand und die beiden entschwanden auf eine gediegene Bunga Bunga Party, sodass der Rest der Gesellschaft weiter ungestört feuern konnte.
Bildnachweis: Wikimedia Commons | Autor: Pete Souza | Public Domain | Bearbeitung: qpress

Merkel bekommt ersten Wirtschafts-Kriegsnobelpreis
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