Die Zeichen der Zeit
Die Medien machen das Spiel mit, weil auch sie davon leben, daß der „Souverän“ glaubt, er müsse informiert sein. Tatsächlich muß er nicht „informiert“ sein, weil von seiner „Meinung“ realiter gar nichts abhängt, außer die Frage, wo er sein Kreuzchen auf dem Stimmzettel macht, um jene Vorauswahl zu legitimieren, mit welcher er selbst nichts zu tun hatte. Womit ich beim Kernproblem des Ganzen wäre: Im Rahmen seiner linkssoziologischen „Befreiung von überkommenen Zwängen“ begreift der vermeintliche Souverän den Wert seiner Meinung als wichtiger, als die Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion. ❖ weiter ►