Widerstandskämpfer Gauck — Reflektionen über den Kriegseinsatz

Widerstandskämpfer Gauck - Reflektionen über den Kriegseinsatz Gauck-der-Predige-des-KapitalismusGer­ade wollte ich nach getan­er Arbeit den PC zuk­lap­pen und den geruh­samen Son­ntag im Kranken­haus genießen, da erhaschte ich noch ger­ade das Wort zum Son­ntag unseres Bun­despas­tors Joachim Gauck. Der wirkt bei mir immer wie ein Auf­putschmit­tel, so daß ich nicht eher zur Ruhe komme, bevor ich mich abreagiert habe. Ich muß zugeben, der Gauck macht es mir aber sehr leicht, denn er ist äußerst gut zu berech­nen, weil er immer wieder in die gle­ichen Fet­tnäpfchen tritt und diesel­ben Stereo­typen und Klis­chees bemüht. Eines sein­er Lieblings­the­men ist bekan­ntlich die Vertei­di­gung der Frei­heit und der Aus­land­sein­satz der Bun­deswehr, den er stets zu recht­fer­ti­gen ver­sucht.

Die von Gauck kon­stru­ierte Recht­fer­ti­gungs­fas­sade sowie sein naives Welt­bild sind leicht zu durch­schauen, weshalb es mir eigentlich schon Spaß bere­it­et, ihn zu zitieren. Seine Appelle an Patri­o­tismus , Vater­land­sliebe sowie seine wirtschaft­streuen Beken­nt­nisse kön­nen leicht als nation­al­is­tis­che Impulse aufge­grif­f­en wer­den und in falsche Bah­nen ger­at­en. Das ist aber eine Absicht, die ich Gauck nicht unter­stelle. Er ist wegen sein­er Herkun­ft DDR noch so besof­fen und irra­tional vom kap­i­tal­is­tis­chen Paradies und von der dort ange­blich herrschen­den Frei­heit der­ar­tig beein­druckt, daß er offen­sichtlich nicht in der Lage ist, sich ratio­nal und real­is­tisch mit der existieren­den Wirk­lichkeit auseinan­der zu set­zen.

Anlaß der neuesten Prokla­ma­tion Gauck war übri­gens der 69. Jahrestag des Hitler-Atten­tats, dessen gestern im Bendlerblock in Berlin-Plötzensee gedacht wurde. Deshalb greife ich nun die dort zum Besten gegebe­nen viel­sagen­den Zitate auf. Dabei beginn ich mit dem Regieren­den Bürg­er­meis­ter Berlins, Klaus Wow­ere­it (SPD), der die Wider­stand­skämpfer rund um von Stauf­fen­berg als Helden feiert:

  • „Das Atten­tat auf Hitler vom 20. Juli 1944 war eine Tat von beispiel­losem Mut“

Es ist nicht in Abrede zu stellen, daß es sich um eine mutige Tat gehan­delt hat. Allerd­ings sollte man sich auch ein­mal der Moti­va­tio­nen von Stauf­fen­bergs und sein­er Mitver­schwör­er aus den gehobe­nen und gead­el­ten Offizier­skreisen erin­nern. Ich kann nicht auss­chließen, daß die Atten­täter tat­säch­lich in Hitler einen Unmen­schen, Faschis­ten, eine Gefahr für Deutsch­land und Völk­er­mörder erblick­ten, der zum Wohle der gesamten Men­schheit aus­geschal­tet wer­den müßte. Aber man sollte doch ein­mal darüber reflek­tieren, ob Stauf­fen­berg & Co. lupen­reine Gut­men­schen und uneigen­nützige Phil­antropen waren und sich nur aus dieser moralis­chen Hal­tung her­aus zum Mär­tyr­ern macht­en. Sie kon­nten ja nicht vorausse­hen, daß sie posthum heilig gesprochen wur­den!

Es gilt als erwiesen, daß die betr­e­f­fend­en Offiziere als Mit­glieder des reak­tionären preußis­chen Adels darauf bedacht waren, ihre per­sön­liche Ehre und die ihrer mil­itärischen Tra­di­tion zu wahren. Sie standen grund­sät­zlich hin­ter den aggres­siv­en ter­ri­to­ri­alen Eroberungszie­len Hitlers, weil sie auf­grund ihrer Herkun­ft und Priv­i­legien Patri­oten oder gar Nation­al­is­ten waren. Ihre ratio­nalen Über­legun­gen bracht­en sie jedoch zu der Ansicht, daß Hitlers Strate­gien über ein real­is­tisch zu erre­ichen­des Ziel hin­auss­chossen, unaus­ge­wogen waren und unweiger­lich zu ein­er Nieder­lage führen mußten. Dieses Resul­tat kon­nten sie nicht akzep­tieren, weil es gegen ihre Berufs- und Standesehre ver­stieß. Die Pro­tag­o­nis­ten waren wahrschein­lich auch nicht als destruk­tive Wahnsin­nige einzuschätzen, die ihrem Ziel die Zer­störung ganz Deutsch­lands geopfert hät­ten, wie Hitler dies in Kauf nahm. Aber die ihnen heute zugedacht­en Attribute besaßen sie auch nicht – oder nur zum Teil. Das sollte zumin­d­est ein­mal erwäh­nt wer­den.

Nun geht es weit­er mit Gauck-Zitat­en, denn bess­er als damit kann man nie­man­den ent­lar­ven:

  • JG: „Unsere Demokratie tut sich nicht leicht damit, Sol­datin­nen und Sol­dat­en in bewaffnete Ein­sätze zu schick­en“, und „Aber ger­ade unsere Geschichte sagt uns doch: Wir dür­fen uns nicht aus der Ver­ant­wor­tung stehlen.“

Nach dem Krieg war es vor der Wieder­be­waffnung und Ein­führung der Bun­deswehr Kon­sens, Ver­ant­wor­tung zu den Ver­brechen des nation­al­sozial­is­tis­chen Deutsch­lands in der Weise zeigen, daß man auf Mil­itär gän­zlich verzichtet. Der Zeit­geist – oder man sollte bess­er sagen: der Druck unseres demokratis­chen Ziehvaters, der USA – hat die Ver­hält­nisse und die Denkweise aber rasch umgekehrt. Deshalb darf Gauck heute den Holzham­mer schwin­gen, an unsere Ver­ant­wor­tung und Pflichter­fül­lung mit der Auf­forderung appel­lieren, bewaffnete Ein­sätze als alter­na­tiv­los hinzustellen. Mit­tler­weile sind wir bere­its wieder so weit in der Revi­sion unser­er paz­i­fistis­chen Grund­sätze, daß bewaffnete Ein­sätze im Aus­land legit­imiert wer­den – und dies sog­ar in kriegerischen Auseinan­der­set­zun­gen.

Gegen eine rein auf Vertei­di­gung aus­gerichtete Bun­deswehr ist ja in späteren Jahren bis auf die prinzip­iellen Paz­i­fis­ten von kein­er Seite Bedenken angemeldet wor­den. Auch die sin­nvolle Ver­wen­dung der Bun­deswehr im Inneren als Hil­f­struppe bei Naturkatas­tro­phen ist begrüßenswert. Aber der Über­gang vom inneren Ein­satz als tech­nis­ch­er Hil­fs­di­enst zu weitre­ichen­deren Funk­tio­nen ist fließend und gefährlich. Mit­tler­weile wird sog­ar schon von offizieller Regierungs­seite die Ein­schal­tung der Bun­deswehr bei öffentlichem Wider­stand der Bevölkerung gegen die Regierungspoli­tik gegen Demon­stran­ten als post­demokratis­che Strate­gie vorge­se­hen. Die Durch­führungs­maß­nah­men liegen bere­its in der Schublade. Angela Merkel hat sich in dieser heiklen Angele­gen­heit bish­er her­aus­ge­hal­ten, aber ich bin hun­dert­prozentig sich­er, daß sie im Ern­st­fall nicht die ger­ing­sten Skru­pel besäße, die Aktio­nen freizugeben.

Zunächst in feld­grün getarnt als Frieden­sop­er­a­tio­nen hat die Bun­deswehr in ver­schiede­nen Krisen­ge­bi­eten operiert. Die real bere­its kriegerischen Aktio­nen der Bun­deswehr wur­den anfangs mit Sozialar­beit, Unter­stützung von benachteiligten Kindern und Frauen, Schul­bau- und Brun­nen­bohrvorhaben sank­tion­iert. Die näch­ste Steigerungsstufe war das euphemistis­che Zugeständ­nis, daß es sich bei den Oper­a­tio­nen der Bun­deswehr um „kriegsähn­liche“ han­dele. Scheibchen­weise, wie bei Poli­tik­ern üblich, gaben sie schließlich doch zu, gedrängt durch die öffentliche Mei­n­ung, daß man sich auch an „echt­en“ Kriegen beteilige. Als weit­ere Eskala­tion kann die Moti­va­tion und der aus­lösende Moment für einen mil­itärischen Ein­griff zugun­sten von wirtschaftlichen Inter­essen beze­ich­net wer­den. Horst Köh­ler mußte als Bun­de­spräsi­dent noch das Hand­tuch wer­fen, als er es wagte, das auszus­prechen, was mit­tler­weise gang und gebe war: das Auf­bi­eten der staatlichen Mil­itär­ma­cht, um Mark­twirtschaft und den „freien“ Han­del im Sinne der Wirtschaft, Konz­erne und Kap­i­taleign­er, bei ihren ökonomis­chen Ambi­tio­nen zu unter­stützen. Mit­tler­weile zeigt sich schon kein­er mehr befremdet, wenn dieses Ansin­nen vertei­digt wird. Selb­st bei unserem derzeit­i­gen führen­den Morala­pos­tel in Gestalt des Bun­desspräsi­den­ten gehört es zur Nor­mal­ität, wie bere­its von ihm deut­lich geäußert und wie es auch aus dem fol­gen­den Cre­do zu schließen ist:

  • JG: “Wie in der Präam­bel des Grundge­set­zes fest­geschrieben solle und wolle Deutsch­land „als gle­ich­berechtigtes Glied in einem vere­in­ten Europa dem Frieden der Welt dienen“ und dies „mit poli­tis­chen Mit­teln, zu allererst, aber, wo nötig und nach Abwä­gung, auch mit mil­itärisch­er Gewalt“, meinte Gauck und set­zte noch einen drauf mit „denn Verzicht auf Gewalt kann in bes­timmten Sit­u­a­tio­nen bedeuten, Unter­drück­ern oder Aggres­soren das Feld zu über­lassen.“

Wir bewe­gen uns hier auf unsicherem Ter­rain und auf Glat­teis. Die gegen­seit­i­gen Abhängigkeit­en und vorgegebe­nen Voraus­set­zun­gen kann man geschickt als logis­che Argu­men­ta­tion für die Anwen­dung von mil­itärisch­er Gewalt instru­men­tal­isieren, was Gauck auch per­fekt beherrscht. Die Frage ist nur, welchem Ziel der Frieden dienen soll, was als Frieden vordefiniert wird und wer entschei­det, was diesen Zie­len förder­lich ist. Hier kön­nen sich die Geis­ter unter­schei­den und kon­tro­verse Antworten sind unver­mei­dlich. Die For­mulierung, daß nach Abwä­gung auch mil­itärische Gewalt gerecht­fer­tigt ist, ist genau so schwammig. Wer wägt ab und trifft die Entschei­dung, in wessen Inter­esse die Gewaltlö­sung ist und wer kon­trol­liert dies? Etwa ein Par­la­ment, das auf Zuruf und Frak­tion­szwang alles durch­winkt, was Mut­ti will? Und wer sind denn die Unter­drück­er und Aggres­soren, denen man das Feld nicht über­lassen möchte? Etwa die Saud­is, die afghanis­chen War­lords, das Rus­s­lands Putins und das USA Oba­mas? Fra­gen über Fra­gen, auf die wir von unseren Eliten keine Antwort erwarten kön­nen.

Es gibt psy­chol­o­gisch und ökonomisch vor­pro­gram­mierte Ten­den­zen, die man nicht leug­nen kann. Es ist der Aufrechter­hal­tung ein­er Stre­it­macht inhärent, dass sie sich ver­größern und ihre Ein­satzmöglichkeit­en erweit­ern will. Auf­grund der in der Sache bed­ingten nicht unbe­d­ingten demokratis­chen Gesin­nung des mil­itärischen Führungsper­son­als kann dessen Charak­ter­struk­tur und Ehrgeiz zu dem Frieden abträglichen Ambi­tio­nen führen. Aber es ist auch das Gesetz des Krieges, daß sich eine Eigen­dy­namik entwick­elt, die schw­er zu stop­pen ist, wenn sie ein­mal Fahrt aufgenom­men hat.

  • JG: „Nicht aus Ver­ant­wor­tungslosigkeit, son­dern im Gegen­teil aus Ver­ant­wor­tungs­bere­itschaft schick­en wir Sie in Ein­sätze“, schme­ichelt Gauck den anwe­senden Sol­dat­en.”

Als ob es selb­stver­ständlich sei und glob­al aus­geübte Prax­is, preist Gauck den mil­itärischen Appa­rat als Mis­sion­ar, der in aller Welt Frei­heit und Glück­seligkeit ver­bre­it­et. Auss­chließlich inter­na­tionales Man­dat (zum Beispiel die Nibelun­gen­treue zu den USA und der NATO) und Sol­i­dar­ität sei die Basis für mil­itärische Aufträge. Frühere Beweg­gründe wie Wahn der Über­legen­heit und eine feindliche Absicht sei nicht mehr oppor­tun. Der Herr Gauck macht seinem Namen als Pas­tor alle Ehre und zeigt, dass er nicht von dieser Welt ist.

  • JG: Gauck liegt am Herzen „Dass man Ihnen (den Sol­dat­en) zur Seite ste­ht – wenn nötig auch über Ihren aktiv­en Wehr­di­enst hin­aus“ und weit­er pos­tuliert er: „Selb­stver­ständlich sollte es sein, dass wir die Ver­let­zun­gen der Seele genau­so aufmerk­sam behan­deln wie die des Kör­pers.“

Für ihn als prädes­tinierten Seel­sorg­er ste­ht nicht nur die kör­per­liche Gesund­heit son­dern auch das See­len­heil der Sol­dat­en an ober­ster Stelle. Wenn er seine dies­bezüglichen Beken­nt­nisse selb­st ernst nehmen würde, dann dürfte er mil­itärischen Ein­satz nicht so freimütig gutheißen. Den besten Schutz genießt der Sol­dat dann, wenn die poli­tis­chen Führer zunächst ein­mal in sol­i­darisch­er Ver­ant­wor­tung für die gesamte Men­schheit vor der Freiga­be von mil­itärischen Oper­a­tio­nen sämtliche friedlichen, diplo­ma­tis­chen und wirtschaftlichen Hil­fen und Chan­cen auss­chöpfen. Dazu gehören auch die ern­sthaften Ver­suche, nation­al­is­tis­che Umtriebe und Kriegs­fieber zu bekämpfen. Den Ein­druck habe ich allerd­ings nicht, dass hierzu­lande und ander­swo nach diesen human­is­tis­chen Prinzip­i­en gehan­delt wird.

► Erstveröf­fentlichung auf: Kri­tis­ches Net­zw­erk | Peter Weber | an dieser Stelle

Wider­stand­skämpfer Gauck — Reflek­tio­nen über den Krieg­sein­satz
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11 Kommentare

  1. Zuerst ein­mal sollte jedem klar sein, dass Staufen­berg ein lupen­rein­er Nation­al­sozial­ist war.
    Auch hielt er die Nürn­berg­er Rassege­set­ze für gut und richtig.
    »> http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/nuernbergergesetze/index.html [link kaputt, deshalb unscharf gemacht … 20140710 WiKa] Ersatz »> https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsb%C3%BCrgergesetz
    Ein Loblied auf die Hitler-Atten­täter zu führen, heißt nichts anderes, als den Nation­al­sozial­is­mus zu reha­bil­i­tieren.
    Und genau in dieser gefährlichen Sit­u­a­tion befind­en wir uns heute.
    Die Siegermächte wer­den sich eine deutsche Expan­sion kein drittes Mal gefall­en lassen.
    Lei­der sind unsere Poli­tik­er schon wieder siegestrunk­en von der wirtschaftlichen Expan­sion Deutsch­land.
    Dabei erken­nen sie nicht, dass sie selb­st nichts anderes sind, als die Ver­wal­ter des US-Pro­tek­torates BRD.
    Die Hoff­nung unser­er ENi­eten auf den Unter­gang des US-Imperi­ums, um dann selb­st wieder Welt-Poli­tik betreiben zu kön­nen, verken­nt die Demografie.
    Der ras­ante Bevölkerungsrück­gang der Deutschen wird zwar erst in den Sta­tis­tiken, ab 2030 deut­lich wer­den, aber schon heute fehlt dem Land die deutsche Jugend.
    Deutsch­land ohne Deutsche wird die Zukun­ft sein.

  2. Ich kenne keinen Krieg in dem irgend­was gewon­nen wurde was größer als die Aufwen­dun­gen der Kriegs­führung war.

    Mal ganz abge­se­hen vom per­sön­lichen Leid der Betrof­fe­nen. Also den Kriegs­führen­den als auch der Zivil­bevölkerung auf bei­den Seit­en. Wobei erstaunlicher­weise die Opfer bei der Zivil­bevölkerung fast immer wesentlich größer waren. Auf bei­den Seit­en!

    Alles Geld was für Rüs­tung und Angriffe oder Vertei­di­gung aus­gegeben wurde, war früher oder später Müll, zumin­d­est raus­geschmis­senes Geld.

    Erfol­gsrezepte gegen feindliche Über­nah­men sehen ganz anders aus wie “Vertei­di­gungs­maß­nah­men”. IMHO sind inten­sive wirtschaftliche Verpflech­tun­gen mit Nach­bar­län­dern eine sehr gute Sta­bil­itäts­garantie. Und poli­tis­che Neu­tral­ität ohne­hin: Schwe­den aber auch die Schweiz haben damit nur gute Erfahrun­gen gemacht.

    Selb­st Deutsch­land hat duie Chance der Neu­tral­ität gehabt. 1952 wollte Stal­in ‑wahrschein­lich für seine näch­ste Säu­berungswelle- außen­poli­tisch freien Rück­en und bot Deutsch­land die Wiedervere­ini­gung (mit Schle­sien) gegen mil­itärische Neu­tral­ität an. Adenauer/CDU behauptete “das ist eine böse Falle”, schließlich wäre der Kathole dann vom evan­ge­len Mit­teldeutschle­and nicht so inten­siv gewählt wor­den und Ade­nauers Mehrheit war schon extrem dünn, selb­st mit der direk­ten katholis­chen Ein­fluß­nahme. Außer­dem hat­te der machtbe­sessene und alter­starre Ade­nauer auch wed­er Ideen noch Per­spek­tive wie man mil­itärisch neu­tral aber wirtschaftlich frei sein kann. So starb Stal­in und es gab den 17. Juni 1953 und später logis­cher­weise die Mauer.

    Und heute wird uns vom Gauck­lern glauben gemacht, daß unsere Frei­heit am Hin­dukusch und der Antark­tis vertei­digt wer­den muss. Wir müssen aber nichts vetei­di­gen was wir gar­nicht haben! Was sich ändern muss, ist daß die Wäh­ler in Deutsch­land mal die üblichen Block­parteien abwählen und durch Volksvertreter erset­zen die uns endlich Frei­heit geben.

    • Der weiße Mann beherrschte ein­mal alle 5 Kon­ti­nente.
      Der weiße Mann rotte die Ure­in­wohn­er dreier Kon­ti­nente fast voll­ständig aus.
      Kriege lohnen sich doch, Herr Tabas­co­man.
      Denken sie an die Kolo­nial­re­iche der Europäer.
      Denken Sie an den Auf­stieg Amerikas zur Welt­macht, durch den 1. und 2. WK.
      Denken Sie an die fast voll­ständi­ge Ver­nich­tung der Indi­an­er.
      Denen hat es gar nix genutzt, frei­willig in die Reser­va­tion zu gehen.

  3. Danke Peter Weber!
    eine wirk­lich sach­liche Darstel­lung der Wehrma­cht­prob­lematik aus der Ver­gan­gen­heit und dem Heute.
    Durch die Geschichts­glät­tung ist die Ver­ant­wor­tung des preußis­chen Adels in Verbindung mit den wirtschaftlichen Kriegs­gewin­nern aus dem deutsch-franzö­sis­chen- und dem ersten Weltkrieg, die für das mil­lio­nen­fache Ster­ben in Europa ver­ant­wortlich sind, in Vergessen­heit ger­at­en. Bis auf wenige waren es alle Anti­demokrat­en auch Stauf­fen­berg & Co. Sie waren Prof­i­teure der Kriegs­maschiner­ie Hitlers und haben sicher­lich n i c h t aus demokratis­chen- und men­schlichen Grün­den die Reißleine ziehen wollen. Auch nicht aus anderen ehrbaren Motiv­en, da sie ja sel­ber nach einem geglück­ten Atten­tat, oder andere preußisch, nation­al­is­tis­che, auch kap­i­tal­is­tis­che Macht­in­hab­er Deutsch­land weit­er führen woll­ten.
    Auch noch ein­mal zur Geschicht­serin­nerung über deutsche Demokratie: die S P D
    war die einzige Partei die aktiv für die junge Demokratie gekämpft und auch gegen Hitlers Ermäch­ti­gungs­ge­setz ges­timmt hat. Darauf sollte Sie bis heute stolz sein, sich jedoch jet­zt erin­nern, ob sie in jüng­ster Ver­gan­gen­heit immer im Sinn und nach dem Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, also demokratisch, gehan­delt hat.

    Lei­der ist die Zeit der Bun­deswehrsol­dat­en als “Bürg­er in Uni­form” vor­bei. Darauf waren die Geläuterten, beson­ders die der Nachkriegs­gen­er­a­tion, beson­ders stolz. Lei­der hat sich angloamerikanis­ches Denken und Han­deln in Wirtschaft und Mil­itär durchge­set­zt. Dies zusam­men mit preußisch nationalen Denken zeich­net es die Pro­tag­o­nis­ten Merkel und Gauck aus. Auch passt hier ihre geo­graphis­che und famil­iäre Herkun­ft. Bei­de wur­den ohne eigenes, bemerkenswertes Zutun zur entschei­den­den Wende in der DDR und zur deutschen Wiedervere­ini­gung durch teil­weise merk­würdi­ge Umstände in die poli­tis­che Oberk­lasse gespült. Wirk­lich beden­klich ist, dass bei­den die gewach­sene geistige demokratis­che und gesellschaftliche Bil­dung fehlt. Es scheint bis heute eine preußisch, nationale Denkweise, ver­bun­den mit aus­geprägten oppor­tunis­tis­chen Ver­hal­ten auszure­ichen, um wie damals, in Deutsch­land poli­tis­che Ver­ant­wor­tung zu übernehmen. Dies ist heute das Marken­ze­ichen der deutschen “bürg­er­lichen” Regierung. Daher ist auch erk­lär­lich, dass die leicht anders gepolte bay­erische, nation­al­is­tis­che Denkweise der CSU sich ab und zu in “schwarz-gelb” zu Wort meldet. Lei­der haben diese Umstände auch in der EU zum Nachteil aller geführt.
    Ich hoffe mit vie­len anderen sehr auf eine Verän­derung.
    Dass sich die Mehrheit der deutschen Wäh­ler nicht weit­er von ein­er aus sitzen­den, total wende geschul­ten und polit- Appa­rat beherrschen­den (ex aktiv FDJ-lerin) weit­er ein­lullen lässt und sie im Sep­tem­ber auf ihre wahre, Größe zurecht­stutzt. Bei Gauck kann ich uns nur wün­schen, dass nach sein­er Amt­szeit kein weit­er­er, real­itäts­fremder Schwätzer in das Amt des Bun­de­spräsi­den­ten kommt. Da soll­ten wieder intellek­tuell gebildete Men­schen, ohne Anse­hen der Parteizuge­hörigkeit, wie z.B. Hein­er Geißler, oder Rudolf Dressler zum Zuge kom­men.

    • Wer hat denn diese Zonen-Schnepfe zur CDU-Parteivor­sitzen­den gemacht?
      Das waren doch die Wes­sis.
      Und wer hat den Genossen Gauck zur Wahl aufgestellt.
      Das war die West-SPD.
      Also liebe Bluts­brüder, was regt ihr euch heute auf, ihr woll­tet doch die Dik­tatur.

    • Danke für die klaren Worte ! Recht haben sie, auch wenn gewisse Kreise das wohl nicht gern hören (lesen) wer­den. Allerd­ings der let­zte Absatz wird wohl vor­erst Wun­schdenken bleiben. Dazu sorgt sich unsere Mut­ti viel zu sehr um das Woh­lerge­hen ihres Volkes. Brot und Spiele sind bess­er als Denken hieß es doch irgend wann ein mal?

  4. Wenn ich nur die grü­nen Schlagzeilen so lese, dann kommt mir so eine vage Erin­nerung an den Geschicht­sun­tericht und die Erzäh­lun­gen mein­er Mut­ter und mein­er Großel­tern über eine etwas zurück liegende Epoche. Da gab es wohl einen Min­is­ter J.G. für.…(Definition aus dem Duden: sys­tem­a­tis­che Ver­bre­itung poli­tis­ch­er, weltan­schaulich­er o. ä. Ideen und Mei­n­un­gen mit dem Ziel, das all­ge­meine Bewusst­sein in bes­timmter Weise zu bee­in­flussen.). Hof­fentlich kann das die NSA nicht entschlüs­seln. Gruß übri­gens!

  5. Sehr geehrterb­Herr Gen­er­al­bun­de­san­walt !
    Wer hat den Ober­amt­srat Wolf­gang Dierig angewiesen oder bevollmächtigt die Peti­tion cdes Bun­destagspräsi­den­ten Lam­mert nicht zu reg­istri­eren und nicht aktenkundig “prüfen” zu lassen unter Hinzuziehung der STASI-Struk­turen aus der Jahn´s Behörde ! Wer ver­hin­derte den par­la­men­tarischen demokratis­chen Weg: Ein­beru­fung eines Unter­suchungsauss­chuss­es über die Zuar­beit der Gaucks Behörde zur juris­tis­chen Aufar­beitung der mit­tleren und schw­eren Ver­brechen der STAZIS und Strafvere­it­elung im Amt der Gauck Behörde 1994 im Ermit­tlungsver­fahren 76 Js 1792/93 unter der Leitung des Tandems Gauck/Geiger !?? Gauck muss dafür moralis­che Ver­ant­wor­tung übe­trnehmen, für den Ver­rat der STASI Opfer und Schutz der STASI-Scher­gen und Ver­brech­er des MfS, was bis auf den heuti­gen Tag geschieht.http://adamlauks.wordpress.com/2014/04/06/dies-ist-eine-offene-strafanzeige-und-strafantrag-an-den-generalbundesanwalt-herr-runge-walten-sie-ihres-amtes-oder-fur-immer-schweigen-wer-herrscht-uber-dem-bundestagsprasidenten-lammert/

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