Geplatzter Pariser: Jean d’Arc ist ihm auf den Fersen, die Guillotine vor der Bastille ist bereits entrostet und gut geölt, da war nichts mehr zu manipulieren, jetzt jagt ihn sein Volk von Dannen. Das rechte Foto zeigt ihn bei seiner letzten Tortour, seiner Kapitulation, „Adieu France 2012“, jetzt brennt es, er muss dringend das Weite suchen. Über Hollande stolpert er etwas tölpelhaft und eiligst ins Deutsche Reich, um bei der Königin Merkel politisches Asyl zu erbetteln, womöglich an der Hamburger Elba in der Verbannung verschwinden zu können. Hat er ihr doch so lange treu und brav die Stange gehalten, beim Kaputtsparen ganzer Nationen und auch in anderen wichtigen Dingen der Wohlfahrt des Geldadels. Da ist ihm Merkel noch etwas schuldig und solange sie selbst noch in Amt und Würden ist, bevor auch sie 2013 vertrieben wird, kann er sich hier nochmals verschnaufen, bis er dann gemeinsam mit Merkel in noch weitere Fernen verschwinden muss. Bereits seit Jahren soll es eine größere Exil-Wellness-Landschaft auf Neu-Guidonea geben, soweit wir dies aus den Fluchtvorbereitungen der FDP wissen.

Unklar ist zur Stunde ob auch Carla nebst Nachwuchs mit auf der Flucht ist, oder ob sie sich nach dem Zusammenschrumpfen ihres Götter-Gatten auf althergebrachtes Zwergenmaß um einen größeren Beschützer bemühen wird. Hier dürfen wir in den kommenden Monaten reichlich Aufklärung durch die Boulevard-Blättchen erwarten.

Mit dem Erwachen der ersten Wähler aus diesem Albtraum zerplatzt sogleich ein großer Wunschtraum dieser Clique die Menschen weiterhin unter ihrer Knute halten zu können. Merkel bastelt schon am nächsten Kurswechsel, um möglicherweise den Piraten das Ruder nochmals entreißen zu können. Statt Kaputtsparen soll es jetzt noch heftigere Gelddruckerei geben, alles unter dem Titel Wachstumspakt. Das Ergebnis wird noch verheerender sein, nur eines ist gewiss, Geldmengen und Umverteilung von unten nach oben werden abermals dramatisch zunehmen. Die Banken frohlocken bereits über die Steigerungen ihrer leistungslosen Grundeinkommen und applaudieren auch brav zu dieser Idee, hätte diese doch von ihnen selbst stammen können.

Der Abgang von Sarkozy ist der Auftakt für den Verfall der Konservativen in Europa. Die sonntägliche Lasche für die Kanzlerin wird noch um die Landtagswahlergebnisse in Schleswig-Holstein und die Wahlen in Griechenland angereichert. Selbstverständlich wird sie auch diese Dinge wie gehabt aussitzen und weiter beharrlich an der Demontage des Landes arbeiten. Nach ihrer Meinung gibt es dabei noch viel zu tun, denn den Deutschen geht es noch immer viel zu gut. Erst wenn wir mit Griechen, Iren, Portugiesen und Indern gleichauf sind, ist ihre christliche Mission von der Gleichheit der Menschen erfüllt und der deutsche Egoismus beseitigt. Aus zuverlässiger Quelle wissen wir, dass Regierung und Opposition sich darin einig sind, dass eine Gleichheit der Menschen in Armut leichter zu realisieren ist als eine Gleichheit im Wohlstand. Deshalb ist damit zu rechnen, dass Merkel auch weiterhin den Weg des geringsten Widerstands gehen wird. Inwieweit sie sich jetzt noch des Zwerges Sarkozy dabei bedienen kann ist höchst ungewiss, aber für bestimmte unterflorige Erdarbeiten sollte er dennoch gut genug sein. (Foto: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0 / Nachbearbeitung qpress)

Sarkozy auf der Flucht – Asyl bei Merkel
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