Wirtschaft: Heute wollen wir uns mit Tricks und Kniffen zur Optimierung von Humankapitalanlagen befassen. Ein wenig heikles Thema für Fachleute, die die Grundzüge und Vorsichtsregeln dieser Spezialität verinnerlicht haben. Wie ihnen als Profi sicherlich bekannt ist, geht es um den größten aller Märkte, der zurzeit mit Gewinnchancen nur so glänzt. Gerade die boomende Globalisierung macht die Anlage sehr attraktiv und hochkonvertibel. Durch weitere Liberalisierungen auf nationalen Ebenen steigen die Profitchancen im dreistelligen Prozentbereich. Nachfolgend, gut sortiert unsere Empfehlungen und Anmerkungen im Umgang damit:

Günstiger Einkauf — Sofern ihnen die Quellen bekannt sind, kaufen sie die Stücke ab 18+ ein. Meistens fliegen ihnen diese schon auf den leisesten Wink hin zu. Es ist darauf zu achten, dass diese Exemplare wenigstens über ein 40-jähriges Standing verfügen, alle akademischen Grade besitzen und minimal mit den Sprachpaketen DE EN FR bei ihnen angeliefert werden. Noch gefahrloser geht es, wenn sie selbige über sogenannte Zeitagenturen zunächst probeweise ihrem Portefeuille beimengen, eine Entsorgung fehlerhafter Exemplare ist so meistens binnen Minuten gewährleistet. Zuvorderst versuchen sie aber einen günstigen Einstand zu realisieren. Als gesellschaftlich akzeptierter Mittelwert gilt hier die Marke von 1,00 €/a. Bei richtigem Ausreizen dieser Position können sie ggf. auch von der Arbeitsagentur noch mit einem zusätzlichen Entgelt für das Parken der Ressource belohnt werden, sodass sie einen sofortigen Negativaufwand verzeichnen können, was ihre Beflissenheit in diesen Dingen unterstreicht und den Cash-Flow so richtig auf Trab hält.

Produktivität — Versuchen sie die einzelnen Elemente in ihrem Portefeuille zu optimieren und Einzelrenditen zu steigern. Eine im Markt inzwischen akzeptierte Grundregel ist es, die Verfügbarkeit der Anlagegüter über 8 Stunden täglich hinaus zu erweitern, selbstverständlich ohne jedweden Ausgleich. Fehlzeiten sind durch rigorosen Austausch zu begrenzen. Richtige Profis realisieren durch geschickte Umpositionierung der Elemente an produktivere Stellen ohne Vergütungsausgleich ein entsprechendes Surplus. Eignet sich eine der Anlagen hinsichtlich der Flexibilität dafür nicht, machen sie ein internes Downgrading, wobei sie dann für die erbrachte Leistung weniger zahlen. Hier kommt ihnen in aller Regel das Angstverhalten der Individuen entgegen.

CI — Die erste aller Grundregeln, sobald sie in Humankapital investiert sind, achten sie auf CI, neudeutsch auch Corporate Identity genannt. Es ist ein Eckpfeiler ihrer Anlage. Lassen sie alle Bestandteile ihres Invests gleich aussehen, ohne Ausnahme. Dies schützt sie aufgrund der hohen Austauschbarkeit besonders an markanten Schlüsselpositionen vor enormen Ausfällen. Geben sie all ihren Anlagen sogenannten MA-Nummern und versuchen sie persönlichere Bezeichnungen wie „Peter Müller“ oder „Anja Meyer“ zu vermeiden. Lassen sie um keinen Preis der Welt zu, dass ein Teil anders aussieht als das andere, völlig unabhängig von der Wichtigkeit und Position des Einzelelements. Widerstehen sie in jeder Hinsicht auch bösartigen Zwischenrufen, die ihnen an dieser Stelle eine Gleichmacherei unterstellen wollen. Der einzige, der als leuchtender Turm in der Mitte dieser Anlagen steht sind sie selbst – der Investor – umgeben von seinen Anlagegütern.

Tägliches raten – Je nach Größe ihres Bestands raten sie entweder selber oder beauftragen damit eine entsprechen Rating-Agentur. Dies ist wichtig, um aktuellen Veränderungen bis ins Details nachgehen zu können und die strategischen Auswirkungen dessen bis ins Kleinste zu begreifen. Insbesondere wenn sie hochriskante Betriebs-Rate mal was für Exemplare darunter haben. Die können ihnen binnen kurzer Frist den gesamten Bestand versauen, wenn sie die nicht vollständig unter Kontrolle haben. Bei einfühlsamer Sonderschmierung dieser Gattung sind allerdings weniger Reibungen zu befürchten. Unter diesen Umständen ist es immens wichtig eine gute Rating-Agentur verpflichtet zu haben, nicht selten wurden Anleger dabei schon von fahrlässigen Dilettanten verraten.

Rechtzeitiges Abstoßen – In keinem Fall sollten sie sich mit einem Anlagegegenstand aufhalten der mit einem 50+ behaftet ist, wenngleich dort eine Menge Historie positiv zu Buche schlagen könnte. Stoßen sie diese Position rechtzeitig ab. Ein dankbarer Abnehmer für diese Altlasten ist in der Regel wieder die Arbeitsagentur, die sich als spezielle Recycling-Einrichtung oder auch als Endlager auf dieses Material bewährt hat. In Zeiten der Not können sie das Humankapital auch schon mal bündelweise abstoßen, dass ist inzwischen gute Tradition und wenig anstößig. Bei Unpässlichkeiten einzelner Exemplare sollten sie vermehrt auf das Prinzip „Hire & Fire“ setzen, das beruhigt gleichzeitig die noch verbleibenden Exemplare.

Mit dieser Aufstockung an Wissen sind sie jetzt generell in der Lage den Herausforderungen des Marktes zu begegnen und dem Umgang mit Humankapitalanlagen lockerer ins Auge zu sehen. Abschließend bedenken sie bitte noch die ihnen sicher bekannten Grundregeln für den Umgang mit leicht verderblichen Waren. Profitieren sie darüber hinaus vom derzeitigen Hype der nachwachsenden Rohstoffe, zu denen zweifelsfrei auch das Humankapital gehört. Scheuen sie sich keinesfalls den aktuell stattfindenden Wertewandel durch die Globalisierung innerlich zu akzeptieren und zu begreifen, dass das Humankapital inzwischen auch eines der wichtigsten Verbrauchsgüter auf diesem Planeten ist. Sie müssen es ja nicht zum Fressen gern haben, aber zu ihrer persönlichen Bereicherung sollten schließlich alle Register gezogen werden.

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Humankapitalanlage – Tricks für Profis
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