Ab 2014 ärztliche Behandlung nur noch nach Gesichtskontrolle

Ab 2014 ärztliche Behandlung nur noch nach Gesichtskontrolle die_gesundheitskarte_arschkarte_digitaler_mensch_Krankenkasse_Ausweis_Datenissbrauch_glaeserner_PatientBig Data: Jet­zt ist es amtlich, die Gegen­wehr bezüglich der neuen Kranken­ver­sicherungskarte mit Licht­bild scheint endgültig gescheit­ert zu sein. Die Gesund­heit­skarte, seit Jahren ohne­hin schon Pflicht, wird ab Jan­u­ar des kom­menden Jahres endgültig (wie verord­net) mit einem Licht­bild verziert sein. Auch diese Maß­nahme dient wie immer nur der „Sicher­heit“. Wessen Sicher­heit? Natür­lich der Sicher­heit der kranken Kassen. Damit soll den soge­nan­nten „Gesund­heits­be­trügern“ endgültig das Handw­erk gelegt wer­den. Wie man allerd­ings genau mit dieser Maß­nahme die vielfälti­gen Betrügereien der Ärzte in den Griff bekom­men will, bleibt dabei völ­lig schleier­haft.

Hat­te sich bis vor kurzem ein Berlin­er noch mit Hän­den und Füßen gegen sein Kon­ter­fei auf dieser neuen Plas­tikkarte gewehrt, wurde er jet­zt durch ein Urteil des Berlin­er Sozial­gericht­es eines Besseren belehrt: Elek­tro­n­is­che Gesund­heit­skarte ist ver­fas­sungs­gemäß! [Berlin.de], man hat­te aber auch nicht wirk­lich mit einem anders lau­t­en­den Urteil gerech­net. Wer sich für das Urteil im Voll­text inter­essiert, der kann es an dieser Stelle ein­se­hen: Sozial­gericht Berlin, Beschluss vom 7. Novem­ber 2013 (S 81 KR 2176/13 ER).

Identitätskontrolle in der „Praxis“

Was soll nun der Arzt oder die Arzthelferin tun, wenn sich anhand des Licht­bildes erhe­bliche Zweifel auf­tun, ob die zur Behand­lung ange­tretene Per­son mit der auf der Gesund­heit­skarte abge­bilde­ten Per­son iden­tisch ist? Führt dies unweiger­lich zu einem Behand­lungsab­bruch oder zu ein­er Mel­dung bei den Sicher­heits­be­hör­den? Oder schickt man solche Patien­ten zur erken­nungs­di­en­stlichen Nachunter­suchung in die Rönt­gen­röhre? Was passiert kün­ftig in den Arzt­prax­en wenn die Iden­tität­skon­trolle misslingt? Darauf haben wir bis heute keine befriedi­gen­den Antworten.

Bis Redak­tion­ss­chluss kon­nten wir nicht ein­mal in Erfahrung brin­gen, welche geset­zlichen (oder unge­set­zlichen) Anforderun­gen an ein Licht­bild für die Gesund­heit­skarte zu stellen sind, um den neu verord­neten Ansprüchen der Sozialver­sicherung gerecht zu wer­den. Das lässt Spiel­raum für vielfältige Inter­pre­ta­tio­nen. Darüber hin­aus ist uns aufge­fall­en, dass bei allen im Inter­net kur­sieren­den Gesund­heit­skarten aus­nahm­s­los dieselbe Kassen­num­mer und auch dieselbe Ver­sicherten­num­mer unter­wegs sind. Das riecht doch förm­lich nach einem groß angelegten und mustergültigem Betrug.

Betra­cht­en wir noch einige Son­der­heit­en. Nehmen wir den Fall des Spezial­pa­tien­ten Prof. Dr. Friedlich Unwirsch (siehe Abbil­dung oben), der sich schon seit Beginn der geset­zlich verord­neten Regelung aus Gewis­sens­grün­den diesen Zwän­gen zu entziehen sucht. Aber selb­st er hat let­ztlich getreulich der ihm aufer­legten Anweisung ein Licht­bild abgegeben, freilich ein etwas exo­tis­cheres. Ganz offen­sichtlich han­delt es sich hier um „ander­sar­tige“ bio­metrische Dat­en, die aber dur­chaus einen Unver­wech­sel­barkeits­fak­tor haben. Für jeden gut aus­ge­bilde­ten Arzt der Welt sollte er so ohne weit­eres und ein­deutig iden­ti­fizier­bar sein. Nur die Sicher­heits­be­hör­den sind auf der­lei Iden­titätsmerk­male nicht geschult. Ist deshalb das Licht­bild oder etwa der Patient ungültig?

Ab 2014 ärztliche Behandlung nur noch nach Gesichtskontrolle Muster_elektronische_Gesundheitskarte_Frau_weiblich_maxima_mit_Bild_AOKEin weit­er­er bemerkenswert­er Aus­nah­me­fall ist Mak­si­ma Gütürkt, jüng­ste Neuer­wer­bung und mitver­sicherte Drit­tfrau des bei der Berlin­er Stadtreini­gung angestell­ten Ötzgül Gütürkt. Bei ein­er ersten Inau­gen­schein­nahme fiel eine enorme Ähn­lichkeit der Ver­sicherten Per­son mit der Erst- und Zweit­frau des zutief­st gläu­bi­gen Mannes auf. Über nähere Unter­suchun­gen musste sich der Arzt jedoch auss­chweigen, wegen des Daten­schutzes. Natür­lich sollte man in solchen Kon­stel­la­tio­nen nicht arg­wöh­nen, die kranken Kassen arbeit­en schon hart an ein­er weit­erge­hen­den Diver­si­fizierung solch­er Fälle. Dem Hören­sagen nach soll dazu eigens eine Arbeits­gruppe Task­force der deutschen Ver­sicher­er ein­gerichtet wor­den sein, mit dem interkul­turellen Arbeit­sti­tel: „Diskri­m­inierungs­freier Zugang zur Kasse“. Den­noch muss auch dieser Son­der­fall eine hin­re­ichende Erwäh­nung find­en, da es sich mit Sicher­heit nicht um einen Einzelfall han­delt und die Absur­dität von Licht­bildern in dieser Angele­gen­heit ansehn­lich unter­mauert.

Protest und Ausnahmefälle

Bis zur endgülti­gen Klärung der Frage nach den geset­zlichen Merk­malen eines Licht­bildes für den besagten Zweck, rech­nen wir mit ähn­lichen Protesten wie ihn Pro­fes­sor Dr. Friedlich Unwirsch prak­tiziert. Eine Nach­frage bei ihm, warum er in dieser Pose kein Frontal­fo­to zur Ver­fü­gung stellte, beant­wortete er nur kurz und knapp mit dem Hin­weis, dass ihm an Auseinan­der­set­zun­gen mit Arzthelferin­nen nicht gele­gen sei, jede Zweite in sein­er Stadt kön­nte ihn son­st sofort wieder­erken­nen. Daher habe er sich auf die Liefer­ung eines vertret­baren Min­i­mums an bio­metrischen Dat­en reduziert. Auch sei es ein stark­er Aus­druck dessen, wie er sich in dieser Angele­gen­heit füh­le.

Für das Per­son­al der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land (das sind diejeni­gen mit den Per­son­alausweisen) stellt sich die Frage nicht. Jed­er gut­gläu­bige Angestellte dieser Bana­nen­re­pub­lik wird selb­stre­dend jed­er noch so abstrusen Anweisung Folge leis­ten. Darauf sind sie seit Gen­er­a­tio­nen geschult. Deshalb gehen wir davon aus, dass die beschriebe­nen Fälle sel­tene Aus­nah­men bleiben, dass wir davon in Zukun­ft nichts mehr hören wer­den, wen­ngle­ich bei vie­len Inhab­ern dieser neuen Plas­tikkarten mit Licht­bild ein übles Bauchge­fühl übrig bleibt. Dieses krankhafte Bauchge­fühl kann man sich aber post­wen­dend mit der neuen Gesund­heit­skarte ärztlich behan­deln lassen, sofern man die Iden­tität­sprü­fung in der Prax­is prob­lem­los über­ste­ht.

Ab 2014 ärztliche Behand­lung nur noch nach Gesicht­skon­trolle
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

14 Kommentare

  1. habe bish­er kein foto dafür hergegeben, werde es auch in zukun­ft nicht tun, weil ich nicht — niemals — zu einem arz gehe. umbrin­gen kann ich mich sel­ber, dafür brauche ich die nicht.

  2. Soll­ten mus­lim­is­che Frauen mit Burkas sich tat­säch­lich mit Ver­schleierung fotografieren lassen dür­fen, ist das doch DIE Gele­gen­heit für uns Gle­ich­es zu tun. Wir ver­schleiern uns ein­fach auch und sagen, dass in unser­er (bish­er noch rel­a­tiv unbekan­nten) Reli­gion alle Men­schen ver­schleiert sein müssen.

  3. Dazu eine kleine Geschichte. Ein stadt­bekan­nter Unter­hal­tungskün­stler hat­te sich ein­mal ein bat­teriebe­triebenes Gerät im Aller­w­ertesten abge­brochen. Dank der „Ver­schwiegen­heit „ der Ärzte und Schwest­ern kon­nte dieser Mann seinen Beruf nicht mehr ausüben, ohne sich dem Spott auszuset­zen. Er ist dann aus der Kle­in­stadt wegge­zo­gen, wohin weiß ich nicht. Zum Glück wer­den ja die Krankheit­en nun auf der Chip­karte gespe­ichert und mit Licht­bild verse­hen. Sollte er also wieder ein­mal unvor­sichtig sein, wird Ihm ein Umzug nicht viel brin­gen. In diesem Sinne alles immer schön spe­ich­ern und kat­a­l­o­gisieren für die Sicher­heit. Eine schöne neue Welt.
    Gruß Jan­nex

  4. Welch glück­liche Gemeinde ! Kein­er ist auf den Arzt angewiesen und braucht also keine “Bild-Karte”. Toll ! Anders sieht es da bei Men­schen wie mir aus, welche auf Medika­mente angewiesen sind ! Auch ich habe mich lange geweigert, ein Bild von mir herzugeben. Ja, bis meine Kasse mir die “alte” Karte ges­per­rt hat und ich keine Medika­mente mehr bekam ( außer gegen Unter­schrift und Selb­stzahlung!). Auf meine Beschw­erde kam nur der Hin­weis, das unsere Über­mut­ti und ihre Schle­ich­er es zum Gesetz gemacht hät­ten, das alle Ü 50 eine solche “Bilderkarte” bis 2014 vorzule­gen hät­ten. Und Gesetz ist nun mal Gesetz ( ausgenom­men.: Grundge­setz und Daten­schutzge­setz). Also habe ich mich selb­st Kon­ter­feit (graus­lich­es Bild!) und den ganzen Murks per I‑Net abgewick­elt. Nach etwa 6 Wochen hat­te ich das gute Stück und kon­nte eine Selb­stzahlung ger­ade noch ver­hin­dern. Aber vielle­icht hätte ich doch lieber in’s Hos­pitz gehen sollen. Ohne Medika­mente hätte ich es so in Etwa in 3 — 4 Monat­en dieses irdis­che Jam­mer­tal ver­lassen und würde irgend wo Sor­gen­frei durch die ewigen Jagdgründe streifen ! 🙂

    • Nicht so gut Herr Vogel, das man auf solche Chemie angewiesen ist 😉
      Nach dem “ange­blichen Gesetz” muss man Beiträge bezahlen um ver­sichert zu sein, wenn ich diese Schwachsinns-Karte nicht vor­weise, werde ich nicht behan­delt bzw. muss die Kosten sel­ber zahlen?
      Dann zahle ich auch keine Zwangs-Ver­sicherungs­beiträge mehr.
      Ich werde mir im Falle eines Fall­es eine Aus­landsver­sicherung dann zule­gen, oder bess­er ganz auf dieses Dik­tatur-Sys­tem verzicht­en.

    • Brav gemacht Herr Vogel, ganz doll artig, voll herzzer­reißende Geschichte… so ein biss­chen Pseudowider­stand und schon ist man im Him­mel der Gut­men­schen…

  5. @rico: sel­ten so einen däm­lichen kom­men­tar gele­sen!!!

    kranken haus
    per­son­al ausweis
    stimme abgeben
    etc pp

    merk­ste was, na ja, das wohl zuviel ver­langt
    sagen wir es so, fällt dir was auf?

  6. Wie viel kranke Hirne lassen hier ihren Schrott ab. Ja die Card mit Licht­bild kostet die Kassen Geld, was die Beitragszahler tra­gen müssen. Aber wenn bei den Türken sich mit ein­er Card zig Fam­i­lien­mit­glieder behan­deln lassen, ist das teur­er. Wem schadet das Licht­bild? Ich brauche deswe­gen keinen Ausweis beim Arzt. Da ich nichts zu ver­be­gen habe ist mir das Licht­bild egal. Haupt­sache es wird nie­mand behan­delt der ich das Kass­sen­geld spart. War bei Türken groß in Mode.

  7. Wen koste die Card mit Licht­bild mehr, den Kassen und somit den Beitragszahlern. Dafür sparen die sich die Gebühren für Behand­lun­gen von Türken die in kein­er Kasse sind und mit der Card eines Fam­i­lien­mit­glieds zum Arzt gehen. Ich habe kein Prob­lem mit der Prü­fung des Arztes. Es dient mein­er Sicher­heit und meinem Geld­beu­tel.

    • @Roand Glo­rius
      also hat man dich in die Abhängigkeit und Sklaverei getrieben 😀
      oder noch nie Frei gewe­sen?
      Der Spruch “Ich habe nichts zu ver­ber­gen” meinst du das ernst?
      Wer nun wem bescheisst soll den Kassen­mit­gliedern doch egal sein, dazu sind die Kassen selb­st ver­ant­wortlich.
      Übri­gens, es gibt keine Sicher­heit, da muss sich jed­er sel­ber Absich­ern.
      Ich lebe seit eini­gen Jahren im pas­siv­en Wider­stand und bin froh darüber das mir Quark­sal­ber, egal welch­er Gat­tung vom Leibe bleiben, andern­falls werde ich ganz böse.
      Ich lasse mich zu nichts zwin­gen was ich nicht brauche, das ist Fakt ‑PUNKT-.

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