SPD-Genossen 4 Jahre beitragsfrei im Fall der großen Koalition

SPD-Genossen 4 Jahre beitragsfrei im Fall der großen Koalition SPD die getraeumte Revolution Genossen ohne Arsch in der Hose Karikatur von Klaus Stuttmann gekaufte DemokratieWilly-abge-Brandt: Die Dreck-Spatzen baden bere­its aus­giebig in der Dachrinne des Willy-Brandt-Haus­es in Berlin, allerd­ings dies­mal in Sekt, der dort im Moment üppig fließt. Dabei pfeifen sie so laut vor sich hin, dass es dem Nicht-Parteim­it­glied mächtig in den Ohren klin­gelt. Das monot­o­ne Gepfeife der Spatzen ver­heißt immer das­selbe: „Ver­rat, Ver­rat, Ver­rat“! Was soll das nur bedeuten? Wir sind der Sache auf den Grund gegan­gen und haben ver­sucht, in der SPD-Parteizen­trale anzu­rufen, allein um diesen skan­dalösen Vor­gang aufzuk­lären. Erfol­g­los! Kein­er da, offen­sichtlich sind da schon alle in bester Feier­laune … doch als­bald wieder am regierungsamtlichen Drück­er zu sitzen.

Fan­gen wir ganz vorne an. Was kann die SPD-Mit­glieder an der Basis dazu bewe­gen, für einen Koali­tionsver­trag mit der CDU zu stim­men? Richtig, da dürfte die Aufzäh­lung sehr kurz wer­den. Am Ende find­et sich kein einziger Punkt auf der Liste. Jeden­falls nicht, wenn man die SPD in ihrer Urform ernst nehmen wollte. Den Geschichts­büch­ern nach kann man sich die Basis eher so vorstellen, wie es der Karika­tur­ist Klaus Stuttmann aufge­malt hat (siehe Bild rechts). Aber genau von diesem Gedankengut wollen sich schein­bar die Mal­ocher nun endgültig ver­ab­schieden, jene Dep­pen in dieser Partei, die von den SPD-Bonzen gern als weiche Fußab­treter benutzt wer­den.

Wer kam auf die Idee mit der großen Koalition

Wer zum Teufel wollte denn jet­zt die große Koali­tion? Die Genossen von unten waren es doch bish­er gar nicht. Kra­men wir noch ein­mal unser Kurzzeitgedächt­nis durch. Ach ja, da ist es schon: „Gold­man & Sachs wün­scht Große Koali­tion in Deutsch­land“[Deutsche Wirtshaft­snachricht­en] … und das bere­its zwei Tage nach der Wahl, am 24. Sep­tem­ber 2013. Sie stell­ten klar her­aus, dass es die große Koali­tion wer­den müsse. Let­ztlich soll­ten doch die großen zu erwartenden Umbrüche in Deutsch­land von ein­er über­wälti­gen­den Mehrheit getra­gen wer­den. Und so müsse man das Volk, via der ger­aubten Stim­men, in der großen Koali­tion (ver)einen, damit am Ende alles kor­rekt nach Volkes Wille aussieht und es auch die Ver­ant­wor­tung für sein schäbiges Han­deln zu tra­gen bekomme, was den total­en Zusam­men­bruch mit ein­schließt.

So, jet­zt wis­sen wir also woher der Wind weht und warum es eine so bit­ter­liche Notwendigkeit, ist die Große Koali­tion aufge­set­zt zu bekom­men. Eine Koali­tion, die 80.548 Mil­lion Deutsche (Stand 31.05.2013) nicht brauchen, wohl aber die hand­voll Mar­i­onet­ten­spiel­er, die vorzugsweise die Parteipup­pen tanzen lassen und die großen Geld­berge ver­schieben. Und beson­ders wichtig ist, dass das Volk dafür die uneingeschränk­te Ver­ant­wor­tung übern­immt, son­st kön­nte die Rech­nung ganz böse nach hin­ten los­ge­hen. Wir sehen, ohne große Koali­tion geht es gar nicht. Selb­stver­ständlich hat man den Wäh­lern einige andere Märchen dazu aufgetis­cht, dass es mit den Linken ja über­haupt nicht gehe, was dann die Ursache für das Scheit­ern von Rot-Rot-Grün gewe­sen sein soll. Die Sache mit Gold­man & Sachs, wie oben erwäh­nt, mit den noblen Bankern, kam nir­gends wirk­lich deut­lich zur Sprache. Wir dür­fen aber davon aus­ge­hen, dass im Hin­ter­grund genü­gend Strip­pen gezo­gen wur­den, die die SPD.Führung sicher­lich nicht ihrem Fußvolk offen­baren möchte. Schließlich hat man da aus Regierungszeit­en noch Erfahrun­gen mit der Geheimniskrämerei.

Damit ist das Prob­lem noch lange nicht vom Tisch. Inner­lich wird die SPD-Führung schon tausend­mal bereut haben, nach der Wahl über­haupt eine Mit­glieder­ab­stim­mung zu dem The­ma aus­gelobt zu haben. Hätte man sich dies bess­er verknif­f­en, dann wäre der Keks heute bere­its gegessen. Jet­zt gilt es die SPD-Mit­glieder an der Basis zu bewe­gen, nicht nur den Ver­rat an den Mit­men­schen in Deutsch­land, son­dern auch an sich selb­st und den tradierten Ide­alen der Partei zu üben. Das erst wird eine Meis­ter­leis­tung der Parteiar­beit. Sehen wir ein­mal kurz nach, um wie viele Nasen es sich dabei han­delt, dass hat­ten wir bere­its an dieser Stelle: Die Mit­gliederzahlen der Parteien, Jahre­send­stand 2012 [qpress]. Damit wis­sen wir, dass über die Zukun­ft Deutsch­lands jet­zt 477.000 Genossin­nen und Genosse­nen entschei­den … das sind immer­hin 0,59 % Deutsche aus unser­er Mitte. Oder anders herum gerech­net, ca. jed­er 170te Deutsche darf bei dieser Schick­sals­frage mit­machen, wenn mit der großen Koali­tion eine Partei an die Macht gebracht wird, die zu 100% von den Wäh­lern nicht gewählt wurde. Diese elitäre Clique der Genossen darf jet­zt das Elend endgültig besiegeln und aller Voraus­sicht nach wird sie es auch tun. Und das Schärf­ste zum Schluss: wenn 20 % der Mit­glieder (also nur ca. 95.400) ihre Stimme abgeben, hat das Votum Gültigkeit und der Koali­tionsver­trag ist entsprechend dem Ergeb­nis angenom­men oder abgelehnt (siehe *FAQ zum Mit­glieder­vo­tum unten im Anhang, PdF).

Gekaufte oder vollvertrottelte Basis

Daher resul­tiert unsere sich­er nicht ganz unberechtigte Ver­mu­tung, dass im Zusam­men­wirken der Parteiführung mit Gold­man & Sachs irgendwelche milden Gaben dem Fußvolk gere­icht wer­den müssen. Wir stellen uns deshalb vor, dass die ohne­hin nicht son­der­lich gut betucht­en Genossen an der Basis vier Jahre lang beitrags­frei gestellt wer­den kön­nten. Min­destens also für die Dauer des ange­sagten Unglücks der kom­menden Leg­is­latur. Man muss sich die SPD-Mit­glied­schaft schließlich auch leis­ten kön­nen, denn auch die ist wahrlich kein bil­liges Unter­fan­gen, wie man an dieser Stelle auf der Seite der Bun­des SPD nach­le­sen kann: „Wie hoch ist der monatliche Mit­glieds­beitrag?“. Die Band­bre­ite reicht von 2,50 bis 250,00 Euro pro Monat, höhere Beiträge wer­den natür­lich auch gerne genom­men.

Wie in den Geschäfts­bericht­en der SPD nachzule­sen ist, beträgt die Ein­nahme aus Mit­glieds­beiträ­gen jährlich immer­hin ein Sümm­chen von rund 46 Mil­lio­nen Euro (Stand 2008). Für Gold­man & Sachs sich­er kein großes Prob­lem, das sollte die Sache alle­mal wert sein, immer­hin bekommt man dafür dann ganz Deutsch­land in den Sack und ver­mut­lich auch Europa als Bonus­pack oben­drauf. Denn nichts ist jet­zt wichtiger als die Ret­tung der Banken und des Gel­dadels, wie SPD und CDU bere­its seit der Finanzkrise mit gemein­samen Beschlüssen dazu bewiesen haben. Und natür­lich passiert das alles nur im ure­ige­nen Inter­esse und Namen des Wäh­lers.

Und jet­zt endlich bekom­men die kleinen Genossen von ganz unten noch ein­mal die ganz große Bühne. Endlich dür­fen Sie sie sich ein let­ztes Mal richtig wichtig fühlen! Sorgte schon die Agen­da 2010 dafür, dass sie sich den Parteibeitrag kaum mehr leis­ten kon­nten, dürfte eine Beitrags­freis­tel­lung für vier Jahre sie jet­zt vor Freude aufheulen lassen. Und oh Wun­der, wie manch­mal der Wahlkampf passt: „Bezahlbare Nieten“! Wer wollte sich da schon an einem einzi­gen ver­rutscht­en Buch­staben stören, wo uns doch auch die Mil­liar­den­be­träge aus Steuer­mit­teln für die Banken nicht mehr aufre­gen? Aber es kommt noch viel bess­er. Ken­nen wir sie nicht alle, die soge­nan­nten sich „Selb­ster­fül­len­den Prophezeiun­gen“? Jet­zt scheint es endlich so weit zu sein: „Wer hat uns ver­rat­en? Die Sozialdemokrat­en!“. Ein schon seit Ewigkeit­en kol­portiert­er Text und genau darauf wird sich die gekaufte SPD-Basis kün­ftig etwas ein­bilden kön­nen.

SPD-Genossen 4 Jahre beitragsfrei im Fall der großen Koalition SPD bezahlbare Nieten Wahlkamp grosse koalition demokratie endphase verratUnd sollte das SPD-Fußvolk nach sein­er als­baldigen Zus­tim­mung zum Koali­tionsver­trag nicht beitrags­frei gestellt wer­den, dann haben wir uns wom­öglich etwas ver­spekuliert, was ja heute nichts ungewöhn­lich­es ist (ander­norts gibt es Boni dafür). Oder wir haben ein­fach nur Falsches aus dem Pfeifen der Spatzen her­aus­ge­hört, aber die Genossen hät­ten damit dann ein­drucksvoll bewiesen, dass sie noch erhe­blich düm­mer sind als man es ihnen bis zum heuti­gen Tage nach­sagte.

Bild­nach­weis: Karikatur oben mit fre­undlich­er Genehmi­gung von Klaus Stuttmann, Berlin • seine Inter­net­seite • seine Face­book­seite
*FAQ zum Mit­glieder­vo­tum unten im Anhang, PdF
(Down­load-Link unter­halb des Doku­ments)

Nachfolgend noch ein kleiner Überblick zur Parteienfinanzierung in Deutschland.

Ein­nah­men der Parteien (2008) in Tausend €[9]
Die Rei­hen­folge entspricht der BT-Druck­sache
Ein­nah­men CDU SPD FDP Grüne Die Linke CSU
aus Mit­glieds­beiträ­gen 41.626

(28,13%)

46.651

(27,86%)

7.181

(22,49%)

5.666

(20,7%)

9.873

(39,2%)

9.564

(18,93%)

aus Man­dat­sträger­beiträ­gen und

son­sti­gen regelmäßi­gen Ein­nah­men

18.072

(12,21%)

22.183

(13,24%)

2.332

(7,31%)

5.530

(20,21%)

2.385

(9,47%)

3.314

(6,56%)

aus Spenden von natür­lichen

Per­so­n­en

13.586

(9,18%)

10.328

(6,17%)

6.442

(20,18%)

3.417

(12,48%)

2.148

(8,53%)

11.120

(22,01%)

aus Spenden von juris­tis­chen

Per­so­n­en

7.526

(5,09%)

2.668

(1,59%)

2.687

(8,42%)

491

(1,80%)

109

(0,43%)

6.389

(12,65%)

aus Unternehmen­stätigkeit­en

und Beteili­gun­gen

0

(0,00%)

11.906

(7,11%)

93

(0,29%)

1

(0,01%)

0

(0%)

234

(0,46%)

aus Ver­anstal­tun­gen, Ver­trieb

und son­sti­gen Tätigkeit­en

15.741

(10,64%)

14.228

(8,49%)

2.388

(7,48%)

713

(2,61%)

189

(0,76%)

7.392

(14,63%)

aus staatlichen Mit­teln 43.593

(29,46%)

43.488

(25,96%)

10.138

(31,76%)

10.209

(37,3%)

9.465

(37,59%)

11.280

(22,33%)

aus son­stigem Ver­mö­gen 6.982

(4,72%)

10.687

(6,38%)

446

(1,40%)

481

(1,76%)

484

(1,92%)

1.007

(1,99%)

aus son­sti­gen Ein­nah­men 849

(0,57%)

5.367

(3,20%)

215

(0,67%)

860

(3,14%)

528

(2,10%)

217

(0,44%)

Gesamtein­nah­men 147.979

(100%)

167.508

(100%)

31.925

(100%)

27.372

(100%)

25.184

(100%)

50.522

(100%)

Quelle: Wikipedia - Parteien­fi­nanzierung in Deutsch­land

SPD-Genossen 4 Jahre beitrags­frei im Fall der großen Koali­tion
13 Stim­men, 4.62 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (92% Ergeb­nis)
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Über WiKa 2276 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

7 Kommentare

  1. Über­all im Inter­net wir groß kop­uliert.
    Da darf die Poli­tik ein­fach nicht zurück­ste­hen.
    Und wenn Gold­man & Sachs jedem Genossen eine willige FDJ-Schlampe spendiert, dann klappt’s auch mit der Abstim­mung wie geschmiert.

  2. Irgend­wie erin­nert das an die Kapit­u­la­tion am Ende des Ersten Weltkrieges von 1918.
    Die Kapit­u­la­tion hat die SPD unterze­ich­net obwohl es die Auf­gabe des Mil­itärs gewe­sen wäre.
    Was fol­gte war die Dolch­stoß- Leg­ende vom “unbe­siegtem” Heer und der Marsch in die Nazi- Dik­tatur.

  3. Sebas­t­ian Haffn­er schrieb, als ein Faz­it der deutschen Novem­ber­rev­o­lu­tion von 1918: „Ein Hund ist bekan­ntlich ein ehe­ma­liger Wolf, den der Men­sch für seine Zwecke gezähmt hat. Die Sozialdemokratie ist eine ehe­ma­lige Arbeit­er­partei, die der Kap­i­tal­is­mus für seine Zwecke gezähmt hat.“ 
    Dazu noch ein Link zu einm Beitrag in “Das Blättchen”.
    http://das-blaettchen.de/2013/11/von-hunden-und-woelfen-27329.html

    • Wenn man Dein­er Ein­las­sung fol­gt (die ich nicht für abwegig halte), dann kommt man ein­mal mehr zu dem Schluss, dass sich Geschichte ewig wieder­holt … solange bis es die Men­schen endlich begrif­f­en haben … 😉

      • Dazu bedürfte es wohl eines ein­schnei­den­den Ereigniss­es. Oder, wie man in der mod­er­nen Psyscholo­gie sagt: “pro­gres­siv­en Druck” ! Das hat zu min­d­est in der Ver­gan­gen­heit gele­gentlich eine Kurzzeitwirkung gehabt !

    • Lieber Anton, halbe Wahrheit­en sich ganze Lügen.
      Die SPD und auch alle anderen kom­mu­nis­tis­chen Parteien wur­den aus zwei Grün­den von den Kap­i­tal­is­ten erschaf­fen.
      1. Um den eige­nen ver­armten Massen eine Scheinop­po­si­tion vorzu­gaukeln, die es nie gab.
      2. Um Feind­staat­en durch Rev­o­lu­tio­nen zu desta­bil­isieren.
      So wurde die rus­sis­che Okto­ber­rev­o­lu­tion vom deutsch-kaiser­lichen Geheim­di­enst finanziert, um den Kriegs­geg­n­er Rus­s­land auszuschal­ten.
      Kom­mu­nis­mus und Kap­i­tal­is­mus sind zwei Seit­en ein und der­sel­ben Medaille.
      Fol­gerichtig verkauften die SED-PDS-Linken Genossen 1989/90 ihre geliebte DDR über­aus gewinnbrin­gend an die böse Finanz-Oli­garchie. Es war das wohl beste Geschäft, das die Kom­mu­nis­ten jemals macht­en.

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