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Dystopie30. September 2026

Made in Germany: Warum wir Deutschen so beliebt sind

Obdachlosen Unterkunft – KI-generiert

BRDigung – Es war ein Musterbeispiel deutscher Gastfreundschaft. Familie Müller – Vater Thomas, Mutter Sabine, die Teenager Tim und Klara sowie Oma Martha und Opa Erwin – lebte in einem geräumigen, sonnendurchfluteten Einfamilienhaus mit großem Garten. Zusammenhalt wurde großgeschrieben: Man half sich, hütete die Kinder, mähte den Rasen und backte sonntags gemeinsam Pflaumenkuchen.

Ein Gast im Dachgeschoss

Als der afghanische Kriegsflüchtling Tariq in die Gemeinde kam, gab es für die Müllers kein Zögern. „Wir haben doch Platz!“, meinte Thomas beseelt. Tariq bezog das gemütliche Mansardenzimmer im Dachgeschoss. Fortan saß er abends am Esstisch und gehörte praktisch zur Familie.

Damit sich der Gast rundum wohlfühlte, stellte Sabine die Küche kurzerhand um: Schweinefleisch wurde vom Speiseplan gestrichen, die Messer wurden fortan akribisch nach Halal-Vorgaben getrennt und die Sonntagsbratwurst wich feinstem Lamm-Kebab.

Auch der Festtagskalender wurde flexibel angepasst. Wenn Tariq das Zuckerfest feierte, dekorierten die Müllers mit Begeisterung den Flur und schoben das Weihnachtsfest präventiv in den Hintergrund, um niemanden zu irritieren. Einzig ein leiser Schmerz betrübte die idyllische Harmonie: Tariq vermisste seine Liebsten.

Platzwechsel im Erdgeschoss

Dank hervorragender juristischer Beratung von „Pro Asyl“ und der beispielhaften Dynamik des Familiennachzugs dauerte es nicht lange, bis Verstärkung eintraf: Tariqs Erstfrau, seine Zweitfrau, die schwereingeschränkte Großmutter und fünf quirlige Kinder standen mit vollgepackten Taschen im Flur.

Das Mansardenzimmer erwies sich nun als dezent unterdimensioniert. „Kein Problem!“, rief Opa Erwin voller Nächstenliebe. „Martha und ich wollten sowieso schon immer mal kürzer treten!“

Die Großeltern räumten freudestrahlend ihre barrierefreie Einliegerwohnung im Erdgeschoss und zogen mit zwei Klappbetten in das Dachgeschoss. Tariqs Familie richtete sich im Erdgeschoss ein.

Ab auf die Schlafcouch

Schon wenige Wochen später meldete Tariq vorsichtig weiteren Hilfsbedarf an. Die Brüder seiner beiden Ehefrauen nebst Cousin ersten Grades und deren Nachwuchs saßen im Transitbereich fest. Ein kurzer Blick in die Augen der neugeborenen Großneffen genügte, und Vater Thomas traf eine folgenschwere Entscheidung: „Platz ist im kleinsten Haus!“

Um die neuen Gäste adäquat unterzubringen, traten Thomas und Sabine ihr Hauptschlafzimmer im ersten Stock ab. Schließlich benötigte die Großfamilie einen zentralen Rückzugsort.

Thomas und Sabine schliefen fortan auf einer ausziehbaren Schlafcouch im Wohnzimmer. Das Essen wurde nun im Schichtbetrieb eingenommen, da die 18-köpfige Tischgemeinschaft die stattlichen Kapazitäten der Esszimmermöbel sprengte. Zuerst aßen die Männer gemeinsam, bis anschließend die Frauen die Reste in fröhlicher Runde genießen durften.

Umzug in den Heizungskeller

Der Sommer verging, und der Clan wuchs weiter. Als Tariqs Onkel – ein leidenschaftlicher Schafzüchter – zusammen mit seinen drei Schwagern und deren Schwiegereltern den Wunsch äußerten, ebenfalls Teil der bunten Hausgemeinschaft zu werden, geriet die Raumplanung kurzzeitig ins Stocken.

Dabei bot sich der großzügige Garten perfekt für die Schafzucht an. Da musste doch eine Lösung her und Sabine hatte gleich eine kreative Idee: Tim und Klara gaben ihre Kinderzimmer ab und wurden im Heizungskeller untergebracht. „Da ist es im Winter wenigstens schön warm!“ sagte Tariq.

Im Wohnzimmer wurden Teppiche ausgerollt, die Schlafcouch musste weichen, denn das Zimmer wurde kurzerhand zum Gebetsraum erklärt. Das bedeutete, dass Thomas und Sabine nun auf Isomatten im Flur unter der Garderobe nächtigten, um die täglichen fünf Gebete nicht zu behindern.

Die Grundbuchänderung

Mit dem Eintreffen der weitläufigen Verwandtschaft aus der Provinz Herat erreichte das Haus schließlich seine maximale Belegungsdichte.

Die bürokratische Ordnung verlangte nun klare Verhältnisse: Da Tariqs Familie inzwischen 92 % der Wohnfläche beanspruchte, schlug das Amtsgericht im Rahmen eines administrativen Entlastungsverfahrens eine Grundbuchänderung vor.

Tariq wurde als Alleineigentümer eingetragen, um die Grundsicherung- und das Kindergeld aus einer Hand zu koordinieren. Thomas unterzeichnete die Papiere mit Freudentränen in den Augen – wie wunderbar war es doch, so bedingungslos teilen zu können!

Das neue Domizil am Bahnhof

Kurz vor Weihnachten – das im Haus offiziell durch die besinnlichen Vorbereitungen auf das nächste Opferfest ersetzt worden war – stellte die örtliche Baubehörde bei einer Routinebegehung fest, dass das Dachgeschoss sowie der Heizungskeller aus Brandschutzgründen nicht als dauerhafter Aufenthaltsort für die ursprünglichen Hausbesitzer geeignet seien. Zudem wurde der Flur als Fluchtweg deklariert, weshalb Isomatten dort eine Ordnungswidrigkeit darstellten.

Mit sanftem Nachdruck und einem blauen Berechtigungsschein der Gemeinde begleiteten die Sozialarbeiter Familie Müller vor die Tür.

Heute lebt Familie Müller in der städtischen Obdachlosenunterkunft am Bahnhof. Oma Martha leitet jetzt die Koordinierungsstelle der „Omas gegen Rechts“, Opa Erwin repariert aus alten Europaletten Hochbetten für die Enkel, und Thomas schwärmt beim Abendbrot mit Erbsensuppe noch immer allen Mitbewohnern vor: „Man muss einfach offen sein für Neues.“

Und mal ehrlich – Halal-Essen ist ohnehin viel bekömmlicher, und so ein großes Haus macht am Ende sowieso nur viel Arbeit beim Putzen!

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Stimmen aus dem Maschinenraum

4 Kommentare

  1. Wer sind die Idioten?

    Ach, wenn es nur Idioten wären,
    die an des Landes Spitze stehen,
    erhalten sogar höchste Ehren,
    die kriminelle Dinger drehen.

    Tönen, dass sie das Volk vertreten,
    faseln gar von Demokratie,
    wo zählen nur Macht und Moneten,
    des Volkes Wohl zählt für die nie.

    Fragt man: Wer sind dann die Idioten,
    wer ist offenbar geisteskrank?
    Untertanen sind’s, die devoten,
    die taumeln in den Untergang.

  2. Sehr löblich! So können wir es schaffen.
    Glücklich sind alle, die geben!
    Hauptsache wir dienen dem Großen und Ganzen – was immer das sein mag!

    1. #Publicviewer — Müssen Sie denn immer so direkt sein — aber recht haben Sie, 100 Prozent! Pandora wühlt in gefühligen Tiefen, wirbelt Blut und Boden auf unter von demokr-artig Umerzogenen bewohnten Einfamilienhäusern.

      In dubio pro reo — darum Vorschlag: Unterstellen wir ihm einfach eine heitere bzw. subversiv satirische Intention. Der macht sich über seine Mitdeutschen lustig. Und ja, die sind ja wirklich zum Schießen!

      Siehe Ezio Gavazzenis Buch über natural born killers und deren Menschensafaris. Nach Sarajevo kommt vielleicht Berlin. Nur daß es drumherum keine Hügel gibt, keine günstigen Schußpositionen für Scharfschützen.

      Dem Pandora traue ich alles zu, natural born comedian!

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